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Emotionale Abhängigkeit überwinden

Ich glaub das kommt auch auf die Situation an.
Ich mag mich halt nicht mehr wegen anderen ärgern oder enttäuscht sein. Das sind keine erstrebenswerten Gefühle. Und die Macht mag ich anderen auch gar nicht mehr über mich geben.

Da gibt's so ein Spruch der zutrifft finde ich. Wer zu starr ist, bricht irgendwann, wer flexibel ist, kann sich biegen.

So sehe ich das irgendwo. Es ist kein Verbiegen um gefallen zu wollen. Sowas ist mir auch wirklich zuwider. Das kann ich paar Mal machen, dann sträubt sich aber alles und ich komme mir vor wie ein Hampelmann.
Wer sich zu sehr verbiegt weiß am Ende nicht mehr wo Anfang und Ende ist.
Man ärgert sich immer mal über jemanden oder ist enttäuscht.
Das gehört halt dazu.
Am Ende ist die Frage, wie man selbst und die anderen damit umgehen.
So gut wie alle meine Freunde und Freundinnen sind kompliziert aber halt auch stark und es hält nun schon seit dem Kindergarten, als über 51 Jahre, oder mit den allermeisten schon 40 Jahre, also seit ich 15 Jahre alt war.
 
Wer sich zu sehr verbiegt weiß am Ende nicht mehr wo Anfang und Ende ist.
Ja es kommt darauf an was es ist und wie oft.
Ich bin halt irgendwo der Meinung, die anderen Menschen sind frei und können tun was sie wollen, es wäre absurd von ihnen etwas zu erwarten, wobei sie sich verbiegen müssten.
Entweder ich kann mit ihrer Art leben wenn nicht dann halt nicht, wenn es nicht unbedingt sein muss.

So denke ich zumindest heute. Aber grad beim Thema Alkohol war das auch oft anders. Da hatte ich den Alkohol in meiner Nähe gebilligt obwohl ich das nicht mehr wollte.
Und es war zu meinem Nachteil.
Hingegen kann ich das aber je nach Situation und Leuten auch billigen. 0 Alkohol Toleranz wäre zu krass, etwas nachgeben muss ich da wohl schon. 🤔 Bei der Partnerwahl sollte ich allerdings nichts mehr tolerieren.

Mach mal ein konkretes Beispiel zum Verbiegen bitte 😉
 
Ich war heute zb drei Stunden mit den beiden Freundinnen zusammen, die mich auch seit zig Jahren durch dick und dünn begleiten.
Die sind weder schwierig, noch kompliziert und bei ihnen gehts mir auch nie schwierig, oder verdreht.
Es gibt aber Menschen, da spüre ich mich total missverstanden, es ist unmöglich, auch nur einfachste persönliche Gespräche zu führen, obwohl wir verbrüdert, verwandt sind und uns auch schon ewig kennen.
Es wird auf die Mischung ankommen, mit manchen fließt es nur so, bei manchen geht es beim besten Willen nicht, einander verständlich zu machen. Verschiedene Welten..

Während wir heute vor dem Lokal standen kam ein für mich Fremder, aber ein Bekannter von einer meiner Kumpelinen auf sie zu, wir unterhielten uns und mitten unterm Reden mit mir über etwas ganz Banales hielt er inne und sagte, du bist sooooo schööööön!!!! Das war keine Anmache, das war offen, spontan aus ganzem Herzen heraus zugerufen. Man kann sagen, was man will, das ist Öl für mein Getriebe, Öl für UNSER Getriebe, wenn wir spüren, so wie wir sind, sind wir angenommen.
 
Ich finde es auch schwierig zu benennen ,wo die Grenze ist zwischen " Kompromisse eingehen " und sich zu verbiegen.
Oder ist der Unterschied vielleicht, dass beide Partner ( oder auch Freunde) bereit sind Kompromisse zu machen?
 
Der Kompromis ist nicht die beste Wahl , die beste Wahl ist den zu finden mit dem es keine Kompromisse braucht, das setzt die wirkliche Bereitschaft zu einem Wir voraus - bei beiden.

