Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Eine sehr intime Frage

Es geht im ersten Schritt nicht um Vertrauen. Es geht erst mal darum, dass du morgens vor dem Spiegel stehst und deinem Gegenüber sagst: "Verdammt nochmal, ich bin ein Mensch wie alle anderen auch. Und genau mit diesem Gedanken gehe ich jetzt aus dem Haus".

Du musst dir erst mal selbst vertrauen.
Mach dir klar, dass du ein Mensch wie jeder andere bist und niemand das Recht hat über dich zu urteilen.
Evtl. könnte dir ein Selbstverteidungskurs helfen. Oder einem Verein (Judo, Karate, oder was auch immer) helfen.
 
Wenn ich eine Frau anspreche, denke ich, dass sie nur höflich ist und mich in Wahrheit verabscheut. Und wenn sie mir abweisend Signale sendet, zu beginn oder später, bestätigt es mich. Ich kann nicht erkennen, was die Person über mich denkt.

Es gab bestimmt viele Missverständnisse in meiner Jugendzeit. Wenn man allerdings sehr viele Angriffe erlebt hat, wird man einfach sensibel und misstrauisch. In der Therapie hat man mir gesagt, dass Gelächter wie damals auf dem rummel oder auf den Schulungen von Erwachsenen nicht mehr zu erwarten ist. Daher gehe ich heute wieder auf den Rummel. Aber dad misstrauen zu anderen menschen, vor allem Frauen, sitzt mir einfach tief im Leib, wie in Gleisch und Blut eingefahren
 
Wenn ich eine Frau anspreche, denke ich, dass sie nur höflich ist und mich in Wahrheit verabscheut. Und wenn sie mir abweisend Signale sendet, zu beginn oder später, bestätigt es mich. Ich kann nicht erkennen, was die Person über mich denkt.

Es gab bestimmt viele Missverständnisse in meiner Jugendzeit. Wenn man allerdings sehr viele Angriffe erlebt hat, wird man einfach sensibel und misstrauisch. In der Therapie hat man mir gesagt, dass Gelächter wie damals auf dem rummel oder auf den Schulungen von Erwachsenen nicht mehr zu erwarten ist. Daher gehe ich heute wieder auf den Rummel. Aber dad misstrauen zu anderen menschen, vor allem Frauen, sitzt mir einfach tief im Leib, wie in Gleisch und Blut eingefahren


Mit der Einstellung tust du deinen Mitmenschen unrecht. Ja, du hast in der Jugend Mobbing erlebt, aber du hast die Prägung drin, obwohl du weißt, was dein Problem ist.

Dann solltest du daran arbeiten. Ich würde dich nicht kennenlernen wollen, wenn ich weiß, ich kann machen was ich will, du glaubst, ich würde dich verabscheuen.

Ja, Erwachsene sind normalerweise reifer und sind höflicher. Daher gehe ich davon aus, dass deine Wahrnehmung schlimm verzerrt ist, was Ablehnung angeht.
 
Merkst du, dass du aus der Ablehnung, die du in deiner Jugend erfahren hat, mittlerweile selbst Menschen ablehnst? Du hast kein sehr freundliches Bild von Frauen.

Ja, es gibt auch erwachsene Frauen, die sich abfällig über aus ihrer Sicht "hässliche" Männer äußern. Das sind aber die allerwenigsten. Es gibt, glaub es oder nicht, sehr viele Frauen, denen ist das Aussehen nicht ansatzweise so wichtig, wie du dir es einbildest.

Das Geld, das du bei der Prostituierten lassen willst, würde ich an deiner Stelle in mein Outfit investieren, inklusive Friseurbesuch. Kaum ein Mensch ist so hässlich, dass er nicht so aussehen kann, dass andere ihn liebhaben können.

Allerdings klingt bei dir ja durchaus auch eine gewisse Fixierung auf das Aussehen von Frauen durch.

Das, und das ist wohl eher kein Geheimnis, ist ein Problem: Wer selbst eher nicht attraktiv ist, hat es bei attraktiven Menschen schwerer. Es gibt auch da vieles, aber es wird halt unwahrscheinlicher.

Komisch, ich hab mich schon oft verliebt, in so viele verschiedene Typen Frauen, dass ich mich manchmal frage, ob da überhaupt irgendein System hintersteckt. Man muss halt etwas tiefer blicken, wenn man will, das andere auch tiefer blicken.
 
Ich hab folgenden Wunsch. Eine Beziehung, wie man sie als Teenager geführt hat, wo man nicht zusammengelebt hat und auch in vielen Bereichen separate Lebensbereiche hatte. Ich weiß, dass die Zeit weitergegangen ist und die Leute, die solche Beziehungen hatten damals, heute verheiratet sind und auch Familie haben. Vielleicht bin ich unreif oder weltfremd, das kann alles sein. Aber ich habe wohl Vorstellungen, die nicht dem Mainstream entsprechen.

Ich finde, das klingt ziemlich normal, nicht unreif. Es ist auch in mittlerem Alter doch üblich, eine Beziehung erstmal recht lose zu beginnen. Niemand zieht sofort zusammen oder macht große verbindliche Pläne zusammen. Man trifft sich erst ein paar Mal, dann regelmäßiger, aber ich finde es nicht unüblich, dass Monate oder auch Jahre vergehen, in denen jeder noch sein eigenes Leben lebt und man sich einfach regelmäßig sieht und Zeit zusammen verbringt. Der Wunsch, sich stärker an jemanden zu binden, kann sich auch mit der Zeit ganz natürlich entwickeln, weil die gemeinsam verbrachte Zeit so schön erscheint, dass man immer mehr davon haben möchte. Oder man genießt die gemeinsame Zeit, will aber auch auf seine persönlichen Freiheiten nicht verzichten. Ich kenne auch Menschen, die im mittleren Alter so denken - Männer wie Frauen.
 
