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Einverständnisgesetz

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Was für ein Wandel aus der Zeit der 68er Jahre zum Heute. Fortschritt, Rückschritt, keiner weiß es.
 
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Re: Einverständnisgesetz
Es gibt doch aber Fälle, bei denen der Übergriff als solcher bewiesen wurde, bei denen der V*** aber freigesprochen wurde, eben mit der Begründung "zu geringe Gegenwehr des Opfers". Meiner Meinung nach würde sich eben nur in diesen Fällen etwas (zum besseren) ändern.
Und bei den anderen Fällen wird weiterhin, wie du geschrieben hast, "Aussage gegen Aussage" stehen und es wird ausschließlich auf die Beweise ankommen, weil die Unschuldsvermutung eben nicht aufgehoben wird.
Und ja, es wird auch weiterhin Unschuldig Verurteilte geben, aber die gibt es ja jetzt schon, also inwiefern siehst du da eine "neue" Gefahr durch dieses Gesetz?
Ich könnte jetzt auch rein theoretisch zur Polizei gehen und fälschlicherweise behaupten, mein Nachbar hätte mir eine runtergehauen, aber dass man soetwas theoretisch könnte, ändert ja nichts an der Sinnhaftigkeit von Strafgesetzen gegen Körperverletzung?!

Als wenn sich eine Frau immer wehren kann. Frauen sind Männern oft köperlich unterlegen. Was wenn es mehrere sind? Wenn man sich wehrt macht das Täter öft noch wütend und er schlägt zu, drohen einen Umzubringen. Manche haben eine Waffe dabei.
 
Als wenn sich eine Frau immer wehren kann. Frauen sind Männern oft köperlich unterlegen. Was wenn es mehrere sind? Wenn man sich wehrt macht das Täter öft noch wütend und er schlägt zu, drohen einen Umzubringen. Manche haben eine Waffe dabei.
In dem Fall ist es total egal , ob Du ja oder nein sagst. Und hinterher hat dann doch jeder gedacht Du willst es. Somit hat das schwedische Gesetz keinerlei praktischen Vorteil.
 
Im Moment halt. Aber das ist wie mit der Zeitung von vor einem Jahr. Da weiß auch keiner mehr , was drin gestanden hat.

Das ist heute sogar noch schlimmer - in den Online Medien findet man heutzutage abends selbst die Artikel nur sehr schwer wieder, die am Morgen des gleichen Tages veröffentlicht wurden. Die Medien produzieren Schlagzeilen am Fließband - ein "Skandal" folgt auf den Nächsten. So springt die Aufmerksamkeit der Menschen von einem Thema zum Anderen, dann zum Nächsten und wieder zum Nächsten. Ich persönlich finde es ungemein schwierig heute, bei einem Thema am Ball bleiben zu können und die Chronologie der Ereignisse aus dem Kopf zu wissen ... und ich bin da ja schon Einer, der gezielt recherchiert ^^ Wie soll es da bei jemandem sein, der nur konsumiert?
 
Jedes gesetz "läd" im Grunde dazu ein, es zu missbrauchen

Dazu wollte ich noch was schreiben.

Ja, prinzipiell stimmt das. Allerdings hat das bei anderen Sachlagen keine so extreme Konsequenz für die Beschuldigten.

Nenne mir ein Strafgesetz, dessen Mißbrauch in das Leben des Beschuldigten dermaßen eingreift, wie beim Sexualstrafrecht?

Es reichen schon die Beschuldigung und die Ermittlung aus, um die Karriere, die Familie, den Freundeskreis etc zu zerstören. Das liegt daran, dass man da von der Gesellschaft sofort stigmatisiert oder gebrandmarkt wird ... nicht erst bei einer rechtswirksamen Verurteilung, das passiert sofort. DAS ist schon sehr speziell dabei. Es reicht eine falsche Beschuldigung aus, um das zu erreichen. Ob derjenige unschuldig ist, spielt dann keine Rolle mehr ... der Schaden ist angerichtet und es macht das nicht wieder gut oder rückgängig. Das bleibt für sehr lange Zeit an einem haften (siehe Kachelmann und Türck)

Wenn Du jemanden der Steuerhinterziehung beschuldigst oder eines Raubes - da ist das überhaupt nicht so wild (siehe Fall Hoeneß). Es wird ermittelt und doch relativ schnell festgestellt, ob da was dran ist oder nicht. Bei einer Beschuldigung einer Sexualstraftat ist das naturgemäß nicht so und zieht sich sehr in die Länge.

In abgeschwächter Form hätte man das evtl noch bei Beschuldigungen im Rahmen häuslicher Gewalt. Das kann auch einen "Stempel" aufdrücken - allerdings auch nur, wenn Männer gegen Frauen gewalttätig sind. Der umgekehrte Fall wird wiederum als "harmlos" und "nicht so schlimm" wahrgenommen ... manche Leute finden das sogar belustigend. Sowas finde ich echt zum Kotzen.
 
Und auf der anderen Seite ist auch gut und richtig das Täter es in der Gesellschafft verschissen haben.
Wenn sie denn tatsächlich Täter sind.

Es haben leider aber auch die verschissen, die zu Unrecht angeklagt werden, was ja auch vorkommt.

Davon erhohlen sich die wenigsten.
 
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