Hallo Liebe Community,
ich hoffe ihr könnt mir guten Rat geben, ich bin psychisch mehr als am Boden...
Zur Vorwarnung extrem langer Text und die bitte bei der Beantwortung nicht zu aggressiv zu sein da ich hypersensibel bin.
Ich bin weiblich, Anfang 30. Mein Ex ist Anfang 40. Wir haben uns vor über 10 Jahren über Online-Dating kennengelernt.
Als Kind litt ich an selektivem Mutismus: Ich konnte außerhalb der Familie mit niemandem sprechen. In der Schule war ich dadurch Außenseiterin und wurde gemobbt, aber es gab keine Unterstützung durch Erwachsene. Zu Hause waren unsere Lebensbedingungen extrem schlecht: beide Eltern alkoholkrank, ein Messiehaushalt, wenig Essen, schlechte Hygiene, kaum Struktur, kein Familienleben mit Ausflügen/Urlaub. Ich wurde stark vernachlässigt und musste schon als Kind „den Raum lesen“, weil meine Mutter häufig aggressiv war.
Schon früh entwickelte ich Depressionen und Suizidgedanken. Mit ca. 13 kamen erste Formen von Diebstahl, um Essen/„Belohnung“ zu bekommen, weil zu Hause oft nichts Essbares da war. Gleichzeitig entwickelte ich eine Essstörung: selbstzerstörerisches Hungern wechselte mit Binge-Eating. Mit 16 hatte ich das Höchstgewicht. Ich hatte außerdem Sprechangst, später eine ausgeprägte soziale Phobie und Panikattacken.
Trotz allem hatte ich eine klare Stärke: Kunst. Ich machte eine Ausbildung im gestalterischen Bereich, blieb aber sozial isoliert. Psychisch belastend war vor allem, dass ich in Situationen mit Sprechen an Grenzen kam: Bei einem Praktikum in den Anfangsjahren konnte ich z. B. ein Telefonat nicht durchführen, wodurch ich praktisch aussortiert wurde. Da ich aber wusste, dass ich als Steuerfachangestellte eher alleine am PC arbeiten könnte, bekam ich (sehr passend zur damaligen Situation) trotz meines Zustands einen Ausbildungsplatz. In der Ausbildung war ich theoretisch gut, aber ich hatte in der Praxis starke Probleme: Fragen stellen konnte ich kaum, Kommunikation ging nur mit viel Angstdruck. Ich lebte in Extremen: nach der Arbeit Süßigkeiten/Chips, Essanfälle, dann Phasen des Hungerns und Fitness.
Außerdem begann ich zu rauchen (Kettenraucherin). Ich hatte Übelkeit, Kreislaufprobleme und unterbewusst hoffte ich teils, „dass etwas passiert“, also eine Art Rettung durch einen Zusammenbruch.
In dieser Zeit lernte ich meinen Ex kennen. Im ersten Jahr war die Beziehung für mich sehr erleichternd: Er war sehr verliebt, unterstützend und gab mir Halt. Im zweiten Jahr kippte es. Ich erlebe ihn als narzisstisch-kontrollierend mit Aggressionsanteilen: Er wollte, dass ich mit dem Rauchen aufhöre, zerschlug/warf Zigarettensachen, drohte und griff auch verbal an. Vor allem kritisierte er mich und stellte mich regelmäßig in Frage. Es kam auch zu Situationen, in denen ich selbst aus „Ausbruch“/Überforderung handgreiflich wurde. Zudem gab es starke Kontrolle und Streit um Kleinigkeiten, teilweise mit Liebesentzug (er „bestrafte“, wenn ich nicht nach seiner Linie ging).
Er zog bei uns ein (ohne dass ich das wirklich aktiv „angeboten“ hatte). Ich lebte zu der Zeit stark unter Druck, weil meine Mutter/Umgebung weiterhin problematisch und chaotisch waren und es in der Familie ständig Konflikte gab.
