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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Das setzt aber wiedermal voraus, dass es nur eine gültige Definition von gut gibt. Es gibt aber viele Musikrichtungen und was in der einen richtig und gut ist ist in der Anderen komplett daneben und umgekehrt. Erklärt also nicht wirklich etwas.

Das mit der Bibel trifft wohl eher den Kern der bzw. deiner Sache. Wie immer.

Erkennen kann man, dass eine Vielzahl von Definitionen noch keine gleiche Qualität bewirken.
Das Sich-nicht-Einigen auf eine Definition ist weltumspannend der Fall. Und so sieht die Welt auch aus.
 
Es ist zum einen das eigene Bewusstsein, innere Stimme, Gewissen, die Dir sagt, was Du tun oder lassen sollst. Wenn Du sensibel für Deine innere Stimme bist, wie ein Musiker für gute und für schiefe Töne, dann erkennst Du, was an Deinem Denken oder Handeln gut oder schlecht ist bzw. was Du tun oder lieber lassen solltest.

Je mehr ein Musiker bereit ist, schiefe Töne zu akzeptieren, je unsensibler wird er für „gute Musik“. Und umgekehrt. So ähnlich wirkt sich auch die Akzeptanz des Schlechten auf das Gewissen, die innere Stimme aus.

Zum anderen ist es Gottes Wort, die Bibel, die hinweist auf das, was gut oder schlecht ist. Je mehr ein Mensch ernsthaft der Frage nachgeht, was gut ist und was schlecht, wird er erkennen, dass die Bibel dazu Hilfestellungen gibt.

Und woran erkennen sie, dass es "gut" ist? An den Früchten….

Nun ja, das Leben ist eine Folge von Kausalitäten. Gott oder auch Christentum sind nur ein marginaler Teil der Gesamtabfolge.
 
Neuer Abschnitt

In einem anderen Faden wurde ich wieder mal auf handfeste Vorwürfe aufmerksam, die gegenüber Kirchen, besonders gegenüber der kath. Kirche erhoben wurden. Stichworte: Früher Inquisition, Kreuzzüge, in den letzten Jahren: Kindesmißbrauch ...

Sollten Kirchenmitglieder deswegen austreten, wird ihnen ggf. eine Mitschuld gegeben?
Wäre das nach Eurer Meinung richtig?
 
Warum, auch das gehört zum Thema (Mit-)Schuld. Macht sich eine Institution an sich schuldig (und da haben die Kirchen genug Dreck am Stecken) oder duldet oder vertuscht sie die Übeltaten bestimmter Mitglieder, was ebenso zu Mitverschulden führt, dann wäre es für jedes anständiges Mitglied eigentlich logisch, den Staub von den Füßen zu schütteln und sich was besseres, unbelastetes, neues zu suchen. Es ist ja das große Problem im Umgang mit solchen Institutionen wie gerade Kirchen, daß sich hinter den breiten Rücken der gutwilligen, gutgläubigen Anhänger jede Menge Übeltaten verstecken lassen. Beispiel gerade die Mißbrauchsfälle. Wenn es mal ausnahmsweise ein Opfer wagte sich zu outen, wurde es jahrhundertelang erst mal für verrückt oder bösartig erklärt, weil "ein Priester macht sowas doch nicht", oder wenn es nachweisbar war, die Schuld automatisch dem Opfer als "bösem Verführer" zugeschoben. Erst die große öffentliche Outing-Welle Ende 80er/Anfang 90er Jahre, als Seelenstriptease im Fernsehen en vogue wurde, hat zu einem regelrechten Dammbruch in dieser Hinsicht geführt - als die Opfer auf einmal merkten, sie sind nicht allein, sie können sich organisieren und gemeinsam sowohl gegen ihre Peiniger als auch gegen die Organisation, die diese Peiniger nährt und kleidet und vor jeder Anklage schützt, vorgehen. Ohne diese Outing-Welle damals wäre Mißbrauch wahrscheinlich bis heute ein Tabuthema.
 
Leider, Daoga, leider leider muß ich Dir Recht geben.
In jeder menschlichen Gemeinschaft gibt es Dinge, die da nicht hingehören, die nicht passieren sollten oder sogar nicht passieren dürfen. Aber wenn sie nunmal passiert sind, dann muß man schon alleine aus dem Grund konsequent dagegen vorgehen, ggf. auch so öffentlich, wie diese (Un-) Taten erfolgten, Stellung beziehen. Dies erscheint mir wichtig, damit eben die klare (christliche) Linie sichtbar gewahrt bleibt. Wenn kriminelle Taten vertuscht werden, wenn nur der Versuch einer Vertuschung im Raume steht, entsteht doch der Eindruck, es gäbe ein 11. Gebot: "Lass Dich nicht erwischen." Dieser Bischoff aus Limburg mit der goldenen Badewanne war ja auch mal wieder der Hit.

Mir persönlich ist die Masse der anständigen Katholiken zu schweigsam. Ich verurteile sie deswegen nicht. Es gibt auch unter Katholiken aufrichtige Christen. Mit einem bin ich sogar befreundet. Aber ich bedauere, welches Licht auch auf Christen fällt, wenn sie sich in einer "solchen" Organisation befinden, welche Anziehungskraft kann da entstehen? Und dann werden Christen mit Menschen in einen Topf geworfen, weil sie sich eben in dem selben befinden. Ich äussere hier eben mein mangelndes Verständnis. Dieser Mangel muß auch nicht von jedem geteilt werden.

Ich habe manchmal den Eindruck, dass die religiösen Riten wichtiger sind, als der Inhalt.

Es wäre schön, wenn sich ein Katholik dazu äussern würde.
 
Nordrheiner,

Du schreibst: "Ich habe manchmal den Eindruck, dass die religiösen Riten wichtiger sind, als der Inhalt."

Was die katholische Kirche angeht, stimmt das. Die Liturgie nimmt den weitaus größten Raum ein, während die Predigt in der Regel deutlich dahinter zurück tritt
In der evangelischen Kirche dagegen ist die Predigt der Mittelpunkt des Gottesdienstes. Es gibt Pfarrer/innen bei uns, die schaffen locker eine 30-Minuten-Predigt.
Hat der Prediger dann nicht strikt einen durchgehenden roten Faden, ist es manchmal schwer, beim Amen sich noch des Anfangs zu erinnern. Ich hatte in den Jahren, in denen ich auf der Kanzel stand, für mich die feste Regel, nicht über 20 Minuten zu sprechen, was von vielen Zuhörern als angenehm empfunden wurde.
Zudem: Bei uns Protestanten gibt es nicht in jedem Gottesdienst ein Abendmahl, bei den Katholiken ist die Eucharistie d a s zentrale Element des Gottesdienstes.
Salopp gesagt: Wir Protestanten predigen besser, die Katholiken sind die besseren Liturgen.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir persönlich ist die Masse der anständigen Katholiken zu schweigsam.

Es wäre schön, wenn sich ein Katholik dazu äussern würde.

Was ist ein "anständiger" Katholik? Gibt es auch "unanständige" Protestanten?

Ich halte solche Äusserungen (wie auch die von Burbacher) für sehr gefährlich, da es um christlichen Glauben geht.
Und da können solche Diskussionen leicht aus dem Ruder laufen.
Also bitte vorsichtig, der limburger Bischoff ist in diesem Zusammenhang reine Polemik.
 
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