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EU Vertrag: Unser ENDE.

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@ Gast: Der Unterschied ist schon gewaltig.
Es waren alles deutsche Länder. Sie hatten eine gemeinsame Sprache und in vielen Teilen sogar eine ähnliche Kultur.

Dann erkläre mal einem Bayern, dass er die gleiche Kultur hat wie so ein Saupreiss!🙂)

Oder sieh das mal mit der Sprache!

Sächsich und Deutsch, da liegen Welten dazwischen.

Kennst Du den Unterschied zwischen einem Sachsen und einem Türken?

Der Türke kann Deutsch! ;-))
 
Also das ist dein Argument? Es wird schon alles gut gehen......
Ja stimmt, den Spruch kannte man sonst immer von dir.😉🙂 Ich hab sowas allerdings nicht gesagt - sondern, dass mir die Entwicklung in Europa gefällt. Stimmts?


Die Freiheit muss immer wieder erkämpft werden.
Klar - und da wir in Europa sehr stabile und wohlhabende Demokratien haben, die die EU diskutieren, prüfen und formen, gibts keinen Grund zur Sorge, dass sich etwas undemokratischem entwickeln könnte. Man sieht doch, dass der Vertrag in der jetzigen Forum nicht angenommen wurde, sondern wieder diskutiert wird. Es funktioniert doch alles so, wie es in einer Demokratie sein soll.
Also: Kein Bedarf für Revoluzzer.



Schon von der geographischen Lage her, die mit ein Motor für die kulturelle Entwicklung ist, können sich z.B. Finnland und Malta niemals so nah kommen, wie damals die deutschen Länder.
Muss ja auch nicht - wird halt ein Multi-Kulti-Europa...😛😉🙂
Wieso die geographische Lage ein Motor für die Kultur sein soll, versteh ich allerdings nicht so ganz.
 
Ich hab sowas allerdings nicht gesagt - sondern, dass mir die Entwicklung in Europa gefällt.

Was ich allerdings beim besten Willen nicht nachvollziehen kann.

Klar - und da wir in Europa sehr stabile und wohlhabende Demokratien haben, die die EU diskutieren, prüfen und formen, gibts keinen Grund zur Sorge, dass sich etwas undemokratischem entwickeln könnte. Man sieht doch, dass der Vertrag in der jetzigen Forum nicht angenommen wurde, sondern wieder diskutiert wird. Es funktioniert doch alles so, wie es in einer Demokratie sein soll.

Oh ja, unsere "tollen Demokraten". Dass die angeblichen Volksvertreter längst nicht mehr das Volk vertreten, sondern nur ihr eigenes Interesse oder das ihrer Ideologie, kann man sehr schön an den regelmäßigen Arschtritten aus Karlsruhe ablesen.

Wie viele Gesetze wurden in den letzten Jahren für verfassungswidrig erklärt? Darunter u.a. auch die Regelung zum EU-Haftbefehl. Und auch diesem EU-Haftbefehl hat damals die überwältigende Mehrheit sowohl im Bundestag als auch im Bundesrat zugestimmt.

Dann wurde er Karlsruhe gekippt. Und ich kann mich noch ganz genau an diesen ekelhaften Hans Christian Ströbele erinnern, der nach dem Urteil mit einem Lachen einfach lapidar in die Kamera sagte: "Ja, da haben wir wohl nicht aufgepasst......" :mad:

Meinst du diese tollen Demokraten? Oder die im EU-Parlament, die mit großer Mehrheit beschlossen haben, ein mögliches Nein der Iren zu ignorieren? Oder die, die nach dem Nein gefordert haben, mit de Ratifizierungsprozess einfach weiter zu machen?

Auf die sog. Volksvertreter kann man nicht zählen.

Wieso die geographische Lage ein Motor für die Kultur sein soll, versteh ich allerdings nicht so ganz.
Ich dachte, du bist schon so viel herum gekommen? Dann dürfte dir auch klar sein, dass das Klima die Kultur eines Landes entscheidend mitprägt.
 
Auf die sog. Volksvertreter kann man nicht zählen.
Würd ich pauschal so nicht sagen. Gibt solche und solche überall.


