Auch Freunde müssen zusehen, dass sie ihre Situation verbessern. Anscheinend tut der Freund ja nichts dazu.
Schon klar, aber ohne zu wissen, was zwischen @Annalenablau und ihrem Freund abgemacht war, wie lange er schon bei ihr wohnt, wie viele (ergebnislose) Gespräche es schon gab, welche Probleme er hat und was er im Hintergrund womöglich bereits versucht (- ev. ohne es Annalenablau mitzuteilen), finde ich es einfach sehr schnell gegriffen,
im Kontext einer Freundschaft von "einnisten", "Schmarotzer" und Wasserverbrauch zu reden.
Zwischen "Klar, du kannst gerne ne Nacht bei mir pennen" und "Bleib solange, wie nötig" liegen Welten - wir wissen nicht, was ursprünglich besprochen war. Nicht mal, ob der Typ seit drei Tagen bei ihr wohnt oder seit nem halben Jahr. Deswegen ist es für mich anhand der Informationen, welche die TE selbst gegeben hat, eben ziemlich erschreckend, kleinlich und, ja, alman, gleich mal zu knallhartem Rausschmiss zu raten (- sicher theoretisch legitim und bei entsprechend langer, schwieriger Vorgeschichte vielleicht tatsächlich alternativlos), aber das als fucking erste Maßnahme anraten? Puh. Finde ich übelst strange. Aber gut, ich finde es auch mindestens genau so strange, wenn man sich mit Freund*innen in ner Kneipe oder zum Essen trifft und die Rechnung wird auf jeden Pfennig genau geteilt. Vielleicht habe ich einfach nen anderen Begriff von Freundschaft.