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Elektronische Patientenakte

was haltet ihr denn von der elektronischen Patientenakte?

Ich habe damals auch sofort widersprochen, nachdem ich mich ein bisschen darüber informiert hatte. So, wie Ärzte in meinem Leben mit Infos, die ich ihnen direkt gegeben habe, umgegangen sind (Symptome nicht ernst nehmen, auf die Psyche schieben, und sich dann 20 Jahre später rausstellt, es war eine körperliche Erkrankung, die der Herr nicht kannte usw.; ein Arzt hat mir mal, trotzdem man ein Recht darauf hat, meine Unterlagen, die ich ihm gegeben hatte, nicht zurückgegeben, trotz Recht darauf, inkl. Einschreiben, Klageandrohung usw.), kann ich nur sagen: ich entscheide bei jeder Information einzeln, wer sie bekommt und wer nicht.

Letztens war ich (zum ersten Mal) bei der Vertretung meiner Hausarztpraxis. Ich zeige dem Arzt eine Liste mit Vorerkrankungen, Beschwerden, etc. Die hatte ich extra für ihn gemacht (aber nur zum Zeigen). Er zu mir, ich solle die doch vorne gleich mal einscannen lassen. Das wäre dann sofort in meiner elektronischen Patientenakte gelandet, hätte ich mich nicht davon "abgemeldet"! Und von ihm war es eine sehr beiläufige Bemerkung, die aber erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen kann... Ich hab's natürlich nicht Einscannen lassen, und ihm das auch gesagt.
 
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Re: Elektronische Patientenakte
Ich find es erstauntlich, wie paranoid manche sind. Wir sind schon dermaßen gläsern,...
Als könnte sich ein Arzt nicht über einen Patienten informieren, sollte wirkliches Interesse bestehen.
Allerdings ist die Hemmschwelle eine ganz andere, wenn man sowieso reingucken kann. So sieht jedes medizinische Personal in einer Praxis automatisch alles, was bisher so an Diagnosen gefallen ist, völlig egal, ob das was mit dem aktuellen Anliegen zu tun hat oder nicht. Und das hat sehr wohl Einfluss. Auch sieht jeder Arzt, ob du bei einem anderen Arzt eine Zweitmeinung eingeholt hast.
 
Was genau findest du paranoid?

Kein Arzt hat auf Anhieb so viele Informationen über den Patienten wie mit dieser Akte.
Und das ist gut so.
Ich habe z.B. viele unterschiedliche Erkrankungen, also auch unterschiedliche Ärzte.
Ich habe z.B. zwei verschiedene Tumorerkrankungen. Da ist es doch nicht schlecht, wenn die Ärzte sich über meinen Gesundheitsstatus informieren können.
Dies ist vor allem praktisch, wenn ich nicht ansprechbar sein sollte. Wo ist da der Nachteil für mich?
 
Und das ist gut so.
Ich habe z.B. viele unterschiedliche Erkrankungen, also auch unterschiedliche Ärzte.
Ich habe z.B. zwei verschiedene Tumorerkrankungen. Da ist es doch nicht schlecht, wenn die Ärzte sich über meinen Gesundheitsstatus informieren können.
Dies ist vor allem praktisch, wenn ich nicht ansprechbar sein sollte. Wo ist da der Nachteil für mich?
Da es wie bei quasi allem individuell ist, muss es ja bei dir keinen Nachteil geben. Da ist es ja gut, dass es diese Möglichkeit für dich gibt.

Wenn ich mich gegen die Patientenakte äußere, dann immer nur im Zusammenhang mit mir bzw. in Bezug auf mich.

Für andere kann es gut sein, wie du ja zeigst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich lade z.B. auch immer die letzten Befunde (z.B. vom Kardiologen) bei Doctolib hoch. Am Anfang meiner Krankheit hatte ich z.B. immer eine Mappe bei mir, die meine Krankheit beschreibt.
So konnten Sanitäter immer gleich nachlesen was genau los ist und sie konnten zielorientiert arbeiten. Sie waren ganz begeistert und es ging ohne viel Zeitverlust in die Notaufnahme. Dort angekommen konnte ich sofort mit den nötigen Infos an die Ärzte übergeben werden. Jetzt geht es eben elektronisch.
 
Ach ja, noch was.
Ich glaube nicht, dass Krankenhäuser auf die ePA zugreifen können.
Sie schaffen es ja bis heute noch nicht ein Rezept elektronisch auf die Krankenkassenkarte zu transferieren. Ich bekomme bei denen immer noch ein ausgedrucktes Rezept.

Wenn ich im Oktober wieder in der Uniklinik bin, dann werde ich die Ärztin mal fragen, ob sie meine ePA einsehen kann.
 
Mich stört es, dass ich keinen Zugriff auf die Akte habe und nicht sehen kann, was gespeichert wurde.
Woher hast du diese Falschinfo?
Natürlich hast du Zugriff und kannst da hineinsehen.
Über die ePA-App deiner Krankenkasse:
Lade die offizielle App deiner Krankenkasse herunter,
melde dich mit deiner elektronischen Gesundheitskarte (per NFC und PIN) oder über ein sicheres Login-Verfahren (z. B. VideoIdent oder Online-Ausweisfunktion) an.
So kannst du deine Akte öffnen und Dokumente wie Befunde, Medikationspläne, Impfungen usw. einsehen.
Manche Krankenkassen bieten auch einen Webzugang über das Online-Portal.
Anmeldung ebenfalls mit Gesundheitskarte und PIN oder einem anderen sicheren Verfahren.
Du hast die volle Kontrolle!
Denn du entscheidest, welcher Arzt, Apotheken oder Einrichtungen Zugriff haben und welche Dokumente hochgeladen oder gelöscht werden.
Du kannst jederzeit sehen, wer deine Akte geöffnet hat.
Außerdem ist sie nach höchsten Datenschutz- und Sicherheitsstandards verschlüsselt.
 
Ich habe widersprochen da die Sicherheitsmängel ja immer noch nicht behoben wurden. Wäre sie sicher würde ich sie aber nutzen. Die Idee finde ich grundsätzlich gut.
 
@xpunkt:
Man muss in jedem Krankenhaus/Arztpraxis ne Unterschrift leisten damit sie auf die EPA zugreifen können. Der Nachteil für den Patienten liegt meiner Meinung nach darin, dass man nicht weiß was mit den Daten passiert wenn sie gehackt werden und dann muss man die EPA auch pflegen. Dazu muss man zumindest die APP bedienen können. Und gerade bei Leuten die ständig andere Medikamente nehmen muss man halt immer dran denken die Medikamentenliste aktuell zu halten.
 
Das mit der Medikamentenliste muss ich ja jetzt auch - ohne ePA - immer wieder überprüfen.
Ich habe einen Medikamentenplan, den ich mir von Zeit zu Zeit neu ausdrucken lasse.
Was mit meinen Daten passiert, wenn die ePA gehackt wird? Wen sollte das interessieren?
 

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