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Ein Leben ohne Arbeit

Moin

Sagt mal gibt es eigentlich eine möglichkeit ohne Arbeit irgendwie über die Runden zu kommen ?

MFG aus NRW
Hannibal

Hi Hanni, da muss ich Dich enttäuschen!
Ein Leben ohne Arbeit ist leider unmöglich!

"Arbeit" ist physikalisch gesehen das Produkt aus "Kraft" mal "Weg" .....

Wenn Du also am Morgen erwachst und merkst dass Du Pinkeln musst, dann bist Du gezwungen die "Kraft" aufzuwenden um Deinen Körper zu erheben und den "Weg" zur Toilette zurück zu legen - es sei denn, Du hast kein Problem mit dem Einnässen oder Jemanden zur Hand, der Dir das Fläschchen ans Bett bringt - aber selbst dann müsstest Du die Kraft aufwenden Dich zur Seite zu drehen.

Wenn sich dann irgendwann Dein Magen meldet, dann bist Du wieder gezwungen Dich in Bewegung zu setzen um zum Kühlschrank zu gehen etc. und im Vorfeld musstest Du natürlich mal einkaufen gewesen sein, damit überhaupt irgendetwas zu Futtern da ist - es sei denn, Du hast jemanden der Dich versorgt, für Dich einkauft und Dir das Essen ans Bett trägt und Dir im Idealfall den vorgekauten Brei direkt in den Mund spuckt - dann bräuchtest Du nur noch schlucken, was allerdings auch eine Form von Arbeit darstellt.

Wenn Du nun in irgendeiner Form daran "arbeiten" möchtest, dass Du als "für die Gesellschaft gänzlich unbrauchbar" eingestuft wirst, dann bist Du wiederum gezwungen "Kraft" aufzuwenden und verschiedene "Wege" zu gehen, um zu Ärzten zu kommen, zu Ämtern zu gehen, Formulare auszufüllen, Therapiestunden zu absolvieren etc. - es sei denn, Du hast eine art Betreuer, der Dir möglichst viel dieser Arbeit abnimmt und Dich im Rollstuhl durch die Institutionen kutschiert - aber selbst der Weg vom Bett in den Rollstuhl ist mit Arbeit verbunden.

Kurz und gut:
Das Leben besteht aus einer endlosen Reihe von mehr oder weniger aufwendigen Arbeiten denen Du nur entgehen kannst indem Du
entweder Deine Bedürfnisse erheblich reduzierst,
oder indem Du Jemandem beauftragst Deine Arbeit für Dich zu erledigen,
oder indem Du einfach den Löffel abgibst.

Deine Bedürfnisse zu reduzieren ist bis zu einem gewissen Grad sicher machbar - da liegt die Grenze dort, wo Du Dein Dasein noch als lebenswert empfindest.

Jemand Anderen dafür zu beauftragen Deine verbleibenden Bedürfnisse zu befriedigen ist zwar auch mit einem gewissen Aufwand verbunden - Dank Harz Vier und dem Einsatz vieler Hilfsorganisationen jedoch durchaus möglich.

Den Löffel abzugeben, um der Arbeit zu entgehen ist an sich nicht notwendig, da Du ja im Grunde schon irgendwie tot bist wenn Du die Befriedigung Deiner Bedürfnisse Deinen Mitmenschen überlässt, obwohl Du selbst über einen gesunden Körper und einen einigermaßen gesunden Geist verfügst und die Gelegenheit hättest, selbst für Dich zu sorgen.
 
Zur Arbeit gehen können,ist die eine Sache,aber ich denke,bei vielen Sätzen meiner Vorredner dürften sich viele "nur" Hausfrauen" auf den Schlips getreten fühlen. Jahrzehntelang (und mittlerweile dürfte das auf dem Gebiet der EX DDR auch so vorkommen!) war die bundesdeutsche FRAU nur dazu da, dem Mann ein gemütliches Heim zu schaffen (da hatte sie keine Kolleginnen!),für die Kinder da zu sein,den Haushalt zu schmeißen,evtl.war da noch ein Garten zu bewirtschaften. Ich habe das im DDR Haushalt meiner Eltern so erlebt,meine Mutti war stolz,daß sie eben ihre ARBEIT zu Hause verrichten konnte,denn das ist auch Arbeit,sie hat ihre Beschäftigung gehabt,wurde gefordert, hatte Austausch mit Nachbarn und Freundinnen. Also so ganz stimmt das eben nicht,wenn gemeint wird: nur,wer auf Arbeit in der Firma ist,der hat voll die Bestätigung! Depressiv wurde meine Mutter als Hausfrau auch nicht,jeder Mensch kann sich dann auch was suchen,um eben diese Krankheit nicht ausbrechen zu lassen.Und man muß keine Minderwertigkeitsgefühle bekommen,wenn man zeitweise ohne Arbeit ist..

Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, einmal in den Vordergrund zu rücken, dass die Erziehung der Kinder ( immerhin sind sie die Grundpfeiler der nächsten Gesellschaftsstruktur) eine der wichtigsten Tätigkeiten überhaupt ist.

Ich kann mich erinnern, dass ich mich wie blöd gefreut habe, wenn meine Mama mal nicht arbeiten war, sondern frei hatte und für mich da war. ( Sie musste arbeiten, genauso wie mein Papa - eben so, wie es heutzutage selbstverständlich geworden ist....)

Was ich als verkehrt herum empfinde ist, dass eine " Hausfrau" ( und für mich ist eine Hausfrau viel mehr als das, nämlich Erzieherin, Krankenschwester, Psychologin, Haushälterin, Managerin uvm) nicht leistungsgerecht bezahlt wird - wenn überhaupt kann sie froh sein, ein kleines Taschengeld vom Ehemann zu bekommen.

Das würdigt diese enorm wichtige Tätigkeit herab, finde ich.

Ich denke auch, dass es viele Frauen ( und sicher auch Männer), die die Wichtigkeit der Kindererziehung erkannt haben, gerne mehr und länger Zeit mit ihren Kindern verbringen würden, doch die wirtschaftliche Lage lässt es nicht zu.
 
Hi Hanni, da muss ich Dich enttäuschen!
Ein Leben ohne Arbeit ist leider unmöglich!

"Arbeit" ist physikalisch gesehen das Produkt aus "Kraft" mal "Weg" .....

Wenn Du also am Morgen erwachst und merkst dass Du Pinkeln musst, dann bist Du gezwungen die "Kraft" aufzuwenden um Deinen Körper zu erheben und den "Weg" zur Toilette zurück zu legen - es sei denn, Du hast kein Problem mit dem Einnässen oder Jemanden zur Hand, der Dir das Fläschchen ans Bett bringt - aber selbst dann müsstest Du die Kraft aufwenden Dich zur Seite zu drehen.

Wenn sich dann irgendwann Dein Magen meldet, dann bist Du wieder gezwungen Dich in Bewegung zu setzen um zum Kühlschrank zu gehen etc. und im Vorfeld musstest Du natürlich mal einkaufen gewesen sein, damit überhaupt irgendetwas zu Futtern da ist - es sei denn, Du hast jemanden der Dich versorgt, für Dich einkauft und Dir das Essen ans Bett trägt und Dir im Idealfall den vorgekauten Brei direkt in den Mund spuckt - dann bräuchtest Du nur noch schlucken, was allerdings auch eine Form von Arbeit darstellt.

Wenn Du nun in irgendeiner Form daran "arbeiten" möchtest, dass Du als "für die Gesellschaft gänzlich unbrauchbar" eingestuft wirst, dann bist Du wiederum gezwungen "Kraft" aufzuwenden und verschiedene "Wege" zu gehen, um zu Ärzten zu kommen, zu Ämtern zu gehen, Formulare auszufüllen, Therapiestunden zu absolvieren etc. - es sei denn, Du hast eine art Betreuer, der Dir möglichst viel dieser Arbeit abnimmt und Dich im Rollstuhl durch die Institutionen kutschiert - aber selbst der Weg vom Bett in den Rollstuhl ist mit Arbeit verbunden.

ich persönlich finde, dass ein mensch etwas mehr ist, als eine sich durchs Leben routierende maschine

es kommt fast so rüber,als diene arbeit ausschließlich dem zweck der selbsterhaltung

was mir hier eindeutig zu kurz kommt ist zB die freude an der arbeit und der spaß an einer tätigkeit an sich

etwas zu tun ist ein urtrieb in uns; wir wollen alle etwas erschaffen, kreieren, mitgestalten, erneuern usw

wenn die arbeit/tätigkeit ausschließlich zum überleben dient, dann kann sich da sehr bald druck, stress, melancholie und tiefste unzufreidenheit einschleichen

denn ja: es gibt mehr

und ich finde, dass wir nicht arbeiten, um zu leben, sondern

leben um zu " arbeiten "

und mit arbeiten meine ich ( im besten fall ):

eine tätigkeit ausüben, die uns in erster linie selbst freude bereitet

eine tätigkeit, mit der wir unseren lebensunterhalt GUT bestreiten können

eine tätigkeit, die nicht nur uns selbst, sondern auch anderen etwas bringt



Kurz und gut:
Das Leben besteht aus einer endlosen Reihe von mehr oder weniger aufwendigen Arbeiten denen Du nur entgehen kannst indem Du
entweder Deine Bedürfnisse erheblich reduzierst,
oder indem Du Jemandem beauftragst Deine Arbeit für Dich zu erledigen,
oder indem Du einfach den Löffel abgibst.

