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Eine einsame Welt?

C

chronos89

Gast
Hallo liebe community

Ich habe mir zu einem, meiner Meinung nach, wichtigem Thema so meine Gedanken gemacht.

Und zwar zum Thema Einsamkeit.

Mir ist aufgefallen das es scheinbar viele menschen gibt die einsam sind. Sei es hinsichtlich Freunde oder Partnerschaft. Bei letzterem gibt es ja eine regelrechte Gruppe. Die so genannten "AB's" Absolute Beginner. Menschen die noch nie Sex hatten oder einen Kuss geschweige denn eine Beziehung. Aber auch welche die nur eine kurze Beziehung mit einer Jugendliebe hatten und sonst nichts. Keine weitere Beziehung oder sexuelle Aktivitäten. Es gibt auch eine Schätzung wieviel Leute es von denen hier in Deutschland gibt. Die genaue Zahl weiß ich nicht aber ich glaube das die dunkelziffer viel höher ist, und die bekannte Zahl nur die Spitze des Eisbergs ist.

Auf der anderen Seite gibt es Menschen die keine bzw noch nie Freunde hatten. Wenn überhaupt vereinzelte oberflächliche bekanntschaften. Die Gründe für beide genannten lebenssituationen können vielfältig sein. Aber gerade in der heutigen Zeit sollte es doch ein leichtes sein Freunde und/oder einen partner/in zu finden. Man kann eine Kontaktanzeige erstellen oder auf einer datingseite (sogenannte singelbörsen) nach Kontakte suchen. Auch soziale Netzwerke wie Facebook oder Apps zum chatten gibt es.

Zudem kann doch dauerhafte Einsamkeit krank machen. Es kann je nach Person mit Sicherheit die Psyche stark beinflussen. Derjenige könnte z.b ein erhebliches misstrauen gegenüber anderen menschen entwickeln. Oder nicht nur "kleine macken" mit der zeit entwickeln. Ich glaub das die folgen doch schon ziemlich weit reichen können.

Wie ist es also möglich das es scheinbar soviele einsame Seelen und Herzen gibt? Wo man doch scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme hat wo theoretisch jeder jeder kennen kann. Ist das digitale Zeitalter schuld? Sind viele menschen einfach zu "kalt" und/oder zu sehr mit sich selbst beschäftigt?

Was glaubt ihr liebe community? Oder glaubt ihr das ich das völlig falsch sehe? Falls nicht, habt ihr vielleicht ähnliches durchgemacht und konntet aus der Einsamkeit "ausbrechen"? Zurück in ein normales Leben mit Freunden und/oder einer Beziehung?

Würde mich über eure meinung/Erfahrungen freuen

LG chronos
 

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Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Hallo, Chronos,

ein gutes und sehr wichtiges Thema.

Ich denke, dass ein Knackpunkt mit dem Begriff „Beziehungsfähigkeit“ zusammenhängt.

Beziehungsfähigkeit wird nicht nur im Beruf benötigt, sondern überall dort, wo Menschen miteinander in Kontakt treten und ggf. eine Wegstrecke ihres Lebens gemeinsam gehen wollen. Im einen Fall wird eine Freundschaft angestrebt, im anderen Fall eine Partnerschaft/Ehe und im dritten Fall nur eine gemeinsame Urlaubsreise. Auch das Gelingen einer Tochter-Elternbeziehung bzw. einer Sohn-Elternbeziehung gehört zu dem Thema.

Der Aufbau von Beziehungsfähigkeit erfolgt normalerweise in der Kindheit, wird im Jugendalter fortgesetzt. Kommt es nicht zur vollen Beziehungsreife, sind Störungen im Beziehungsaufbau und damit auch Einsamkeit die Folgen.

Oft sucht man das Problem in der Umwelt. Es ist nicht verkehrt, problematisches Verhalten der Umwelt zu identifizieren. Jedoch der Hauptblick sollte immer auf die eigene Beziehungsreife fallen sowie auf Möglichkeiten, diese zu verbessern. Die anderen Menschen kann ich nicht ändern, jedoch „ich“ kann lernen, mein Verhalten zu verändern.

LG, Nordrheiner
 

Elis

Mitglied
Hallo Chronos,

schön, dass du zu diesem Thema einen Thread erstellst. Einsamkeit ist in meinem Leben momentan auch ein ziemliches Problem und ich glaube, dass das irgendwie mit persönlichen Kindheitserfahrungen (innerfamiliär) sowie den vorherrschenden gesellschaftlichen und kulturellen Idealen zu tun hat bzw. die Art, wie das Zusammenleben von Menschen organisiert ist und welchen Stellenwert Leistung und Erfolg besitzen.

An sich gibt es ja immer mehr Menschen auf dieser Welt und es gibt durch das Internet eine immer größere Möglichkeit, jeden Winkel der Erde miteinander zu vernetzen.

Gleichzeitig geht aber die Synchronizität vor Ort verloren, da jeder sich in völlig verschiedenen individuellen Welten bewegen kann und dadurch immer mehr die Gemeinsamkeiten verloren gehen. Man kann sich von zuhause aus durch das Internet z.B. x-beliebige Welten erschließen, dadurch entfernt man sich aber immer mehr von dem Nachbarn um die Ecke.
Diese gemeinsamkeitsstiftenden Rituale brechen wohl immer mehr weg und durch die Eventkultur (Stichwort Public Viewing) gibt es so eine gewisse Tendenz, die dieses Wegbrechen des Gemeinsamkeitserlebens zumindest temporär kompensieren sollen.

Ich fühle mich einsam und habe keine Freunde, das fühlt sich b*** an, wenn man nonstop nur auf sich selbst zurückgeworfen ist. Mit zunehmenden Alter (ich bin 30) fühle ich mich auch zunehmends unter Druck gesetzt, denn von allein wird sich nichts ändern.

Elis
 
C

chronos89

Gast
Hallo, Chronos,

ein gutes und sehr wichtiges Thema.

Ich denke, dass ein Knackpunkt mit dem Begriff „Beziehungsfähigkeit“ zusammenhängt.

Beziehungsfähigkeit wird nicht nur im Beruf benötigt, sondern überall dort, wo Menschen miteinander in Kontakt treten und ggf. eine Wegstrecke ihres Lebens gemeinsam gehen wollen. Im einen Fall wird eine Freundschaft angestrebt, im anderen Fall eine Partnerschaft/Ehe und im dritten Fall nur eine gemeinsame Urlaubsreise. Auch das Gelingen einer Tochter-Elternbeziehung bzw. einer Sohn-Elternbeziehung gehört zu dem Thema.

Der Aufbau von Beziehungsfähigkeit erfolgt normalerweise in der Kindheit, wird im Jugendalter fortgesetzt. Kommt es nicht zur vollen Beziehungsreife, sind Störungen im Beziehungsaufbau und damit auch Einsamkeit die Folgen.

Oft sucht man das Problem in der Umwelt. Es ist nicht verkehrt, problematisches Verhalten der Umwelt zu identifizieren. Jedoch der Hauptblick sollte immer auf die eigene Beziehungsreife fallen sowie auf Möglichkeiten, diese zu verbessern. Die anderen Menschen kann ich nicht ändern, jedoch „ich“ kann lernen, mein Verhalten zu verändern.

LG, Nordrheiner
Nordrheiner du hast recht. Egal ob Beziehung, Freundschaft oder schlichtweg etwas "vitamin-b" für all diese Sachen braucht man eine gewisse beziehungsfähigkeit. Diese kann man durch aus lernen. Ich denke auch das das jeder halbwegs einfühlsamer Mensch hinbekommt.

Aber jemand der sehr lange alleine ist oder nie wirklich Freunde oder eine Beziehung hatte, wie soll diese Person das dann lernen?

Hallo Chronos,

schön, dass du zu diesem Thema einen Thread erstellst. Einsamkeit ist in meinem Leben momentan auch ein ziemliches Problem und ich glaube, dass das irgendwie mit persönlichen Kindheitserfahrungen (innerfamiliär) sowie den vorherrschenden gesellschaftlichen und kulturellen Idealen zu tun hat bzw. die Art, wie das Zusammenleben von Menschen organisiert ist und welchen Stellenwert Leistung und Erfolg besitzen.

