Zu dem Arbeiten noch mal:
So richtig fette Depressionen fühlen sich wie Überdruck an, als wenn man platzt. Man hat Hitze ohne Ende, will vor sich weg laufen, was aber nicht geht, kriegt keine Luft, und alles was man raus pressen kann ist Schnupfen, Schweiß , Tränen und Kot/Urin. Die Krampferei im Hals tut dann auch noch weh dazu, und die Gedankenkarusselle und der Schlafmangel geben einem den Rest. Rein mechanisch geht etliches noch, am besten so lange, bis man erschöpft ist und: endlich ein paar Stunden Ruhe bekommt.
Schlecht ist natürlich, wenn man jung und in guter Verfassung ist, denn dann muss man länger durchhalten.
Ich hab damals kurze Zeiten der "Erholung" gehabt, wenn ich gelaufen bin, am besten schneller als ich konnte.
Alles andere ging nur, wenn Schmerz dazu kam. Zum Beispiel bei schnellen, anstrengenden Auto-Reparaturen, wo einem die aufgeweichten Finger und umögliche, jedoch gewollt anstrengende Haltung einfach nur weh tun. Allerdings bekommt man Muskeln davon.
Gesellschaft ging zuletzt nicht mehr: das starke Kneifen in den Arm oder Hals hat nicht weh genug getan, es kam wieder dieser Druck, der fast an Panik grenzt und einen zur Flucht veranlasst.
Insgesamt war damit Anstrengung schon ok, und Gesellschaft geht, wenn man sich bewegen kann, bücken, wegdrehen, ausweichen. Katastrophe ist Sitzen am Tisch.