Deine Bedürfnisse zu reduzieren ist bis zu einem gewissen Grad sicher machbar - da liegt die Grenze dort, wo Du Dein Dasein noch als lebenswert empfindest.

Jemand Anderen dafür zu beauftragen Deine verbleibenden Bedürfnisse zu befriedigen ist zwar auch mit einem gewissen Aufwand verbunden - Dank Harz Vier und dem Einsatz vieler Hilfsorganisationen jedoch durchaus möglich.

Den Löffel abzugeben, um der Arbeit zu entgehen ist an sich nicht notwendig, da Du ja im Grunde schon irgendwie tot bist wenn Du die Befriedigung Deiner Bedürfnisse Deinen Mitmenschen überlässt, obwohl Du selbst über einen gesunden Körper und einen einigermaßen gesunden Geist verfügst und die Gelegenheit hättest, selbst für Dich zu sorgen.

Ich denke, dass es zwischen einem routierenden roboter und einem burnoutpatienten auch noch zwischenstufen gibt

extreme sind nie gesund
 
Ich bezweifele sehr stark, dass die Mehrheit der Menschen das so radikal sieht... 🙄


ich nehme extra noch einmal diesen satz heraus, weil er sehr viel aussagt, und zwar:

weil die MEHRHEIT der Menschen arbeitet, ist Arbeit gut.

weil die MEHRHEIT der Menschen diese Partei wählt, ist diese Partei gut

weil die MEHRHEIT der Menschen so lebt, ist diese Art zu leben gut

es gäbe noch viel mehr Beispiele, aber wenn ich detailierter werden würde,
würde ich wieder ermahnt und abgestraft werden (......)
 
Zuletzt bearbeitet:
ich persönlich finde, dass ein mensch etwas mehr ist, als eine sich durchs Leben routierende maschine
Ja natürlich ist der Mensch mehr ......
Aber das war nicht das Thema, das Hanni angesprochen hat.

Er wollte wissen, ob er ohne Arbeit über die Runden kommt - und dem ist halt nicht so.
Es sei denn er reduziert seine Bedürfnisse extrem, oder er lässt seine Mitmenschen für sich arbeiten, oder er geht aus dem Leben.

Im Übrigen hat der Begriff Arbeit an sich keinen unangenehmen Beigeschmack.
Arbeit ist schlicht und einfach ein Mittel zum Zweck, es ist nur die Energie die aufgewendet werden muss, um irgendetwas zu bewegen.
Arbeit hat mit Freude oder Bock nichts zu tun - das ist schlichte Notwendigkeit. Ein einfaches physikalisches Gesetz.

Wie wir mit diesem Gesetz umgehen und welchen Standpunkt wir dazu einnehmen ist Verstandes - und Charaktersache.
 
mhm...

Ich glaube, die Voraussetzung für Diskussionen sind in erster Linie, die Bedeutung der Wörter auf einen Nenner zu bringen.

Man müsste einmal eine gemeinsame Definition für das Wort Arbeit und weiters auch für das Wort leben finden.

Da aber wirklich jeder unter Arbeit und Leben etwas anderes versteht und definiert, ist eine Diskussion bzw eine Annäherung auf einen gemeinsamen Konsens fast unmöglich😕

Wenn ich über Arbeit spreche, meine ich nicht die physikalische, körperliche Anstrengung, ein Teil von A nach B zu bewegen usw

sondern eher die Beschäftigung/ Betätigung/ Tätigkeit als Mensch, um Energie ( huch, Grenzgebiet...lande jetzt auch in der Physik *g*) zu geben und in anderer Art und Weise wieder zu bekommen.

So gesehen ist für mich Arbeit ein Energieaustausch, von dem beide Parteien profitieren sollen.
 
mhm...

Ich glaube, die Voraussetzung für Diskussionen sind in erster Linie, die Bedeutung der Wörter auf einen Nenner zu bringen.

Man müsste einmal eine gemeinsame Definition für das Wort Arbeit und weiters auch für das Wort leben finden.