Ich dachte, du bist schon so viel herum gekommen? Dann dürfte dir auch klar sein, dass das Klima die Kultur eines Landes entscheidend mitprägt.
Na ja, die Malteser halten halt Siesta und die Finnen machen Brotzeit🙂 - ne, mit Kulturgeographie kenn ich mich nicht so aus. Ist aber sicher interessant.
Nur: Österreicher und Schweizer sind von der Kultur her schon verschieden, obwohl sie es vom Klima her recht gleich haben. Norditaliener und Südtiroler auch. Und wenn man hier über die Grenze nach den Niederlanden oder nach Frankreich fährt, dann merkt man den Unterschied auch sofort - auch ohne das man die Grenze selbst noch sieht.
 
Würd ich pauschal so nicht sagen. Gibt solche und solche überall.
Es ist auf alle Fälle die Mehrheit.

Na ja, die Malteser halten halt Siesta und die Finnen machen Brotzeit🙂
Kann man nicht vergleichen. Die Mentalität ist doch eine völlig andere, eben auch aus dem Klima heraus. Sowas merkt selbst ein notorischer Pauschalurlauber wie ich es einer bin.

Nur: Österreicher und Schweizer sind von der Kultur her schon verschieden, obwohl sie es vom Klima her recht gleich haben. Norditaliener und Südtiroler auch. Und wenn man hier über die Grenze nach den Niederlanden oder nach Frankreich fährt, dann merkt man den Unterschied auch sofort - auch ohne das man die Grenze selbst noch sieht.
Stimmt. Die Kulturen sind verschieden, obwohl man im selben Klima lebt. Doch sie sind sich eben ähnlicher, als wenn man in völlig verschiedenen klimatischen Bedingungen leben würde.

Nehmen wir mal, die Türkei kommt in die EU: Was bitte hat ein anatolischer Bauer mit einem Schweden gemein? So gut wie nichts. Völlig verschiedene Welten.

Hier soll dann ein Gefühl der Einigkeit entstehen? Und hier soll dann Brüssel eine Politik machen, die für beide passt? Sowas ist absurd.
 
Es ist auf alle Fälle die Mehrheit.
Ich hoffe mal, dass das nicht so ist - sonst müssten wir hier ja doch noch auf die Barrikanden steigen. ...und das in meinem Alter.😉🙂



Kann man nicht vergleichen. Die Mentalität ist doch eine völlig andere, eben auch aus dem Klima heraus. Sowas merkt selbst ein notorischer Pauschalurlauber wie ich es einer bin.
Jap, die Mentalitäten sind auf jeden Fall verschieden. Ich hab so den Eindruck, dass Menschen in südländischem Klima irgendwie auch ein "sonnigeres" Gemüt haben, als die Nordländer.



Nehmen wir mal, die Türkei kommt in die EU: Was bitte hat ein anatolischer Bauer mit einem Schweden gemein? So gut wie nichts. Völlig verschiedene Welten.
Ich weiss nicht. Also, ein entferneter Verwandter von mir ist so ein uriger Bergbauer in den Alpen. So wie man ihn sich vorstellt, mit Dialekt, riesigen Händen, usw. Einer, der sein Brot mit Butter und Salz mag. Ein Hinterwäldler halt.🙂 Na ja, ich könnt mir jedenfalls vorstellen, dass er mit einem anatolischen Baueren durchaus mehr gemeinsam hat, als mit so einem Städtler wie mir.



Hier soll dann ein Gefühl der Einigkeit entstehen? Und hier soll dann Brüssel eine Politik machen, die für beide passt? Sowas ist absurd.
Bist du denn grundsätzlich gegen Europa? Oder nur gegen den Beitritt der Türkei?

Ein Gefühl der Einigkeit kann sich übrigens auch auf gleichen Werten gründen - dafür müssen nicht alle von der Mentalität oder der Kultur her gleich sein. Aber das hatten wir ja woanders schon.
 
Dann erkläre mal einem Bayern, dass er die gleiche Kultur hat wie so ein Saupreiss!🙂)
Ich sprach ja nicht von gleicher Kultur, sondern von ähnlicher.

Oder sieh das mal mit der Sprache!

Sächsich und Deutsch, da liegen Welten dazwischen.

Kennst Du den Unterschied zwischen einem Sachsen und einem Türken?

