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Ein Leben ohne Arbeit

Arbeit ist für mich eine Tätigkeit, mit der ich etwas erreiche, sicherlich erreiche ich unter anderem auch damit, dass sich der oberste Chef ein schönes Leben machen kann. ABER ich habe auch mehr Möglichkeiten Mißstände zu erkennen/anzuprangern, die es in meinem Berufsfeld nun mal gibt (ich arbeite im Gesundheitswesen). Gleiches gilt für meine Freizeitbeschäftigung, und für meine Lebensweise. Ich schlucke noch lange nicht alles, was mir vorgesetzt wird.
 
ja du hast es geschft,...du hast ein annehmliches leben und macht etwas das du gerne machst. ich glaube aber du gehörst eher zur minderheit. erklär mir mal wie es sein kann dass menschen behaupten ihnen geht es eh gut, sie haben einen "sicheren job" aber psychosomatische beschwerden aus heiterem himmel bekommen? burnout bekommen, wo doch alles in ordnung ist, wo sie doch alles erreicht haben im leben? diese leute sind erfolgreich und kämen niemals auf die idee ihre ganzes erfolgsorientiertes treiben mal unter der lupe anzuschauen. ich bin auch erfolgreich und talentiert, ich habe alles was ich je wollte, mehr oder minder. bin aber dennoch maßlos unglücklich. und jetzt hab ich kein recht meinem unglücklich sein auf den grund zu gehen um den rest des lebens womöglich noch freude zu empfinden? ich darf nach einem burnout und dem unverarbeitetem tod meines vaters mit keine pause gönnen? um zu schauen was in mir nicht stimmt. ich soll für das system auf kosten meiner lebensfreude und gesundheit bis zur pension dahinvegetieren? anstadt zu mir zu finden und die restlichen jahre aus überzeugung und lebensfreude einer tätigkeit nachgehen die nicht nur mir sondern auch der gesellschaft mehr bringen würde. es passt in keine definition, also ist es nicht legitim. wenn ich sowas will, dann muss ich einen nervenzusammenbruch haben und mich hoch offiziell einlifern lassen, mit krankenschein. dann darf ich gesunden, vorher nicht.

das einzige gute an mir ist meine unsympatische vorlaute goschn, mit der ich zumindest für die schreien kann die das nicht können
 
@ rollenhäutender

Eine zufriedenstellende Erklärung werde ich dir vielleicht nicht liefern können, aber ich denke alles steht und fällt mit der eigenen Einstellung. Ich meine die Einstellung zu allem: Arbeit, Gesellschaft, eigenes Ich, etc .

Ich bin noch lange nicht zufrieden, vor allem nicht mit meiner Arbeitssituation - aber ich sehe keine weitere Möglichkeit zur Veränderung des ganzen, als die weiterzumachen. Weiter kämpfen, auch wenn's mir oft wie der berühmte Windmühlenkampf vorkommt. Mein Leben war gewiss kein Zuckerschlecken bisher und wird's bestimmt auch nicht werden. Deine Beiträge lesen sich für mich, als hättest du schon aufgegeben. Wie heißt's so schön - wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.
 
komische einschätzung,...glaubst ich würd hier so abgehen wenn ich aufgegeben hätte 🙂

Ja, wie gesagt so kommt es mir vor. Du beschimpfst unter anderem andere Schreiber auf unterstem Niveau. Warum? Ist das nicht vergeudete Energie? Was bringt dir das? Genauso wie deine zum Teil sehr langen Ausführungen über die Fehler im System. Was bringt dir das hier im Forum, auf einer anonymen Seite? Was kann das bewirken?
 
die frage ist wohl eher,..für wen oder für was man kämpft,...und entprchend die auswirkungen die jeweils entstehen...vieles das heute selbstverständlich ist und fixer bestandteil der allgemeinen moralvorstellung, wurde von vermeindlich wahnsinnigen gefordert. ich glaube unsere moral steckt nachwievor noch in den kinderschuhen, da ist noch sehr viel zu rütteln. und ich rüttle,..um zu schauen was ist echt und was ist nur muster und fassade
 
@ rollenhäuter

Auf dieser Ebene in Form eines anonymen Forums wirst du niemals die Realität erkennen. Das geht nur draussen, da wo die Fehler gemacht werden, die Mißstände entstehen.
 
