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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Warum Menschen tun, was sie tun?

Es ist nicht so sehr ihre Bildung, ihre Intelligenz oder ihre Prägung.

Am Ende des Tages sind es immer die Gefühle. Krieg? Liebe? Freundlichkeit? Arschigkeit? Das sind immer Gefühle. Darin kann man keine Logik finden. Vielleicht.
 
Warum Menschen tun, was sie tun?

Es ist nicht so sehr ihre Bildung, ihre Intelligenz oder ihre Prägung.

Am Ende des Tages sind es immer die Gefühle. Krieg? Liebe? Freundlichkeit? Arschigkeit? Das sind immer Gefühle. Darin kann man keine Logik finden. Vielleicht.

Ich bin Feind monokausaler Erklärungen.

Ganz allgemein sehe ich das folgendermaßen:



  1. Prozess
    Das Leben ist ein Prozess, der aus Aktion und Reaktion besteht. Unsere Reife, Intelligenz und Bildung beeinflussen die Art und Weise, wie wir mit den Informationen umgehen, die wir aus Aktion und Reaktion gewinnen.

  2. Standards
    Es gibt bestimmte Standards in der Verarbeitung. So lernen wir als Kleinkind z.B. das Aufstehen und Laufen und speichern den 87. erfolgreich verlaufenden Versuch als Handlungsanweisung ab. Als Erwachsene denken wir nicht mehr aktiv darüber nach, wie das Aufstehen und das Laufen funktionieren. Wir tun es einfach.

  3. Materielle/mechanische u. immaterielle Prozesse
    Es gibt aber Prozesse, die weniger mit Mechanik (Materialität) sondern mehr mit Immaterialität zu tun hat. Dazu zählen Liebe empfangen und geben, Geborgenheit erhalten und schenken u.a.

  4. Gehirn
    Das Gehirn braucht zu seiner Ausbildung ca. 20 Jahre. Es ist also nachvollziehbar, dass wir die Prozesse der Vergangenheit, der Gegenwart sowie der Zukunft erst dann durchdenken können, wenn unser Gehirn ausgebildet ist. Und weil der Verstand in der gesamten Kindheit noch nicht in voller Kraft aktiv werden kann, sind es eher Gefühle, mit denen wir die Prozesse bewerten. Die Bewertungen enden in „das gefällt mir“ oder „das tut mir gut“ oder „ich fühle mich wohl“ oder „….eben nicht“.

  5. Handlungsanweisungen
    Und das Abspeichern der Handlungsanweisungen (2. Absatz) führt dazu, dass auch die gefühlsmässige Bewertung der immateriellen Prozesse (3. Absatz) mit in das Erwachsenenleben genommen werden.

  6. Reife
    Mit Reife bezeichne ich nicht die Endausbildung des Verstandes, sondern nach der Endausbildung des Verstandes die Ablösung der gefühlsmässigen Bewertung durch das ICH unter Zuhilfenahme des Verstandes – aber auch in zweiter Linie durch meine Gefühle.

  7. Das Ich
    Wir sollten uns vor Augen halten, dass wir Gedanken ebenso wie Gefühle akzeptieren oder ablehnen können. Insofern ist es das Ich, welches zunächst die Aufgabe der Herrschaft hat.

  8. Probleme
    Es kommt immer zu Problemen, wenn wir uns von Gefühlen bestimmen lassen, den Verstand benutzen um eine logische Rechtfertigung zu finden und das Ich dieser Reihenfolge zustimmt und sich im Übrigen einer eigenen Bewertung enthält.

  9. Schuld
    Ich kann mir vorstellen, dass wir ein diffuses Schuldgefühl haben, wenn es bei uns so abläuft, wie ich es in 8) beschrieben habe. Wir machen nach Augenschein nichts falsch – trotzdem läuft es in „unserem“ Leben nicht rund und „wir“ geraten ggf. in schwierigen Situationen in eine Depression. Wir führen das dann auf die schwierige Situation zurück. Richtig wäre, wenn wir wenigstens zwei Ursachen identifizieren: Der problematische Führungs- und Bewertungsprozess (Absatz 8) und die schwierige Situation.

  10. Appell
    Wir sollten bei Eintritt der Reife (Punkt 6) nicht nur die Gegenwart und Zukunft unter Zuhilfenahme des Verstandes bewerten, sondern auch die bereits – weitgehend auf Gefühlen basierenden – abgespeicherten Handlungsanweisungen der Vergangenheit.

    Aus dem Grund kann ich Dir nicht zustimmen, wenn Du sagst: „Am Ende des Tages sind es immer die Gefühle.“ Wenn das stimmt, ist es um den Menschen schlecht bestellt.

    LG, Nordrheiner
 
Unter Geld, Macht und Schminke versteht man heutzutage wohl große Freiheit. Das muss man nicht verstehen, auch nicht lieben. Es ändert jedoch nichts daran, dass es so ist.

Hauptsächlich wohl unter GELD und MACHT und darunter anderen IHRE Meinung aufzudrängen und maßregeln zu wollen.
Mit alledem kann ich rein gar nichts anfangen.
Und! Solche Leute können mir mal gestohlen bleiben.
 
Hauptsächlich wohl unter GELD und MACHT und darunter anderen IHRE Meinung aufzudrängen und maßregeln zu wollen.
Mit alledem kann ich rein gar nichts anfangen.
Und! Solche Leute können mir mal gestohlen bleiben.

