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Empty Nest

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Re: Empty Nest
Hallo beihempelsuntermsofa,

schau mal hier:
Empty Nest. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Als älteste Tochter einer Mutter kann ich dir nur Mut zusprechen! Das wird schon!

Du wirst auf mich eher zerrissen - möchtest auf der einen Seite wieder deine Ruhe und dein Leben. Aber weil die Kinder ja sozusagen noch im gleichen Haus leben, ist das nichts Halbes und nichts Ganzes. Du möchtest den Ekel, aber die Verantwortung nicht.

Man muss sich dann in solchen Dingen klar abgrenzen und sein eigenes Leben zurück holen - und sich vor Augen halten, dass man für den Enkel nicht 100% geben muss, denn man ist nicht die Mama. Man darf hier nur die Oma sein 😉
Und egal wie es sein mag - in erster Linie muss deine Tochter mit dem Mann zurecht kommen, nicht du. Denn würden sie weiter weg wohnen, wäre es nicht anders.

Meine Mutter klammert ehrlich gesagt sehr viel, ruft täglich an und "vermisst" mich. Es mag nett gemeint sein, aber mich belastet es einfach sehr. Daher freu dich für deine Kinder und freu dich, dass du wieder mehr Zeit und mehr "dein Ding" hast.

Die Gewohnheit kommt schneller als man denkt und dann ist das alles ganz normal. Man muss nur wieder sein Leben für sich selbst ordnen und nicht für die Kinder. Alles Gute!
 
Heute Nacht hab ich mich an diesen Thread erinnert.
Ein Jahr ist das jetzt her. Und jetzt wird es Ernst.
Gestern hat der Sohn sein Abi-Zeugnis bekommen und wir haben gefeiert.
Und als ich nach einem langen Abend im Bett lag konnte ich nicht schlafen sondern hab Rotz und Wasser geheult,
Noch 3 Wochen - dann zieht er, mein Nesthäkchen, ans andere Ende von Deutschland.
Was haben wir nicht alles zusammen gemacht und durchgemacht.
20 Jahre lang war er meine Sonne. Mein gute-Laune-Garant.
Er zaubert mir mit seiner Art einfach immer ein Lächeln ins Gesicht und ich kann ihm nie böse sein.
Nächsten Monat ist er weg. Weit weg.
So vieles wird sich dann ändern.
Ich lasse ihn natürlich nicht spüren wie weh mir das tut.
Und ich werde ihm auch nicht hinterher telefonieren oder Whats-appen,
Das hab ich noch nie getan und tu es bei keinem meiner Kinder.
Wie S**** weh das tut🥺
 
Heute Nacht hab ich mich an diesen Thread erinnert.
Ein Jahr ist das jetzt her. Und jetzt wird es Ernst.
Gestern hat der Sohn sein Abi-Zeugnis bekommen und wir haben gefeiert.
Und als ich nach einem langen Abend im Bett lag konnte ich nicht schlafen sondern hab Rotz und Wasser geheult,
Noch 3 Wochen - dann zieht er, mein Nesthäkchen, ans andere Ende von Deutschland.
Was haben wir nicht alles zusammen gemacht und durchgemacht.
20 Jahre lang war er meine Sonne. Mein gute-Laune-Garant.
Er zaubert mir mit seiner Art einfach immer ein Lächeln ins Gesicht und ich kann ihm nie böse sein.
Nächsten Monat ist er weg. Weit weg.
So vieles wird sich dann ändern.
Ich lasse ihn natürlich nicht spüren wie weh mir das tut.
Und ich werde ihm auch nicht hinterher telefonieren oder Whats-appen,
Das hab ich noch nie getan und tu es bei keinem meiner Kinder.
Wie S**** weh das tut🥺
Ich kann dich gut verstehen. Mein Sohn ist mit 20 nicht nur ausgezogen, sondern mit seiner jetzigen Frau 800 km weit weg gezogen. Da ich ihn hauptsächlich alleine erzogen habe und wir ein sehr inniges Verhältnis hatten und haben, hat das ordentlich geschmerzt. Ich habe das nicht nach außen gekehrt, weil ich möchte, dass er glücklich und zufrieden leben kann.

Du hast von Enkeln und Verantwortung gesprochen, ich werde in diesen Tagen zum ersten Mal Oma und auch das versetzt mir wieder einen Stich, nicht meinen Enkel ständig um mich haben zu können. Andererseits muss ich mir keine Gedanken machen, dass ich regelmäßig in Anspruch genommen werde und mein Leben wieder herumgewirbelt wird. Das alles hat Vor- und Nachteile.