Im Kontext meiner Schwester gab es zusätzliche Krisen: Sie war psychisch stark belastet und eifersüchtig/mit Konflikten verbunden. Mein Ex schrie sie in einer Eskalation an, woraufhin meine Schwester zusammenbrach und sich verbarrikadierte. Ich war oft beschämt und emotional am Limit.
Ich versuchte mehrfach, mich zu trennen, aber er fing mich jedes Mal wieder ein. Dann wurde ich ungeplant mit 26 schwanger.
Während der Schwangerschaft behandelte er mich kalt, stritt mit mir und wirkte abweisend – körperlich und emotional war ich nicht getragen. Auch in der Geburt war er abwesend im Sinn von Unterstützung; ich hatte das Gefühl, alleine durchzustehen.
Nach der Geburt war ich zunächst überfordert. Das Stillen klappte nicht, ich pumpte. Ich war in einer Daueranspannung, kaum Schlaf, ständig zuständig. Der Haushalt blieb im Chaos. Eine Hebamme für Hilfe wollte ich holen, hatte aber Angst vor Konsequenzen (Jugendamt), weil das Umfeld so schlecht war. Eine Schwester half mir schließlich beim Putzen – ich war sonst komplett überfordert.
Mein Ex übernahm früh „Führung“ als Vater und schrieb vor, was richtig sei: Er plante, las sich ein, legte fest, was und wann wir machen sollten, und es gab strikte Regeln (u. a. fernsehefrei, Handy verboten in Gegenwart des Kindes). Da ich wegen Regeln/Kontrolle und wegen seiner Abwertungshaltung kaum Pausen bekam, fühlte sich mein Leben wie „auf Eierschalen laufen“ an: Man wusste nie, wann etwas eskaliert. Außerdem gab es Kontrolle, wann ich meine Familie sehen durfte und wie/ob der Alltag gestaltet wird.
Mit der Zeit wurde ich depressiver und aggressiver. Gleichzeitig war mein Sohn ein Licht: Ich habe ihm sehr viel Liebe gegeben, habe gebastelt, gesungen, ihn gehalten und Momente genossen, die ich als Kind nie hatte. Aber die Beziehung und das Kontrollsystem über mir zerstörten meinen Frieden.
Als mein Sohn 5 war, zog ich aus meiner Familie weg, weil ich es nicht mehr aushielt. Danach verlor ich zunehmend den Zugang zu meinem Kind, weil die Situation in der Praxis sich veränderte: mehr Fernsehen, mehr Süßigkeiten, Bettzeiten ein Kampf (teilweise durch die Vorstellungen/„Normalisierung“ meiner Familie). Ich schämte mich, nicht genug Grenzen setzen zu können.
Ich hatte außerdem den Wunsch nach eigener Wohnung, weil ich außerhalb meines „Systems“ stabiler sein wollte. Ich hatte zwar einen BWL-Abschluss, fühlte mich aber durch meine soziale Phobie psychisch nicht arbeitstauglich. Dennoch bekam ich eine Teilzeitstelle, bei der ich den ganzen Tag ohne Menschenkontakt Akten digitalisiere. Das machte Arbeitsfähigkeit möglich und erlaubte mir später eine Wohnung.
In der Zeit versuchte ich, sozial wieder Fuß zu fassen, fand aber kaum Kontakte: Als ich Angebote hatte, blieb ich in der Wohnung aus Angst/Überforderung. Essanfälle und extreme Panik kamen wieder.
Parallel hatten mein Ex und ich eine komplizierte Dynamik: Ich hatte oft meinen Sohn an bestimmten Tagen, aber er beeinflusste die Struktur immer wieder. Zusätzlich verlangte meine Familie, dass ich regelmäßig zu ihnen komme und teils übernachte – das machte es für mich schwer, echte Erholungs- und Mutterzeit aufzubauen. Die Wochenenden waren häufig der stabilere Teil, weil wir als kleine Familie zusammen waren, aber auch hier gab es wieder Kontrollmomente und Streit (z. B. Anfahren eines Schreis, wenn unser Sohn Angst zeigt).
