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Einverständnisgesetz

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Das ist grenzüberschreitend, auch wenn dabei keine Gewalt im Spiel ist. Manche Frauen machen das halt nur anders. Deshalb ist es keineswegs besser, als Grenzüberschreitungen von Männern.

Wenn man zusammen privat lebt, lassen Manche beim Klogang sogar die Tür auf, rennen nackt durch die Bude und wedeln mit Körperteilen rum. Ich denke man kann dabei jetzt mal die Kirche im Dorf lassen.

"Grenzüberschreitend" im Ernst? Naja, vielleicht ist das auch eine Frage, wie man selbst mit Körperlichkeit und Sexualität umgeht. Ich persönlich würde da kein Drama draus machen.
 
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Re: Einverständnisgesetz
Wenn man zusammen privat lebt, lassen Manche beim Klogang sogar die Tür auf, rennen nackt durch die Bude und wedeln mit Körperteilen rum. Ich denke man kann dabei jetzt mal die Kirche im Dorf lassen.

"Grenzüberschreitend" im Ernst? Naja, vielleicht ist das auch eine Frage, wie man selbst mit Körperlichkeit und Sexualität umgeht. Ich persönlich würde da kein Drama draus machen.

Wenn man zusammen privat lebt, dann muss man sein Zusammenleben so gestalten, dass es beiden gerecht wird. Wenn die offene Tür beim Klogang dazugehört, dann ist das halt so.

Dein letzter Beitrag hatte sich etwas anders gelesen. 😉
 
Es ist albern und realitätsfern, es rationalisiert Erotik und das sollte man nicht erzwingen. Gerade die nonverbale Kommunikation ist ja einer der Reize dabei.

Du magst das so empfinden. Du kannst hier aber defintiv nicht für alle sprechen. Es gibt in der Tat Menschen, bei denen hat grad das Verbale besonderen Reiz (kann ich behaupten, war selbst schon mal Bestandteil von Sex dieser Art ;-))

Außerdem geht es doch darum sich im Vorfeld einfach zu versichern, dass der/die Auserwählte Sex mit einem möchte. Sagt ja keiner, dass man sich diese Gewissheit einholen soll, wenn beide schon nackt am Limit der Erregung irgendwo rumliegen.

Manche tun grad so als würde man hier etwas von ihnen erwarten, was enormen Aufwand und Überwindung kosten würde. Soll ja keiner sich 3x im Kreis drehen, einen Eid ablegen und Kopfstand machen. Man soll sich einfach nur versichern, dass das Gegenüber "willig" ist.

Und das macht auch in Partnerschaft nicht wenig Sinn. Kommt ja mal vor, dass er mordsmäßig Bock hat und sie aber grad so gar nicht. Oder umgekehrt. Man ja kann ja nicht mit Eingehen der Partnerschaft sein Einverständnis für Sex über die gesamte Beziehungsdauer geben. Es wird immer Tage geben, wo man mal nicht will, der andere schon. Es wird immer auch solche Fälle geben wo "der andere" trotzdem versucht seinen Willen unbedingt durchzusetzen. Leider
 
Ich denke Gesetze wie diese sind unnötig. Nutzen tun sie nur denen die sie durchbringen in Form von Populismus. Gesetze zur Verfolgung und Bestrafung von Sexdelikten sind da. Was fehlt ist die konsequente Umsetzung und harte Bestrafung. Wenn ein Täter als Strafe unter Bewährung bekommt ist er nicht bestraft, das ist viel zu lasch. Hier ist härteres Vorgehen notwendig.

Das Strafgesetzbuch sagt § 177 Absatz 1 „Wer gegen den erkennbaren Willen einer anderen Person sexuelle Handlungen an dieser Person vornimmt oder von ihr vornehmen lässt oder diese Person zur Vornahme oder Duldung sexueller Handlungen an oder von einem Dritten bestimmt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.“
Und wenn der Täter nicht erkennt/erkennen will, dass das Oper nicht wollte - weil es Angst hatte sich zu wehren oder so - dann legt er es als Zustimmung aus und spaziert als freier Mann aus dem Gericht. Alles schon passiert. Deswegen ist ein "Ja" schon besser als nur "Nein heißt nein".

Mal im ernst, warum wird eigentlich so ein Riss auf die Schweden gemacht? In GB ist die fehlende Zustimmung schon seit Jahrzehnten Bestandteil des Straftatbestandes der sexuellen Nötigung....
Es muß ich nicht vor jedem Sex um Erlaubnis gefragt werden, das Gesetz schließt auch explizit ein, dass eine Person auch durch Handlungen zustimmen kann. Noch weniger brauch mal eine schriftliche oder per Video aufgezeichnete Zustimmung.
Wie beim Boxen. Wenn beide Parteien nicht Boxen wollen, aber der eine trotzdem zuschlägt ist es ein Verbrechen. Zustimmung kann viele Ausprägungen haben. Stichwort Soziale Fähigkeiten

Kommentar der schwedischen Botschaft: „Die aktuelle Gesetzgebung sieht vor, dass Opfer von sexuellen Übergriffen ihren Widerstand durch Worte oder Handlungen deutlich zum Ausdruck gebracht haben müssen.Die nun vorgeschlagene Gesetzgebung möchte die Opfer von dieser Verantwortung befreien und stattdessen die Angeklagten stärker in die Pflicht nehmen: Wie haben sich die Angeklagten von der Freiwilligkeit ihrer Sexualpartner/-innen überzeugt? Passivität soll damit nicht länger als stilles Einverständnis interpretiert werden können.
Die Unschuldsvermutung gilt selbstverständlich weiterhin. Entgegen vielen Medienberichten ist das Einholen einer schriftlichen Einverständniserklärung nicht erforderlich."


Aber ok, wenn man mal wirklich drüber nachdenkt, ist es ja tatsächlich ein Skandal ohne Ende - Sex ist nur noch erlaubt, wenn alle Beteiligten einverstanden sind. Wo soll das denn noch hinführen? Da sieht doch keiner mehr durch. Bislang war es so schön eindeutig: Wenn der Partner/die Partnerin sich nicht verzweifelt wehrt, weint oder einem die Augen auskratzt, ist alles ok und Sex für alle Beteiligten super.
Leute in Discos abfüllen, ko-Tropfen, heiraten - es gibt keine idiotensichere Methode mehr, dass ich das Recht habe, alles zu vögeln, was nicht kräftig oder mutig genug zur Gegenwehr ist.
Das ist tatsächlich sexistisch und männerfeindlich. Vor allem das. Am Ende dürfen die Frauen noch selbst entscheiden, ob sie mit einem schlafen wollen und der harmlose Mann wird zum V*** abgestempelt, weil er es unromatisch findet jedesmal zu gucken, ob die Frau Bock auf seine Begattung hat.

Aber - was weiß ich schon....
 
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Du magst das so empfinden. Du kannst hier aber defintiv nicht für alle sprechen. Es gibt in der Tat Menschen, bei denen hat grad das Verbale besonderen Reiz (kann ich behaupten, war selbst schon mal Bestandteil von Sex dieser Art ;-))

Außerdem geht es doch darum sich im Vorfeld einfach zu versichern, dass der/die Auserwählte Sex mit einem möchte. Sagt ja keiner, dass man sich diese Gewissheit einholen soll, wenn beide schon nackt am Limit der Erregung irgendwo rumliegen.

Manche tun grad so als würde man hier etwas von ihnen erwarten, was enormen Aufwand und Überwindung kosten würde. Soll ja keiner sich 3x im Kreis drehen, einen Eid ablegen und Kopfstand machen. Man soll sich einfach nur versichern, dass das Gegenüber "willig" ist.

Und das macht auch in Partnerschaft nicht wenig Sinn. Kommt ja mal vor, dass er mordsmäßig Bock hat und sie aber grad so gar nicht. Oder umgekehrt. Man ja kann ja nicht mit Eingehen der Partnerschaft sein Einverständnis für Sex über die gesamte Beziehungsdauer geben. Es wird immer Tage geben, wo man mal nicht will, der andere schon. Es wird immer auch solche Fälle geben wo "der andere" trotzdem versucht seinen Willen unbedingt durchzusetzen. Leider

Da es halt nicht alle so oder so sehen, kann man so ein Gesetz halt auch nicht verabschieden. Also weil Du das jetzt so siehst soll es okay sein? 😉

Die ganzen normalen Leute sollen ihr Verhalten im Privatbereich bei Intimitäten anpassen weil ... ja warum eigentlich? Eine hier schon gepostete Meinung einer größerer Rechtssicherheit gibt es dabei gar nicht, das ist herbeigeredet - ganz im Gegenteil, man schafft eine Rechtsunsicherheit dadurch, bei dem ganzen Rest der Bevölkerung, die mit Verbrechen dieser Art nix zu tun hat.

Man muss dabei auch mal den umgekehrten Weg denken und nicht nur von den Frauen ausgehen, die Opfer wurden. Ein Paragraph dieser Art begünstigt Argumentationen im Rahmen von Mißbräuchen des Sexualstrafrechts. Und diese sind jetzt schon bei uns sehr hoch - ein Zehntel aller angezeigten Fälle pro Jahr sind falsche Verdächtigungen. Klingt erstmal nicht viel - aber rechne Dir die absolute Zahl mal aus, das ist schon eine Menge. An dieser Stelle dieses Unrecht zu fördern, indem man den potentiellen Straftäterinnen im Bereich "falscher Verdächtigungen" auch noch ein Mittel an die Hand gibt, ist ja nicht nur falsch, es ist aus diesem Blickwinkel sogar grob fahrlässig vom Gesetzgeber.

