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Eine einsame Welt?

Gehe ich jedoch raus, gleich nebenan in das vertraute Einkaufszentrum mit dem Bäckershop, in dem ich günstig lecker frühstücken kann, treffe ich Hinz und Kunz.
So einfach ist das nicht für jeden. Stichwort soziale Phobie. Und wenn man nicht so kann wie man möchte, weil man durch ein Handicap ausgebremst wird.

P.S. ich werde keinen Stein werfen... 😉
 
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Re: Eine einsame Welt?
Hallo chronos89,

schau mal hier:
Eine einsame Welt?. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Wie ist es also möglich das es scheinbar soviele einsame Seelen und Herzen gibt? Wo man doch scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme hat wo theoretisch jeder jeder kennen kann. Ist das digitale Zeitalter schuld? Sind viele menschen einfach zu "kalt" und/oder zu sehr mit sich selbst beschäftigt?

Was glaubt ihr liebe community? Oder glaubt ihr das ich das völlig falsch sehe? Falls nicht, habt ihr vielleicht ähnliches durchgemacht und konntet aus der Einsamkeit "ausbrechen"? Zurück in ein normales Leben mit Freunden und/oder einer Beziehung?

Würde mich über eure meinung/Erfahrungen freuen

LG chronos

Ein interessantes Thema. Es gibt vielleicht mehr Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme als früher. Aber ich denke, dass das nicht das Problem ist.

Es hängt, wenn man schon sozial geschädigt ist, mehr davon ab, ob man diese Möglichkeiten auch wahrnehmen kann. Also davon, wie stabil man emotional ist.

Wenn man schon nicht gerade Stabil ist und dann auch noch dinge erlebt, die einen noch mehr verletzen, dann macht man einfach zu. Das ist auch eine Schutzreaktion. Mit etwas Pech trifft es einen so hart, dass man sich nie mehr ganz davon erholt.

Und jetzt könnte vielleicht der/die perfekte Partner/in oder Freund kommen... man würde diese Person vielleicht gar nicht mehr sehen. Man müsste zuerst wieder "auftauen", sich trauen, sich zu öffnen.

Und die wenigsten Menschen sind willens oder in der Lage, so viel an Zuwendung und Mitgefühl zu investieren. Vor allem seit Anbruch des Internetzeitalters ist alles noch beliebiger und oberflächlicher geworden. Duch die Anonymität ist es auch viel leichter, beleidigend und respektlos zu werden, den anderen zu hintergehen und zu verarschen. Natürlich kann man auch leichter gleichgesinnte finden. Aber das risiko auf die nase zu fallen halte ich für größer.

Jedenfalls ist dieses, sich in sich zurückziehen leider ein Prozess, der nach einiger Zeit nur schwer umzukehren ist.
Denn die richtigen Menschen zu finden kann man auch nicht erzwingen. Irgendwann glaubt man an gar nichts mehr, aufgrund der schlechten Erlebnisse und stumpft auch ein wenig ab. Man verbittert manchmal und wird depressiv.
Das führt wieder dazu, dass man nur noch weniger anziehend auf andere wirkt, die ja nicht sehen können, was in so jemandem vorgeht.

Das war jetzt ein extremeres Beispiel, aber ich denke, dass viel mehr Menschen irgendwo so empfinden, als angenommen wird. Ich spreche hier zum Teil auch von mir selbst. Kürzlich habe ich auch eine schwere menschliche Enttäuschung erlebt. Eigentlich hatte sie sich abgezeichnet.

Irgendwann hat man dann auch keine Lust mehr groß Kontakte zu suchen, auf andere zuzugehen, weil man die negativen Dinge viel zu präsent im Hinterkopf hat und das, was man sich eigentlich schön ausgemalt hat nicht mehr mit schönen, lohnenden Emotionen verbinden kann.
Deshalb "sieht" man auch die Lösung nicht mehr und verschanzt sich eher, zieht sich zurück.
Denn man will keine Lösung, die nur mit noch mehr unsinnigen Schmerzen verbunden ist und nicht zum Ziel führt, dass man sich besser fühlt. Ob es so wäre oder nicht, wenn man sich aufrafft, sei dahingestellt. Es kann aber so empfunden werden.

Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass das Verlangen nach Kontakten oder Menschen, mit denen man sich austauschen kann, weg ist. Es ist dann nur verdammt schwer, da alleine wieder rauszukommen. Tatsächlich hat auch einen großen Teil meiner Kommunikation mit anderen Menschen im Internet stattgefunden. Das liegt daran, dass ich von der Tendenz her schon immer eher ängstlich und introvertiert war.
 
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Und jetzt könnte vielleicht der/die perfekte Partner/in oder Freund kommen... man würde diese Person vielleicht gar nicht mehr sehen. Man müsste zuerst wieder "auftauen", sich trauen, sich zu öffnen.

Jedenfalls ist dieses, sich in sich zurückziehen leider ein Prozess, der nach einiger Zeit nur schwer umzukehren ist.
Denn die richtigen Menschen zu finden kann man auch nicht erzwingen. Irgendwann glaubt man an gar nichts mehr, aufgrund der schlechten Erlebnisse und stumpft auch ein wenig ab. Man verbittert manchmal und wird depressiv.
Das führt wieder dazu, dass man nur noch weniger anziehend auf andere wirkt, die ja nicht sehen können, was in so jemandem vorgeht.

Das war jetzt ein extremeres Beispiel, aber ich denke, dass viel mehr Menschen irgendwo so empfinden, als angenommen wird.


Irgendwann hat man dann auch keine Lust mehr groß Kontakte zu suchen, auf andere zuzugehen, weil man die negativen Dinge viel zu präsent im Hinterkopf hat und das, was man sich eigentlich schön ausgemalt hat nicht mehr mit schönen, lohnenden Emotionen verbinden kann.
Deshalb "sieht" man auch die Lösung nicht mehr und verschanzt sich eher, zieht sich zurück.

Diese Sachen treffen es ziemlich genau....Es ist eine zwickmühle. Man weiß das es auch positives gibt, das es auch anders geht.
Man will etwas ändern...

ABER...

Leider überwiegt größtenteils das Negative da gebe ich dir recht. Je nachdem wie hart jemand verletzt wurde und wie oft wird es immer bestimmte Situationen geben die einen wieder einholen.

Wie ein schlechter Film der vor dem geistigen Auge abläuft den man nicht abschalten kann. Manches kann man dadurch auch garnicht wirklich mehr versuchen weil Mut und die Motivation fehlt. Hinzu kommt das eine innere Blockade entsteht...
 
Ich denke, die Einsamkeit ist oft mit der Oberflächlichkeit verbunden. Viele haben sehr viele Freunde, aber eben solche, die nicht wirklich zu einem halten, wenn man Probleme hat, also keine richtigen Freunde. Ich würde sie eher als Bekannte bezeichnen. Bei Facebook haben manche bis zu 200 Freunden, mit denen sie ihr gesamtes Leben mit Bildern, etc teilen. das versteh ich nicht. So viele kann amn doch gar nicht so gut kennen. Ich denke, die sozialen Medien ermöglichen einem immer wieder neue Freunde zu finden, also stabilisieren sich Freundschaften weniger.
 
Hallo
ich denke, das man mit sich selbst sehr im Reinen sen muss, um eben Rückschläge zu verdauen und weiter zu machen. Ein Kob oder geplatzer Termin oder das Leute sich nicht melden,muss ja nicht immer an einem selbst leggen. Andere haben ja auch ihre Probleme.

Wenn man sich selbst voll und ganz akzeptieren kann, auch damit das man anders ist, werden solch Rückschläge nicht mehr so arg verletzen.

Und das Thema mit der Anpassung, iich glaube das man selbst sich manchmal auch als Aussenseiter macht. Ich habe früher oft das Gefühl gehabt, oh, ich passe hier nicht rein. (Irgendeine Gruppe) Ich bin anders und komme mit den anderen nicht klar und habe mich zurück gezogen.
Doch irgenwann dachte ich mir, hm...nur weil ich anders bin,heisst das ja nicht, das ich dort GAR nicht rein passe.

Ich bin w und traf immer viele Frauen,die tratschten nur über Alltag und so etwas. Ich aber brauche auch andere Themen und rede die auch. Da dachte ich am Anfang oft sofort,ah neh das geht ja garicht,wir sind so unterschiedlich.
Später begann ich mal Anteil an Ihren Themen zu nehmen und die Bereiche, die mir etwa Freude gemacht haben zu integrieren. Sprich- Haushaltsdinge interessieren mich nicht, zumindest muss ich nicht ständig stöhnen, das ich mal wieder die Fenster putzen muss...aber Rezepte austauschen hat mir Spass gemacht. So kam man dann doch einigermassen klar und konnte auf einer bestimmten Ebene Kontakt führen.
Vielleicht blödes Beispiel, ich wollte damit sagen, das man selbst sich manchmal auch ausbremst.Und da mal drauf achten kann.
Und natürlich muss man selbst auch bei sich schauen: Wieviel Andersartigkeit, der in meinen Augen Andersartigen kann ich selbst tolerieren? Wo sage ich vielleicht zu schnell "nein" zu deren deren Ansichten,Leben und Art?

(Das ist keien blöde Anmache an euch hier, sondern meine eigene Erfahrung)

Ich war vor vielen Jahren oft zu schnell dort, das ich sagte ah neh, mit den oder den ,kann ich nicht und das kann garnicht passen. Ich selbst lehnte deren Lebenshaltung ja auch ab. Es hätte sich aber vielleicht der ein oder andere Kontakt ergeben,wenn ich selbst da nicht so krass auf der Suche nach "Total- Gleichgesinnten" gewesen wäre.

Einsamkeit entsteht auch manchmal,wenn man sich selbst als zu sehr anders einstuft und sich dadurch ausgrenzt, finde ich.

Man kann aber selbst auch stabiler sein und dennoch Probleme mit zu vielen "Rückschlägen" haben. Wenn man jemanden hat, der nachweislich sich mit allen anderen easier treffen kann als mit einem selbst, alle in der Wohnung empfängt, nur man selbst bleibt außen vor, 10 Treffen in Folge absagt, aber sich mit der Partnerin und anderen Freunden dann treffen kann?

Ich denke, dass sich niemand gerne langzeitmäßig veräppeln lässt, ob stabil oder tendenziell instabil. habe das ja in meinen anderen Beiträgen näher ausgeführt.

Darüber hinaus finde ich das auch nicht toll, Kontakt irgendwo zu halten - wenn man wohl gemerkt noch in der Nähe des anderen wohnt - und es dann nie zu irgendwas kommt. Kontakt findet ausschließlich per Whatsapp oder Telefon statt. Da frage ich mich dann auch: was soll das?
Ich ziehe das schon vor, dass man auch mal die face-to-face.Kommunikation mit dabei hat.
Bei einigen Leuten, die ich noch so kenne, denke ich mir manchmal wirklich: boah, die wohnen keine Stunde von mir weg, und ich treffe mich noch eher mit Leuten, die 3-4h von mir entfernt wohnen. *lach*
 
Also was die Partnerschaft anbelangt, da haben es Frauen ja leicht, die Singlebörse.

Freunde hingegen findet man halt schlecht, wenn man Interessenlage ist und schüchtern ist und nicht die Zähne auseinander bekommt.
 
Vor allem seit Anbruch des Internetzeitalters ist alles noch beliebiger und oberflächlicher geworden. Duch die Anonymität ist es auch viel leichter, beleidigend und respektlos zu werden, den anderen zu hintergehen und zu verarschen.