Wenn ich allein in meiner Wohnung war, stieg die Angst: Panik, Suizidgedanken und das Gefühl, nicht zu schaffen. Ich rief regelmäßig meinen Ex an, weil ich es nicht aushielt. Dann kam er oder „evakuierte“ mich, und ich fühlte mich wieder sicher.
In dieser Phase, nach mehreren Nervenzusammenbrüchen und als es zwischen mir und meinem Ex kurzzeitig wieder gut lief (inklusive eines gemeinsamen Familienurlaubs), beschlossen wir erneut, es als Familie und als Paar zu versuchen. Ich kündigte die Wohnung in dem Glauben, mit mehr Nähe wäre ich stabiler. Jetzt ist das fast drei Wochen her.
Seit der Kündigung kann ich mich zwar etwas sammeln, aber ich bin weiterhin psychisch im Daueralarm: 24 Stunden am Tag. Ich habe seit Tagen große Probleme, meine Arbeit auszuführen. Ich bin suizidal, depressiv und liege viel herum. Mein Ex gibt sich inzwischen Mühe und ist in manchem besser geworden: Er hört mir besser zu und versucht zu helfen, er steht im Notfall an meiner Seite. Trotzdem spüre ich weiterhin Momente, in denen ich mich wie die „Assistenz“ seiner Projektsituation fühle, ohne echte Entscheidungsrechte. Er meckert unseren Sohn an, auch wenn er sich insgesamt verändert hat.
Ich bin unsicher, ob ich ihn liebe – aber ich habe ihn als „Nummer eins“ im Notfall verinnerlicht, weil er oft zuverlässig reagiert. Er sagt, es sei okay, wenn es mit uns nicht klappt; das Wichtigste sei, dass ich erst stabil werde und zu Kräften komme. Das beruhigt mich in Einzelfällen.
Meine zentrale Frage ist gerade: Habe ich mich aus Verzweiflung „wieder einfangen lassen“? Nutzt er meine psychische Instabilität und mein fehlendes soziales Netz aus? Sollte ich die Wohnung zurückholen (oder etwas anderes tun), um meine Sicherheit und Autonomie zurückzugewinnen?
ich hoffe ihr könnt mir guten Rat geben, ich bin psychisch mehr als am Boden...
Zur Vorwarnung extrem langer Text und die bitte bei der Beantwortung nicht zu aggressiv zu sein da ich hypersensibel bin.
Ich bin weiblich, Anfang 30. Mein Ex ist Anfang 40. Wir haben uns vor über 10 Jahren über Online-Dating kennengelernt.
Als Kind litt ich an selektivem Mutismus: Ich konnte außerhalb der Familie mit niemandem sprechen. In der Schule war ich dadurch Außenseiterin und wurde gemobbt, aber es gab keine Unterstützung durch Erwachsene. Zu Hause waren unsere Lebensbedingungen extrem schlecht: beide Eltern alkoholkrank, ein Messiehaushalt, wenig Essen, schlechte Hygiene, kaum Struktur, kein Familienleben mit Ausflügen/Urlaub. Ich wurde stark vernachlässigt und musste schon als Kind „den Raum lesen“, weil meine Mutter häufig aggressiv war.
Schon früh entwickelte ich Depressionen und Suizidgedanken. Mit ca. 13 kamen erste Formen von Diebstahl, um Essen/„Belohnung“ zu bekommen, weil zu Hause oft nichts Essbares da war. Gleichzeitig entwickelte ich eine Essstörung: selbstzerstörerisches Hungern wechselte mit Binge-Eating. Mit 16 hatte ich das Höchstgewicht. Ich hatte außerdem Sprechangst, später eine ausgeprägte soziale Phobie und Panikattacken.
