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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Ich denke, dass eines der größten Probleme der Gesellschaft ist, dass sie keinen Plan hat. Sie setzen sich nicht ernsthaft mit sich auseinander, hören nicht zu, verstehen nicht, tun aber so, als wären sie Gott-weiß-wer.

Ich sehe das jedoch nicht als eine Schuld, sondern als den Status Quo.


Ja, ich stimme Dir in der Aussage zu, dass die Gesellschaft keinen Plan hat. Ich muss dabei an das Sprichwort denken: "Viele Köche verderben den Brei."

Aber nehmen wir mal an, Du hättest den Plan, nicht irgendeinen Plan, sondern wirklich den Plan.
Du stellst fest, was Du oben schon festgestellt hast. Die (meisten) Menschen setzen sich damit nicht ernsthaft auseinander, hören (Dir) nicht zu, verstehen natürlich nicht. Und dann gibt es noch einige von ihnen, die tun so, als wären sie Gott-weiß-wer.

Wie würdest Du Dich fühlen? Was würdest Du denken? Du wärest direkt betroffen, denn Du hast ja den Plan.

Schuld ist da nicht unbedingt ein zentraler Begriff, der vorrangig besprochen werden müsste. Aber ich sehe da auch nicht, wie man den Begriff Schuld völlig außen vorlassen kann.

Zu dem Problem des Nicht-Hörens kommt ja auch noch, dass der aktuelle Status Quo nicht fix ist. Er verändert sich. Es hat Folgen, nicht zu hören, nicht zu verstehen.
 
Insbesondere haben Menschen auch Angst davor, ein Held zu sein. Ob das eine Schuld ist?

Meinst Du wirklich, Menschen hätten Angst davor, ein Held zu sein? Ich denke, kleine Jungs träumen davon, mal ein Held zu sein. Sind sie erwachsen, denkt kaum ein Mensch darüber nach. Und manchmal - denke ich - wird jemand zum Helden - der es selbst von sich nicht gedacht hätte.

Ich denke, es hat nichts mit Schuld zu tun, wenn man sich nicht wünscht, mal ein Held zu sein.
Angst zu haben - macht den Menschen auch nicht schuldig. Nichts gegen Angst zu tun... sich von ihr bestimmen zu lassen ohne ausreichende Gegenwehr zu entwickeln, könnte schon eher etwas mit Schuld zu tun haben.
 
Ein Held ist nicht nur mal ein Held, sondern dann immer. Gewisse Dinge verändern dich. Es ist weniger eine Tat, mehr eine Eigenschaft, die man hernach nicht mehr abschütteln kann.

Like so.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ist ein Held?

Es ist die Kunst, das Starksein und das Gutsein zu einer gelebten Kunst zu erheben.

Ein Held interessiert sich nicht für Schuld, sondern für Größe.

Ein Held ist nicht nur mal ein Held, sondern dann immer. Gewisse Dinge verändern dich. Es ist weniger eine Tat, mehr eine Eigenschaft, die man hernach nicht mehr abschütteln kann.

Nach Deiner Definition habe ich keine Chance, jemals ein Held zu sein. Ich interessiere mich nicht für Größe (bei Menschen) und mir stellen sich die Nackenhaare auf, wenn ich Stark- und Gutsein zu einer Kunst erheben müsste.

Ich interessiere mich für Fragen, deren Antworten helfen, menschliche Probleme zu verringern oder gar zu beseitigen. Es gefällt mir sehr, wenn Menschen lachen und auch handfeste Gründe für Fröhlichkeit haben. Meine Gedanken kreisen um die Frage, inwiefern ich dazu beitragen kann. Und mich interessiert meine praktische Umsetzung. Und ja, ich lache auch sehr gerne. Ich liebe Musik und tanze gerne und brüte auch gerne über ein Schachproblem. Ich war schon in Alaska und in Johannnisburg sowie in Tokyo und Osaka... aber ein Held war ich noch nie.

Bist Du ein Held?
 
Siehst du die Zeichen nicht?

Es wird der Tag kommen, an dem du dich entscheiden musst, ob du ein Held bist oder nicht. Eine andere Wahl gibt es nicht. Vielleicht ist dieser Tag schon jetzt,
 
Siehst du die Zeichen nicht?

Es wird der Tag kommen, an dem du dich entscheiden musst, ob du ein Held bist oder nicht. Eine andere Wahl gibt es nicht. Vielleicht ist dieser Tag schon jetzt,

So ziemlich jeder Tag bringt Entscheidungssituationen mit sich. Wir merken meist nicht, wie oft wir uns zwischen Gut und Böse entscheiden müssen. Wir treffen viele Entscheidungen "automatisch". Dabei haben wir selbst Handlungsabläufe in unserem Gehirn abgespeichert, die wir später "automatisch" abrufen. Auch mit bösartigen Entscheidungen können wir Erfolg haben. Das ist das Problem. Unser Gehirn speichert die erfolgreichen Handlungsabläufe ab. Bewerten, welche davon gute oder böse Inhalte haben, müssen wir.

