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    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Einstellung und Facebook

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Jedenfalls wird kein Arbeitgeber einen konkreten Grund für eine Ablehnung nennen.
Eben weil so viele dann wegen irgendwas geklagt und gewonnen haben.
Es wird immer bei einem freundlichen bla, bla bleiben.
Und in Favoris speziellem Fall kann es genau so gut sein, dass der Lebenslauf einfach nicht gut ist.
Das stimmt. Selbst wenn man diskriminiert wird, ist dies selten nachweisbar.
Deswegen sind die üblichen Vermutungen dass man aufgrund Religion, politischer Anschauung oder Sexualität diskriminiert wird, wenig wert. Und sicherlich ist es manchmal auch nur ein Trost für sich selbst "Ich war garnicht schlecht, mein Arbeitgeber hat nur was gegen mein Geschlecht etc."

Mein Tipp ist halt: Keine Angriffsfläche bieten. Meinen Arbeitgeber hat weder meine Anschauung noch meine Sexualität zu interessieren. Und auch die Leser auf Facebook hat das nicht zu interessieren. Ich will aktiv steuern wer was über mich erfährt.
 
Hier ist doch so viel, was gegen eine Einstellung spricht: schlechter Lebenslauf, Alter, gibt es Berufserfahrung? Und wie gut ist die QUalifikation?

Alles andere, worüber her diskutiert wird, ist ein Gesellschaftsthema.
 
habt ihr euch eigentlich auch schon mal Gedanken gemacht, wenn Ihr euch bei Firmen bewerbt, ob diese Eure Facebookauftritte durchforsten?
Nee, das bereitet mir kein Kopfzerbrechen. Bei mir ist da nichts für Arbeitgeber Wichtiges zu finden.

Bei mir zum Beispiel könnte man meinen, ich würde der AFD nahe stehen, also vom Schreiben her, was natürlich nicht stimmt
Es kommt darauf an, was genau du geschrieben hast. Allein, dass du beispielsweise dich von Frau Weidel beeindruckt gezeigt oder sachliche Kritik an der bisherigen Migrationspolitik geäußert hast, ist sicherlich kein zulässiger Ablehnungsgrund.

Aber aus welchem Grund eine Ablehnung tatsächlich erfolgt, ist natürlich ausgesprochen schwer zu beweisen. Daher würde ich dir auch raten, was dir @Andreas900 empfohlen hat.

Viel Erfolg weiterhin bei deinen Bewerbungen! 🍀🍀🍀
 
@Favori - ich finde es nicht ungewöhnlich, dass Firmen für bestimmte Jobs die Social Media Profile ihrer Bewerbe sichten.

wenn er z. B wegen seiner politischen Einstellung nicht eingestellt würde, verstößt das gegen das Grundgesetz.
"3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."
Das ist grundsätzlich natürlich ein perfekter Ansatz, die Realität sieht natürlich anders aus.
Die politische Einstellung ist etwas grundlegend anderes als die Religion, das Geschlecht oder die sexuelle Identität. All das wirkt sich ganz erheblich auf die eigene Identität aus und kann nicht einfach geändert werden. Außerdem wechseln Transpersonen ihr Geschlecht nicht. Es wird angeglichen. Nicht alles was oberflächlich ähnlich ist, ist gleich.
...

Ich denke, dass sich die Religion und das Geschlecht sehr stark auf die eigene Identität auswirken.

Und deshalb ist es wichtig, die öffentlichen Beiträge sehr gut zu überlegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Thread wurde in den Bereich "Soziales" verschoben, dennoch darf hier keine allgemeine Diskussion um ihrer selbst willen stattfinden. Ein Bezug zum Austausch mit dem TE muss erhalten bleiben.

Missachtung der Moderation und Beschimpfungen des TE werden mit Antwortsperren (und ggf. Verwarnungen) sanktioniert.
 
Ich war in unserem Unternehmen IMMER angehalten die sich bewerbenden Mitarbeiter im Netz zu suchen und abzuklopfen, was über sie "gedacht" werden konnte. War zuweilen sehr interessant ;-) Oftmals hat der Suchende aber auch nur erfahren, dass der Betreffende in dem und dem Fußballverein ist.

Ja, die im Netz gefundenen Informationen können entscheidend sein über Einstellung im Unternehmen oder nicht!