ich sag dir mal was das konkret bringt. grundsätzliches,..wie missstände oder fehldeutungen oder dogmen udg. haben überall ihren platz, und müssen es überall haben. man darf nicht differenzieren und sagen, jaaaa, sowas gehört eher wo anderst hin? wo denn? als jedem vor die nase, wo es hingehört? vielleicht etwa ins parlament? da geht ja viel vorwärts, oder auf die strasse, wo die leute jeder information ausweichen weil sie angst haben man wolle ihnen etwas andrehen und verkaufen? ich stehe dafür ein dass jeder mensch in jeder situation an jedem orts nicht nur das recht sondern auch die pflicht hat, moral und all seine auswirkungen zu dulden und bestenfalls sich damit ausseinander zu setzen. ob forum, facebook, schule, zuhause, parkbank,..überall. denn sag mir,..WO zeigt jemand einem was mensch sein bedeutet? wo?

ich will für die moral stehen,...aber ich will zur moral anregen,...um selber zu schauen wo es hinführt. und auch wenn ich es rausbrüllen muss,..moral ist nicht nur ein recht, sondern eine pflicht...immer und überall. wenn nicht,...dann bin ich für anarchie wie im tierreich,...und der stärkere gewinnt ganz einfach
 
Hier meine kleine Selbstreflexion als Abschluss für mich und jene, die es interessiert und die sich, wie ich ebenfalls, Inspirationen holen und beflügeln lassen, wie auch zum Nach und Andersdenken kommen durch die geschriebenen Worte ( denn: Im Anfang war das Wort😉 ):

Ich frage mich in erster Linie immer ( und ich kann es mittlerweile nicht nur destruktiv sondern auch konstruktiv nutzen ) " was stimmt nicht mit mir " weil ich hier angegriffen, angepampt, zur Aussage genötigt usw.

Ich fange an, immer mehr auf mein Gefühl zu achten, welches ich mir aus mehreren Gründen, aber der wichtigste Beweggrund ist wohl der, schlichtweg überleben zu wollen, abtrainiert und so abgespalten habe, dass ich selbst lange keinen Zugang mehr zu mir hatte🙁

Hier fühlt ich mich sehr angegriffen und deswegen habe ich mich kurz zurückgezogen und mir folgende Frage gestellt:

Was macht das mit mir? Was löst es in mir aus? Wieso kann ich gar nicht mehr antworten, wenn es doch von der Sicht der Fragenden ganz normale Fragen sind?

Und dann kam mir eine kleine Erkenntnis zur Hilfe...

Es sind eben keine normalen Fragen, wenn man fast schon dazu genötigt wird, endlich preiszugeben, was man beruflich so macht, oder auch nicht.

Denn sie dienen nur dem Zweck, dass der Fragende endlich ein Bild geliefert bekommt, damit er sich etwas drunter vorstellen kann. Passt es in sein Schema, wird man in Ruhe gelassen. Passt es jedoch nicht, wird man angegriffen.

Und es ist eine gesunde Reaktion, auf nicht normale Fragen irritiert zu reagieren.

Denn die Fragen waren und sind kein ehrliches Interesse an mir und meiner Person, sondern dienen lediglich der Informationssammlung des Fragenden, um die Einteilung, Strukturierung und Eingliederung abzuschließen.

" Sage mir, was du arbeitest und ich kann mir dann was drunter vorstellen ( Selbstzweck) und kann auf dich ( als Muster) reagieren "

Etwas nicht definieren zu können, etwas sein lassen können, ohne es begreifen zu können, dazu sind die wenigsten in der Lage.

Dabei ist es doch so essentiell, das Werden und die Werdenden sein zu lassen.
 
WO zeigt jemand einem was mensch sein bedeutet? wo?

Na hier, ich, zum Beispiel. Ich versuche ja schon seit einigen Beiträgen dir und deinen Mitstreitern zu erklären, dass man nicht erwarten kann ernst genommen zu werden, wenn man nur wütend rumschreit und mit den Füßen stampft. Auch das bedeutet Mensch sein. Andere Meinungen respektieren (was nicht gutheißen bedeutet), Argumente und Lösungsansätze liefern (was nicht mit "Forderungen stellen" gleichbedeutend ist), Grundlagenforschung betreiben etc etc etc.

ich will für die moral stehen,...aber ich will zur moral anregen,...um selber zu schauen wo es hinführt. und auch wenn ich es rausbrüllen muss,..moral ist nicht nur ein recht, sondern eine pflicht...immer und überall. wenn nicht,...dann bin ich für anarchie wie im tierreich,...und der stärkere gewinnt ganz einfach

Gehört es nicht auch zur menschlichen Moral, anderes (in jedem Sinne) zu akzeptieren? ... was wiederum nicht heißt, Mißstände anzuerkennen!

dann bin ich für anarchie wie im tierreich,...und der stärkere gewinnt ganz einfach

Das verstehe ich nicht ganz. Welche Tierart lebt denn völlig anarchistisch? Mir fallen nur Arten ein, die irgendeine Form von Sozialstruktur inklusive eines "Anführers" ausleben.
 

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