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Einmal ein Loser, immer ein Loser?

  • Starter*in Starter*in unlucky guy
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Welche Argumente gibt es dafür nach deiner Ansicht denn? Ja wie gesagt, echtes reflektiertes Denken kommt nicht von alleine, so ganz ohne jede eigene Erfahrung.


Ich bin mir nicht sicher, ob ich deine Frage richtig verstanden habe..

Die "Argumente" gehen oft in die Richtung, dass, wenn alle aussteigen würden, dann ja nichts funktionieren würde - keine Ärzte, keine Lebensmittel etc..

Das, also diese "Argumente", überspringen freilich den durch und durch entmenschlichten Zustand unserer Zivilisation.
Sie greifen nach dem Nächstliegenden: "Was ist, wenn du höllische Zahnschmerzen hast und es aber nirgends einen Zahnarzt gibt? Siehst du, darauf weißt du eben keine Antwort!" so in der Richtung..

Es ist eine Situation wie auf einem riesigen Müllhaufen - man ist mit dem Sortieren, Sammeln, verbrennen etc. voll beschäftigt - das System, d.h. wie wir leben, darf nicht grundsätzlich in Frage gestellt werden bzw. man geht darauf erst gar nicht ein ("der Müll muss sortiert werden").

Man weicht dann aus. Auf diese Weise braucht man sich selbst nicht der Unruhe auszusetzen, die entstehen könnte, wenn man ernsthaft die Möglichkeit denken würde, ein anderes Verständnis vom (Zusammen)leben zu entwickeln.

Wie wir unser Leben organisieren, ist des Menschen nicht würdig.

Man spricht von Geldentwertung - es gibt etwas viel, sehr viel Schlimmeres: Die Entwertung des Lebens.
Das, was wir - der eine mehr, der andere weniger - mitmachen, wozu wir unseren "tatkräftigen" Beitrag leisten.


So gesehen ist

jemand der nichts kann und nichts darstellt.


ein Mensch, der bei diesem entmenschlichenden Massenspiel nicht mitmacht.
 
Kapitalismus... Man muss sich sein eigenes System schaffen, mit seinen eigenen Menschen.

Sorry für die kurze Antwort, aber dein Text hat mich ehrlich gesagt "geflasht". Sehe ich ähnlich, wobei auch nicht zu 100%.
 
Hey Ihr, 🙂
Mich würde Eure Meinung dazu interessieren.
Wer ist alles ein Loser, wenn man nach Stereotypen und dem Standard der Gesellschaft gehen würde.
Wer ist ein Loser Eurer persönlichen Meinung nach?
Und dann noch: Einmal ein Loser immer ein Loser?
Lg 🙂

Ich habe heute auf meiner sonnigen Terasse eine Wespe beobachtet, die versuchte in ein kleines Kästchen in dem Gartenutensilien und andres Zeug ist hineinzukommen. Das Kästchen hat so eine Lamellen-Konstruktion diese deuten leicht angeschrägt nach unten(ähnlich wie bei einer Jalousie, wenn man sie "abblendet"). Jedenfalls hat dieses Insekt beschlossen, hineinzugehen, in dieses Kästchen.

Zielsicher angeflogen(wahrscheinlich auf Wohnortssuche, fürs nächste Bauprojekt), ca. mittig und bei Lamelle (sagen wir einfach) Nummer 8 reingeklettert, bzw. es versucht, weil sie kam da nicht rein. Ich dachte mir "ja klar, geht ja auch nicht, dahinter ist ja kein Luftloch oder soo" - Naja die Wespe gab nicht auf, sie suchte die nächste Lamelle ab, auch erfolglos, danach die nächste und tatsächlich, diese schien eine öffnung zu haben und sie verschwand selbstsicher darin und war nun im Kästchen...

Nach einer Minute ca. machte ich die Türe auf und sie flog kurz darauf hinaus in die Freiheit. Es vergingen 10 Minuten, das Tierchen kam wieder, nicht dass ich eine Wespe von der anderen differenzieren könnte, aber ich glaube es war die gleiche, jedenfalls wieder zielsicher angeflogen, und versucht bei Lamelle Nummer 8 reinzukriechen... ähem, ich hörte mich selbst schon sagen, dass sie 2 Lamellen weiter runter muss. - Aber nein, das Insekt kam nicht drauf und versuchte es wieder eine Lamelle weiter unten, und brauchte gefühlt doppelt so lange, endlich in die zweite Lamelle darunter zu kommen und wieder reinzukriechen... Vielleicht erschien es mir nur länger, weil ich die Lösung bereits kannte?

Jedenfalls, die Moral der Geschichte: Dieses Tierchen hat nichts gelernt, es hatte das exakt selbe Muster wie beim ersten Mal, es hatte ALLES vergessen! Zuerst war ich ein wenig schockiert, habs nicht so recht glauben wollen, aber scheint wirklich so zu sein, wie ich schon des öfteren lesen konnte: Tiere leben im Moment, sie machen sich keine Gedanken über die Vergangenheit, handeln instinktiv und planen maximal einen Schritt voraus.

