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Wissen seine Eltern nichts von der Therapie, den Depressionen etc.?

Dann ist das vielleicht genau das Problem und er sollte da ansetzen, sich mit seinen Eltern zu verständigen.

Sie wissen es und er hatte schon öfter Gespräche mit seiner Mutter darüber. Ich verstehe wirklich nicht wieso sie ihn nicht konsequent erst einmal aus dem Familiengeschäft herauslassen, statt ihm ständig neue Aufgaben zu geben.
 
Ich frage ihn immer wieder wie es ihm geht, wie er geschlafen hat oder eine andere Variation davon.
Du, das würde ich NICHT tun.
Indem Du den Freund fragst, wie es ihm geht, stellst Du in Frage, dass es ihm gut geht. ihm hat es gut zu gehen und das erwartest Du und die Erwartung hat er ernsthaft sich auch gegenüber zu verinnerlichen. Alles andere fördert die Depression - verstehst Du? Think positive!
 
Zuletzt bearbeitet:
Indem Du den Freund fragst, wie es ihm geht, stellst Du in Frage, dass es ihm gut geht. ihm hat es gut zu gehen und das erwartest Du und die Erwartung hat er ernsthaft sich auch gegenüber zu verinnerlichen. Alles andere fördert die Depression - verstehst Du? Think positive!

Hmm ja.. also sollte ich das Thema lieber ganz lassen? Ich möchte halt auch nicht, dass er denkt mich kümmert es nicht, wenn ich dann gar nicht mehr frage.
 
Hmm ja.. also sollte ich das Thema lieber ganz lassen? Ich möchte halt auch nicht, dass er denkt mich kümmert es nicht, wenn ich dann gar nicht mehr frage.
Nee, Sei schon bei ihm.
Frag aber nicht wie es ihm geht sondern behaupte, dass Du denkst, dass es ihm heut gut gegangen ist:
"Na alles gut? Klar, ich denk schon, stimmt's?"
Dann sagt er :" ja geht schon". Das soll er aber nicht nur sagen sondern fühlen (müssen).
 
Könntet Ihr, wenn er Zeit hat - vielleicht am Wochenende - online was zusammen spielen, also etwas machen, was ablenkt und Spaß macht? Ich kenne mich mit online Spielen nicht so aus, etwas, wo man nicht reden muss, sondern was zusammen macht.
 
Könntet Ihr, wenn er Zeit hat - vielleicht am Wochenende - online was zusammen spielen, also etwas machen, was ablenkt und Spaß macht? Ich kenne mich mit online Spielen nicht so aus, etwas, wo man nicht reden muss, sondern was zusammen macht.

Das machen wir fast jeden Abend zusammen mit Freunden und da merke ich auch wie er richtig gut abgelenkt ist. Das sind immer die besten Stunden 🙂
 
Zu dem Arbeiten noch mal:
So richtig fette Depressionen fühlen sich wie Überdruck an, als wenn man platzt. Man hat Hitze ohne Ende, will vor sich weg laufen, was aber nicht geht, kriegt keine Luft, und alles was man raus pressen kann ist Schnupfen, Schweiß , Tränen und Kot/Urin. Die Krampferei im Hals tut dann auch noch weh dazu, und die Gedankenkarusselle und der Schlafmangel geben einem den Rest. Rein mechanisch geht etliches noch, am besten so lange, bis man erschöpft ist und: endlich ein paar Stunden Ruhe bekommt.
Schlecht ist natürlich, wenn man jung und in guter Verfassung ist, denn dann muss man länger durchhalten.
Ich hab damals kurze Zeiten der "Erholung" gehabt, wenn ich gelaufen bin, am besten schneller als ich konnte.
Alles andere ging nur, wenn Schmerz dazu kam. Zum Beispiel bei schnellen, anstrengenden Auto-Reparaturen, wo einem die aufgeweichten Finger und umögliche, jedoch gewollt anstrengende Haltung einfach nur weh tun. Allerdings bekommt man Muskeln davon.
Gesellschaft ging zuletzt nicht mehr: das starke Kneifen in den Arm oder Hals hat nicht weh genug getan, es kam wieder dieser Druck, der fast an Panik grenzt und einen zur Flucht veranlasst.
Insgesamt war damit Anstrengung schon ok, und Gesellschaft geht, wenn man sich bewegen kann, bücken, wegdrehen, ausweichen. Katastrophe ist Sitzen am Tisch.
 
Ich hab meins nur überstanden, indem ich noch vielmehr gearbeitet hab als davor. Ich hatte überhaupt keine Zeit nachzudenken, dies hat den Verlern-Effekt negativer Gedanken begünstigt. Aus meiner Sicht war es richtig für mich.
Das war deine Art, mit burnout umzugehen?

Frag aber nicht wie es ihm geht sondern behaupte, dass Du denkst, dass es ihm heut gut gegangen ist:
"Na alles gut? Klar, ich denk schon, stimmt's?"
Dann sagt er :" ja geht schon". Das soll er aber nicht nur sagen sondern fühlen (müssen).
Tut mir leid, Bodenschatz, das erscheint mir alles komplett kontraproduktiv und macht den Freund eher noch mehr fertig.

Er arbeitet mit im Familiengeschäft was die Situation verschärft, da seine Eltern hohe Erwartungen an ihn haben und ihm ständig Druck machen (wie sie nicht mitbekommen können dass es ihm so schlecht geht ist mir schleierhaft).
Das kann so nicht weitergehen. Wahrscheinlich schämt sich dein Freund und will vor seinen Eltern nicht zugeben, wie schlecht es ihm geht. Das wird er aber müssen, sollen sie halt enttäuscht sein. Er kann jetzt nicht mehr.
 
Ich denke, dass so eine gute Mischung aus Anteilnahme und Ablenkung ihm vielleicht gut tut. Also nicht zu besorgt fragen: wie geht es, sondern etwas lockerer fragen. Und die Therapie sollte er auf jeden Fall weiter machen, da sollte er mit seinen Eltern reden und da zu stehen.
 

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