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Freie Bahn für Beamte?!

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Unsere armen Beamten verdienen ja soooo schlecht, dass man ihnen auch noch Bahntickets in den Allerwertesten schieben muss.

Was soll man dazu noch sagen?
Wie wäre es mal damit, dass Bildung wirklich kostenlos wird?
Auch wenn ich jetzt davon nicht mehr betroffen bin, aber es ist dennoch etwas, was mich sehr stört.
Zukünftige Abiturienten, in der Regel ohne Einkommen - schließlich ist das Abi jetzt auch nicht unbedingt spaßig -, die müssen jeden Tag ihr Ticket bezahlen, aber Beamte, die einen mehr als nur sicheren und gut bezahlten Job haben, die dürfen gratis fahren?
Was ist mit den sozialen Berufen? Besonders an Pflegern oder Kindergärten mangelt es enorm.
Da könnte ich mich wieder in Rage reden, aber bringt sowieso nix.
 
Unsere armen Beamten verdienen ja soooo schlecht, dass man ihnen auch noch Bahntickets in den Allerwertesten schieben muss.

Was soll man dazu noch sagen?
Wie wäre es mal damit, dass Bildung wirklich kostenlos wird?
Auch wenn ich jetzt davon nicht mehr betroffen bin, aber es ist dennoch etwas, was mich sehr stört.
Zukünftige Abiturienten, in der Regel ohne Einkommen - schließlich ist das Abi jetzt auch nicht unbedingt spaßig -, die müssen jeden Tag ihr Ticket bezahlen, aber Beamte, die einen mehr als nur sicheren und gut bezahlten Job haben, die dürfen gratis fahren?
Was ist mit den sozialen Berufen? Besonders an Pflegern oder Kindergärten mangelt es enorm.
Da könnte ich mich wieder in Rage reden, aber bringt sowieso nix.

Ich bitte dich, in Bildung investieren oder gar in Pflegekräfte oder Jugendarbeit watn dat fürn Blödsinn, das Geld kann man doch viel besser verfeuern.😀
 
Das Argument, man wolle mehr Menschen dazu bringen, Beamte zu werden, finde ich merkwürdig. Denn immerhin kann ja gar nicht jeder so einfach Beamter werden (soweit ich weiß ist der Weg in den Beamtenstand ab ungefähr 40 Jahren versperrt). Dazu kommt, dass nun mal die meisten Berufe nicht in Verbeamtung ausgeübt werden können.
 
ca. 3,3k Euro netto Pension

Wobei bitte bitte nicht sowas als normal darstellen 😀

Ein Beamter A9 (das ist die Endstufe im mittleren Dienst) bekommt ein Bruttoruhegehalt von gut 2.300 €, wovon nach Abzug aller Abgaben und der Krankenversicherung vielleicht 1.800 € bleiben. Was immer noch absolut fürstlich klingt, aber vergleichen muss man es natürlich mit jemanden aus der Privatwirtschaft der in einem Ausbildungsberuf 45 Jahre + X gearbeitet hat.

Wenn ich unter den Vorraussetzungen bei Rentenrechnern die gesetzliche Rente ausrechne, komme ich auch auf ähnliche Beträge.
http://www.brutto-netto-rechner.info/rente.php
wirft mir etwa eine inflationsbereinigte Nettorente von rund 2.000 € aus.

Privilegien der Beamten sehe ich eher anderswo, etwa bei der Unkündbarkeit. Deswegen ist die Pension ja fast immer automatisch gut. Der Normalbeamte arbeitet 45 Jahre und es gibt keine präkeren Billiglöhne. Der Top-Vorteil des Beamten ist nicht Geld, sondern Sicherheit.
 
Das Argument, man wolle mehr Menschen dazu bringen, Beamte zu werden, finde ich merkwürdig. Denn immerhin kann ja gar nicht jeder so einfach Beamter werden (soweit ich weiß ist der Weg in den Beamtenstand ab ungefähr 40 Jahren versperrt). Dazu kommt, dass nun mal die meisten Berufe nicht in Verbeamtung ausgeübt werden können.

Das ist für mich sowieso nur ein vorgeschobenes Argument.😉 Genau wie das mit der ach so oft bemühten Umwelt, wenn das so wäre warum lässt man dann nicht die gesamte Bevölkerung kostenlos fahren. Oder man lässt Geringverdiener, Kinderreiche Familien sowie Hartz IV Empfänger und Rentner mit bescheidener Rente die Öffentlichen kostenfrei benutzen das würde für mich schon mehr Sinn machen.
 
Oder man lässt Geringverdiener, Kinderreiche Familien sowie Hartz IV Empfänger und Rentner mit bescheidener Rente die Öffentlichen kostenfrei benutzen das würde für mich schon mehr Sinn machen.
Ja, das fände ich auch viel sinnvoller. Dann würden endlich mal Menschen profitieren, die sich eben nicht so einfach ein Bahnticket leisten können, und die damit erheblich an Mobilität gewinnen könnten.

Den meisten Beamten hingegen traue ich zu, dass sie sich ihre Fahrscheine selbst leisten könnten. Das gesparte Geld dürfte dann vermutlich für andere Dinge verwendet werden.
 
http://www.focus.de/finanzen/alters...tpension-steigt-auf-1660-euro_id_5801195.html

Eine Mindestpension von 1700 Euro, nach 5 Jahren, das muss man sich mal vorstellen.

Als Rentner bekommt man Grundsicherung, nach 30! Arbeitsjahren.

Kleines Detail am Rande:

Du kannst nicht Beamter werden, nach 5 Jahren aufhören und bekommst dann 1660 € 😉

Die Mindestpension folgt der verfassungsrechtlich vorgeschriebenen Alimentationsverpflichtung des Dienstherrn und dient i.d.R. dazu eine Mindestversorgung sicher zu stellen wenn ein Beamter z.B. dienstunfähig wird.

Natürlich hast du Recht, dass dieses "im Ernstfall abgesichert sein" typisch Beamter ist. Besonders neidisch bin ich persönlich auf diese meist kranken Menschen nicht. Ein Vorteil -da hast du Recht- bleibt es dennoch.
 
Das ist für mich sowieso nur ein vorgeschobenes Argument.😉 Genau wie das mit der ach so oft bemühten Umwelt, wenn das so wäre warum lässt man dann nicht die gesamte Bevölkerung kostenlos fahren. Oder man lässt Geringverdiener, Kinderreiche Familien sowie Hartz IV Empfänger und Rentner mit bescheidener Rente die Öffentlichen kostenfrei benutzen das würde für mich schon mehr Sinn machen.

Geb ich dir vollkommen Recht. Wenn es um die Umwelt geht, sollte der ÖPV generell günstiger sein oder eine soziale Komponente enthalten wie etwa kostenlose Fahrten für Hartz 4 Empfänger.
 
Ich denke, es bringt wirklich nichts, sich über einen Berufsstand aufzuregen. Es ist auf KEINER Seite alles nur rosig oder alles nur schlecht.
Viele der Vorteile, die Beamte genießen, sind teuer erkauft und gehen mit anderen Nachteilen einher. Diese Vor- und Nachteile wiegen für manche vielleicht mehr oder weniger, aber zu sagen: Die Beamten haben es nur gut, ist total an der Realität vorbei.
Natürlich kann man sagen, dass viele alteingesessenen Beamten sich ein leichtes Leben machen, denn unser Beamtensystem läd natürlich stark dazu ein, es zu missbrauchen, aber diejenigen, die ihren Job ordentlich machen wollen, sind oft in den Hinter gekniffen. Es mag Leute geben, die haben kein Problem damit, schlechte Arbeit zu machen- andere haben damit aber schon ein Problem.
Für die heißt es dann zB unbezahlte Überstunden schieben, denn im Gegensatz zur freien Wirtschaft, werden keine Überstunden bezahlt.
Die gesamtheitliche Betrachtung des Beamtentums ist ausufernd und schwierig. Das Beamtentum ist von einem Gegenseitigkeitsverhältnis geprägt. Der Beamte schuldet absolute Loyalität, der Staat absolute Fürsorge. man ist sich gegenseitig ausgeliefert im positiven und negativen Sinne.

Der Beamte kann etwa nicht streiken wenn ihm etwas missfällt. Mit einem Federstrich hat der Gesetzgeber z.B. die Wochenarbeitszeit von 39 auf 41 Stunden erhöht. Stell dir vor dein Arbeitgeber sagt "Du arbeitest jetzt für das gleiche Geld länger".

Ja, genauso ist es- das ist die andere Seite der Medaille.
Für viele Beamte ist das Gehalt auch Schmerzensgeld: zB für Lehrer: Wenn es dem Dienstherren gefällt, versetzt er Dich nach Hinterdupfing und Du musst hüpfen: Egal, ob Du Kinder hast, oder gerade ein Haus gekauft.
Oder Justizbeamte: Die arbeiten oft 60 Stunde die Woche- Überstunden unbezahlt.

Auch die Sache mit der Privatversicherung ist nicht für jeden ein Volltreffer: Wer Vorerkrankungen hat, MUSS sich u. U. in einem Extrem teuren Tarif versichern und zahlt einen großen Batzen mehr, als er zahlen würde, wenn er normal angestellt wäre. Das zahlt er dann auch, wenn er in Rente ist.

Ich will nicht behaupten, dass Beamte es schlecht haben, denn das haben sie nicht: Aber sie leben auch nicht wie die Made im Speck.
Wer zB mit Ungerechtigkeit am Arbeitsplatz nicht umgehen kann, der sollte besser kein Beamte werden. Du kannst auch nicht einfach kündigen und DIch bei einer anderen Firma bewerben, wenn Dir was nicht passt. Streiken, Betriebsrat- Fehlanzeige!
Warum sind so viele depressiv? Das wird schon seine Gründe haben.

ich erlebe es gerade bei Lehrern: Das ist echt kein Zuckerschlecken und wenn man nicht wüsste, dass man in der Rente abgesichert ist, würde wohl keiner diesen Job mehr machen.
Ich denke, man sollte schon zwischen den einzelnen Beamtengruppen differenzieren: Verwaltungsbeamte haben es sicher um vieles leichter (denn sie könnten theoretisch ja auch wo anders arbeiten und werden nicht versetzt) aber zB Justizbeamte oder Lehrer haben ganz schön zu knabbern. Und wenn man dann noch bedenkt, dass zB ein Jurist der so gut ist, dass er Richter werden kann, beim Staat nur einen Bruchteil von dem bekommt, was er in der freien Wirtschaft bekommen würde....um das zu machen, gehört schon eine ordentliche Portion Idealismus dazu.
Nicht immer ist der Staatsdienst die "bessere" Alternative. Es gibt durchaus Berufszweige, da wäre man in der freien Wirtschaft besser gestellt.
 
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