An sich gibt es ja immer mehr Menschen auf dieser Welt und es gibt durch das Internet eine immer größere Möglichkeit, jeden Winkel der Erde miteinander zu vernetzen.

Gleichzeitig geht aber die Synchronizität vor Ort verloren, da jeder sich in völlig verschiedenen individuellen Welten bewegen kann und dadurch immer mehr die Gemeinsamkeiten verloren gehen. Man kann sich von zuhause aus durch das Internet z.B. x-beliebige Welten erschließen, dadurch entfernt man sich aber immer mehr von dem Nachbarn um die Ecke.
Diese gemeinsamkeitsstiftenden Rituale brechen wohl immer mehr weg und durch die Eventkultur (Stichwort Public Viewing) gibt es so eine gewisse Tendenz, die dieses Wegbrechen des Gemeinsamkeitserlebens zumindest temporär kompensieren sollen.

Ich fühle mich einsam und habe keine Freunde, das fühlt sich b*** an, wenn man nonstop nur auf sich selbst zurückgeworfen ist. Mit zunehmenden Alter (ich bin 30) fühle ich mich auch zunehmends unter Druck gesetzt, denn von allein wird sich nichts ändern.

Elis
hey Elis ich kann das mit der Einsamkeit auch gut nachvollziehen fühle mich selbst auch mehr auf mich allein gestellt. Ich versuche auch erstmal schreibbekanntschaften zu finden. Ich bin übrigends 26 werde dieses jahr 27. Was du beschrieben hast kann man wirklich gut nachvollziehen. Ähnliches denke ich auch. Man kann sich quasi in andere Kulturen online einklinken und/oder mit der ganzen Welt kommunizieren. Zu jeder Zeit und an fast jedem Ort. Ich vermute sowas auch als Nachteil bei der freundes/partnersuche. Man kann sich aber auch in den (m.M überheblichen) gesellschaftlichen idealen nicht ganz integrieren.

Ist so etwas im Endeffekt tatsächlich der preis einer immer schnelleren und immer anspruchsvolleren Welt das viele da nicht mehr "passen" und auf der Strecke bleiben?
 

Zebaothling

Sehr aktives Mitglied
Also ich sehe das noch ein wenig anders , der Hauptgrund für die Anonymität unter den Menschen ist schlichtweg die Tatsache, daß sie die anderen nicht mehr nötig haben.
Früher war das auch hier anders, mitlerweile ist aber die Selbstverwirklichung in nahezu allen Bereichen möglich. Der Egoismus wird salonfähig und die Leute brauchen die Zeit für ich selbst.

Sonst wird das nämlich nichts mit der Selbstverwirklichung. Die anderen sind eben anders , sie gehen zusammen irgendwo hin, unternehmen irgendwas gemeinsam, das gibt es genauso.

Fie Einsamkeit finde ich auf der einen Seite garnicht so schlecht aber auf der anderen Seite ist es eben mit mehreren unter Umständen lustiger, kann aber auch weniger lustig sein.

Wenn mir die Leute nicht passen mir unsymphatisch sind, werde ich mit denen nicht nichts zu tun haben wollen.

Anderen wiederum ist die Gemeinschaft wichtiger und die sehen dann darüber hinweg. Bzw. ihre Symphatie speist sich aus anderen Kriterien.
Beispiel :

Gruppe Bowlingspieler ,ich bin im Bowling ganz gut und habe Spaß am Spiel. Ich trinke aber keinen Alkohol. Die treffen sich aber mehr um zu trinken, als um zu spielen, was bedeutet, die Skills lassen nach ...je besoffener die sind und je weniger sie an Alkohol gewöhnt sind.

Dreimal bin ich mitgegagngen im Grunde jedesmal dieselben Geschichten, derselbe Ablauf, ich kriege irgendwann Hunger und die saufen, die lallen irgendwann rum, ich rede normal , die fangen an mich zu umarmen so mit dem Hintergrund , komm trink doch mal einen mit...das Ende vom Lied, ich geh da nicht mehr hin.