Trotz allem hatte ich eine klare Stärke: Kunst. Ich machte eine Ausbildung im gestalterischen Bereich, blieb aber sozial isoliert. Psychisch belastend war vor allem, dass ich in Situationen mit Sprechen an Grenzen kam: Bei einem Praktikum in den Anfangsjahren konnte ich z. B. ein Telefonat nicht durchführen, wodurch ich praktisch aussortiert wurde. Da ich aber wusste, dass ich als Steuerfachangestellte eher alleine am PC arbeiten könnte, bekam ich (sehr passend zur damaligen Situation) trotz meines Zustands einen Ausbildungsplatz. In der Ausbildung war ich theoretisch gut, aber ich hatte in der Praxis starke Probleme: Fragen stellen konnte ich kaum, Kommunikation ging nur mit viel Angstdruck. Ich lebte in Extremen: nach der Arbeit Süßigkeiten/Chips, Essanfälle, dann Phasen des Hungerns und Fitness.
Außerdem begann ich zu rauchen (Kettenraucherin). Ich hatte Übelkeit, Kreislaufprobleme und unterbewusst hoffte ich teils, „dass etwas passiert“, also eine Art Rettung durch einen Zusammenbruch.
In dieser Zeit lernte ich meinen Ex kennen. Im ersten Jahr war die Beziehung für mich sehr erleichternd: Er war sehr verliebt, unterstützend und gab mir Halt. Im zweiten Jahr kippte es. Ich erlebe ihn als narzisstisch-kontrollierend mit Aggressionsanteilen: Er wollte, dass ich mit dem Rauchen aufhöre, zerschlug/warf Zigarettensachen, drohte und griff auch verbal an. Vor allem kritisierte er mich und stellte mich regelmäßig in Frage. Es kam auch zu Situationen, in denen ich selbst aus „Ausbruch“/Überforderung handgreiflich wurde. Zudem gab es starke Kontrolle und Streit um Kleinigkeiten, teilweise mit Liebesentzug (er „bestrafte“, wenn ich nicht nach seiner Linie ging).
Er zog bei uns ein (ohne dass ich das wirklich aktiv „angeboten“ hatte). Ich lebte zu der Zeit stark unter Druck, weil meine Mutter/Umgebung weiterhin problematisch und chaotisch waren und es in der Familie ständig Konflikte gab.
Im Kontext meiner Schwester gab es zusätzliche Krisen: Sie war psychisch stark belastet und eifersüchtig/mit Konflikten verbunden. Mein Ex schrie sie in einer Eskalation an, woraufhin meine Schwester zusammenbrach und sich verbarrikadierte. Ich war oft beschämt und emotional am Limit.
Ich versuchte mehrfach, mich zu trennen, aber er fing mich jedes Mal wieder ein. Dann wurde ich ungeplant mit 26 schwanger.
Während der Schwangerschaft behandelte er mich kalt, stritt mit mir und wirkte abweisend – körperlich und emotional war ich nicht getragen. Auch in der Geburt war er abwesend im Sinn von Unterstützung; ich hatte das Gefühl, alleine durchzustehen.
Nach der Geburt war ich zunächst überfordert. Das Stillen klappte nicht, ich pumpte. Ich war in einer Daueranspannung, kaum Schlaf, ständig zuständig. Der Haushalt blieb im Chaos. Eine Hebamme für Hilfe wollte ich holen, hatte aber Angst vor Konsequenzen (Jugendamt), weil das Umfeld so schlecht war. Eine Schwester half mir schließlich beim Putzen – ich war sonst komplett überfordert.
Mein Ex übernahm früh „Führung“ als Vater und schrieb vor, was richtig sei: Er plante, las sich ein, legte fest, was und wann wir machen sollten, und es gab strikte Regeln (u. a. fernsehefrei, Handy verboten in Gegenwart des Kindes). Da ich wegen Regeln/Kontrolle und wegen seiner Abwertungshaltung kaum Pausen bekam, fühlte sich mein Leben wie „auf Eierschalen laufen“ an: Man wusste nie, wann etwas eskaliert. Außerdem gab es Kontrolle, wann ich meine Familie sehen durfte und wie/ob der Alltag gestaltet wird.
Mit der Zeit wurde ich depressiver und aggressiver. Gleichzeitig war mein Sohn ein Licht: Ich habe ihm sehr viel Liebe gegeben, habe gebastelt, gesungen, ihn gehalten und Momente genossen, die ich als Kind nie hatte. Aber die Beziehung und das Kontrollsystem über mir zerstörten meinen Frieden.