Der Türke kann Deutsch! ;-))

Ich spreche nur hochdeutsch und englisch. Vielleicht ein paar Brocken noch französisch. Aber wenn ich mich konzentriere, kann ich auch sächsisch verstehen und so geht es wohl den meisten auch.


Ich weiss nicht. Also, ein entferneter Verwandter von mir ist so ein uriger Bergbauer in den Alpen. So wie man ihn sich vorstellt, mit Dialekt, riesigen Händen, usw. Einer, der sein Brot mit Butter und Salz mag. Ein Hinterwäldler halt.🙂 Na ja, ich könnt mir jedenfalls vorstellen, dass er mit einem anatolischen Baueren durchaus mehr gemeinsam hat, als mit so einem Städtler wie mir.
Ich denke nicht. Die alltägliche Lebensweise wird vielleicht anders sein, aber wahrscheinlich ähnlicher, als mit besagten Bauern in Anatolien oder meinetwegen auch Bauern im tiefsten Rumänien.

Bist du denn grundsätzlich gegen Europa? Oder nur gegen den Beitritt der Türkei?
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Europa. Ich bin nicht mal grundsätzlich gegen einen EU-Beitritt der Türkei. Aber sowohl bei Europa als auch dem Beitritt der Türkei, muss man auf die Einzelheiten achten.

Ein Gefühl der Einigkeit kann sich übrigens auch auf gleichen Werten gründen - dafür müssen nicht alle von der Mentalität oder der Kultur her gleich sein.
Kann. Ich habe meine Zweifel, dass das bei europäischen Kulturen die so alt und verwurzelt sind, der Fall sein wird. Also das ein Gefühl der Einigkeit sich entsteht.

Übrigens wenn man sich mal anschaut, wo die die Motivation der meisten EU-Staaten liegt, dann ist das nicht ein politisch einiges Europa, sondern wirtschaftliche Vorteile.

Keines der z.B. neuen ost-europäischen Staaten ist der EU beigetreten, weil es den Traum eines politisch einigen Europa hatte, sondern es sich wirtschaftliche Vorteile versprochen hat.

Auch die Türkei will nur beitreten, weil es sich wirtschaftliche Vorteile verspricht. Die EU zieht arme Staaten an. Sei es nun die Türkei, die ost-europäischen Staaten oder Spanien und Irland vor etwas mehr als 20 bzw. 30 Jahren.

Norwegen und die Schweiz könnten morgen beitreten, tun es aber nicht. Weil es ihnen wirtschaftlich auch so gut geht.

Die EU will man nur, solange man wirtschaftliche Vorteile hat. Wenn diese gestrichen werden sollen, will sie keiner mehr. Sieht man aktuell an Irland oder auch Spanien.
 
@Mike:
Da hast du eine schöne Aufzählung aller europäischen Vorteile gemacht - abschließend. Und genau das abschließende daran stört mich. Ich finde all die Sachen, die du aufgezählt hast toll und richtig.

Aber die funktionieren auch ohne EU-Verfassung. Und genau diese Verfassung ist es, die mich stört, weil sie alles das, was die Demokratie ausmacht aushebelt. Und für eine versteckte Diktatur Tür und Tor öffnet. Mal ganz krass in Geschichtskunde gesagt: kein Deutscher hätte damals je gedacht, was alles mit dem Ermächtigungsgesetz möglich wurde und welche kranken Perversionen sich daraus ergaben.

Der Vertrag von Lissabon ist nichts anders als ein Ermächtigungsgesetz - auf Europaebene. Ich finde es traurig, dass da nicht bei allen gleich die Alarmglocken klingeln. Hier werden Tore geöffnet, auf die der Europabürger keinerlei Einfluss mehr hat, wenn sie einmal offen sind. Hurra-Patriotismus ist an dieser Stelle nicht angebracht. Und in der Vergangenheit hat gerade die deutsche Regierung bewiesen, dass sie alle Möglichkeiten ausschöpfen, wenn sie denn erst mal da sind - Überwachung per Mautbrücke, Liquiditätskontrolle per Bankauskunft usw usf. Da wäre es naiv anzunehmen, dass dies auf Europa-Ebene gaaaaanz bestimmt nicht passiert.