In der Schule gab es damals noch mehr Kränkungen. Auf meinen Tisch hatte irgend jemand hass-botschaften geschrieben. An der Wand hing das Klassenfoto. Da hat jemand mir eine Fratze gemalt. Als ich Geburtstag hatte, habe ich Törtchen mitgebracht. Ich wurde mit dem Papier beworfen. Es wurden Briefe während des unterrichtes unter der Tür durchgeschoben, in denen ich verhöhnt wurde.

Ich war der schwächste Schüler, da hab ich mir anhören müssen, ich sei ein wertloser idiot. Vor allem beim sportinterticht, wenn man der schwächste ist und alle anderen so viel können.

Der Bruch kam, als ich keinen Anschluss an andere bekommen habe und das auf mich bezogen habe. Weil ich andere Interessen hatte. Ich bin ein sonderbaren Mensch und eigentümlich. Kombiniert mit allem hab ich zu denken begonnen, ich bin wertlos. Ein Unding.

Viele mobber haben sich in der höheren Klasse anders verhalten, haben nicht mehr gemobbt. Waren sogar freundlich. Aber mein Grundvertrauen hab ich nicht mehr gehabt.

Ich spreche es offen an, sogar in meinen körperteaktioben hab ich meine Angst gezeigt. Ich hab mich verkrampft? Wenn andere neben mir gesessen haben, und ich habe nervöse zuckungen. Das ist heute weniger, aber es kommt noch durch bei mir. Wenn ich mich nicht voll kontrollieren kann. Und ich kann Menschen nicht in die Augen sehen, sogar on der Familie.
 
In der Schule gab es damals noch mehr Kränkungen. Auf meinen Tisch hatte irgend jemand hass-botschaften geschrieben. An der Wand hing das Klassenfoto. Da hat jemand mir eine Fratze gemalt. Als ich Geburtstag hatte, habe ich Törtchen mitgebracht. Ich wurde mit dem Papier beworfen. Es wurden Briefe während des unterrichtes unter der Tür durchgeschoben, in denen ich verhöhnt wurde.

Ich war der schwächste Schüler, da hab ich mir anhören müssen, ich sei ein wertloser idiot. Vor allem beim sportinterticht, wenn man der schwächste ist und alle anderen so viel können.

Der Bruch kam, als ich keinen Anschluss an andere bekommen habe und das auf mich bezogen habe. Weil ich andere Interessen hatte. Ich bin ein sonderbaren Mensch und eigentümlich. Kombiniert mit allem hab ich zu denken begonnen, ich bin wertlos. Ein Unding.

Viele mobber haben sich in der höheren Klasse anders verhalten, haben nicht mehr gemobbt. Waren sogar freundlich. Aber mein Grundvertrauen hab ich nicht mehr gehabt.

Ich spreche es offen an, sogar in meinen körperteaktioben hab ich meine Angst gezeigt. Ich hab mich verkrampft? Wenn andere neben mir gesessen haben, und ich habe nervöse zuckungen. Das ist heute weniger, aber es kommt noch durch bei mir. Wenn ich mich nicht voll kontrollieren kann. Und ich kann Menschen nicht in die Augen sehen, sogar on der Familie.

Ganz ehrlich finde ich die Erzählung, wie schlimm das in der Schule war, nicht zielführend. Du bist 45 Jahre alt. Du bist längst den unreifen Bubis und Mädels entwachsen. Du hast dich aber gedanklich nicht weiterentwickelt, wenn du jetzt von den Mitschülern auf erwachsene Frauen und Männer schließt.
 
Und wann genau gedenkst du, einen Haken an das zu machen, was du eh nicht mehr ändern kannst?

Glaub mir: Ich war in der Schule auch ein Außenseiter, kenne vieles von dem, was du beschreibst.

Aber ich habe mich irgendwann davon lösen können, teils aus eigener Kraft, teils mit therapeutischer Hilfe. Du warst damals wehrlos. Heute bist du es nicht mehr. Gib diesen Menschen doch nicht die Macht, über dein jetziges Leben zu bestimmen.
 
Ich selbst habe böses Mobbing in der Kindheit und Jugend erlebt und weiß, wie tiefe Wunden das schlagen kann.

Heute, mit 44, bin ich erwachsen und unabhängig. Diese Kinder und Teens von damals sind für mein Leben komplett irrelevant. Klar, ich habe gebraucht, um mich davon lösen zu können. Aber irgendwann kam der Punkt, da muss man sich fragen, wie sehr man daran festhalten will und sollte. Nicht einfach ich weiß. Aber auch nicht unmöglich.

Die Frage ist auch, was heute an dir abgelehnt wird (oder du glaubst, was abgelehnt wird). Sind es Dinge, die nicht zu ändern sind? Sind sie zu ändern? Möchtest du das? Möchtest du es nicht? Wenn das der Fall ist, kann die Konsequenz sein, dass nicht alle davon begeistert sind. Was ok ist. Genauso wie es nicht ändern zu wollen.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben