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Einstellung und Facebook

Hallo zusammen,

habt ihr euch eigentlich auch schon mal Gedanken gemacht, wenn Ihr euch bei Firmen bewerbt, ob diese Eure Facebookauftritte durchforsten?

Bei mir zum Beispiel könnte man meinen, ich würde der AFD nahe stehen, also vom Schreiben her, was natürlich nicht stimmt, aber trotzdem ist das schon eine Art Diskriminierung, die man da teils erlebt.
Ich trenne meine Online Präsenz deutlich.

Wenn ich meinen Klarnamen nenne, äußere ich keine politischen oder religiösen Ansichten und gebe nur sehr wenig über mich preis. Ich würde z.B. auch keine Urlaubsbilder unter meinem Klarnamen öffentlich posten, denn es geht die Allgemeinheit nichts an, wo und wann ich Urlaub mache.
Facebook war für mich immer nur ein Community um mit Kollegen oder alten Schulfreunden in Kontakt zu bleiben, niemals um Informationen über mich ins Internet zu stellen.

Wenn ich meine Meinung kund tue, dann immer anonym. Ich finde es zwar traurig, dass dies heute so nötig ist, aber zum Selbstschutz halte ich dies für unerlässlich.

Das hat auch dazu geführt, dass ich Plattformen wie Facebook mit Klarnamenpflicht kaum noch nutze.
Für konkret deinen Fall einer Bewerbung: Steuere selbst, was dein Arbeitgeber über dich erfährt indem du nichts im Internet verbreitest sondern deine Infos nur als Bewerbungsmappe erstellst. Vorhandene Accounts kannst du schließen und auch die Löschung deiner Daten verlangen. Dazu gibt es auch spezielle Anbieter, die das im ganzen Internet für dich machen.
 
Jedenfalls wird kein Arbeitgeber einen konkreten Grund für eine Ablehnung nennen.
Eben weil so viele dann wegen irgendwas geklagt und gewonnen haben.
Es wird immer bei einem freundlichen bla, bla bleiben.
Und in Favoris speziellem Fall kann es genau so gut sein, dass der Lebenslauf einfach nicht gut ist.
Das stimmt. Selbst wenn man diskriminiert wird, ist dies selten nachweisbar.
Deswegen sind die üblichen Vermutungen dass man aufgrund Religion, politischer Anschauung oder Sexualität diskriminiert wird, wenig wert. Und sicherlich ist es manchmal auch nur ein Trost für sich selbst "Ich war garnicht schlecht, mein Arbeitgeber hat nur was gegen mein Geschlecht etc."

Mein Tipp ist halt: Keine Angriffsfläche bieten. Meinen Arbeitgeber hat weder meine Anschauung noch meine Sexualität zu interessieren. Und auch die Leser auf Facebook hat das nicht zu interessieren. Ich will aktiv steuern wer was über mich erfährt.
 
Ob etwas eine Diskriminierung ist hat nichts damit zu tun, ob es sich ändern lässt.

Sonst wäre es nach deiner Logik ja auch vollkommen in Ordnung wegen der Religion diskriminiert zu werden - die kann man auch ändern. Selbst nach dem Geschlecht dürfte man diskriminiert werden, denn selbst das kann man ja heutzutage ändern.

Das Verbot der Diskriminierung soll verhindern, dass Menschen aufgrund sachfremder Umstände von der Teilnahme in der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Deswegen darf man nicht sagen "Hey ich beschäftige keine Katholiken, denn mir gefällt die Religion nicht". Und genau deswegen darf auch keiner sagen "Ich beschäftige Wähler einer bestimmten Partei nicht, weil mir deren Anschauung nicht passt".
Jemanden aufgrund einer religiösen, politischen oder sonstigen Anschauung heraus auszugrenzen ist m.E. nur dann in Ordnung wenn dies in direktem Kontext zur Arbeit steht. Also wenn ein überzeugter Pazifist Polizist werden will, aber sich weigert eine Waffe zu tragen, könnte man ihn ausschließen.
Die politische Einstellung ist etwas grundlegend anderes als die Religion, das Geschlecht oder die sexuelle Identität. All das wirkt sich ganz erheblich auf die eigene Identität aus und kann nicht einfach geändert werden. Außerdem wechseln Transpersonen ihr Geschlecht nicht. Es wird angeglichen. Nicht alles was oberflächlich ähnlich ist, ist gleich.

Nazis oder Nazibefürworter aus Jobs auszugrenzen ist nicht nur völlig in Ordnung, sondern meiner Meinung nach sogar moralische Pflicht und nach dem AGG auch nicht verboten.
 
Hier ist doch so viel, was gegen eine Einstellung spricht: schlechter Lebenslauf, Alter, gibt es Berufserfahrung? Und wie gut ist die QUalifikation?

Alles andere, worüber her diskutiert wird, ist ein Gesellschaftsthema.
 
habt ihr euch eigentlich auch schon mal Gedanken gemacht, wenn Ihr euch bei Firmen bewerbt, ob diese Eure Facebookauftritte durchforsten?
Nee, das bereitet mir kein Kopfzerbrechen. Bei mir ist da nichts für Arbeitgeber Wichtiges zu finden.

Bei mir zum Beispiel könnte man meinen, ich würde der AFD nahe stehen, also vom Schreiben her, was natürlich nicht stimmt
Es kommt darauf an, was genau du geschrieben hast. Allein, dass du beispielsweise dich von Frau Weidel beeindruckt gezeigt oder sachliche Kritik an der bisherigen Migrationspolitik geäußert hast, ist sicherlich kein zulässiger Ablehnungsgrund.

Aber aus welchem Grund eine Ablehnung tatsächlich erfolgt, ist natürlich ausgesprochen schwer zu beweisen. Daher würde ich dir auch raten, was dir @Andreas900 empfohlen hat.

Viel Erfolg weiterhin bei deinen Bewerbungen! 🍀🍀🍀
 
@Favori - ich finde es nicht ungewöhnlich, dass Firmen für bestimmte Jobs die Social Media Profile ihrer Bewerbe sichten.

wenn er z. B wegen seiner politischen Einstellung nicht eingestellt würde, verstößt das gegen das Grundgesetz.
"3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."
Das ist grundsätzlich natürlich ein perfekter Ansatz, die Realität sieht natürlich anders aus.
Die politische Einstellung ist etwas grundlegend anderes als die Religion, das Geschlecht oder die sexuelle Identität. All das wirkt sich ganz erheblich auf die eigene Identität aus und kann nicht einfach geändert werden. Außerdem wechseln Transpersonen ihr Geschlecht nicht. Es wird angeglichen. Nicht alles was oberflächlich ähnlich ist, ist gleich.
...

Ich denke, dass sich die Religion und das Geschlecht sehr stark auf die eigene Identität auswirken.

Und deshalb ist es wichtig, die öffentlichen Beiträge sehr gut zu überlegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Thread wurde in den Bereich "Soziales" verschoben, dennoch darf hier keine allgemeine Diskussion um ihrer selbst willen stattfinden. Ein Bezug zum Austausch mit dem TE muss erhalten bleiben.

Missachtung der Moderation und Beschimpfungen des TE werden mit Antwortsperren (und ggf. Verwarnungen) sanktioniert.
 
Ich war in unserem Unternehmen IMMER angehalten die sich bewerbenden Mitarbeiter im Netz zu suchen und abzuklopfen, was über sie "gedacht" werden konnte. War zuweilen sehr interessant ;-) Oftmals hat der Suchende aber auch nur erfahren, dass der Betreffende in dem und dem Fußballverein ist.

Ja, die im Netz gefundenen Informationen können entscheidend sein über Einstellung im Unternehmen oder nicht!

Grisu
 

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