Ich miete die Bahn alleine, mache meine Spiele und trinke meinen Kaffee, esse was, versuche umzusetzen, was ich mir angelesen habe, um meine Wurftechnik zu verbessern.
Pure Selbstverwirklichung, klar ich hätte gerne Mitspieler(-innen) aber ich spiele alleine. Ich höre dann nicht das Gelalle die langweiligen Geschichten, das Hetzen über die Frauen Zuhause, das Rumschäkern mit den Bedienungen.

Vielleicht findet sich ja der eine oder andere Mensch, dessen Sinn ebenso nicht im Trinken, sondern in der Begeisterung für das Spiel Zuhause ist, vielleicht auch nicht, nicht mein Problem ,denke ich mir.
 

Burbacher

Aktives Mitglied
Hallo chronos,

Du schreibst:

"Wie ist es also möglich das es scheinbar soviele einsame Seelen und Herzen gibt? Wo man doch scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme hat wo theoretisch jeder jeder kennen kann. Ist das digitale Zeitalter schuld? Sind viele menschen einfach zu "kalt" und/oder zu sehr mit sich selbst beschäftigt?"

Zunächst mal: Ich glaube nicht, dass Menschen heutzutage beziehungsunfähiger sind als noch vor - sagen wir- zwei, drei Generationen. Der Mensch, so meine Überzeugung, ist ein soziales Wesen und verlangt nach dem Gegenüber, trachtet nach dem Du.

Allerdings, und das habe ich über Jahre beobachtet, hat sich unser Kontaktverhalten verändert und zwar so, dass es Auswirkungen auf die Qualität und Tiefe unseres Miteinanders hat. Ich erinnere mich der späten 50iger, anfangs der 60iger Jahre. In meiner Siedlung und in unserer Straße gab es gerade mal drei Telefone.

Kontaktaufnahmen geschahen also direkt, in dem wir klingelten oder unseren Po in die Nachbarschaft bewegten.
Heutzutage phoned man, schreibt SMS, Emails. Das, was Kommunikation erleichtern soll, erschwert sie oft. Was den Kontakt fördern soll, blockiert ihn geradezu.

Ich bin hier in einer innerstädtischen Facebook - Gruppe mit nahezu fast 10000 (richtig: zehntausend) Mitgliedern, rein numerisch ist da also ziemlich genau die halbe Kleinstadtbevölkerung unserer City registriert. Monatelang chattete ich mit Paul, der wie ich dann erfuhr, fast in Rufweite wohnte, bis wir uns schließlich zum gemeinsamen Frühstück trafen.

Mir scheint, je offener wir uns im World-Wide-Net präsentieren, je mehr wir von uns preisgeben, umso mehr schotten wir uns im eigenen Umfeld ab. Der Weg zum Nachbarn auf der gleichen Etage fällt uns schwer. Den Kontakt zu einer fremden Person irgendwo in der Welt scheint uns leicht und einfach. Das hat etwas von einer paradoxen Intention. Gingen wir früher, um den Plausch mit dem Nachbarn zu suchen, öffnen wir heute das World-Wide-Web.

Kontakte und Kommunikation waren die Basis meiner beruflichen Tätigkeit. Seit meiner Pensionierung verbringe ich als Single-Mann meine Zeit viel zu oft vor dem Rechner und im Web. Wie sagte Kurt Tucholsky? "Die ganze menschliche Moral lässt sich in zwei Sätzen zusammenfassen:

"We ought to, but we d`ont."

Das wir es nicht tun, liegt an uns. An mir, an dir. Uns allen.

Schöne Kommunikation.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
C

chronos89

Gast
Ich glaube zum teil auch das obwohl man sämtliche kontaktmöglichkeiten hat nicht auf einen Nenner kommt. Und als ich noch ein Kind War bzw jugendlich hat man kurz angerufen oder man ist zur Wohnung und hat angeklingelt. Aber das mit der Selbstverwirklichung hab ich so noch nicht in Betracht gezogen. Eigentlich ist so etwas ja gut aber man kann da glaub ich auch schnell zum Egoisten werden wo es heißt ich ich ich... trotzdem kann ich nicht wirklich nachvollziehen warum es scheinbar soviel solcher Leute gibt...