Ich wünsche dir, dass dein Schmerz weniger wird und auch du Vorteile daraus ziehen kannst. Wir haben Kinder nicht bekommen, um sie ein Leben lang "behalten" zu dürfen. Alles Gute!
 
Hallo!
Ich kann dich auch gut verstehen.
Meine Tochter ( 23) ist vorgestern für zwei Monate weggefahren,um auf einer Insel zu arbeiten,so dass sie ab Oktober für ein Jahr nach Portugal gehen kann.
Obwohl unser Verhältnis in letzter Zeit ein bisschen schwierig ist ( wir sind beide Dickköpfe),fehlt sie mir jetzt schon.
Im Moment habe ich noch meinen Sohn ( 21) zu Hause.
Wie lange,ist fraglich.
Ich weiß noch vor ein paar Jahren,saß ich mit meinem Mann beim Essen,zu zweit und hab ein bisschen traurig gesagt,dass wir uns langsam daran gewöhnen müssen,öfters alleine zu sein.Dann sagte er zu mir: "Naja, zumindest haben wir uns."
Tja, und jetzt habe ich ihn nicht mehr und meine Kinder werden auch nicht mehr lange zu Hause sein.
Manchmal genieße ich meine Freiheit dadurch,dass ich so ziemlich alles machen kann,was ich möchte.Dann fühle ich mich wieder einsam.
Ich wünsche meinen Kindern,dass sie glücklich werden,wo auch immer .Sie sind nicht dafür da,um mir Gesellschaft zu leisten.Und das weißt du ja auch und trotzdem darf es mal weh tun.
Lass die Traurigkeit mal zu und ansonsten versuche deine Zeit zu genießen,wenn du einen Partner hast,eure Zweisamkeit.
LG
 
Wie immer wenn mich etwas so sehr beschäftigt und umtreibt lese ich alles darüber, was ich nur finden kann.
Am liebsten Erfahrungsberichte anderer Eltern, wie sie mit dem Auszug ihrer Kinder umgegangen sind.
Es ist gut zu sehen, dass es anderen ähnlich geht und es hilft zu erfahren, wie sie damit umgegangen sind.
Bücher darüber, was man alles tolles mit der neu gewonnenen Zeit und Freiheit anfangen kann mag ich derzeit (noch) nicht lesen.
Es fasziniert und ängstigt mich zugleich, wie mein Sohn das alles durchzieht.
Gerade hat er den Mietvertrag unterschrieben.
Ich glaube er kann es gar nicht abwarten bis es losgeht. Was ihm am meisten zu schaffen macht ist, dass er seinen geliebten Hund zurücklassen muss.
Einerseits kann ich diesen Drang in die weite Welt zu ziehen nicht nachvollziehen - ich hatte den nie. War und bin froh, wenn ich hier zuhause bleiben kann. Nicht weg muss. Als ich ausgezogen bin (nur 15 km von meinem Heimatort weg zu Mann und bald auch Kind) habe ich mich oft gefragt wie es meinen Eltern damit geht. Hatte ein schlechtes Gewissen weil ich dachte, sie vermissen mich bestimmt ( sie waren da schon Mitte/Ende 70).
Andererseits kann ich verstehen, dass der Sohn mit/wegen seiner Geschichte baldmöglich wohin will wo ihn niemand kennt und wo es generell liberaler, offener, bunter, toleranter ist als in Dorf und Kleinstadt hier und wo er hoffentlich Leute findet die ähnlich sind, ähnlich ticken…
 
Ich lese und lese und lese darüber.
Was mir auffällt - in all diesen Büchern über‘s Empty Nest kommen nur Menschen aus wohlhabenden Familien vor, deren Kinder Auslandsjahre absolvieren und wo die Eltern die dadurch entstehende „leere“ mit Reisen und Ausbau der Karriere kompensieren.
Was soll jemand machen soll der als z.B. Verkäuferin etc. keine Karriere machen kann und sich auch dauerndes Reisen nicht leisten kann kommt da überhaupt nicht vor. Denn wenn das Kind auszieht braucht es ja erstmal auch noch finanzielle Unterstützung.
Ich frage mich, in was für einer Blase diese Autoren leben…

An mir selber fällt mir auf, dass ich jetzt schon den Kontakt mit dem Sohn vermeide🥺
Irgendwie die Trennung vorweg nehme…
Ich weiss auch nicht ob ich das nachher kann… den Kontakt aus der Ferne aufrecht erhalten..,
Für Hilfe durch Rat und Tat ist sowieso eher mein Mann der Ansprechpartner für die Kinder…
 
Ich hoffe es ist ok, wenn ich etwas frage? Du musst ja nicht antworten, wenn das irgendwie unpassend ist.

