Nordrheiner
Sehr aktives Mitglied
Fair enough.
Zum einen muss der Mensch sich auch mit dem Schlechten befassen, um zu wissen, was das Gute ist. Ein Mensch, der nur das Gute kennt, hat doch gar kein Verhältnis.
Auch wenn Du Recht hast, sehe ich kein MUSS. "Ich" sollte mir bewusst sein, dass das Befassen mit dem Schlechten auch einen negativen Einfluss auf mich haben kann.
Es stellt sich die Frage: wo und wann entscheide "ich" mich, mich ab heute nur mit dem Guten zu befassen?
Zum anderen kommt die Angst. Ja, das verstehe ich in vieler Weise. Aber wie genau definiert sich diese Angst? Kann man diese nicht auflösen?
Unsere Grundängste begleiten uns durch unser gesamtes Leben wie unser Schatten. Ob wir den Schatten bemerken oder nicht. Üblicherweise verdrängen wir unsere Grundängste oder entwickeln ein anderes "Instrument", sie nicht wahrzunehmen. Problematisch wird es, wenn eine Grundangst wirkungsvoller wird, als unser "Instrumentarium".
Wir merken es z.B. daran, dass wir irgendwo mit unserem Leben nicht klar kommen.
Und du sagtst: Erkenntnis. Was kann oder sollte man in diesem Leben erkennen können?
Bevor diese Frage beantwortet werden kann, sollten wir uns verdeutlichen, was Erkenntnis bedeutet.
Erkenntnis bedeutet, sich von etwas oder von jemanden überzeugen lassen. Das ist wie mit dem Haare schneiden lassen. Du gibst Dich in die Hände des Friseurs. Tust Du es nicht, kann er Dir die Haare nicht schneiden. Es liegt nicht an seiner fachlichen Eignung. Es liegt an Deiner Entscheidung, Dir die Haare schneiden zu lassen oder nicht.
Man könnte auch sagen: Du gibst Dich "dem Friseur" hin. Der Hingabe steht die Angst vor Selbstverlust gegenüber.