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Eine sehr intime Frage

Wenn man von überall Beschimpfungen und Auslachen hört, werden bestimmt viele Menschen irgendwann tief unsicher. Ich steige in den Bus ein, und da kommen Beschimpfungen und Gelächter von irgendwo her, auch von viel jüngeren. "Wer ist dieser ekelige Kerl?" Oder bewerfen einen mit etwas. Ich bin ibs Kaufhaus gegangen und da wurde Mut dem Finger auf mich gezeigt. Sogar mein Nachname wurde als Waffe gegen mich eingesetzt. In der Nachbarklasse haben in den Pausen immer Mädchen gesessen. Wenn ich aus dem Raum gegangen bin oder zurückkam, haben sie mich direkt beschimpft. So hab ich verlernt, Leuten in die Augen zu sehen. Heute würde ich das nicht mehr dulden, sondern zurückschlagen.

Jeden Tag, bei jeder Gelegenheit?

Wie alt bist du? Gehst du noch zur Schule? Es ist klar, dass dich deine Vergangenheit voller Mobbing geprägt hat. Aber ich denke mal, dass du jetzt auf andere sehr verschlossen und ablehnend wirkst. Also auf Mitmenschen, die dir ohne Vorurteile begegnen würden.

Ich denke, das solltest du professionell aufarbeiten. Aber da wird eine Prostituierte nichts bringen. Was machst du denn, wenn du zu einer kommst und du dann bei ihr auch Ablehnung erfährst, aber eigentlich intim werden willst?
 
Ich hab das Problem, dass ich mich immer in Frauen verliebe, die absolut attraktiv sind. Und ich bin alles andere als das. Das wurde mir mehrfach auf sehr gemeine Weise mitgeteilt. Lästereien von anderen Personen in meiner Schulzeit, Schüler und Schülerinnen meiner Altersgruppe, aber auch ältere oder viel jüngere. Auch wenn ich in der Stadt gewesen bin oder auf dem Rummelplatz kam das von wildfremden Personen. Ich hab ein ganz gemeines Erlebnis gehabt in der Tanzschule. Da hatten die Frauen die Auswahl, welchen Mann sie wählen wollten. Es blieben nur zwei übrig, ein anderer Teilnehmer und ich. Und die beiden Frauen sind regelrecht um die Wette gelaufen, um den anderen zu kriegen. Als ich damals in den 90ern mit der Familie zu Verwandten in Ostdeutschland gefahren bin, hatte die junge Tochter zu meiner Schwester gesagt: Mir wäre es lieber, wenn Du keinen Bruder hättest. Dabei habe ich ihr rein gar nichts getan. Und in der Berufsschule und im Studium haben Mitschülerinnen/-studentinnen abfällig das Gesicht verzogen, als ich diese nur für ein loses Gespräch angesprochen habe oder mit ihnen in Arbeitsgruppen arbeiten sollte. Ich hab langsam genug, und ich bin tief wütend.

Hallo Baltar,

ich kann gut verstehen, dass solche Erlebnisse prägen und sehr verletzen. Ich habe in der Pubertät auch viel Ablehnung erlebt.
Aber wenn ich dich richtig verstehe, ist das alles über 20 Jahre her? Das klingt sehr traurig, dass dein Leben dadurch nachhaltig so negativ geprägt wurde.

In Bezug auf dein Vorhaben: Sexarbeit ist ein sehr kontroverses Thema und vor allem ein breites Spektrum. Es gibt sehr gewaltvolle Umstände unter denen (häufig) Frauen arbeiten aber auch selbstbestimmte Sexarbeiter:innen, die das gerne machen. Ich glaube, es ist sehr schwer als Laie zu trennen, denn es ist natürlich Teil des Geschäfts, dass suggeriert wird, dass die Arbeit gerne gemacht wird.
Selbstbestimmte Sexarbeiter:innen erkennt man häufig daran, dass sie ihre Termine Selbst machen, deutlich weniger Termine machen & mehr Geld nehmen. 5-10+ Freier am Tag ist wohl für die wenigsten Menschen angenehm.

Vielleicht magst du dir erstmal ein paar Dokus anschauen? Vielleicht wirst du bei arte oder einem anderen Sender der öffentlich-rechtlichen fündig.

Ansonsten ist das Angebot auch sehr unterschiedlich, glaube ich. Es gibt schon Sexarbeiter:innen, die achtsam auf Kund:innen eingehen, für die auch Sinnlichkeit & Tiefe dazugehören & nicht nur "rein, raus, der nächste Bitte". Aber dafür wirst du deutlich mehr zahlen müssen.

Ich würde dir also raten, dich etwas tiefergehend zu informieren, auch darüber, was genau du möchtest und wie viel du bereit wärst zu zahlen.
 
Ich bin 45, und ich hab schon eine längere Behandlungsgeschichte, und die Sozialphobie ist nicht mein einziges Problem. Daher hab ich einen tiefen Groll, sowohl auf mich als auch auf die Welt. Ganz offen gesagt.
 
Ich habe bei meinen Anfragen bei den Prostituierten direkt gesagt, dass ich sehr schüchtern bin, und unerfahren. Aber nicht, dass ich soziale Ängste habe. Um gleich die Leute auszuschließen, die sich gar nicht auf schwierigere Personen einlassen können.
 
