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Freunden mit Depression -wie helfen?

Therapie ist der Parallelweg.

Hier geht es aber darum: "Was kann ich als Angehöriger/Freund tun?" - (Siehe auch unter #9.)
Dazu meine Meinung: #2 + #6.
 
Mir hilft es, wenn Freunde und Bekannte mir Beachtung schenken.

Mit meiner Depression nehme ich es persönlich, wenn sich niemand um mich bemüht. Ich fühle mich uninteressant und minderwertig, wenn mich niemand beachtet, niemand mal nach gemeinsamen Unternehmungen fragt und und und.

Mir hilft es am meisten, wenn mein Umfeld mir zeigt, dass ich noch da bin und ich ein Leben habe.
 
Ich denke jetzt an diese Menschen, die mit trauriger Miene herumliegen und herumhocken und immer nein sagen, die jede helfende Hand ablehnen und kaum essen, kaum zu etwas bereit sind und mit niemanden Kontakt haben wollen und naturgemäss nur noch sterben wollen, nie wieder aufstehen wollen, wenn es nach ihnen gehen würde. Die sagen dann immer, ich kann nicht, ich will nicht, ich mag nicht, ist eh alles wurscht.
Wenn man dann länger redet und zuhört, dann erfährt man, wieso und warum. Meist handelt es sich um schwer gekränkte, schwer beleidigte, untröstliche Leute. ( weil sie keine Freunde haben, weil sie angeblich nur Misserfolge haben, weil sie eh nichts taugen usw.) Diese flüchten in die Depression, weil sie nicht umgehen können mit sich und mit Problemen. Die Depression ist die andere Alternative- entweder pack ich es an, oder ich gebe auf, entweder entwerfe ich einen Plan, oder ich sag, ich streike, bemühe mich nicht mehr.
Bei dieser Form von "Krankheit" hilft, immer wieder zupacken, nehmen, rausgehen, trotzdem, auch wenn es schwer fällt, mitnehmen ins Hallenbad, für den kochen, putzen, waschen und den verwöhnen, den bemuttern und zuhören und reden reden reden und aufdecken während des Redens, dass das gar nicht stimmt, was sie sich da weismachen und einreden. Ich kann da schon mithelfen, die Gedanken in eine andere Richtung zu lenken.
 
Ich habe ein paar depressive Freunde und gute Bekannte, die aber alle auch schon in Therapie sind oder waren. Ich nutze eigentlich gerne Whatsapp, um immer mal wieder kurz nachzufragen, wie es den Betroffenen geht. Manchmal entwickeln sich daraus dann recht lange "Gespräche" und wenn derjenige gut drauf ist oder was los werden möchte, wird dann lang und ausführlich telefoniert und wenn derjenige in der Nähe wohnt, auch Treffen verabredet. Irgendwie habe ich mit allen eine stillschweigende Vereinbarung, dass es o.k. ist, wenn sie nur kurz und knapp antworten. Dann geht es eben nicht so gut, sie sind anderweitig eingespannt oder brauchen Ruhe und Zeit für sich. Darüber ist aber keiner böse oder beleidigt. Es reicht oft schon, zu signalisieren, ich bin da, wenn du mich brauchst und ich denke an dich.
 
Erst einmal vielen Dank für alle eure Antworten.
Ich werde mir das alles noch einmal durch den Kopf gehen lassen.
Natürlich ist mir bewusst,dass ich meinen Freund nicht therapieren kann.Schön wäre es....
Aber trotzdem möchte ich gerne unterstützen.
Dadurch,dass es mir selber noch nicht richtig gut geht,ist es einerseits schwer,auf der anderen Seite,kann ich einige Sachen gut nachvollziehen,weil ich weiss ,wie es dich anfühlt,wenn man ganz unten ist.Ich kenne die Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit durch meinen eigenen Schicksalsschlag.
Traurigkeit,die körperliche Schmerzen auslöst.
Bsp: Du sagst, wenn ich dich irgendwohin fahren soll oder mitkommen soll, sag Bescheid. Natürlich wird das nie passieren.
Da hast du Recht.
Ich weiß,dass der andere nicht auf mich zukommen wird,weil er nicht die Kraft dazu hat.
Wie ist das eigentlich?
Wenn jemand Depression hat,hat er die sein Leben lang ,mit unterschiedlichen Stärken,also Hochs und Tiefs?
Gibt es eine Heilung oder nur ein unter Kontrolle halten,ähnlich einer Sucht?
 
Wenn jemand Depression hat,hat er die sein Leben lang ,mit unterschiedlichen Stärken,also Hochs und Tiefs?
Gibt es eine Heilung oder nur ein unter Kontrolle halten,ähnlich einer Sucht?
Jeder Mensch hat in seinem Leben eine, oder mehrere depressive Phasen. In der Regel braucht die Psyche ein paar Tage, Wochen, Monate und es geht von alleine wieder aufwärts. Ein Problem wird es erst dann, wenn man es nicht schafft aus diesen tief rauszukommen.

Ich finde das die Diagnose Depression heute viel zu schnell bescheinigt wird.
Ich finde es gibt viele die einfach nur unzufrieden sind und mit sich selbst nicht im reinen sind, und deshalb glauben das sie eine Depression haben und zum Arzt rennen. Mir erscheint es im Alltag fast so, als wäre es jetzt Mode eine Depression zu haben. Ich beziehe das auf Erfahrungen aus meinem privaten Umfeld. Da gibt es eine Person, die immer versucht ihren Kopf durchzusetzen und jede Kritik oder Absage ihr gegenüber wird mit einer "Depression" beantwortet. Sie erwartet das jeder speziell auf sie und ihre Wünsche Rücksicht nimmt. Wenn sie jemanden vor dem Kopf stößt dann soll es hingenommen werden. Passt ihr etwas nicht erfolgt Depression als Reaktion. Quasi Depression als Ausrede und Druckmittel.
Solche Menschen machen es den wirklich Depressiven schwer.

Ich finde viele bekommen heutzutage eine Depression weil sie ausgelaugt, überfordert und ausgebrannt sind, oder man verzweifelt gegen Windmühlen kämpft, oder sich das Leben anders vorgestellt hat. Seinen Platz in der Gesellschaft sucht und durch den Einfluss sozialer Medien.
Es gibt Menschen, die haben schon immer eine dunkle Grundstimmung und wieder andere, haben eine helle Grundstimmung. Trotzdem kann es beide treffen. Die Gründe hierfür sind breitgefächert.
Dann gibt es noch die Depression, die durch ein Trauma und / oder schwere Schicksalsschläge verursacht wird.

Es gibt auch Formen der Depression die vererbbar sind. Auch hier habe ich ein Beispiel aus meinem Umfeld, das aber eine Triggerwarnung benötigen würde und somit hier fehl am Platz ist

Je nachdem, welche Form der Depression vorliegt, kann sie mitunter ein Leben lang ein Begleiter sein.

Depression ist nicht gleich Depression.
 
Ich finde viele bekommen heutzutage eine Depression weil sie ausgelaugt, überfordert und ausgebrannt sind, oder man verzweifelt gegen Windmühlen kämpft, oder sich das Leben anders vorgestellt hat. Seinen Platz in der Gesellschaft sucht und durch den Einfluss sozialer Medien.
Nicht artgerecht leben können, dürfen, das macht viele depressiv.

Wie bei Pflanzen, die eingehen, wenn sie am falschen Platz stehen, oder von dem nicht genug haben, was diese Pflanze speziell braucht.
 

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