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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Nein, das denke ich nicht... wenn ich so Deine Definition von Held sehe. Aber evt. wäre es besser, sich gerade mit Kleinigkeiten abzugeben. Sind es nicht gerade die Kleinigkeiten, über die der Held stolpert?
 
Erstmal durch nichts, nur ein paar Wörter. Du hast ein paar Wörter von mir gesehen, aber nicht, was dem zugrunde liegt. Du weißt noch nicht, was ich wirklich kann. Helden sind keine Illusion, sondern nur eine andere Form von Illusion.

Schuld ist nicht weniger eine Illusion, als es ist, ein Held zu sein.

Dass es jedoch Helden auf dieser Welt und in dieser Gesellschaft gibt, bleibt unfraglich.

Es sind meistens jene Menschen, die sich nicht als Opfer dieser Welt oder Gesellschaft sehen, sondern als Mitkreateure derselbigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Erstmal durch nichts, nur ein paar Wörter. Du hast ein paar Wörter von mir gesehen, aber nicht, was dem zugrunde liegt. Du weißt noch nicht, was ich wirklich kann. Helden sind keine Illusion, sondern nur eine andere Form von Illusion.

Schuld ist nicht weniger eine Illusion, als es ist, ein Held zu sein.

Dass es jedoch Helden auf dieser Welt und in dieser Gesellschaft gibt, bleibt unfraglich.

Es sind meistens jene Menschen, die sich nicht als Opfer dieser Welt oder Gesellschaft sehen, sondern als Mitkreateure derselbigen.


Man kann sich Schuld einbilden sowie man sich einbilden kann, ein Held zu sein. Manchmal stellt sich die Frage: wonach strebt der Mensch? Du weisst ja, dass mich seit Jahren die Frage verfolgt: Warum tun Menschen was sie tun – oder unterlassen was sie unterlassen?

Ich denke, dass es Menschen gibt, die eben nicht das Gleiche tun wie andere Menschen. In der Regel bilden wir Menschen Gruppen. Und innerhalb von Gruppen gibt es immer Anpassungsprozesse. Man passt sich freiwillig an – oder wird angepasst.

Ich plädiere nicht dafür, einer Gruppe anzugehören. Genauso wenig bin ich dagegen. Ich schließe mich einer Gruppe an – oder bilde eine Gruppe, wenn die Gemeinschaft ein gemeinsames Ziel besser erreichen kann – als der Einzelne.

Jedoch in Sachen Familie haben wir keine Wahl. Hier im HR gibt es soviele Hilferufe, die jeweils mit einer gestörten Familienbeziehung zu tun haben. Wir können aus unserer Familie nicht austreten, wie aus einem Verein. Und wir können auch nicht aus unserer Haut raus. Dieses Nicht-Können kann in vielen Fällen Schuldgefühle verursachen. Vom Kopf her ist dem Einzelnen klar, dass er z.B. einem geistig kranken oder sogar bösen Familienmitglied nicht zustimmen kann.

Aber was wir können, ist Gleichklang. Gleichklang, damit meine ich nicht die Übereinstimmung in kontroversen Fragen. Mit Gleichklang meine ich eine Übereinstimmung, die sich nicht in Worten beschreiben lässt. Gleichklang ist der kleinste Nenner, der als Basis für den Aufbau einer positiven Beziehung dienen kann.

Wenn Du einen Menschen vor Dir hast, mit dem keine sachliche Einigung möglich erscheint, dann versuche mit ihm gemeinsam ein Lied zu singen. Und wenn Du nicht singen kannst, dann summe. Musik ist eine Gabe, die dem Menschen gegeben wurde. Wir können Musik zu vielen Zwecken nutzen, wie z.B. zur Unterhaltung oder die Selbsterbauung. Das ureigene Ziel der Musik – so sehe ich das – ist aber die Erzeugung von Gleichklang.

Es gibt Menschen, die keine Familie haben und die auch nicht Mitglied einer Gruppe sind. Sie sind einsam. Aber wenn es ihnen gelingt, Gleichklang zu erzeugen, schaffen sie eine Zusammengehörigkeit, die keiner Mitgliedschaft und auch keiner Anpassung bedürfen.

Ich denke nicht, dass wir Mitglied hier oder da sein müssen. Wir müssen auch nicht mit bösen Menschen übereinstimmen. Aber wir gehen für uns und für den anderen Menschen einen guten Weg, zumindest einen Gleichklang zu versuchen. Und manchmal schulden wir es gerade auch uns. Verstehst Du das?

 
Toll gefunden!
Der Canon von Pachelbel eignet sich sehr gut. Wenn man mit Menschen nicht übereinstimmt, mit Worten und mit Argumenten nicht zusammenfindet, dann können wir diesen Canon abspielen und gemeinsam dazu summen. So entsteht Gleichklang, der kleinste aber vielleicht effektivste Schritt aufeinander zu.

So empfinde ich Dich, Tsunami. Ein Mensch, dem Integration in eine Gruppe schwer fällt, jedoch ein Wanderer auf der Suche nach Gleichklang. Alle Threads, die Du hier eröffnest, produzieren Worte, denen du zustimmst oder sie ablehnst, ohne dass sich bei Dir etwas verändert.

Würden wir hier im HR gemeinsam etwas singen oder zumindest summen können, würde Gleichklang erzeugt werden.... und wie ich empfinde der Gleichklang, den auch Du suchst.
 
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