Da aber wirklich jeder unter Arbeit und Leben etwas anderes versteht und definiert, ist eine Diskussion bzw eine Annäherung auf einen gemeinsamen Konsens fast unmöglich😕

Wenn ich über Arbeit spreche, meine ich nicht die physikalische, körperliche Anstrengung, ein Teil von A nach B zu bewegen usw

sondern eher die Beschäftigung/ Betätigung/ Tätigkeit als Mensch, um Energie ( huch, Grenzgebiet...lande jetzt auch in der Physik *g*) zu geben und in anderer Art und Weise wieder zu bekommen.

So gesehen ist für mich Arbeit ein Energieaustausch, von dem beide Parteien profitieren sollen.
Ja genau - ein Energieaustausch!
Völlig unabhängig davon, ob ein Ding mit Muskelkraft bewegt wird oder ob ein Schalter umgelegt wird der eine Maschine in Gang bringt oder ob ein formulierter Gedanke zu einer geistigen oder emotionalen Bewegung bei einem anderen Menschen führt.... in jedem Fall findet Arbeit statt.
Und ohne Arbeit tut sich gar nichts - und daher kann auch Niemand ohne Arbeit über die Runden kommen.
Bei der Erwerbsarbeit sieht es nur scheinbar anders aus - denn dank unseres Sozialsystems kann man ohne Erwerbsarbeit zwar über die Runden kommen ..... man verzehrt jedoch die erarbeitete Substanz seiner Mitmenschen, ohne deren Arbeit überhaupt keine Mittel für soziale Aufwendungen zur Verfügung stünden.

Andererseits ist die Erwerbsarbeit als annähernd einzige gesellschaftlich anerkannte Form des Energieaustauschs längst nicht mehr gesellschaftsfähig, weil sie an der Wirklichkeit vorbei geht.
Was uns fehlt ist eine Instanz über die es möglich wäre, auch jenseits der Erwerbsarbeit einen Beitrag zum allgemeinen Energieaustausch zu leisten, der hinsichtlich der gesellschaftlichen Akzeptanz und der Anerkennung dieser "Arbeit" mit der Erwerbsarbeit gleich gestellt ist.
 
Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, einmal in den Vordergrund zu rücken, dass die Erziehung der Kinder ( immerhin sind sie die Grundpfeiler der nächsten Gesellschaftsstruktur) eine der wichtigsten Tätigkeiten überhaupt ist.

Ich kann mich erinnern, dass ich mich wie blöd gefreut habe, wenn meine Mama mal nicht arbeiten war, sondern frei hatte und für mich da war. ( Sie musste arbeiten, genauso wie mein Papa - eben so, wie es heutzutage selbstverständlich geworden ist....)

Was ich als verkehrt herum empfinde ist, dass eine " Hausfrau" ( und für mich ist eine Hausfrau viel mehr als das, nämlich Erzieherin, Krankenschwester, Psychologin, Haushälterin, Managerin uvm) nicht leistungsgerecht bezahlt wird - wenn überhaupt kann sie froh sein, ein kleines Taschengeld vom Ehemann zu bekommen.

Das würdigt diese enorm wichtige Tätigkeit herab, finde ich.

Ich denke auch, dass es viele Frauen ( und sicher auch Männer), die die Wichtigkeit der Kindererziehung erkannt haben, gerne mehr und länger Zeit mit ihren Kindern verbringen würden, doch die wirtschaftliche Lage lässt es nicht zu.

Hallo ,

ich lese gerade " Die Tore der Welt " von Ken Follett ( 1. Teil " Die Säulen der Erde " )

und

Caris , eine junge Frau sträubt sich schon damals vor ca 700 Jahren , dem Willen zu gehorchen ,

sich unter zu ordnen einem Ehemann und daraus folgende Lebensumstände,

was ich als ungemein fortschrittlich als auch mutig einschätze. Denn sie macht sich

wahre Gedanken , wie sie ihr Leben leben will und

WELCHE Chancen sie ÜBERHAUPT als Frau hat !!!
 
Ich verfoge diesen Thread schon ziemlich lange und ab und zu juckts mir dann doch in den Fingern noch etwas dazu zu schreiben.

Den physikalischen Ansatz finde ich recht interessant (eher amüsant), auch wenn meines Erachtens gesellschaftliche Vorgänge mitnichten physikalischen Gesetzen gehorchen, letzendlich gefällt mir aber die Analogie. Die Schlußfolgerung, dass eben "Ein Leben ohne Arbeit" nicht geht, ist absolut richtig, insofern witzigerweise hier die physikalische Definition von Arbeit und im speziellen die Sätze zur Krafterhaltung komplett greifen. Arbeit als Tätigkeit, Leben als Arbeit, als Bewegung schlechthin. Ohne Arbeit kein Leben könnte man daraus ableiten.