Grisu
 
Auf was für eine Stelle bewirbst Du Dich denn überhaupt? Also was für eine Branche ist es denn?
Man darf ja nicht vergessen, dass es NATÜRLICH Branchen oder Jobs gibt, in denen es immer auch gewisse Anforderungen an die innere Haltung gibt.
Ist das bei deinen gesuchten Stellen vielleicht der Fall?
Ich meine: Ich arbeite zB oft für die Kirche. Da brauche ich jetzt dann aber meiner Meinung nach nicht daherkommen und über die Kirche herziehen, was das für ein Sauverein ist. Dann darf ich da halt nicht arbeiten, wenn ich das so sehe.
Man würde ja auch nicht bei einem Bäcker arbeiten wollen, wenn man selbst sagt: Bei uns ist das Brot echt mies und es wird bei der Arbeit gepfuscht.
Genauso sollte halt jemand, der zB keine Kinder mag jetzt nicht beim Kinderarzt arbeiten (auch nicht als Putzkraft.) Und WENN er unbedingt beim Kinderarzt anfangen will, sollte er halt vielleicht nicht auf Facebook, damit rumwerfen, wie schlimm er Kinder findet.
Das wären also direkte inhaltliche Aspekte, bei denen man sich schon fragen sollte: Wenn ich SO überzeugt von etwas bin, das ich es ins Internet stellen muss, will ich dann überhaupt einen Job, bei dem ich diese Überzeugung verleugnen muss?
Aber auch wenn die Überzeugung nicht in direktem Zusammenhang mit der Tätigkeit steht, muss man sich ja auch fragen, in wie weit man für seine Überzeugungen einstehen will.
Also klar gibt es Momente im Leben, wo es eben auch weh tun kann, eine Überzeugung zu haben, weil sie einen dann eben zB ins Aus katapultiert.
Muss man sich halt fragen, in wieweit man dies in Kauf nehmen will oder nicht.
Das ist eben auch eine persönliche Abwägung.
Ich zB würde niemals einen Auftrag der AFD annehmen- egal wie gut die zahlen. Die dürften also durchaus wissen, wie ich zu ihnen stehe, denn es wäre mir wurscht, wenn die sagen: hey, die Vio beauftragen wir nicht, die postet ja auf Facebook dies und das.
Also ich persönlich möchte mich nicht grundsätzlich verbiegen müssen, um einen Job zu bekommen, den ich nicht bekommen würde, wenn ich meine Haltung zeige.

Aber wo man da seine persönliche Grenze hat, muss jeder selber wissen: und bitte dann halt erst DANACH sich auf den sozialen Medien äußern.
Ist vielleicht sowieso grundsätzlich nicht verkehrt, sich auf den Sozialen Medien eher sparsam zu äußern.
Aber wenn wir wüssten, um was für eine Stelle es sich handelt, könnte man das auch ein bischen genauer einschätzen.
 
Es ist doch allgemein Bekannt, wer sich öffentlich in sozialen Medien äußert, muss damit rechnen, dass diese Inhalte auch gelesen und bewertet werden, auch von potenziellen Arbeitgebern.
Das ist keine gezielte Diskriminierung, sondern schlicht die Realität eines öffentlichen digitalen Raums.
Unternehmen prüfen heute nicht nur Lebensläufe, sondern auch den Gesamteindruck. Wer politisch Position bezieht oder Beiträge teilt, sendet damit Signale, unabhängig davon, wie diese gemeint sind. Missverständnisse können dabei entstehen, aber die Verantwortung für den eigenen digitalen Auftritt liegt letztlich bei jedem selbst.
Denn letztlich trägt aber jeder selbst Verantwortung für seinen digitalen Fußabdruck.
Und zur politischen Ebene: Deutschland ist regional sehr unterschiedlich geprägt.
Je nach Bundesland und Unternehmensumfeld können bestimmte Positionen unterschiedlich wahrgenommen werden.
Das kann im Einzelfall sogar Vor- oder Nachteile bedeuten.
Am Ende ist es weniger ein Thema von "Überwachung", sondern von Außenwirkung.
Öffentlich ist öffentlich.
Man sollte jedoch aufpassen, nicht vorschnell eine Opferrolle einzunehmen.
Es ist bequem, mögliche Facebook-Posts oder eine vermeintliche politische Einordnung als Hauptgrund für ausbleibende Rückmeldungen zu sehen. Das erspart einem, sich kritisch mit der eigenen Bewerbungsaktivität, Qualifikation oder dem Auftreten auseinanderzusetzen.
Nicht jede Absage ist ein ideologisches Signal. Oft sind die Gründe deutlich banaler: Konkurrenz, fehlende Passung, unklare Unterlagen oder schlicht bessere Mitbewerber.
Der Arbeitsmarkt funktioniert nicht nach Gesinnungsabfrage, sondern nach Bedarf und Nutzen.


Bevor man also von Diskriminierung spricht, sollte man sich ehrlich fragen, ob man wirklich alles dafür getan hat, um überzeugend aufzutreten online wie offline.
 

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