Ich bin 45, und ich hab schon eine längere Behandlungsgeschichte, und die Sozialphobie ist nicht mein einziges Problem. Daher hab ich einen tiefen Groll, sowohl auf mich als auch auf die Welt. Ganz offen gesagt.

Wirst Du heute auch noch so gemobbt? Wenn ich das richtig verstehe war vieles als Du jung warst. Kinder und Teenager können da durchaus grausam sein. Nun bist Du ein gestandener Mann, und ich finde durchaus reflektiert.

Ich finde es nachvollziehbar dass Du Sex willst. Du machst Dir zu viele Gedanken. Einfach ausprobieren.
 
Ich sage es offen, wenn ich mich heute ungerecht behandelt fühle, setze ich mich durchaus zur Wehr. Im Beruf hatte ich immer das Pech, auf schwierige Vorgesetzte zu treffen, die wirklich ungerecht und auch unverschämt gewesen sind. Ich habe das Wort mit denen gesucht, oder mich auch beschwert, wenn es zu tiefgreifend und distanzlos war. Einmal habe ich zur Adventszeit Kinderpinsch mitgebracht und den Kollegen einem ausgegeben. Det Vorgesetzte hat mir eine Abnahnung angedroht, wenn er sieht, dass die Kollegen mit den Tassen in der Küche stehen und sich unterhalten statt zu arbeiten. Ich hätte dad vorher anmelden müssen. Dabei haben in den Jahren, in denen ich dort gearbeitet habe, immer Kollegen etwas mitgebracht, zum Geburtstag oder einfach so, und das nie mit irgend jemandem vorher besprochen. Sogar der Vorgesetzte selber. Und auch mit einem Stück Kuchen oder Teller Nudelsalat kann man in der Küche stehen und sich unterhalten. Daher hab ich mich beschwert und Recht bekommen.
 
Lieber baltar,
dass Mitmenschen abfällig über dich gelästert haben, glaube ich dir. Anhand deiner Schilderungen gehe ich aber davon aus, dass es oft so war, dass es so nicht statt gefunden hat sonder du es nur falsch wahr genommen hast. Dass permanent öffentlich und laut perment über dich gelästert wird, kann ich mir nicht vorstellen. Die meisten, die lästern wollen, brüllen das nicht durch den ganzen Bus oder das Kaufhaus. Die machen das meist hinter vorgehaltener Hand heimlich.
Die Aussage gegenüber deiner Schwester ist auch fraglich. Warum sollte es besser sein wenn es dich nicht geben würde (Zitat: Wenn du keinen Bruder hättest)? Wie hat deine Schwester darauf reagiert?

Warum fühlst du dich selbst so hässlich?

Zu deiner Frage zu Prostituierten.
Ich hatte einen Bekannten der auch für sein Estes mal ins Bordell ging. Er hat die selben Probleme wie du. Im Bordell ging alles schief was nur konnte. Er hat Geld bezahlt, bekam Panik, .... tja, und es ist nix gelaufen.
Es gibt Personen die speziell auf Personen wie dich eingehen. Google mal.
Wenn du dein Erstes Mal nicht mit einer Frau auf "nicht aus Liebe" erleben willst, wäre das die beste Alternative für dich.

Halte dich aber niemals für hässlich. Das Schöne kommt von Innen.
Hässlich sind nur die, welche Terroranschläge machen und andre Menschen hassen.
 
Ich sage es offen, wenn ich mich heute ungerecht behandelt fühle, setze ich mich durchaus zur Wehr. Im Beruf hatte ich immer das Pech, auf schwierige Vorgesetzte zu treffen, die wirklich ungerecht und auch unverschämt gewesen sind. Ich habe das Wort mit denen gesucht, oder mich auch beschwert, wenn es zu tiefgreifend und distanzlos war. Einmal habe ich zur Adventszeit Kinderpinsch mitgebracht und den Kollegen einem ausgegeben. Det Vorgesetzte hat mir eine Abnahnung angedroht, wenn er sieht, dass die Kollegen mit den Tassen in der Küche stehen und sich unterhalten statt zu arbeiten. Ich hätte dad vorher anmelden müssen. Dabei haben in den Jahren, in denen ich dort gearbeitet habe, immer Kollegen etwas mitgebracht, zum Geburtstag oder einfach so, und das nie mit irgend jemandem vorher besprochen. Sogar der Vorgesetzte selber. Und auch mit einem Stück Kuchen oder Teller Nudelsalat kann man in der Küche stehen und sich unterhalten. Daher hab ich mich beschwert und Recht bekommen.


Achte drauf, dass du dich in Zukunft nicht mit so einem Kinderkram stresst. Sowas ist auf der Arbeit absolut nicht nötig. Du verbrauchst für Dinge Energie, die absolut unwichtig sind.

Nicht alles, was du in deiner Umgebung an Ablehnung wahrnimmst, ist Ablehnung, vor allem von Fremden. Wenn du natürlich jedes Grinsen oder Augenverdrehen auf dich münzt, hast du ein Problem.

Hast du mal einen Kurs gemacht zur gewaltfreien Kommunikation oder sinnvoller Konfliktbewältigung oder ähnliches?
 

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