Es ist schon ironisch. Auf der einen Seite habe wir mehr Kommunikationsmöglichkeiten als jemals zuvor, auf der anderen Seite sind viele einsamer als jemals zuvor. Seien wir ehrlich. Die Kommunikation über Facebook und co ist oberflächlich. Es geht um Selbstdarstellung und nicht um echte Freundschaften. Man ist anonym oder weit weg und kann deswegen leicht beleidigen oder einfach den Kontakt abbrechen. Umso schwerer ist dann der reale Kontakt, den man vielleicht gar nicht mehr gewöhnt ist.

Ich habe selber echte Probleme mit engen Freundschaften, empfinde sie teilweise belastend obwohl ich sie mir eigentlich wünsche.

Jedenfalls ist dieses, sich in sich zurückziehen leider ein Prozess, der nach einiger Zeit nur schwer umzukehren ist.

Dieses Zurückziehen ist leider sehr einfach. Früher kam man zwangsläufig mit Menschen in Kontakt, heute kann man alles online bestellen, teilweise sogar online arbeiten und muss eigentlich gar nicht mehr das Haus verlassen. Soziale Anerkennung holt man sich bei Online Games oder anderen oberflächlichen Kontakten.

Ich bin dankbar, dass ich einen Job habe, bei dem ich täglich Kollegen sehe. Das zwingt mich zu sozialer Interaktion auch wenn ich darüber hinaus eher einsam bin. Schüchtern bin ich nicht, aber ich habe von Kind an gelernt, dass man selber klar kommen muss. Mag es daran liegen, dass meine Eltern mich im Stich gelassen haben oder mir ein besonders negatives Vorbild waren. Wenn man oft genug von Menschen enttäuscht wurde, hört man irgendwann auf sich emotional zu weit zu öffnen um nicht wieder verletzt zu werden.

Eigentlich ist das traurig, aber es ist wirklich schwer umkehrbar.
 
Je älter man wird, desto schwieriger wird es mit sozialen Kontakten. Durch langes Alleinsein wird man verschroben und seltsam, entwickelt sonderbare Eigenschaften, Interessen und Hobbys, ich persönlich würde manches von dem, was ich so mache, gar nicht mehr mit anderen teilen wollen.

Mir scheint es unausweichlich, dass sich das Leben mehr und mehr im Internet abspielt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich meine Gedanken im Internet zum Besten geben, es doch immmer die einen oder anderen Leute gibt, die auch wirklich verstehen, was ich sage. Ich spüre dann so richtig das Verständnis, und das tut mir ungeheuer gut, und meinem Gegenüber tut es auch gut.

Im realen Leben hingegen rede ich gegen Wände. Da kann keiner zuhören, da macht sich keiner tiefgehende Gedanken, alle sind immer irgendwie abgelenkt und unkonzentriert. Immer ist da irgendwas anderes wichtiger als das, was ich sagen will. Umgangsformen, wie Zuhören oder Ausredenlassen sind heute irgendwie verschwunden, die Leute tun das nicht mehr. Das Verschwinden der Umgangsformen scheint den Leuten auch gar nicht bewußt zu sein.

Diese fehlenden Umgangsformen machen die realen Kontakte für mich so gut wie unerträglich. Wenn ich real unter Menschen war, bin ich immer wieder geschafft und fix und fertig, es ist, als würden meine sämtlichen Lebensgeister in der Sinnlosigkeit und Dumpfheit verpuffen.

Kontakte sind für mich nur dann von Wert, wenn Themen angesprochen werden, die mich auch wirklich berühren und interessieren. Stundenlang darum zu kreisen, wer wo welches Brot kauft, ist für mich einfach nur auszehrend, ein sinnloser Zeitverlust.

Gebe ich im Internet etwas von mir, was immerhin von einzelnen Leuten begriffen und anerkannt wird, so ist das für mich eine Erfahrung von einer ganz anderen Qualität und Tiefe.

Die fehlenden realen Kontakte belasten mich nicht sonderlich. Der Mensch ist anpassungsfähig. Ich habe mich an diese Situation angepaßt. Ich kann damit leben.
 

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