Ja, ja. der Neid und die Beamtenschelte. Hier wird auf die Falschen geschimpft, und die Volksseele arbeitet sich wieder mal an den Falschen ab. Nochmals: Die meisten Beamten arbeiten im Einfachen und Mittleren Dienst. Sie brauchen keinen Koffer, um ihr Gehalt nach Hause zu tragen. Es gibt feste Regelungen, wie lange man als Beamter gearbeitet haben muss, um mindestens die Mindestpension zu erhalten. In der Regel sind das fünf Jahre, um überhaupt einen Anspruch zu begründen. Das sind alles keine Geheimnisse, sondern die Besoldungstabellen sind bekannt und jedermann einsehbar.
Hier:
"Voraussetzung für die Gewährung von Ruhegehalt ist, die Versetzung/der Eintritt einer Beamtin/eines Beamten in den Ruhestand. Die Versetzung/der Eintritt in den Ruhestand ist nach dem Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG) nur möglich, wenn
- der Beamte eine Dienstzeit von mindestens 5 Jahren abgeleistet hat oder
- infolge Dienstbeschädigung, die er sich ohne grobes Verschulden zugezogen hat, dienstunfähig ist."
Ich stelle euch gleich noch weitere Kriterien ein, mache aber an meinem Beispiel deutlich, wie penibel man mit der Versorgung umgeht und rechnet. Mein Dienstherr setzte mich vor 5 Jahren kurz vor dem Erreichen meines 62. Lebensjahres in den vorzeitigen Ruhestand. Im Februar erhielt ich meine Entlassungsurkunde. Im Mai wäre ich 62 geworden und hätte als Schwerbehinderter ohne Abzüge in den Ruhestand treten können. Mir fehlten also genau drei Monate.
Wegen dieser drei Monate kürzten sie meine Pension um 10, 8% und zwar bis zum Ende meines Lebens und nicht etwa nur bis zu dem Zeitpunkt, zu dem ich regulär in den Ruhestand hätte gehen können.
Was die angeblich so günstige private Krankenversicherung angeht, wissen die Leute nicht, dass man in jungen Jahren dort recht günstig versichert ist, die Beiträge aber mit dem Alter deutlich steigen. Unsere Arbeitgeber des Öffentlichen Dienstes haben zudem seit etlichen Jahren ihre Beihilfen im Krankheitsfall gekürzt und damit den Anteil für die Beschäftigten erhöht.
Ich befinde mich aus einschlägigen Gründen seit längerem in einem sogenannten Notlagentarif und so mancher Weißkittel sieht mich deshalb nicht unbedingt gerne in seiner Praxis.
Hat auch was mit dem genialen Status als so bevorzugter Beamter a.D. zu tun.
Burbacher