Nunja - aber diese Dinge anzusprechen, ist nicht so populär. Man drückt sich bei dieser Problematik um eine Auseinandersetzung - dabei gehört es definitiv mit in eine Diskussion, wenn es um Gesetze in diesem Bereich geht.
Also das finde ich zumindest - ich will mir vom Gesetzgeber jedenfalls nicht vorschreiben lassen, wie ich mich im höchst privaten und intimen Bereich zu verhalten habe. Ich bin ein erwachsener mündiger Mensch mit einem funktionierenden Moralkompass.
 
Die nun vorgeschlagene Gesetzgebung möchte die Opfer von dieser Verantwortung befreien und stattdessen die Angeklagten stärker in die Pflicht nehmen

Eben, genau darum geht es im Kern der Sache und das ist goldrichtig und eigentlich längst überfällig, dass man die Verantwortung dahin schiebt wo sie hingehört - nämlich zum Täter - und das Opfer entlastet.
Warum ist das für manche so ein Grund zur Aufregung? Wer den Willen seines Gegenübers immer brav achtet, hat ja auch weiterhin nichts zu befürchten, auch wenn man Täter nun leichter an den Pranger bekommen sollte und die sich nicht mehr auf einer sicheren Seite fühlen können, sobald das Opfer keine deutliche Ablehnung und Wehr gezeigt hat. Also kein Grund für Wut und Angst.
 
Man wird die Täter nicht leichter an den Pranger bekommen, weil sich an der Notwendigkeit der Beweisbarkeit nichts ändert. Das ist für jeden Richter ein ganz schwieriges Thema. Zumeist wird weiterhin Aussage gegen Aussage stehen.
 
@mikenull

Das nicht. Aber es wird dem Opfer einfacher gemacht, weil der Täter sich nicht mehr damit rausreden kann, daß er ja nicht wußte, dass der Gegenüber wirklich nicht wollte, denn schließlich hat es sich ja nicht großartig gewehrt oder so....


Also das finde ich zumindest - ich will mir vom Gesetzgeber jedenfalls nicht vorschreiben lassen, wie ich mich im höchst privaten und intimen Bereich zu verhalten habe. Ich bin ein erwachsener mündiger Mensch mit einem funktionierenden Moralkompass.
Nun, was man selber moralisch findet, ändert sich öfter mal und ist auch ab und an mal nicht Deckungsgleich mit dem Strafgesetzbuch.

Privat darfste auch keinen umbringen und auch wenn man es moralisch ok fände, Steuern zu hinterziehen oder Großkonzerne zu bescheissen oder, um im privaten zu bleiben, deinem doofen Nachbarn, der ständig deine Einfahrt zuparkt, die Autoreifen zu zerstechen - strafbar isses dennoch.
Und genauso isses beim Sex - wenn nicht beide einverstanden sind, wird eine Straftat begangen.
Ich sehe hier ehrlich gesagt das Problem nicht, warum hier so rumgemimimit wird, nur weil beim Geschlechtsverkehr beide zustimmen müssen. Sowas sollte eigentlich selbstverständlich sein. Aber hier wird ja so getan, als ob jemandem was weggenommen wird... 🙄
 
Zuletzt bearbeitet:
Man wird die Täter nicht leichter an den Pranger bekommen, weil sich an der Notwendigkeit der Beweisbarkeit nichts ändert. Das ist für jeden Richter ein ganz schwieriges Thema. Zumeist wird weiterhin Aussage gegen Aussage stehen.

Aber man sieht den guten Willen, die Einsicht, dass man auf jeden Fall etwas für die Opfer und gegen die Täter tun muss. Und wenn alle Maßnahmen nicht fruchten um den Mist endlich einzudämmen, dann müssen zukünftig eben weitere, härtere Maßnahmen folgen.
Mir geht es tatsächlich vorrangig darum, dass die Menschheit endlich aufwacht und offensichtlich begreift, dass man uns nicht so hängen lassen darf, sondern entlasten und unterstützen muss. Jetzt ist es eben auch endlich rechtlich gesehen ohne klares Nein und ohne Gegenwehr eine Vergewaltigung und dass das begriffen wurde ist ein erster Schritt. ;-)
Für viele Opfer ist Sex, der eigentlich nicht gewollt war, aber den man einfach still über sich ergehen ließ schon lange eine Vergewatigung vom Empfunden her und jetzt ist es das eben auf vor dem Gesetz und das ist gut so
 
Mir geht es nur darum, daß den Leuten nichts vorgegaukelt wird, was nicht da ist. Und da sollten sich einige hier angesprochen fühlen.
 
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