@pepita
Klar gibt es einsame Menschen die nicht wirklich umgänglich sind. Aber hast du vielleicht mal daran gedacht das sie durch ihre Einsamkeit so geworden sind? Man kann ganz klar jammern und nichts unternehmen. Ist ja jedem selbst überlassen. Ich will ja jetzt hier kein Jammer thread machen a'la ich hab keine Freunde und auch keine Beziehung....

Ich sehe so etwas eher als steigende problematik.
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Nordrheiner du hast recht. Egal ob Beziehung, Freundschaft oder schlichtweg etwas "vitamin-b" für all diese Sachen braucht man eine gewisse beziehungsfähigkeit. Diese kann man durch aus lernen. Ich denke auch das das jeder halbwegs einfühlsamer Mensch hinbekommt.

Aber jemand der sehr lange alleine ist oder nie wirklich Freunde oder eine Beziehung hatte, wie soll diese Person das dann lernen?
Lieber Chronos,
es ist schön, wenn man über Themen wie Einsamkeit oder Liebe philosophiert. Aber deswegen schreibe ich nicht. Mir geht es um praktische Hilfe. Denn nur wenn der Andere weiterkommt, war der Austausch aus meiner Sicht gut.
In diesem Sinne nehme ich an diesem Faden teil.

Ich denke, die erste Frage "an mich" lautet: Warum bin ich einsam?
Damit meine ich den eigenen Weg zu verfolgen. Es gab einen Prozessablauf, der sich über viele Jahre erstreckte.
So ein Prozessablauf ist anders zu beschreiben als der Ablauf bei der Umsetzung eines Kochrezeptes.

Ich denke da eher an ein Fußballspiel. Dort gibt es Einzelaktionen, Aktionen zu zweit und Aktionen mit mehreren Spielern. Es gibt Kontrahenten die den Weg versperren und welche, die ich umlaufen kann. Und wenn Du, lieber Chronos, jetzt in der Zuschauerreihe stehst, dann bist Du irgendwo auf dem Fußballfeld falsch abgebogen. Ein Fußballspieler ist immer auf dem Feld und sollte er auf der Zuschauertribüne sitzen, dann auch nicht zufällig sondern ..... um zu lernen. Also zuschauen und dann wieder mitmachen. Schau auf Dein Leben und sieh, wie Du mit wem im Kontakt warst und wie Du was aus den jeweiligen Kontakten gemacht hast und was die Gründe für den Ausgang des Kontaktes waren.

Wenn wir längere Zeit alleine leben, verändert dies unsere Gewohnheiten. Wir haben nicht immer das Bedürfnis nach stundenlanger Nähe. Der eine Mensch liebt es mit Nähe laut - der andere liebt es mit Nähe eher still. Dem Dritten ist es egal, Hauptsache, da ist jemand im gleichen Raum. Für einen Vierten muß es gleich die große Liebe sein mit Sex und allem drum und dran. Weniger geht nicht, weniger wird nicht gesucht.

Mit allem ist es auch hier eine Frage was wir benötigen. Unsere Bedürfnisse, wieviel Nähe und wieviel Andersartigkeit wir verkraften sind nicht immer kompatibel mit unseren Wünschen. Das hat etwas damit zu tun, dass wir uns nicht immer gut genug kennen. Dazu kommt, dass wir uns oft Nähe wünschen, aber nicht den Willen oder die Kraft haben, unsere Situation zu ändern.

Also meine Empfehlung besteht vorerst aus folgenden Schritten:

Schritt 1) Welche Art von Beziehung laut-leise, lange oder kurze Dauer pro Tag..... würde ich als gut empfinden? Welche Wünsche habe ich - und wie gut stehen diese Wünsche im Einklang mit dem was ich an Nähe und an Andersartigkeit vertrage?
Das solltest Du erstmal für Dich klären.

