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Empty Nest

Oh meine Mutter durfte nicht zur Abifeier, war aber auch am Berufskolleg und keine Eltern waren da.

Und naja ich hasse kochen und essen, bin immer eher zu dünn, sie hat immer gerne für mich gekocht 😃
 
A

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Re: Empty Nest
Hallo beihempelsuntermsofa,

schau mal hier:
Empty Nest. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Jetzt ist L. knapp 6 Wochen weg.
Er meldet sich kaum. Auch bei seinen Schwestern. Ganz selten mal ne WhatsApp. Einmal hat er angerufen.
Alles gut soweit. Er hat schon einige Kontakte da. Job hat er noch keinen.
Er vermisst seinen Hund. Und seinen Neffen. Und Papa‘s leckeres veganes Essen.
Die schlimmste Zeit für mich war tatsächlich bevor er auszog.
Seitdem geht‘s…einigermassen.
Noch ist Sommer. Immer was los. Ablenkung…
Aber der Schmerz, das spür ich oft, lauert direkt unter der Oberfläche. Einmal kurz anritzen, und alles würde rausplatzen…
Mal sehen, wie es weitergeht. Wenn er mal „zu Besuch“ da war… wenn die dunklen, kalten Monate zuschlagen..,
Manchmal ist es, als wär er gar nie dagewesen, als hätte ich gar nie einen Sohn gehabt, als wären die letzten 20 Jahre nur Einbildung gewesen…
Sein Hund war auch lange deprimiert, ist immer noch traurig. Würde mich interessieren was in so einem Hundekopf vorgeht, wenn alles ist wie immer, alle sind da, bloss seine Hauptbezugsperson fehlt. Wie lange fehlt sie ihm? Wie lange erinnert sich so ein Hund daran, „wie (schön) es einmal war“?
 
Ich habe deine Situation ja ein bisschen mit meiner verglichen. Ich glaube aber schon, dass es noch etwas anderes ist, ob ein Mädel geht oder ein Junge. Nicht umsonst ist es ja auch so, dass die Mädels früher ausziehen als die Jungs, die ihrerseits das Hotel Mama sehr zu schätzen wissen und sich gerne betüddeln lassen. Dann noch der Youngster - da kann ich schon verstehen, dass dir das sehr zusetzt.

Wie du das wegsteckst wird m. E. schon viel mit dir selber zusammenhängen und wie du es schaffst, deine "neue Freiheit" jetzt mit Leben und Aufgaben zu füllen. Arbeitest du? Ich bin aktuell z. B. sehr intenstiv beruflich eingebunden, so dass ich die freie Zeit, in der ich mich nur um mich (und ein bisschen um meinen Mann 😁) kümmern muss, sehr genieße. Es ist sehr ruhig geworden hier, ja, aber ich komme damit überraschend gut zurecht.

Unser Kind meldet sich auch doch häufiger als ich vermutet hatte. Sie hat eine Familiengruppe in WhatsApp angelegt und lässt uns stark an ihrem neuen Leben teilhaben. Wir bekommen immer wieder Fotos - unregelmäßig zwar und auch eher wenig Text. Aber man kann so richtig sehen, wie gut es ihr geht. Sie hat es super angetroffen und das sorgt natürlich auch noch einmal dafür, dass mir die Trennung leichter fällt. Zu wissen, dass es dem Kind wirklich gut geht in der Ferne ist ein dickes Pfund. Ab und an bekomme ich auch persönliche Nachrichten und kann auch vieles fragen. Da bin ich dann doch immer noch die "Mama", die für Spezialfragen herangezogen wird.
Vorgestern konnten wir ihr sogar beim Tennismatch gegen eine andere Uni zuschauen - es gab Kameras auf den Plätzen und somit einen Livestream. Das war richtig cool! 😃

Dass euer Hund trauert glaube ich gern; die Vierbeiner haben ja ein so großes Herz. (Wir hatten selber 15 Jahre lang einen Weimi - der ist allerdings schon viele Jahre tot). Auf der anderen Seite kannst du den ja jetzt umso mehr bekraulen. Umso mehr wird er sich freuen, wenn euer Sohn dann mal nach Hause kommt. Auf Youtube bin ich mal zufällig auf Filme gestoßen, die die Reaktion von Hunden auf amerikanische Soldaten-Rückkehrer zeigten. Die Freude war unbeschreiblich. Ich glaube auch, dass Hunde ziemlich im Jetzt und Hier leben und wenn ein adäquater Ersatz zurückbleibt, dass sie dann auch solche Verluste wie den eures Sohnes besser wegstecken.

Ich drück dir jedenfalls die Daumen, dass die Effekte im nahen Herbst weniger schlimm sind als von dir befürchtet. ✊ Unser Kind hat schon angekündigt, dass sie sich gut ein weiteres Jahr in den USA vorstellen kann. Tröstlich für mich ist, dass sie zwischendurch immer mal ein paar Wochen nach Hause kommt, wenn in den USA Semesterferien sind und die Studis den Campus verlassen müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin irgendwie so beschäftigt zur Zeit dass ich gar nicht gross zum Trauern komme. Höchstens mal Abends wenn ich ins Bett geh und der Hund im leeren Sohn-Zimmer liegt🥺.
Auf jeden Fall war es VOR dem Auszug viel schlimmer als jetzt.
Er hat letztens ein Foto von seinem Ausweis geschickt. Jetzt mit seiner neuen Adresse. Das ist schon komisch.
Aber es geht ihm wohl sehr gut. Er ist ziemlich beschäftigt und hat wohl schon einige Kontakte. Und wohl auch einen Freund♥️.
Mitte Oktober will er dann mal ein paar Tage zu Besuch kommen.
Ich freu mich darauf.
 
Er ist wieder da.
Zumindest ein paar Tage. Bis Donnerstag.
Erst war es irgendwie seltsam und fremd. Auch weil er so tat als wolle er eigentlich gar nicht hier sein. Und von seiner WG schon als „zuhause“ spricht.
Dann haben wir alle zusammen gegessen wie früher.
Und jetzt ist es schon wieder als wäre er nie weg gewesen.
3 Tage. 4 Nächte.
 
Er ist wieder da.
Zumindest ein paar Tage. Bis Donnerstag.
Erst war es irgendwie seltsam und fremd. Auch weil er so tat als wolle er eigentlich gar nicht hier sein. Und von seiner WG schon als „zuhause“ spricht.
Dann haben wir alle zusammen gegessen wie früher.
Und jetzt ist es schon wieder als wäre er nie weg gewesen.
3 Tage. 4 Nächte.
Geniesst die Zeit zusammen!
Ich bin mir sicher zu seinen Mitstudenten hat er gesagt: " Ich fahre nach Hause".
 
Mir schnürt sich der Hals zu wenn ich dran denk, dass er morgen schon wieder weg ist😢. Es waren 3 schöne intensive Familientage. Der Hund war auch sehr froh, dass sein Rudel wieder komplett war. Jetzt wird er wieder eine Weile trauern - so wie ich auch.
Ich hoffe, Weihnachten kommt er wieder auf Besuch.
 

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