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Freie Wirtschaft vs öffentlicher Dienst

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 114919
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Erstens würde ich da keinen Vergleich wagen. Deutschland hat das Zehnfache an Population, als die Schweiz.
Zum Anderen, ich glaube gerade die ersten Jahre/Jahrzehnte wird es dann massiven Mangel geben. Auf lange Sicht funktioniert das sicher. Aber schaffen wir, sagen wir mal 20 Jahre mit Polizisten-, Lehrer-, Juristen-, Finanzamts- und Wasweißich-Mangel?

Es ist wie mit der Rente. Theoretisch könnten wir jederzeit das Umlageverfahren (die Jungen zahlen die Rente) in ein Kapitaldeckungsverfahren (Jede Generation spart ihre Erträge und bekommen sie im Alter ausgezahlt) übergehen. Es wäre aktuell sogar gut für unser Nachkommen. Nur würden die aktuellen Rentengenerationen keine Rente mehr erhalten, da sie nicht für sich gespart haben.

Man muss das sich in manchen Bereichen meiner Meinung nach echt vorstellen. Eltern werden ihren Kindern nicht mehr zur Polizei raten, weil sie jetzt so unattraktiv gemacht wurde und sie daher zur freien Wirtschaft ermutigem, weil da wenigstens das Leben nicht gefährdet ist. Folge: Noch weniger Polizeipersonal und die Angestellten, ohne Chance auf Verbeamtung gehen vielleicht auch ab. Und dass das nach ein paar Jahrzehnten besser wird, ist auch nicht sicher. Warum sollte man dann noch als Jurist in den öD, wenn man in einer freien Kanzlei mehr, also deutlich mehr verdienen kann?

Wie gesagt, die Verbeamtung gehört geändert und angepasst. Jedoch finde ich die Entwicklung mit dem Lehrermangel in Berlin doch ein Warnsignal, was passiert, wenn man ohne Ausgleich die Verbeamtung abschafft.

In welchen Bereichen würdest du denn die Verbeamtung abschaffen? Würdest du behaupten, dass in diesem Bereich ein längerer Mangel verkraftbar ist?
Habe jetzt eine Liste gefunden mit Beamtenberufen:

Kann man ja mal durchschauen. Ich würde behaupten, dass wenn man die Verbeamtung ohne Ausgleich abschafft, dann wird ein möglicher Mangel deutlich spürbar in 70% der Bereiche sein.
Gerade weil 40% der Bereiche zu Polizei und Militär gehört (Zoll, Innendienst, Feuerwehr, Kriminalbereich, etc.)

Übrigens habe ich gerade gelesen, dass die Schweiz trotzdem Beamte in Polizei, Militär, Zoll, Finanz, etc. hat:
Sprich wenn von Beamten geredet wird, hoffe ich doch, dass nicht der Verwaltungsfachangestellter vom Rathaus gemeint ist. Der ist oft nur Angestellter!
 
In welchen Bereichen würdest du denn die Verbeamtung abschaffen? Würdest du behaupten, dass in diesem Bereich ein längerer Mangel verkraftbar ist?
Beamtensystem weitgehend vollständig abschaffen.
Warum entsteht ein Mangel?
Führen wir überall das Beamtensystem zur Steigerung der Attraktivität des Berufes: Krankenschwester, Ärzte, Altenpfleger etc.
Völlig absurd.

Wenn ein Mangel an Bewerbern besteht, dann muss diese Tätigkeit attraktiver gemacht werden: positiveres Image schaffen, attraktive Ausbildung, besseres Arbeitsumfeld, ggf. auch besseres Gehaltsgefüge.
 
Erstens würde ich da keinen Vergleich wagen. Deutschland hat das Zehnfache an Population, als die Schweiz.
Zum Anderen, ich glaube gerade die ersten Jahre/Jahrzehnte wird es dann massiven Mangel geben. Auf lange Sicht funktioniert das sicher. Aber schaffen wir, sagen wir mal 20 Jahre mit Polizisten-, Lehrer-, Juristen-, Finanzamts- und Wasweißich-Mangel?
Habe von größeren Umstellungsproblemen in der Schweiz habe ich nichts gehört.
Von besonderem Polizisten-, Lehrer-, Juristen-, Finanzamts- und Wasweißich-Mangel habe ich in der Schweiz nichts wahrgenommen.

Die Bemerkung mit Zehnfache größere Bevölkerung verstehe ich nicht.
Bayern hat vielleicht so viel Einwohner wie die Schweiz. Also da könnte es gehen. NRW viel mehr, da geht es nicht. Verstehe ich nicht.