Schritt 2) Wie mutig bin ich? Wie stark ist mein Wille zur Änderung - gerne an einer Skala von 1 bis 100

Schritt 3) Damit es bei der Umsetzung Deines Willens klappt, sollte überlegt werden, welche Art von Kontakten zu Menschen funktionierten - mal mehr, mal weniger, mal überhaupt nicht. (siehe Beispiel Fußballspiel)

Wenn Du z.B. noch nie einen Freund hattest - stellt sich die Frage: Für welche Person möchtest du der Freund sein?
Kennst Du wenigstens eine Person?

Wir machen weiter....

LG, Nordrheiner
 
C

chronos89

Gast
Also meine Empfehlung besteht vorerst aus folgenden Schritten:

Schritt 1) Welche Art von Beziehung laut-leise, lange oder kurze Dauer pro Tag..... würde ich als gut empfinden? Welche Wünsche habe ich - und wie gut stehen diese Wünsche im Einklang mit dem was ich an Nähe und an Andersartigkeit vertrage?
Das solltest Du erstmal für Dich klären.

Schritt 2) Wie mutig bin ich? Wie stark ist mein Wille zur Änderung - gerne an einer Skala von 1 bis 100

Schritt 3) Damit es bei der Umsetzung Deines Willens klappt, sollte überlegt werden, welche Art von Kontakten zu Menschen funktionierten - mal mehr, mal weniger, mal überhaupt nicht. (siehe Beispiel Fußballspiel)

Wenn Du z.B. noch nie einen Freund hattest - stellt sich die Frage: Für welche Person möchtest du der Freund sein?
Kennst Du wenigstens eine Person?

Wir machen weiter....

LG, Nordrheiner
Das sind gute Ansätze Und ja natürlich weiß ich was für "Freunde" ich gerne hätte und wieviel Kontakt usw. Und ja ich fühle mich auch in Sachen Freundschaft und Partnerschaft einsam. Die Frage warum ich einsam bin ist ja geklärt. Eins will ich ändern das andere am liebsten igorieren.

Der Wille etwas zu ändern ist selbstverständlich auch da. Nur es ist noch nicht der Zeitpunkt gekommen das so anzugehen wie ich das möchte.

Und gemacht hatte ich diesen thread weil es scheinbar viele Leute gibt die weder Freunde noch Beziehung und ich mich frage: warum?

Explizit um mich sollte es "eigentlich" nicht gehen...
 
C

chronos89

Gast
Mir ist noch etwas eingefallen wieso manche im bezug auf Freunde einsamsein Könnten. Vielleicht ist der eine oder andere selbst auf falsche Freunde hereingefallen. Das könnte meiner Meinung nach auch eine erklärung dafür sein wieso sich manche so schwer tuen mit Kontakte knüpfen. Betrug gibt es ja nicht nur in Beziehungen....Hierzu einmal ein stück von einem lied was es Leider nicht mehr auf YouTube gibt
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Refrain 2x Diese Menschen sie sind kalt, dreht man ihnen den rücken zu, hat man schnell das Messer drin weil sie dafür alles tuen, um dich völlig auszunehmen setzen ihre Maske auf, und wenn du Dabei zu grunde gehst dann nehmen sie´s in kauf.

Ich hasse dieses Pack, lange Rede kurzer Sinn, lügen dir in dein Gesicht, hoffen so auf ein Gewinn, für den Vorteil alles gut schmier´n dir Honig um den Mund, machen ein auf besten Freund, treue Augen wie ein Hund. Doch in wirklichkeit wollen sie ein stück von deinem Rum, rufen an und wollen chillen, würden dafür alles tun. Ja sie laufen in dein Schatten fühln´ sich gleichgestellt mit dir und wenn sich die Wege trennen sei dir sicher was passiert. Sie gehen´ zu der andren´ Seite und die Schow beginnt von vorn´ und sie reden Scheiße über dich erwecken deinen Zorn. Vor dir werden sie es Leugnen ihr Gewissen ist Eiskalt und du frisst es in dich rein, bis es irgendwann mal knallt.
 

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