Um deine Frage zu beantworten: Du bist kein Insekt, sondern ein Mensch, als solcher hast du Erinnerungen, Ideen, kannst dich selbst objektiv zu deiner Umwelt betrachten und kannst somit beim zweiten Versuch auch einen anderen Lösungsweg verfolgen, du musst nicht immer die gleichen Fehler begehen, sondern kannst aus ihnen lernen...
 
Ich habe heute auf meiner sonnigen Terasse eine Wespe beobachtet, die versuchte in ein kleines Kästchen in dem Gartenutensilien und andres Zeug ist hineinzukommen. Das Kästchen hat so eine Lamellen-Konstruktion diese deuten leicht angeschrägt nach unten(ähnlich wie bei einer Jalousie, wenn man sie "abblendet"). Jedenfalls hat dieses Insekt beschlossen, hineinzugehen, in dieses Kästchen.

Zielsicher angeflogen(wahrscheinlich auf Wohnortssuche, fürs nächste Bauprojekt), ca. mittig und bei Lamelle (sagen wir einfach) Nummer 8 reingeklettert, bzw. es versucht, weil sie kam da nicht rein. Ich dachte mir "ja klar, geht ja auch nicht, dahinter ist ja kein Luftloch oder soo" - Naja die Wespe gab nicht auf, sie suchte die nächste Lamelle ab, auch erfolglos, danach die nächste und tatsächlich, diese schien eine öffnung zu haben und sie verschwand selbstsicher darin und war nun im Kästchen...

Nach einer Minute ca. machte ich die Türe auf und sie flog kurz darauf hinaus in die Freiheit. Es vergingen 10 Minuten, das Tierchen kam wieder, nicht dass ich eine Wespe von der anderen differenzieren könnte, aber ich glaube es war die gleiche, jedenfalls wieder zielsicher angeflogen, und versucht bei Lamelle Nummer 8 reinzukriechen... ähem, ich hörte mich selbst schon sagen, dass sie 2 Lamellen weiter runter muss. - Aber nein, das Insekt kam nicht drauf und versuchte es wieder eine Lamelle weiter unten, und brauchte gefühlt doppelt so lange, endlich in die zweite Lamelle darunter zu kommen und wieder reinzukriechen... Vielleicht erschien es mir nur länger, weil ich die Lösung bereits kannte?

Jedenfalls, die Moral der Geschichte: Dieses Tierchen hat nichts gelernt, es hatte das exakt selbe Muster wie beim ersten Mal, es hatte ALLES vergessen! Zuerst war ich ein wenig schockiert, habs nicht so recht glauben wollen, aber scheint wirklich so zu sein, wie ich schon des öfteren lesen konnte: Tiere leben im Moment, sie machen sich keine Gedanken über die Vergangenheit, handeln instinktiv und planen maximal einen Schritt voraus.

Um deine Frage zu beantworten: Du bist kein Insekt, sondern ein Mensch, als solcher hast du Erinnerungen, Ideen, kannst dich selbst objektiv zu deiner Umwelt betrachten und kannst somit beim zweiten Versuch auch einen anderen Lösungsweg verfolgen, du musst nicht immer die gleichen Fehler begehen, sondern kannst aus ihnen lernen...

Schönes Beispiel.🙂
Danke für die nette Antwort, habe selber Erfahrungen in der Richtung gemacht, das stimmt, allerdings war das nicht direkt auf mich bezogen. Ich denke nur sehr viel über alles nach und mich haben Meinungen interessiert.
 
Wie siehst du dich selber ?
Was sind deine Ziele ?
Welche Ziele sind dir wichtig ?
Glaubst du an dich ?

Ich würd eher in diese Richtung denken.
 
Es wurde schon richtig gefragt......wer legt fest wer ein Looser ist ?

Ist es jemand der kein Geld hat ?
Vielleicht hat derjenige aber die wahre Liebe gefunden
und viele Freunde.

Oder ist es jemand der nen Haufen Kohle hat ?
Der keine Liebe gefunden hat und von Freundschaft maximal
weiss wie man sie schreibt ?

Sowas wie Looser gibts nicht jedenfalls nicht was landläufig darunter
verstanden wird.
 
Es wurde schon richtig gefragt......wer legt fest wer ein Looser ist ?

Ist es jemand der kein Geld hat ?
Vielleicht hat derjenige aber die wahre Liebe gefunden
und viele Freunde.

Oder ist es jemand der nen Haufen Kohle hat ?
Der keine Liebe gefunden hat und von Freundschaft maximal
weiss wie man sie schreibt ?

Sowas wie Looser gibts nicht jedenfalls nicht was landläufig darunter
verstanden wird.
Ich wollte eigentlich Antworten, keine weiteren Fragen.
Loser bedeutet für jeden was anderes, deswegen habe ich das Thema gestartet, um Meinungen zu sammeln.
Naja, evtl. habe ich dafür das falsche Forum gewählt...
 
