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Eure Meinung zu ChatGPT

KI kann jeder bedienen - nur kann es halt nicht jeder gut. Aber weil es jeder kann, entsteht der Eindruck es sei leicht und man muss nichts lernen. Selbst die komplexesten KI Prompts, in die Menschen tagelange Arbeit gesteckt haben, werden nicht als schwierig wahrgenommen. Den Menschen wird vielmehr gesagt: "Hat doch die KI gemacht".

Tatsächlich ist gutes Arbeiten mit KI fast wie eine neue Sprache lernen und kann ähnlich aufwendig sein. Aber der "Urlauber", der nur mal kurz ins KI Land reist und nur drei Worte KI spricht, glaubt da halt nicht.
Meine Herren, sind das Vergleiche! Ich würde gerne mal ein Beispiel eines komplexen KI Prompts hören.

"Gutes Arbeiten" mit der KI ist nicht wie eine Sprache lernen, sondern nichts weiter als eine bereits erworbene Sprache anzuwenden. Wie wir wissen, gibt es hinsichtlich der Anwendung von Sprache sehr große Unterschiede. Es ist leider nicht mehr selsbtverständlich, Sprache so zu beherrschen, um sein Anliegen klar und deutlich zu artikulieren. Präzise zu formulieren und die "richtigen" Fragen zu stellen, hilft enorm um vermeintlich bessere Ergebnisse zu bekommen.

Aber egal was ich damit anstelle, es ist keine kreative Leistung und auch keine besonders erwähnenswerte Eigenleistung. Das ist ein narzisstisch (oder vielleicht besser narr-zistisch?) angehauchter Irrglaube und was die Meinung zur Kreativität anbelangt leider auch ein Armutszeugnis.

Den Spaß daran will ich niemandem nehmen, aber das Gefühl des Erschaffens ist eine Fata Morgana, wenn man so will kann man die Sinnestäuschung auch als Selbsttäuschung betrachten.

Natürlich ist der vom Traktor gezogene Pflug eine andere Tätigkeit, als der von Ochsen gezogene Pflug oder das Öffnen des Bodens mit einer Hacke. Bestimmte Tätigkeiten wurden von anderen abgelöst, was seinen Grund hat. Die Erleichterung des Pflügens oder des Bäumefällens mittels motorisierter Gerätschaften in einen Vergleich mit dem Erlernen eines Instrumentes oder einer künstlerischen Tätigkeit zu setzen, sagt sehr viel über die Wertschätzung des Beherrschens einer solchen Fertigkeit aus. Sie scheint nicht sehr ausgeprägt zu sein, was schade ist.
 
Meine Herren, sind das Vergleiche! Ich würde gerne mal ein Beispiel eines komplexen KI Prompts hören.

"Gutes Arbeiten" mit der KI ist nicht wie eine Sprache lernen, sondern nichts weiter als eine bereits erworbene Sprache anzuwenden. Wie wir wissen, gibt es hinsichtlich der Anwendung von Sprache sehr große Unterschiede. Es ist leider nicht mehr selsbtverständlich, Sprache so zu beherrschen, um sein Anliegen klar und deutlich zu artikulieren. Präzise zu formulieren und die "richtigen" Fragen zu stellen, hilft enorm um vermeintlich bessere Ergebnisse zu bekommen.

Aber egal was ich damit anstelle, es ist keine kreative Leistung und auch keine besonders erwähnenswerte Eigenleistung. Das ist ein narzisstisch (oder vielleicht besser narr-zistisch?) angehauchter Irrglaube und was die Meinung zur Kreativität anbelangt leider auch ein Armutszeugnis.

Den Spaß daran will ich niemandem nehmen, aber das Gefühl des Erschaffens ist eine Fata Morgana, wenn man so will kann man die Sinnestäuschung auch als Selbsttäuschung betrachten.

Natürlich ist der vom Traktor gezogene Pflug eine andere Tätigkeit, als der von Ochsen gezogene Pflug oder das Öffnen des Bodens mit einer Hacke. Bestimmte Tätigkeiten wurden von anderen abgelöst, was seinen Grund hat. Die Erleichterung des Pflügens oder des Bäumefällens mittels motorisierter Gerätschaften in einen Vergleich mit dem Erlernen eines Instrumentes oder einer künstlerischen Tätigkeit zu setzen, sagt sehr viel über die Wertschätzung des Beherrschens einer solchen Fertigkeit aus. Sie scheint nicht sehr ausgeprägt zu sein, was schade ist.
Du beschreibst das typische "Werkzeug Dilemma":
Die Geschichte der Kunst ist eine Geschichte der technologischen Entlastung. Als die Fotografie aufkam, warfen Kritiker den Fotografen exakt dasselbe vor: Es sei keine Eigenleistung, nur einen Knopf zu drücken; das Licht mache die Arbeit, nicht der Mensch. Heute zweifelt niemand mehr an der Fotografie als Kunstform.