Was mit nach wie vor an diesem Thread fehlt ist ein Lösungsansatz. Es gibt viele die beklagen die Mißstände, verweigern sich, als scheinbar einzigem Lösungsansatz, der aber in diesem System nicht greift. Wem und was nutzt es die Mißstände zu beklagen, zu beschreiben, zu wüten und zu toben, ohne konkrete Zielsetzung, ohne eine Idee? Ist das dann die hier irgendwo gepriesene Rückwendung zur Kindlichkeit, auch da noch zu wüten, wo überhaupt nichts mehr zu holen ist? Das ist doch dann im wahrsten Sinne Kinderkram, eine Sackgasse. Wie ich glaube ich schon vorab irgendwo erwähnte: "back to the roots" ist ein absolutes NOGO, rein subjektive Selbstspiegelung und Selbstfindung bringt die Gemeinschaft genausowenig weiter. Etwas größeres muß her, eine Idee ein Ideal...naja egal ist wohl nicht so leicht da was zu finden.
 
Gast: meinen Respekt - endlich mal einer, der das Denken hier noch nicht verlernt hat!

Schade dass du nur "gast" bist ... und nicht angemeldet hier!

Und an diejenigen, welche Hartz4-Empfänger und Arbeitslose als "Schmarotzer" empfinden:

Die sollten sich mal ERNSTHAFT fragen, wer denn hier wirklich im großen Stil schmarotzt!

Das sind doch zuerst mal die Großunternehmen, das Kapital - was dafür gesorgt hat, dass die Schere zwischen reich und arm zunehmend auseinander geht und permanent den Druck auf die Arbeiterklasse erhöht - nicht nur das:

es werden Staatsschulden OHNE LIMITS aufgehäuft:

das sind Gelder, die direkt in Kassen von Konzernen und Unternehmen sowie Banken gespült werden, jetzt und heute - und an denen sich mächtige Superreiche privat immer weiter bereichern!
Und die soll der kleine Mann "eines schönen Tages" mal mit "seiner Hände Arbeit" erwirtschaften: die Enkel, unserer Enkel, unserer Enkel, unserer... usw. usf.

DAS sind die wahren Schmarotzer!
Und wenn einer das erkannt hat und sich sagt:

Das kann man nicht unterstützen, das System muss man boykottieren - für diese Schmarotzer mache ich ab sofort keinen Finger mehr krumm - dann finde ich, ist die Einstellung voll zu respektieren!

Und der muss sich wirklich keine Vorwürfe machen und sich anhören, er sei ein Schmarotzer, nur weil er selber nicht länger bereit ist, schmarotzenden Abzockern die Taschen prall zu füllen.
Hört auf euch daraus euer "Selbstwertgefühl" zu ziehen, was ihr beruflich macht!

Das ist doch der ganze Knackpunkt, warum all die Scheiße so weiter läuft. Arbeit? Ja bitte!
Aber nicht Arbeit um jeden Preis. Und keine Arbeit mehr, die einem das komplette Leben versaut. Das scheinen einige nicht zu kapieren. Die Deutschen sind eben in ihrer Gesamtheit dumm... das Denken haben sie seit unseren Dichtern und Denkern von damals leider gründlich verlernt. Lassen sich jeden Mist über die Medien ins Hirn kippen, wo er vor sich hin gammelt.

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Manchmal, ja manchmal darf man sich einfach über gar nichts mehr wundern...... unglaublich wie sich manche Menschen ihre Welt zurechtzimmern.... also boykottiert alle das System und bleibt morgens liegen und geniesst das Leben. So wird es dann sicherlich bergauf gehen mit dieser Gesellschaft. 😎........... und wenn irgendwann die Mülltonnen überquellen, dann muss sich niemand aufregen. Sagt euch einfach ;"Bei der Müllabfuhr zu arbeiten, versaut einen ganz gewiss das Leben, es ist menschenunwürdig und so nachvollziehbar, dass das niemand mehr machen möchte. Herrschaftszeiten, wie verspinnert ist diese Gesellschaft eigentlich mittlerweile?!.. Deutschland ist nachwievor noch ein wohlhabender Sozialstaat. In anderen europäischen Ländern stellt sich den Menschen die Frage schlicht nicht, ob sie morgens keinen Bock haben ihren Hintern hochzubewegen. Sie bleiben dann eben hungrig -- hier übernimmt der Staat zumindestens noch die Grundversorgung eines Menschen , wenn er nicht für sich selber sorgt. DA in der Hinsicht nur Gift und Galle zu spucken über das dumme Deutschland IST reiner Wohlstand.
 

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