Geld und Macht sind nicht generell schlecht. Ob Du nur 50 € hast oder 5 Mio. € - beides macht Dich nicht zu einem schlechten oder zu einem guten Menschen. Die Entscheidung liegt immer bei Dir. Was fängst Du mit dem Geld an, über das Du verfügst?

Das Gleiche gilt für Macht. Macht hat was mit machen zu tun. Mit dem, was wir tagtäglich machen, zeigen wir unsere Einstellung. Machen wir Gutes - oder nicht? Kümmern wir uns nur um unser Wohl - oder haben wir auch das Wohl des Anderen im Auge?

Um im Thema dieses Fadens zu bleiben: Schuld fängt dort an, wo "ich" eine Gelegenheit hatte, einem anderen Gutes zu tun und diese Gelegenheit nicht nutzte.

LG, Nordrheiner
 
Nordrheiner, kurze Zwischennotiz an dich:

Wir sehen uns am Gipfel des Berges.

Weiters eine spontane Definition dazu, was ein Held ist. Ein Held ist jemand, der danach schaut (und handelt), dass möglichst wenig Schaden angerichtet wird und das Gute sich entwickeln kann.

Und nein, das ist keine einfache Aufgabe, für keinen Menschen.
 
Nordrheiner, kurze Zwischennotiz an dich:

Wir sehen uns am Gipfel des Berges.

Weiters eine spontane Definition dazu, was ein Held ist. Ein Held ist jemand, der danach schaut (und handelt), dass möglichst wenig Schaden angerichtet wird und das Gute sich entwickeln kann.

Und nein, das ist keine einfache Aufgabe, für keinen Menschen.


Was die Umsetzung betrifft, so denke ich: Es gibt immer noch etwas zu tun. Also sich umschauen, was es sein könnte.
Und ja, es mag nicht immer leicht oder einfach sein. Aber was ist schon einfach oder leicht im Leben?
 
Ich fand deinen Erklärungsansatz nicht schlecht, aber es ändert nichts daran, dass sich Menschen IMMER aus einem Gefühl heraus verhalten und ein Gefühl anstreben. Und genau das erklärt so ziemlich jedes Verhalten eines jeden Menschen auf dieser Welt.
 
Ich stimme Dir nur teilweise zu.
Es soll auch Menschen geben, die ihre Gedanken in die Tat umsetzen, egal was die Gefühle dazu sagen. Und das finde ich gut so.

Handeln wir z.B. konform mit unseren Gefühlen aber in Opposition zu unseren Gedanken, zu unserem Verstand, dann finde ich das falsch.

Anders ist es, wenn der Verstand keine hilfreichen Gedanken und Lösungen zur Verfügung stellt. Dann „muß“ der Mensch in vielen Situationen – mangels Alternative – auf sein Bauchgefühl vertrauen.
 
Ich stimme Dir nur teilweise zu.
Es soll auch Menschen geben, die ihre Gedanken in die Tat umsetzen, egal was die Gefühle dazu sagen. Und das finde ich gut so.

Menschen im Gros tun gerade das, was ihre Gefühle ihnen sagen, nicht das, was ihre Gedanken ihnen sagen. Die Gedanken sind Statisten.

Handeln wir z.B. konform mit unseren Gefühlen aber in Opposition zu unseren Gedanken, zu unserem Verstand, dann finde ich das falsch.

Du magst es falsch finden, es ändert jedoch nichts an der Tatsache.

Anders ist es, wenn der Verstand keine hilfreichen Gedanken und Lösungen zur Verfügung stellt. Dann „muß“ der Mensch in vielen Situationen – mangels Alternative – auf sein Bauchgefühl vertrauen.

Es ist eher der Denker, der ohne Partner und Kinder von dannen geht, nicht so sehr der, der auf sein Gefühl hört.
 
Menschen im Gros tun gerade das, was ihre Gefühle ihnen sagen, nicht das, was ihre Gedanken ihnen sagen. Die Gedanken sind Statisten.

Ja, das mag auf viele, vielleicht sogar auf die meisten Menschen zutreffen.

Du magst es falsch finden, es ändert jedoch nichts an der Tatsache.
Ich denke eben über richtig und falsch nach. Das macht mich nicht zu einem fehlerfreien Menschen. Aber es hilft mir....

Es ist eher der Denker, der ohne Partner und Kinder von dannen geht, nicht so sehr der, der auf sein Gefühl hört.

Mit "von dannen gehen" meinst Du sterben?
Also ich kann nicht sagen, dass ein (viel) denkender Mensch ohne Partner und Kinder von dannen geht. Er ist eher wählerischer, was Partner betrifft.

Steht denn das Ziel "Partner, Kinder" dem Denken entgegen? Zum Denken gehört nach meiner Meinung auch das Tun. Die reinen Denker (Theoretiker) haben es bestimmt auch sehr schwer mit Partnerschaft und Kindern.

Im Gegensatz zu ihnen stehen die Menschen, die sich hauptsächlich von ihren Gefühlen leiten lassen. Bei diesen Menschen ist die Wahrscheinlichkeit, mehrere potenzielle Partner zu finden, sicherlich deutlich höher als bei den "reinen" Denkern. Keine Frage. Dafür ist die Anzahl der "Unfälle" gefühlsgesteuerter Menschen sicherlich enorm hoch. Unterm Strich sind beide Extreme hinsichtlich ihres glücklichen Erfolges einer Partnerschaft wenig von einander entfernt, denk ich mal.

Wenn es um Partnerschaft geht, würde ich die goldene Mitte empfehlen.
 
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