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Freie Bahn für Beamte?!

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Finde ich auch unpassend. Abgesehen davon scheinen Beamte auch andere Privilegien zu haben: ein Bekannter von mir (Beamter) war jetzt über ein Jahr wegen psychischer Probleme krank geschrieben - er hat problemlos eine Kur bezahlt bekommen und anscheinend gibt es unbegrenzte Lohnfortzahlung bzw. Krankengeld. Als normaler Arbeitnehmer hingegen läuft die Krankengeldzahlung nach einer gewissen Zeit aus und dann kann man sehen, wo man bleibt.

Und keine Wartezeiten beim Arzt und wenn man eine Psycho Therapie macht bekommt man locker auch mehr Stunden.
 
Und keine Wartezeiten beim Arzt und wenn man eine Psycho Therapie macht bekommt man locker auch mehr Stunden.

Ja, die Vorteile der PVK... insbesondere die bevorzugte Terminvergabe für Privatversicherte bei Fachärzten erlebe ich immer wieder, wenn man als gesetzlich Versicherter behandelt wird wie Sauerbier. Und bei vielen Psychotherapeuten lese ich auf deren Homepage "leider kann die Therapie nur von Privatversicherungen erstattet werden."
 
Die Privatversicherungen nehmen es aber vom Lebendigen. Und auch bei denen fällt längst nicht jede Therapie unter die Standardvereinbarungen, sondern erfordert Zusatzverträge, die dann logischerweise wieder kosten. Ist auch für die Beamten nicht so einfach wie gedacht.
 
...Vor allem, wenn man zB eine Vorerkrankung hat: Dann muss man bei den Privaten auch als Beamter ganz schön blechen. Als Beamter hast Du ja keine Wahl: Du musst in die Private, auch wenn es nur einen echt miesen Tarif für Dich gibt. Ich kenne da einige auch junge Leute, die schon bei ganz kleinen Vorerkrankungen (wie zB Reizdarm und solche "Kinkerlitzchen", die eigentlich jeder hat und die die Kasse ja nicht viel kosten) teilweise 100 Euro im Monat mehr hinlegen müssen, als ein gesetzlich versicherter mit gleichem Verdienst. Wer größere "Brocken", wie zB Psychotherapie in seiner Krankengeschichte aufzuweisen hat, der muss richtig tief in die Tasche greifen. Deswegen wird ja Leuten zB in der Lehramtsausbildung empfohlen, ihre Psychotherapie aus eigener Tasche zu bezahlen, solange sie noch nicht verbeamtet sind. (aber mach das mal als Student oder Referendar!)
Eigentlich ist es doch mehr als absurd, dass gerade Beamte nicht gesetzlich sondern privat versichert werden. Dafür gibt es nicht einen einzigen logischen Grund: Im Grunde ist das einfach eine Subventionierung der privaten Kassen- weiter nichts!
 
Eigentlich ist es doch mehr als absurd, dass gerade Beamte nicht gesetzlich sondern privat versichert werden. Dafür gibt es nicht einen einzigen logischen Grund: Im Grunde ist das einfach eine Subventionierung der privaten Kassen- weiter nichts!

Das stimmt wahrscheinlich. Vermutlich hätten viele private Krankenversicherer inzwischen Probleme, wenn sie nicht die ganzen Beamten als garantierte Kunden hätten.
 
Klar, dadurch entziehen sie sich nämlich dem natürlichen Wettbewerb. Wer eine Kundengarantie hat, der muss den Regeln des normalen Wettbewerbs nicht gehorchen.
 
Wenn der Staat Menschen mit Geld oder anderweitig bezuschusst oder unterstützt, so sollten dadurch im Idealfalle Nachteile ausgeglichen und damit wieder Gerechtigkeit geschaffen werden.

Wenn also im konkreten Falle Beamte bezuschusst werden aber Leute, die unter die Armutsgrenze fallen nicht (in diesem Maße), so liegt meines Erachtens praktiziertes Unrecht vor. Dann wird nämlich die Schere zwischen den Armen und Bedürftigen auf der einen und den besser bestellten auf der anderen Seite größer. Mir ist nicht bekannt, dass man Beamte in der Regel zu denen rechnet, die unter die Armutsgrenze fallen.
 
Ja, ja. der Neid und die Beamtenschelte. Hier wird auf die Falschen geschimpft, und die Volksseele arbeitet sich wieder mal an den Falschen ab. Nochmals: Die meisten Beamten arbeiten im Einfachen und Mittleren Dienst. Sie brauchen keinen Koffer, um ihr Gehalt nach Hause zu tragen. Es gibt feste Regelungen, wie lange man als Beamter gearbeitet haben muss, um mindestens die Mindestpension zu erhalten. In der Regel sind das fünf Jahre, um überhaupt einen Anspruch zu begründen. Das sind alles keine Geheimnisse, sondern die Besoldungstabellen sind bekannt und jedermann einsehbar.
Hier:

"Voraussetzung für die Gewährung von Ruhegehalt ist, die Versetzung/der Eintritt einer Beamtin/eines Beamten in den Ruhestand. Die Versetzung/der Eintritt in den Ruhestand ist nach dem Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG) nur möglich, wenn


  • der Beamte eine Dienstzeit von mindestens 5 Jahren abgeleistet hat oder
  • infolge Dienstbeschädigung, die er sich ohne grobes Verschulden zugezogen hat, dienstunfähig ist."
Ich stelle euch gleich noch weitere Kriterien ein, mache aber an meinem Beispiel deutlich, wie penibel man mit der Versorgung umgeht und rechnet. Mein Dienstherr setzte mich vor 5 Jahren kurz vor dem Erreichen meines 62. Lebensjahres in den vorzeitigen Ruhestand. Im Februar erhielt ich meine Entlassungsurkunde. Im Mai wäre ich 62 geworden und hätte als Schwerbehinderter ohne Abzüge in den Ruhestand treten können. Mir fehlten also genau drei Monate.
Wegen dieser drei Monate kürzten sie meine Pension um 10, 8% und zwar bis zum Ende meines Lebens und nicht etwa nur bis zu dem Zeitpunkt, zu dem ich regulär in den Ruhestand hätte gehen können.
Was die angeblich so günstige private Krankenversicherung angeht, wissen die Leute nicht, dass man in jungen Jahren dort recht günstig versichert ist, die Beiträge aber mit dem Alter deutlich steigen. Unsere Arbeitgeber des Öffentlichen Dienstes haben zudem seit etlichen Jahren ihre Beihilfen im Krankheitsfall gekürzt und damit den Anteil für die Beschäftigten erhöht.
Ich befinde mich aus einschlägigen Gründen seit längerem in einem sogenannten Notlagentarif und so mancher Weißkittel sieht mich deshalb nicht unbedingt gerne in seiner Praxis.
Hat auch was mit dem genialen Status als so bevorzugter Beamter a.D. zu tun.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Beamte müssen sein. Was wäre denn, ohne, dass wir sie hätten?

Chaos
Anarchie
Untergang...
Müssen alle Staatsdiener verbeamtet sein? Müssen Staatsdiener überhaupt bevorzugt werden?
...Der Verdienst des Menschen richtet sich wohl nach seiner Wertigkeit, Ausbildung und Notwendigkeit z.b...
Aha, einige (wenige) Menschen sind also (viel) mehr wert als andere? -oh' mann🙁
Leider leben wir in Zeiten von Fallpauschalen und leerer Kassen...
Das schreibst Du in Zeiten, in denen die Krankenkassen Mrd € Überschüsse "erwirtschaften"? - sorry

Viele Grüße
 
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