Übrigens: Die Lehrer in Sachsen sind Angestellte. Sachsens Schüler zeigen im Ländervergleich immer die besten Ergebnisse.
 
Beamtensystem weitgehend vollständig abschaffen.
Warum entsteht ein Mangel?
Führen wir überall das Beamtensystem zur Steigerung der Attraktivität des Berufes: Krankenschwester, Ärzte, Altenpfleger etc.
Völlig absurd.

Wenn ein Mangel an Bewerbern besteht, dann muss diese Tätigkeit attraktiver gemacht werden: positiveres Image schaffen, attraktive Ausbildung, besseres Arbeitsumfeld, ggf. auch besseres Gehaltsgefüge.
Sagte ich doch mehrmals. Ohne Ausgleich für die Abschaffung wird es problematisch. Siehe Berlin.
 
Habe jetzt eine Liste gefunden mit Beamtenberufen:

Kann man ja mal durchschauen. Ich würde behaupten, dass wenn man die Verbeamtung ohne Ausgleich abschafft, dann wird ein möglicher Mangel deutlich spürbar in 70% der Bereiche sein.
Gerade weil 40% der Bereiche zu Polizei und Militär gehört (Zoll, Innendienst, Feuerwehr, Kriminalbereich, etc.)

Übrigens habe ich gerade gelesen, dass die Schweiz trotzdem Beamte in Polizei, Militär, Zoll, Finanz, etc. hat:
Sprich wenn von Beamten geredet wird, hoffe ich doch, dass nicht der Verwaltungsfachangestellter vom Rathaus gemeint ist. Der ist oft nur Angestellter!
Der Artikel aus der Schweiz sagt eigentlich alles.
Es gibt noch ein paar Beamte in der Schweiz, aber es gibt dort kaum einen Unterschied zwischen Bestellter und Beamter. Nix mit Pension zum Beispiel.
Wirklich sehr Informativ der Artikel.
 
Habe von größeren Umstellungsproblemen in der Schweiz habe ich nichts gehört.
Von besonderem Polizisten-, Lehrer-, Juristen-, Finanzamts- und Wasweißich-Mangel habe ich in der Schweiz nichts wahrgenommen.

Die Bemerkung mit Zehnfache größere Bevölkerung verstehe ich nicht.
Bayern hat vielleicht so viel Einwohner wie die Schweiz. Also da könnte es gehen. NRW viel mehr, da geht es nicht. Verstehe ich nicht.

Übrigens: Die Lehrer in Sachsen sind Angestellte. Sachsens Schüler zeigen im Ländervergleich immer die besten Ergebnisse.
Irgendwie habe ich Probleme mit deinen Beiträgen. Gut möglich, dass du noch alle meine Beiträge liest, ich habe es schon übertrieben.

Aber in den von dir genannten Bereichen wird noch immer verbeamtet. Siehe den zweiten Artikel. (Die Lehrer ausgenommen, aber warte)

Es wird bei größeren Bevölkerungen z.B. mehr Lehrer oder Polizisten benötigt. Der Bedarf wächst in gewisser Weise linear zur Bevölkerung, es sei denn man möchte pro Lehrer immer größere Klassen. Selbiges bei Polizei, etc.

Das Problem am Vergleich: Allein der Bedarf ist unterschiedlich. Wir vergleichen uns ja auch nicht mit China bei Populationsfragen. Der Vergleich macht keinen Sinn aufgrund der Diskrepanz. 10 Leute verwaltet man anders als 100. Näher würde ein Vergleich mit Frankreich liegen. Zudem sind unsere Bundesländer kein geschlossenes System.

Ich habe keine Ahnung von Lehrern, aber einseits möchte ich betonen, dass ich nie behauptet habe, dass Verbeamtungen die Leistung verbessern und zudem glaube ich kaum, dass die Schülerleistung zwischen verbeamtet und nicht-verbeamtet unterschiedlich ist. Das ist glaub auch nicht der Sinn der Verbeamtung von Lehrern. Ich glaube eher man will die Lehrer vom Streiken abhalten, sonst liegt das Land lahm wie bei Corona, da die Kinder betreut werden müssen.
Um auf die Ausgangsaussage zurückzukommen:
1. Auch Sachsen hat Lehrermangel und hat
2. Infolgedessen die Verbeamtung letztes Jahr wieder eingeführt, um die Attraktivität zu steigern.
Quelle: https://junger-slv.de/der-lehrerberuf/aktuelle-situation-und-einstellungsbedarf-in-sachsen/
2. https://www.debeka.de/produkte/versichern/krankenversicherung/lehrerverbeamtung_sn/index.html#:~:text=Ab%20dem%201.,sind%2C%20sollen%20Beamte%20werden%20k%C3%B6nnen.
 
