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"Freiheit ?"

Auf den Begriff „aufgabenunabhängiges Denken“ bin ich in einigen Artikeln zum Thema „Tagtraum“ gestoßen.

Ich bin an sich eine sehr rationale Person, die sich sozusagen produktiv Gedanken macht, um Aufgaben zu lösen, und im Allgemeinen auch erst überlegt und dann handelt.

Aber manchmal, da passiert es einfach so: Meine Gedanken schweifen ab, ich bin plötzlich ganz wo anders. Ich denke mich an andere Plätze, schöne Orte. An gestern, oder daran, wie angenehm es wohl wäre, wenn ich jetzt auf Hawaii unter einer Palme liegen könnte.

Aktuellen Studien zufolge befinden wir uns angeblich rund 50 Prozent der Wachzeit in einem „tagträumerischen Zustand“, in dem unsere Gedanken aufgabenunabhängig wild umherschweifen. Ich weiß nicht, ob das bei mir so ist. Aber ich bin dabei, es zu beobachten.

Danke für deine Antwort! Dass ich häufig gedanklich nicht in der Gegenwart bin, bei dem, was ich tue, ist mir auch aufgefallen, vermehrt nach einem Achtsamkeitskurs, den ich gemacht habe.

Aber bei mir ist das dann nicht alles Tag Träumerei, ein bestimmter Anteil ist Planung der Zukunft oder Analyse der Vergangenheit oder sonstige nicht immer angenehme Dinge....

Meiner Meinung nach ist das ein Teil der menschlichen Freiheit: dass wir ein leeres Beet sehen können und uns vorstellen, wie es wäre, wenn darin Sonnenblumen wachsen würden oder Tomaten.

Freiheit ist sich entscheiden können und das könnten wir nicht ohne Träume?
 

Hallo Guestxy,

schau mal hier: "Freiheit ?". Hier findest du vielleicht was du suchst.

Meiner Meinung nach ist das ein Teil der menschlichen Freiheit: dass wir ein leeres Beet sehen können und uns vorstellen, wie es wäre, wenn darin Sonnenblumen wachsen würden oder Tomaten.

Freiheit ist sich entscheiden können und das könnten wir nicht ohne Träume?
Schönes Bild.

Dazu fällt mir ein Zitat von Colson Wilson ein: "Manchmal ist eine nützliche Illusion besser als eine nutzlose Wahrheit. In dieser schlimmen Kälte wird nichts wachsen, aber wir können trotzdem Blumen haben."

Für mich steht Illusion hier auch für Träume. Die Freiheit, sich selbst zu erlauben, Träume zu haben. Und Blumen.
 
Das Gefühl von Freiheit und auch das Bedürfnis nach Freiheit ist äußerst subjektiv. So gibt es Menschen, die jeden Tag ins Büro fahren, zur gleichen Zeit heimkommen, jeden Dienstag ins Fitnessstudio gehen, jeden Freitagabend beim Lieblingsitaliener essen und sich trotzdem frei fühlen.

Und dann gibt es andere, die schon von Fremdbestimmung reden, wenn sie ab und zu einen Auftrag annehmen müssen, um Geld für die nächste Reise zu verdienen.

Freiheit ist unabhängig von Faktoren wie verfügbarer Zeit, vorhandenem Geld, individuellen Möglichkeiten oder materiellen Dingen. Frei leben ist vielmehr ein Gefühl. Und oftmals stehen wir uns dabei selbst im Weg. Gedanken wie „Das wird doch aber von mir erwartet“, „Das macht man halt so“ oder „Wenn ich es nicht schaffe, hält man mich für einen Versager“ verhindern, dass wir das tun, was wir wirklich wollen.
 
@Postman
"Gegenfrage: wo beginnt für dich "Freiheit" ? "

Nachdem ich eine Weile über diese Frage nachgedacht habe, würde ich sagen, sie beginnt bei "Freiheit von ..."

Ich habe irgendwann angefangen festzustellen, auf was ich im Leben verzichten kann. Zum einen auf Dinge wie Statussymbole, Luxus etc., ich neige da eher zum Minimalismus.

Zum anderen lebe ich auch gerne frei von dem Zwang, mich mit anderen zu messen oder mich an die Normen anzupassen, die von anderen vorgegeben werden.
 
Artikel 2
Jede/r hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt ...
Die Freiheit der Person ist unverletzlich.
 
Interessantes Thema, aber ich habe meine Zweifel, ob wir tatsächlich eine Wahl haben. Ist die Willensfreiheit nichts als eine Illusion?

Ich glaube, es war Schoppenhauer, der so schön gesagt hat "der Mensch kann zwar tun was er will, aber er kann nicht wollen was er will".

Unser "Wille" unterliegt immer wieder der Impulssteuerung und den Möglichkeiten und Notwendigkeiten. Wir alle wollen "Sport machen", Abnehmen", "aufhören zu Rauchen" oder was auch immer – und machen es doch nicht.

Vielleicht bin ich ein Sklave meiner Wünsche und unterliege damit einem inneren Zwang? Habe ich die Wahl zwischen Alternativen, oder hängt, was ich tue, nicht von äußeren Umständen ab, den Naturgesetzen und dem Zustand der Welt ab? Oder ist es mitunter reiner Zufall, wofür ich mich entscheide?

Oder ist es nicht schlicht so: „Wir tun nicht, was wir wollen – wir wollen, was wir tun.“
 
Julian Assange ist frei. Eine der wenigen guten Nachrichten der vergangenen Tage. Nach mehr als 10 Jahren juristischem Gezerre.

Die Überbringer schlechter Nachrichten zu töten war generell lange Zeit sehr beliebt. Und die Presse- und Meinungsfreiheit, Grundpfeiler der Demokratie, bleiben auf der Strecke.

Menschenrechtsverletzungen oder ungesetzmäßige Machenschaften von Regierungen bleiben unter der Decke, weil Journalisten und Whistleblower für eine Veröffentlichung mit Anklage und Haft rechnen müssen.
 
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