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Familie implodiert

@beihempelsuntermsofa, was ist dein grösstes Problem, das du gelöst haben möchtest? Die Töchter, die Enkel oder das Haus und was ihr damit macht?
Mei, des Haus. Ich liebe es und es liegt so wunderschön und bietet so viel Platz. Ich würd mich freuen wenn wir‘s so lang wie möglich (er)halten können. Wenn wir verkaufen müssen werd ich weinen, aber dann isses halt so.
Und die Töchter, die sind erwachsen. Klar möchte ich, dass es denen gut geht. Aber das liegt kaum noch in meiner Hand.
Das wichtigste sind die Enkel. Dass die trotz unguter Ausgangssituation eine schöne Kindheit haben.
 
Weil…
- ich Mitleid mit meiner Tochter habe. Alleinerziehend mit 2 Kindern und fast ohne Väter ist nicht leicht.
- ich vielleicht ein schlechtes Gewissen habe, nicht die Mutter (gewesen) zu sein, die meine Tochter gebraucht hätte.
- ich mich generell so oder ähnlich behandeln lasse. Weil ich keine Wahl habe
Natürlich hast Du eine Wahl.
Du siehst doch was dabei herauskommt, wenn Du Dir von allen auf der Nase herumtanzen lässt.
 
Erwarten kann sie viel.
Das heißt nicht, dass Du immer springen musst, wenn sie pfeift.
Liebe heißt auch Konsequenz.
Und Liebe ist keine Einbahnstraße.
Wenn sie was von Dir will, soll sie sich an die Abmachungen halten.
Sie deutet das halt so, dass sie machen kann was sie will, für sie keinerlei Regeln gelten, und wir sie trotzdem lieben und unterstützen. Und das tun wir ja auch. Abet es ist trotzdem immer zu wenig.
 
Die Tochter erwartet „bedingungslose Liebe und Unterstützung“. Wir sind schliesslich die Eltern.

Ich bin sehr gespannt, ob das auch andersrum funktionieren wird, wenn dein Mann und du älter werdet und Hilfe braucht.

Versteh mich nicht falsch, ich finde nicht, dass man das von seinen Kindern erwarten darf. Ich erwarte es von meinen nicht.
Wenn freiwillig was kommt, schön, aber einfordern werde ich es nicht.

Wenn du dich aber bis weit ins Erwachsenenalter deiner Töchter so sehr kümmerst und auch die Enkel so viel betreust, wären doch irgendwann auch mal deine Töchter dran mit Kümmern.
 
Ich bin sehr gespannt, ob das auch andersrum funktionieren wird, wenn dein Mann und du älter werdet und Hilfe braucht.

Versteh mich nicht falsch, ich finde nicht, dass man das von seinen Kindern erwarten darf. Ich erwarte es von meinen nicht.
Wenn freiwillig was kommt, schön, aber einfordern werde ich es nicht.

Wenn du dich aber bis weit ins Erwachsenenalter deiner Töchter so sehr kümmerst und auch die Enkel so viel betreust, wären doch irgendwann auch mal deine Töchter dran mit Kümmern.

Ich sehe das genauso.
Es wird in der heutigen Zeit zwar oft betont, dass Kinder ihren Eltern gegenüber zu nichts verpflichtet sind – und rein rechtlich mag das stimmten.


Aber wer als erwachsener Mensch die Privilegien der Eltern-Kind-Beziehung weiterhin beansprucht, wer aktiv Unterstützung einfordert , geht damit in gewisser Weise eine moralische Verpflichtung ein.

Beziehungen zwischen erwachsenen Menschen sind keine Einbahnstraße.

Man kann nicht auf der einen Seite die elterliche Fürsorge, finanzielle Hilfe oder die Enkelbetreuung als selbstverständlich verbuchen, aber auf der anderen Seite jegliche Verantwortung von sich weisen, sobald die Eltern im Alter selbst Hilfe benötigen.
Wer im Erwachsenenalter noch "Kind" sein möchte, wenn es um das Nehmen geht, muss auch die Reife besitzen, als Erwachsener Verantwortung zu übernehmen, wenn es um das Geben geht.
 
Sie deutet das halt so, dass sie machen kann was sie will, für sie keinerlei Regeln gelten, und wir sie trotzdem lieben und unterstützen. Und das tun wir ja auch. Abet es ist trotzdem immer zu wenig.
Ihr setzt doch die Ursache für diese Anspruchshaltung, indem ihr nie Grenzen setzt und sie fordern kann ohne Ende.
Daher schätzt sie auch nie das , was ihr für sie tut.
Ihr seid die billigen, jederzeit verfügbaren Fussabstreifer, die halt da liegen, wenn man sie grade braucht.
 

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