Ist die aber nur einseitig - ( Die duldet meinen Suff - ich such mir wieder ne kompromissbereite ...) weil einer ganz persönliche Zeile verfolgt ( Ich brauch eine die meinen Suff duldet )und nicht das gemeinsame Ziel " Wir " dann geht das schief .

Immer .
 
Sorry, ich glaube eine Beziehung ohne Kompromisse gibt es nicht.
Ja kann man auch nicht generell sagen.
Wenn ich meine, alles muss so sein wie ich das will, dann mache ich es mir selbst schwer.
Über Kleinigkeiten sollte man schon hinweg schauen können.
Auch über die abendlichen 2-4 Bier konnte ich hinweg schauen.
Aber das ich oft das Geschirr nur in der Spüle abstellte führte zu Diskussionen. Ich werde es nie anders machen^^
Wen es stört soll es abwaschen, aber ohne dabei zu meckern.

Mit dreckigen Schuhen in der Wohnung rum laufen, da bin ich auch 0 kompromissbereit.
Klar wenn das gar nicht zur Debatte steht, prima.
Man kann sich auch darüber streiten das Haare im Waschbecken liegen, so 1-2. Da bekommt auch manch einer die Krise.

Das sind so Dinge die weiß man halt schon vorher vom anderen. Daher ist es nie von Vorteil sich zu Beginn anders zu verhalten als üblich.

Meinen letzten Freund hatte ich besucht und war begeistert von den tollen Pflanzen. Ich dachte das kann nur passen, jemand der Pflanzen mag passt zu mir... Jetzt wurden die Pflanzen aber immer von der Ex gegossen und gepflegt 🙈😄
Bei ihm alleine sind sie alle vertrocknet und eingegangen.
 
Du hast es gut beschrieben, Danke.

"Das zu erkennen tut weh"
Da bleibt dann aber wieder die Selbstfürsorge auf der Strecke. Es soll doch nicht weh tun... 🙃 Ich soll mich doch gut um mich kümmern. Hm.

Aber gut, ich kann mir sagen: wir kommen allein und wir gehen allein. Andere Menschen sind Weg- oder Reisebegleiter.
Ich habe keinen Anspruch darauf, dass mir ein anderer all das gibt was ich mir wünsche oder meine zu brauchen.
In erster Linie muss ich mir das selbst geben oder beschaffen.
Ich bin ein vollständiger Mensch und nicht jemand der andere braucht um irgendwelche Lücken zu schließen. Es gibt keine Lücken.
So in etwa? ;-)

Nee 😉
Den Schmerz und den entstandenen Mangel anzuerkennen, das verstehe ich auch unter Selbstfürsorge. Das kann man ganz gut von der physischen auf die psychische Ebene übertragen- bei einer körperlichen Wunde sagt dir auch niemand "Schau nicht hin, damit es nicht weh tut." sondern natürlich schauen wir hin, erst recht wenns weh tut... und desinfizieren und kleben ein dickes Pflaster drauf damit es heilen kann.
Auf seelischer Ebene würde ich das bei bekannten, lang anhaltenden Verletzungen ganz genauso machen. Schmerz annehmen und anschauen, drum kümmern, sich selbst mal etwas trösten, bedauern... und dann ein Pflaster drauf. Das Pflaster kann je nach Wunsch und Möglichkeit ja alles sein:
In deinem Fall zB das Akzeptieren dass lockere Bekanntschaften das sicherste/schmerzfreieste wären aktuell.... (nur als Idee- es gibt ja viele Varianten) -

Und nein, ich denke nicht, dass man sich alle sozialen Bedürfnisse selbst beschaffen kann (sonst wären wir nicht physiologisch so ausgestattet wie wir es sind).
Es gibt sicherlich Menschen, die diese Bedürfnisse aus Selbstschutz verkümmern lassen und sich bzgl. des daraus entstehenden Schmerzes betäuben.
Aber, falls es anders geht, würde ich es anders versuchen...
Liebe Grüße
 

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