Ich denke Gesetze wie diese sind unnötig. Nutzen tun sie nur denen die sie durchbringen in Form von Populismus. Gesetze zur Verfolgung und Bestrafung von Sexdelikten sind da. Was fehlt ist die konsequente Umsetzung und harte Bestrafung. Wenn ein Täter als Strafe unter Bewährung bekommt ist er nicht bestraft, das ist viel zu lasch. Hier ist härteres Vorgehen notwendig.
Das Strafgesetzbuch sagt § 177 Absatz 1 „Wer gegen den erkennbaren Willen einer anderen Person sexuelle Handlungen an dieser Person vornimmt oder von ihr vornehmen lässt oder diese Person zur Vornahme oder Duldung sexueller Handlungen an oder von einem Dritten bestimmt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.“
Und wenn der Täter nicht erkennt/erkennen will, dass das Oper nicht wollte - weil es Angst hatte sich zu wehren oder so - dann legt er es als Zustimmung aus und spaziert als freier Mann aus dem Gericht. Alles schon passiert. Deswegen ist ein "Ja" schon besser als nur "Nein heißt nein".
Mal im ernst, warum wird eigentlich so ein Riss auf die Schweden gemacht? In GB ist die fehlende Zustimmung schon seit Jahrzehnten Bestandteil des Straftatbestandes der sexuellen Nötigung....
Es muß ich nicht vor jedem Sex um Erlaubnis gefragt werden, das Gesetz schließt auch explizit ein, dass eine Person auch durch Handlungen zustimmen kann. Noch weniger brauch mal eine schriftliche oder per Video aufgezeichnete Zustimmung.
W
ie beim Boxen. Wenn beide Parteien nicht Boxen wollen, aber der eine trotzdem zuschlägt ist es ein Verbrechen. Zustimmung kann viele Ausprägungen haben. Stichwort Soziale Fähigkeiten
Kommentar der schwedischen Botschaft:
„Die aktuelle Gesetzgebung sieht vor, dass Opfer von sexuellen Übergriffen ihren Widerstand durch Worte oder Handlungen deutlich zum Ausdruck gebracht haben müssen.Die nun vorgeschlagene Gesetzgebung möchte die Opfer von dieser Verantwortung befreien und stattdessen die Angeklagten stärker in die Pflicht nehmen: Wie haben sich die Angeklagten von der Freiwilligkeit ihrer Sexualpartner/-innen überzeugt? Passivität soll damit nicht länger als stilles Einverständnis interpretiert werden können.
Die Unschuldsvermutung gilt selbstverständlich weiterhin. Entgegen vielen Medienberichten ist das Einholen einer schriftlichen Einverständniserklärung nicht erforderlich."
Aber ok, wenn man mal wirklich drüber nachdenkt, ist es ja tatsächlich ein Skandal ohne Ende - Sex ist nur noch erlaubt, wenn alle Beteiligten einverstanden sind. Wo soll das denn noch hinführen? Da sieht doch keiner mehr durch. Bislang war es so schön eindeutig: Wenn der Partner/die Partnerin sich nicht verzweifelt wehrt, weint oder einem die Augen auskratzt, ist alles ok und Sex für alle Beteiligten super.
Leute in Discos abfüllen, ko-Tropfen, heiraten - es gibt keine idiotensichere Methode mehr, dass ich das Recht habe, alles zu vögeln, was nicht kräftig oder mutig genug zur Gegenwehr ist.
Das ist tatsächlich sexistisch und männerfeindlich. Vor allem das. Am Ende dürfen die Frauen noch selbst entscheiden, ob sie mit einem schlafen wollen und der harmlose Mann wird zum V*** abgestempelt, weil er es unromatisch findet jedesmal zu gucken, ob die Frau Bock auf seine Begattung hat.
Aber - was weiß ich schon....