Warst/bist du denn noch so sehr ins Leben deiner Kinder verflochten, verbringt ihr soviel gemeinsame Zeit, dass es zu diesem schlimmen Trennungsschmerz kommt?

Was soll jemand machen soll der als z.B. Verkäuferin etc. keine Karriere machen kann und sich auch dauerndes Reisen nicht leisten kann kommt da überhaupt nicht vor.

Was ist mit Hobbys, Interessen, die zurückstecken mussten oder die du ganz vergessen hast, weil du keine Zeit hast, als die Kinder klein waren und dann...keine Ahnung?

Ich wechselte wieder zu Vollzeit, als mein Nachwuchs im Teenyalter war; ist mehr Arbeit eine Option?

Ein Ehrenamt?

Bewusster und häufiger Ausflüge, Freunde besuchen innerhalb Deutschlands, Wochenendtrips?

Völlig neue Themenfelder entdecken, wofür jetzt endlich Zeit und Muße ist?

Was interessiert dich?
 
Ich hoffe es ist ok, wenn ich etwas frage? Du musst ja nicht antworten, wenn das irgendwie unpassend ist.

Warst/bist du denn noch so sehr ins Leben deiner Kinder verflochten, verbringt ihr soviel gemeinsame Zeit, dass es zu diesem schlimmen Trennungsschmerz kommt?



Was ist mit Hobbys, Interessen, die zurückstecken mussten oder die du ganz vergessen hast, weil du keine Zeit hast, als die Kinder klein waren und dann...keine Ahnung?

Ich wechselte wieder zu Vollzeit, als mein Nachwuchs im Teenyalter war; ist mehr Arbeit eine Option?

Ein Ehrenamt?

Bewusster und häufiger Ausflüge, Freunde besuchen innerhalb Deutschlands, Wochenendtrips?

Völlig neue Themenfelder entdecken, wofür jetzt endlich Zeit und Muße ist?

Was interessiert dich?
Ich habe nichts aufgegeben der Kinder wegen. Zumindest nichts, was ich vermisst hätte und wo ich wieder anknüpfen wollte.

Und ja, mit meinem jüngsten der jetzt auszieht habe ich sehr viel Zeit verbracht und sehr viel gemeinsam gemacht.
Mit dem Hund - den er vor 4 Jahren nach dem Tod unseres vorherigen aussuchte, der sehr wichtig für ihn war und ist - in die Hundeschule und Gassi gehen, gemeinsam einkaufen, essen gehen, shoppen…Er hatte bis vor 1 1/2 Jahren kaum Freunde und während Corona war Familie ja nochmal wichtiger und enger. Und dann ist er ja vor 2 Jahren „Ontel“ geworden. Das hat uns alle auch nochmal enger zusammen gebracht.
Und sein Hund bleibt ja auch hier bei mir, deshalb ist mehr arbeiten auch eher schwieriger als vorher, wo es mit ihm eine Betreuungsperson mehr gab.
Ich kann nicht sagen, dass ich durch seinen Auszug mehr Freiheit oder Freizeit gewinne. Im Gegenteil. Er war hier schon sehr selbständig, hat oft gekocht ( wenn auch meist nur für sich selber) und in letzter Zeit auch seine Wäsche selber gewaschen. Führerschein hat er auch, also war mit Fahrdiensten auch nicht viel - ausser ab und an mal nachts vom Feiern abholen,
Ich versteh sowieso auch nicht, wenn es in den Büchern immer heisst, man sei froh dass man jetzt keine Schulbrote mehr schmieren müsse und so weiter. Das hab ich schon lang nicht mehr gemacht. Das sind ja keine Kleinkinder mehr..,
Und die ganzen Tips - Ehrenamt, Reisen, neue Hobbys, ins Kino gehen..,
Das WILL ich alles einfach nicht. Das hätte ich alles auch die letzten Jahre schon gekonnt, Ich will nicht irgendetwas mit irgendjemand machen um die Zeit rum zu bekommen..,
 
Mein Problem ist nicht, wie das oft im Zusammenhang mit Empty Nest beschrieben wird, dass ich (m)eine Aufgabe verliere und mich jetzt nach was anderem umsehen muss um das zu kompensieren..
Mein Problem ist, dass ich das ungezwungene, selbstverständliche Zusammensein mit einem meiner LieblingsMenschen verliere das ich 20 Jahre lang hatte.
 
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