Zu deinem Fata-Morgana Vorwurf:
Der Vorwurf der Selbsttäuschung ignoriert die Iterative Tiefe. Wer nach dem ersten Prompt aufhört, betreibt tatsächlich keine nennenswerte Eigenleistung. Wer jedoch über 50 Iterationen hinweg Parameter justiert, logische Halluzinationen ausmerzt und die KI durch gezielte Constraints (Einschränkungen) in eine völlig neue ästhetische oder intellektuelle Richtung zwingt, erbringt eine Steuerungsleistung, die ohne sein spezifisches Wissen nicht entstanden wäre.

Deine Frage nach einem "komplexen KI Prompt" ist insofern entlarvend, als dass man nicht mal "einen" komplexen Prompt erstellt, sondern in einem iterativen Austausch mit einer KI ist - ungefähr so als würdest du mit einem Professor über die Lösung eines Problems sprechen. Es ist eine ausdauernde Kommunikation, bei der du selber Wissen haben und dir im Prozess aneignen musst, da du sonst zu keinem guten Ergebnis kommen kannst.

Einfacher formuliert:
Klar kannst du (allgemein gesprochen) einer KI auch einfach sagen "Hey mach einen Song" und die KI wird das tun. Ist der Song dann gut? Wahrscheinlich nicht. Aber du merkst es halt nicht, weil du von Musik keine Ahnung hast. Und jetzt beginnt der iterative Austausch - du lernst mithilfe KI etwas über Struktur, Reimschema, Noten usw. um besser bewerten zu können was die KI tut. Dann wiederholst du den Prompt mit deinem nun neu erworbenem Wissen. Das ganze erfolgt in einer immer wieder kehrenden Schleife. Mit jeder Wiederholung lernst du dazu und machst das Ergebnis der KI besser.

Es ist wie ein Fotograf: Jeder kann einen Schnappschuss machen, nach außen sieht es easy aus, man muss nur auf ein Knöpfchen drücken. Aber ein guter Fotograf muss lernen wie er die Kamera hält, in welchem Licht er knippst, es muss sich Motive überlegen und viel mehr.

Für mich persönlich ist der Umgang mit KI der größten Quantensprung meines Lebens. Ich habe nie in so kurzer Zeit so viel gelernt.

Du sagst, du findest meine Wertschätzung von Künstlern schade. Ganz im Gegenteil. Nach all der Mühe, die ich selber in kreative Prozesse gesteckt habe, schätze ich Künstler mehr denn je. Künstler, die Liebe, Mühe und Zeit in Projekte stecken die sie lieben. Aber ich schätze eben auch andere Menschen, die Liebe, Mühe und Zeit in Dinge stecken, den Landwirt der jeden Tag hart arbeitet genauso wie den Programmierer und jemanden der in liebevoller Arbeit über Stunden Werke mit KI erschafft. Ich finde es unpassend hier Konkurrenzsituationen aufzubauen. Jeder der mit Herzenblut etwas macht, hat meine Anerkennung.

Und ich freue mich, dass die KI Gemeinde wächst und gefühlt täglich besser und qualitativer wird. ChatGPT und Google Gemini sind nur die Spitze des Eisbergs. Im Moment beschäftige ich mich z.B. mit Suno als KI Software zur Erstellung von Songs. Früher habe ich nur Musik gehört, heute dank KI habe ich mehr Wissen von Musik als je zuvor. Und ja, ich sehe mich als kreativen Künstler - nicht als Musiker und schon garnicht als besonders gut - aber als jemand der Dinge erschafft.

KI bereitet mit unglaublich viel Freude. Und ich teile diese Freude gerne. Meine Erfahrung ist, dass jeder, der sich in einer gewissen Tiefe mit KI beschäftigt, ebenfalls diese Freude empfindet. Und das finde ich wunderschön! Die KI Community ist fantastisch.
 
Letztens habe ich in einem anderen Kontext die Worte "Aktive Rückverdummung" gelesen und musste an KI denken.

Ich denke die viele Menschen unterschätzen, dass man Fähigkeiten verlernt, wenn man sie nicht nutzt (außer vielleicht Fahrradfahren). Ich möchte schreiben und kreativ denken nicht verlernen. Also steuere ich bewusst dagegen. Es ist verführerisch, bequem … aber manchen singenden Sirenen sollte man wirklich widerstehen. Ich denke, ich werde in ein paar Jahren froh drum sein. Ich kann mich täuschen, aber das ist der Weg, den ich für mich in der Situation gehen will.
 
Ich hatte die KI kürzlich für meine Gartenplanung genutzt. Es funktioniert nicht perfekt, aber wenn es um die Auswahl von Pflanzen und deren Standorte, Bodenansprüche und Wasserbedarf geht, ist das schon unheimlich praktisch.
 

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