Ich sehe nicht, dass ich mich für das Heldentum entscheiden müsste. Ich sehe nur, dass ich mich immer wieder zwischen gut und böse entscheiden muß. Und es wäre ein schuldhaftes Unterlassen, wenn ich nicht auch bereits abgespeicherte Handlungsabläufe dieser Prüfung unterziehe.
 
Dir, Tsunami, hat es der Begriff „Held“ angetan. Das ist unübersehbar. Ich sehe darin auch nichts Schlechtes. Nur, so denke ich, hast du eine eher unrealistische Vorstellung, was ein wirklicher Held ist.

Wenn ich an den Begriff „Held“ denke, fallen mir Terroristen ein. Sie tun Grausames. Und selbst fühlen und sehen sie sich doch als Helden ihrer Idee, ihrer Religion oder ihrer politischen Grundhaltung.
Kann es nicht sein, dass diese „Helden“, die so bereit sind für ihre Überzeugung zu sterben und sich dem Bösen so gnadenlos verschrieben haben, nichts anderes sind als enttäuschte Menschen?

Kann es nicht sein, dass es Menschen sind, die gute Ideale suchten – aber nicht fanden? Sie litten Durst und bekamen nichts Genießbares zu trinken. Wie ist es mit der boshaften Nachbarin, die hinter jeder freundlichen Bemerkung eine Falle oder eine Gehässigkeit vermutet? Wenn wir bei all diesen Menschen bis in die Kindheit bohren würden, was würden wir sehen?

Ich denke, wir sehen in beiden Fällen Menschen, die eine Enttäuschung nach der anderen erlebten und damit nicht fertig wurden. Möglicherweise sind diese Menschen niemandem begegnet, der ihnen Hoffnung und vielleicht auch Hilfe brachte. Wenn die Suche nach dem Guten, was Menschen suchen, immer und immer wieder enttäuscht wird, bleibt Verbitterung oder eben Hass auf die Gesellschaft, die das Gute nicht sichtbar und vor allem nicht findbar macht.

Ich denke, gerade diese Menschen haben möglicherweise einen hohen Anspruch an „das Gute“.
Es genügt ihnen nicht, wenn man ihnen sagt: „Ey, geh mal in die Disko und mach‘ Dir einen schönen Abend“ oder „reiß dir mal eine schöne Frau/schönen Mann auf.“ Ich bin überzeugt, viele dieser Menschen, die wir zu Recht böse nennen, waren bereit über ihre Grenzen hinaus ein gutes Ideal zu leben, wenn sie es denn gefunden und leben gekonnt hätten.

Diesen Menschen kann ich nicht mit Moral oder Ethik kommen. Spruch: „Das gehört sich nicht“.
jedoch kann ich versuchen zu verstehen, wie der innere Lebensweg dieses Menschen war.

Ein Held ist für mich eher jemand, der versucht zu verstehen und der selbst um die Suche nach dem Ideal weiß und sich selbst dieser Suche verschrieben hat und der sich dem Bösen bereits im Kleinen entgegenstellt. In dem Sinne kann jeder in seinem Leben ein Held sein und sich bereits den eigenen schlechten Gedanken entgegenstellen. Hass, Zorn, Neid, Gier, Gleichgültigkeit, Faulheit und sogar Angst vor Zivilcourage sind die Feinde, denen sich ein Held unermüdlich entgegenstellt. Wenn die Kämpfe gegen diese persönlichen Feinde gewonnen werden, wer weiß, wie vielen Menschen dies das Leben rettet? Der Held ist jemand, der Hoffnung gibt wo Hoffnungslosigkeit herrscht. Nur er selbst weiß nicht, dass er möglicherweise ein Held ist, was er im übrigen auch niemals anstrebte.

Einen Helden, der groß und stark ist, das ist genau der Typ, von dem kleine Jungen träumen und den wir am wenigsten brauchen.
 
Ich denke mal, Tsunami, Deine Überzeugung hast Du schon niedergeschrieben. Oder?

Was ist ein Held?

Es ist die Kunst, das Starksein und das Gutsein zu einer gelebten Kunst zu erheben.
Ein Held interessiert sich nicht für Schuld, sondern für Größe.

Aber evt. hast Du ja eine Ergänzung oder Korrektur auf Lager?

Ich lese gerne....
 
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