Als mein Sohn 5 war, zog ich aus meiner Familie weg, weil ich es nicht mehr aushielt. Danach verlor ich zunehmend den Zugang zu meinem Kind, weil die Situation in der Praxis sich veränderte: mehr Fernsehen, mehr Süßigkeiten, Bettzeiten ein Kampf (teilweise durch die Vorstellungen/„Normalisierung“ meiner Familie). Ich schämte mich, nicht genug Grenzen setzen zu können.
Ich hatte außerdem den Wunsch nach eigener Wohnung, weil ich außerhalb meines „Systems“ stabiler sein wollte. Ich hatte zwar einen BWL-Abschluss, fühlte mich aber durch meine soziale Phobie psychisch nicht arbeitstauglich. Dennoch bekam ich eine Teilzeitstelle, bei der ich den ganzen Tag ohne Menschenkontakt Akten digitalisiere. Das machte Arbeitsfähigkeit möglich und erlaubte mir später eine Wohnung.
In der Zeit versuchte ich, sozial wieder Fuß zu fassen, fand aber kaum Kontakte: Als ich Angebote hatte, blieb ich in der Wohnung aus Angst/Überforderung. Essanfälle und extreme Panik kamen wieder.
Parallel hatten mein Ex und ich eine komplizierte Dynamik: Ich hatte oft meinen Sohn an bestimmten Tagen, aber er beeinflusste die Struktur immer wieder. Zusätzlich verlangte meine Familie, dass ich regelmäßig zu ihnen komme und teils übernachte – das machte es für mich schwer, echte Erholungs- und Mutterzeit aufzubauen. Die Wochenenden waren häufig der stabilere Teil, weil wir als kleine Familie zusammen waren, aber auch hier gab es wieder Kontrollmomente und Streit (z. B. Anfahren eines Schreis, wenn unser Sohn Angst zeigt).
Wenn ich allein in meiner Wohnung war, stieg die Angst: Panik, Suizidgedanken und das Gefühl, nicht zu schaffen. Ich rief regelmäßig meinen Ex an, weil ich es nicht aushielt. Dann kam er oder „evakuierte“ mich, und ich fühlte mich wieder sicher.
In dieser Phase, nach mehreren Nervenzusammenbrüchen und als es zwischen mir und meinem Ex kurzzeitig wieder gut lief (inklusive eines gemeinsamen Familienurlaubs), beschlossen wir erneut, es als Familie und als Paar zu versuchen. Ich kündigte die Wohnung in dem Glauben, mit mehr Nähe wäre ich stabiler. Jetzt ist das fast drei Wochen her.
Seit der Kündigung kann ich mich zwar etwas sammeln, aber ich bin weiterhin psychisch im Daueralarm: 24 Stunden am Tag. Ich habe seit Tagen große Probleme, meine Arbeit auszuführen. Ich bin suizidal, depressiv und liege viel herum. Mein Ex gibt sich inzwischen Mühe und ist in manchem besser geworden: Er hört mir besser zu und versucht zu helfen, er steht im Notfall an meiner Seite. Trotzdem spüre ich weiterhin Momente, in denen ich mich wie die „Assistenz“ seiner Projektsituation fühle, ohne echte Entscheidungsrechte. Er meckert unseren Sohn an, auch wenn er sich insgesamt verändert hat.
Ich bin unsicher, ob ich ihn liebe – aber ich habe ihn als „Nummer eins“ im Notfall verinnerlicht, weil er oft zuverlässig reagiert. Er sagt, es sei okay, wenn es mit uns nicht klappt; das Wichtigste sei, dass ich erst stabil werde und zu Kräften komme. Das beruhigt mich in Einzelfällen.
Meine zentrale Frage ist gerade: Habe ich mich aus Verzweiflung „wieder einfangen lassen“? Nutzt er meine psychische Instabilität und mein fehlendes soziales Netz aus? Sollte ich die Wohnung zurückholen (oder etwas anderes tun), um meine Sicherheit und Autonomie zurückzugewinnen?