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Friedhof--Problem--Ich kann das nicht.

Komischer Zufall.....
Gerade rief die Frau von seinem Cousin an.....wollte wissen ,ob ich überhaupt weiss,was hier nach den drei Jahren passiert.
Sie haben sich von alleine angeboten,mitzukommen und wissen wie schwer das ist.
Ich bin so dankbar für dieses Angebot!
Und ich danke euch allen für eure Anteilnahme und Ratschlägen.
Ich werde auch mit meinen Kindern sprechen und dann entscheiden,was ich machen werde.Bin froh,dass ich noch ein bisschen Zeit habe.
Den dritten Sterbetag muss ich nämlich auch erst einmal bewältigen....
 
Zunächst einmal möchte ich dir mein Beileid für deinen großen Verlust aussprechen.

Die Situation, die du da schilderst, finde ich furchtbar und ich kann gut verstehen, dass du dir das nicht antun willst.

Habe gerade nachgeschaut: es gibt wohl ein Krematorium in Ritsona:


Vielleicht wäre es möglich, ein Bestattungsinstitut zu beauftragen, die sterblichen Überreste dort kreieren zu lassen und dann eine Seebestattung durchführen zu lassen, falls das eine Option für euch ist?
Danke dir für die Anteilnahme und die Infos!
 
Ich werde auch mit meinen Kindern sprechen und dann entscheiden,was ich machen werde.Bin froh,dass ich noch ein bisschen Zeit habe.
Du hast Zeit. Du kannst noch öfters drüber schlafen.
Den dritten Sterbetag muss ich nämlich auch erst einmal bewältigen....
Im ersten Lockdown ist der beste Freund meines Mannes, eigentlich unser bester Freund, weil wir in Sichtweite voneinander wohnen, an einem Herzinfarkt gestorben. Einfach so, eine halbe Stunde vorher haben wir noch über Mittagessen gesprochen. Wir waren recht eng, privat, geschäftlich. Sind miteinander in den Urlaub gefahren. Man hat ihn noch hergebracht, aber die zeitliche Distanz war zu lange, er war klinisch tot. Seine Frau ist sehr tapfer, aber sie ist nicht mehr ganz seitdem. Es heißt immer "Wenn ein Jahr rum ist und du jeden Tag ohne erlebt hast (Geburtstag, Todestag, Weihnachten, andere Feste), dann wird es leichter", aber das stimmt so nicht. Das sind Wunden, die schmerzen wie Hölle. Das kann einen aus dem Nichts überfallen. Grad meint man noch, man bekommt es einigermaßen gebacken und dann...
Das kann ihr niemand abnehmen, man kann sie nur unterstützen.
Das Komische ist gewesen so die letzte Zeit eben die Jahrestage. Die hat sie immer gut herumgebracht, tapfer halt. Der Zusammenbruch kam immer zeitversetzt. Immer. Er ist im Frühjahr 2020 gestorben. Zeitweise kann ich es selber nicht glauben.
 
Du hast Zeit. Du kannst noch öfters drüber schlafen.

Im ersten Lockdown ist der beste Freund meines Mannes, eigentlich unser bester Freund, weil wir in Sichtweite voneinander wohnen, an einem Herzinfarkt gestorben. Einfach so, eine halbe Stunde vorher haben wir noch über Mittagessen gesprochen. Wir waren recht eng, privat, geschäftlich. Sind miteinander in den Urlaub gefahren. Man hat ihn noch hergebracht, aber die zeitliche Distanz war zu lange, er war klinisch tot. Seine Frau ist sehr tapfer, aber sie ist nicht mehr ganz seitdem. Es heißt immer "Wenn ein Jahr rum ist und du jeden Tag ohne erlebt hast (Geburtstag, Todestag, Weihnachten, andere Feste), dann wird es leichter", aber das stimmt so nicht. Das sind Wunden, die schmerzen wie Hölle. Das kann einen aus dem Nichts überfallen. Grad meint man noch, man bekommt es einigermaßen gebacken und dann...
Das kann ihr niemand abnehmen, man kann sie nur unterstützen.
Das Komische ist gewesen so die letzte Zeit eben die Jahrestage. Die hat sie immer gut herumgebracht, tapfer halt. Der Zusammenbruch kam immer zeitversetzt. Immer. Er ist im Frühjahr 2020 gestorben. Zeitweise kann ich es selber nicht glauben.
Genauso ist es,das hast du gut beschrieben.
Der Halt hängt am dünnen Faden.
Aus dem Nichts kann irgendetwas kommen und der Faden reißt.
Schön,wenn man dann Freunde hat,die einen auffangen!
 
Ich schiebe das Thema immer noch vor mir her.
Ich bin immer noch keinen Schritt weiter....
Wollte schauen,ob ich das hinbekomme,dass die Knochen vllt doch verbrannt werden können,aber bin mir selbst nicht sicher,ob ich das überhaupt will ,oder ertragen kann.
Das macht mir alles Kummer.
Es macht mir Angst,dass dann kein Platz mehr existiert,wo mein Mann ist,wo ich ihn finden kann,ihn gedenken kann,wenn ich das mal brauche.
Dabei ist das kompletter Unsinn,weil ich jetzt schon seit Mārz nicht mehr auf dem Friedhof war.
Aber irgendwie weiss ich ,ich KANN hingehen,wenn ich möchte und weiss nicht,ob ich mit der Idee leben kann,dass er nirgendswo mehr ist.
Ich bekomme Verstand und Gefühle im Moment nicht auf einem Nenner und es stresst mich,dass die Zeit vergeht und ich mich immer noch nicht darum gekümmert habe.
Mit meinen Kindern habe ich immer noch nicht gesprochen,was sie darüber denken..... Irgendwie ist es immer unpassend,wir haben im Moment so wenig Zeit,wo wir zu dritt sind....
Ich weiß einfach nicht,was ich machen soll.
Ich will das alles nicht.
 
Erstmal tut mir dein Verlust sehr leid, und ich finde, du leistest schon sehr viel, indem du weiterlebst.

Das Thema ist ein sehr heikles. Dementsprechend werde ich mein Bestes geben für einen Rat an dich.

Wenn der Verstand das eine sagt, die Gefühle aber das andere, dann hat nicht immer der Verstand recht. Auch wenn Verstand immer irgendwie besser klingt als Gefühl in unseren gar so rationalen Zeiten.

Wenn du das Gefühl brauchst, einen Ort zu haben, dann ist das so. Ich wäre da wohl anders, aber das sagt ja nichts über dich aus. Muss dieser Ort denn auch der sein, wo das, was von ihm geblieben ist, liegt?

Letztlich ist das, was da liegt, ja nichts Menschliches mehr. Knochen, Asche, was auch immer, es ist nicht der, den du so geliebt hast. Der ist weg aus der Welt, nur noch in deinem Herzen. Wobei: "nur" trifft es nicht, das ist ganz schön viel, dort von einem Menschen weitergetragen zu werden.

Gibt es einen Ort, den du mit euch beiden verbindest? Kannsts du so einen Ort zu eurem Ort machen? Vielleicht einen Ort des Lebens, nicht des Todes, wie es ein Friedhof ja ist?

Wenn ich mal nicht mehr da bin, würde ich gerne in einem Wald beigesetzt, weil ich Wälder liebe. Weil Bäume etwas Schönes sind, fast schon etwas Ewiges. Weil meine Asche dort zum Leben der Pflanzen und Tiere beiträgt, so stelle ich mir das zumindest vor.

Keine Ahnung, ob irgendeiner meiner Gedanken dir helfen konnte.

Alles Gute auf deinem Weg.
 

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