Ein Looser nach den allgemeingültigen Grundsätzen wäre
jemand der nicht Hipp ist.
Wer aber legt fest was Hipp ist ?
Für mich persönlich is jemand ein Looser der nur das tut
was von ihm erwartet wird und ständig gegen sein eigenes Wesen
handelt.
 
Ich glaube, die "volkstümliche" Definition von Loser ist jemand, der es "zu nichts" gebracht hat, einer, der wirtschaftlich und sozial absteigt, keinen Job hat, sich selbst in eine Sackgasse gebracht hat. Nach der "volkstümlichen" Definition müssten ungefähr 40% der Nutzer dieses Forums Loser sein.
Das Problem bei volkstümlichen Angelegenheiten ist, dass sie auf Stereotypen basieren, die in der modernen Gesellschaft schon längst überholt sind. Es gibt nicht mehr "die Norm" in der europäischen Gesellschaft dieses Jahrhunderts, die Muster beschränken sich auf kleine Räume wie Arbeitsgruppen, Schulklassen und andere "Mikrogesellschaften". Diese "Loser"-Definition ändert sich also unter mehreren Faktoren, die mit Kultur, Geographie, Politik, Wirtschaft und Ambitionen der Beteiligten zu tun haben.
Von solchen Einzelgruppierungen wird man dann schnell in eine Schublade gesteckt, aus der man nur mit ganz viel Kraftaufwand und Arbeit herauskommt. Aber die Wertung, die in dem Wort "Loser" drinsteckt, hängt von der Perspektive ab. So muss jeder, der ein "Loser" genannt wird, selbst entscheiden, ob er sich selbst auch als einer versteht.
Für mich ist der wahre Loser derjenige, der das nicht weiß. Der, der nicht weiß, dass der, der am lautesten über andere redet, eigentlich von sich selbst spricht. Der Loser ist der, der urteilt, obwohl er die Wahrheit nicht kennt und der, der sich anmaßt, über andere zu bestimmen, während er sich und sein Leben nicht im Griff hat.
Ein Loser will anderen Böses, um sich selbst zu gefallen. Und ich glaube, kaum einer in diesem Forum ist ein Loser.
Solange einem die Dinge nicht egal sind, gibt es noch einen Ausweg, solange es einen Ausweg gibt ist noch nichts verloren, wer nichts verliert ist kein Loser. Vielleicht mache ich es mir zu einfach.
Aber für mich ist das die Wahrheit.
Wenn es wirklich dramatisch wird und alles um uns herum ins Wanken gerät, werden die Individualisten, die von allen belächelt werden, die Träumer, die lieber Umwege gehen, als in Lichtgeschwindigkeit ins Ziel zu preschen, vielleicht die letzten sein, die auf dem Schlachtfeld noch stehen. Diejenigen, die die Scherben der "Gewinner" aufkehren und dafür sorgen, dass das Leben weitergehen kann, die können keine Verlierer sein. Diejenigen, die in dem, was sie tun, einen Gewinn sehen und für sich oder andere Nutzen ziehen, können keine Verlierer sein.
 
Du hast verloren, wenn du dich selbst für einen Loser hältst. Das Selbstbild bestimmt unser Fortkommen. Das hat weder was mit Genen zu tun noch mit der Zahl deiner Niederlagen, sondern damit, wo du endest.
Ich hab selbst einen langen Weg hinter mir, hab am Rand des Wahnsinns gestanden, meine Zukunft ist bis heute nicht wirklich rosig. Aber ich bin jetzt so weit, dass ich ein (fast) normales Leben führen kann und dass ich weiß, ich bin daran nicht zerbrochen und das werde ich so schnell auch nicht. Und auch wenn jemand, der vielleicht mitbekommen hat, wie oft ich in den letzten zwei Jahren Schule und Wohnort gewechselt habe, oder sieht, dass sie mir vor einem Jahr noch den Arm in Krankenhaus zusammennähen mussten, mich als Loser bezeichnen würde, sage ich nach wie vor, ich habe es bis hierher geschafft und ich komme darüber hinaus, deshalb bin ich kein Loser.
Als ich das endlich begriffen hatte, habe ich kaum noch Rückschritte gemacht. Geringes Selbstwertgefühl ist eine Sache. Aber es ist keine Entschuldigung dafür, nicht mehr aufzustehen, wenn man hingefallen ist. Wenn man liegen bleibt, ist man ein Loser. Wenn man dem nachgibt, und sich von anderen durch ihre Urteile leiten lässt, ist man ein Loser, das wollte ich damit sagen.
Angst und Zorn sind schlechte Begleiter. Das Ergebnis ist das, was wir Selbstmitleid nennen, und das ist in hohen Dosen für Selbstwertgefühl, Kampfgeist und Ehrgeiz tödlich.
Das Urteil der anderen hält sich durch das Bild, das du auf sie projizierst. Es ist weniger eine soziale als eine ethisch-psychologische Frage.
 
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