@Germ:
Entschuldige, aber was du da sagst ergibt weder Sinn noch ist es gar. Jeder der kann und sich weigert zur Wahlurne zu gehen hat in meinen Augen das Recht verwirkt, sich zu beschweren. Ich mache meine Kreuzchen schon seit Jahren bei keiner der populistischen Parteien mehr. Würden das die ganzen verdrossenen Nicht-Wähler machen würden die großen Parteien aber staunen. Man müsste nur den A**** hoch kriegen. Aber bequem zetern und sich weigern das einzige zu tun, was man überhaupt (legal) gegen die Polit-Diktatoren machen kann, ist ziemlich dämlich.

@camus:
Du hast da mit den Visa etwas angesprochen, was ich auch schon mal als Nachteil diskutiert hatte. Es kann nicht sein, dass die EU-Aussengrenzen derartig von der jeweiligen Landespolitik abhängig sind, auf die andere EU-Länder keinerlei Einfluss haben, auch wenn sie indirekt von der Visa-Vergabe betroffen sind. Hier gehört ein eindeutiger Konsens geschaffen.
 
Richtig Dr.Hause !

Es geht ausschließlich nur darum, dass - wie
bei Onkel Dagobert - der voll gefüllte Geldsack noch praller wird
und die Mercedesse noch größer.
Es geht um ein Europa des Kapitals und der menschlichen
Verkommenheit und natürlich soll Europa zu einer Wehrburg
werden, die die Hungernden erst einmal gar nicht mehr reinlässt.
Und von denen gibt es weltweit immer mehr !
Wer glaubt, die Menschheit habe sich, was Moral
bzw. Ethik betrifft, in den letzten tausenden Jahren weiterentwickelt,
der irrt gewaltig.
Die soziale Schere öffnet sich nicht nur national, sondern
auch international und das immer schneller und weiter.

Was am Ende stehen wird, kann sich jeder ausdenken.
Allein die demographische Katastrophe wird alles verändern.
Ein Großteil der Alten wird kein Platz mehr im Altersheim
bekommen. Die Rente wird erheblich für weite Bevölkerungskreise
auf Sozialhilfeniveau gekürzt werden, um den nationalen Notstand
nicht sofort ausrufen zu müssen. Die Alten werden auch kaum Kinder
haben, die sie im Alter pflegen werden. Die privaten Renten
werden auch nicht sicher sein, da viele Versicherungskonzerne
bankrott gehen werden.
Europa geht schlimmen Zeiten entgegen, vor allem Deutschland.
Dann kommen die Folgen der Klimakatastrophe, die eine habgierige
Wirtschaft mit den ebenso habgierigen Bürgern ausgelöst hat.
Die Schäden, die die Volkswirtschaft zu verkraften hat, falls sie es
, wenn es schlimm kommt, überhaupt noch kann, gehen ins
Unermeßliche. Am Ende wird man Kosten nicht mehr decken können.
Dann wird es Kriege in Europa geben, wegen der Verteilung
der Ressourcen. Am Ende wird Jeder gegen Jeden sein und jeder
sich bewaffnen.


Das sind die wahren Gründe für die Globalisierung. Wenn die
nationalen Pfründe nichts mehr hergeben, wird die nationale
Wirtschaft überall auf dem Globus Stellen finden wollen, wo
ausgeplündert werden kann. Damit das auch funktionieren
kann, werden nationale Armeen die nationalen Konzerne
unterstützen, wie das beispielsweise im Irak der Fall ist oder
in Afghanistan oder auch Afrika. Bald wird der Iran dran sein.

...

Herzlichst

Germ
 
Ich habe keineswegs alle Vorteile der EU aufgezählt, sondern diejenigen die ich kenne und mir und meinen deutschen und französischen Bekannten nützen. Es gibt da sicherlich weitaus mehr.
Die Frage was ein anatolischer Bauer mit einem schwedischen Aalfänger gemeinsam hat ( hätte )ist ganz schnell erklärt. Beide sind keine Kameraden im Geiste, aber Mitglieder einer Wirtschaftsgemeinschaft. Etwas anderes ist die EU bislang tatsächlich nicht.

Nur - ich kann es nur wiederholen in der Hoffnung das es doch noch mal verstanden wird: Das es in den meisten Ländern über die EU Mitgliedschaft keine Volksabstimmungen gibt, ist nicht das Problem der EU, sondern der betreffenden Länder.
 
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