Irgendwie habe ich Probleme mit deinen Beiträgen. Gut möglich, dass du noch alle meine Beiträge liest, ich habe es schon übertrieben.

Aber in den von dir genannten Bereichen wird noch immer verbeamtet. Siehe den zweiten Artikel. (Die Lehrer ausgenommen, aber warte)

Es wird bei größeren Bevölkerungen z.B. mehr Lehrer oder Polizisten benötigt. Der Bedarf wächst in gewisser Weise linear zur Bevölkerung, es sei denn man möchte pro Lehrer immer größere Klassen. Selbiges bei Polizei, etc.

Das Problem am Vergleich: Allein der Bedarf ist unterschiedlich. Wir vergleichen uns ja auch nicht mit China bei Populationsfragen. Der Vergleich macht keinen Sinn aufgrund der Diskrepanz. 10 Leute verwaltet man anders als 100. Näher würde ein Vergleich mit Frankreich liegen. Zudem sind unsere Bundesländer kein geschlossenes System.

Ich habe keine Ahnung von Lehrern, aber einseits möchte ich betonen, dass ich nie behauptet habe, dass Verbeamtungen die Leistung verbessern und zudem glaube ich kaum, dass die Schülerleistung zwischen verbeamtet und nicht-verbeamtet unterschiedlich ist. Das ist glaub auch nicht der Sinn der Verbeamtung von Lehrern. Ich glaube eher man will die Lehrer vom Streiken abhalten, sonst liegt das Land lahm wie bei Corona, da die Kinder betreut werden müssen.
Um auf die Ausgangsaussage zurückzukommen:
1. Auch Sachsen hat Lehrermangel und hat
2. Infolgedessen die Verbeamtung letztes Jahr wieder eingeführt, um die Attraktivität zu steigern.
Quelle: https://junger-slv.de/der-lehrerberuf/aktuelle-situation-und-einstellungsbedarf-in-sachsen/
2. https://www.debeka.de/produkte/vers...t=Ab dem 1.,sind, sollen Beamte werden können.
Du schreibst mit Verbeamtung gäbe es Bewerbermangel. Dann behauptet du, dass die Verbeamtung den Bewerbermangel mindert. Klingt sehr unlogisch. In einigen Beitragen steht, dass Beamte nicht besser gestellt seien als Nicht-Beamte. Warum dann Förderung der Attraktivität durch Verbeamtung. verstehe ich nicht.

Bzgl. Streikrecht. Es gibt viele Bereiche, wo ein Streik gravierende Folgen hat, z.B. Energieversorgung, Krankenhaus, Altenpflege, Lebensmittelversorgung, Wasserversorgung. Alles keine Beamte.
Das Mit dem Streikrecht ist auch so ein Märchen für das Beamtensystem.
Hinweis: Streiken ist nur unter sehr bestimmten Bedingungen zulässig.
 
Meine Post war: jeder kann doch selbst entscheiden welchen Beruf er ergreift.....wenn jemand meint, der Staat bietet so viele Vorteile , ja heiderblitz warum geht man dann nicht zum Staat?
Seit wann kann sich JEDER seinen Arbeitgeber aussuchen?? Was ist das denn jetzt für ein billiges Totschlagargument? Das kann ich doch selbst in der freien Wirtschaft nicht. Wenn ich Morgen bei BASF Ludwigshafen anfangen möchte und dann muss ich dort auch genommen werden? Weil ich das so will?

Zudem: Am Besten werden wir ALLE Beamte, verwalten uns nur noch gegenseitig und für die wirtschaftsleistung Deutschlands haben wir halt niemanden mehr. Aber ist ja kein Problem, oder? Hauptsache unsere üppige Pension ist uns sicher... 😏

Die wenigsten haben ein Problem damit das es das Beamtentum gibt. Aber etwas ausgeglichener gestaltet ist dringend erforderlich. Alles andere ist die falsche message an den Steuerzahler der täglich um seinen Job und den sozialen Abstieg bangen muss.

Es gibt null Gründe dafür, als Beamter bevorteilt zu werden.
 
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