NocturnalSun
Mitglied
Die Frage zuerst und vornehmlich vielleicht:
Wie könnte sich irgendjemand auf dieser Welt sinnlos fühlen?
Ich denke ich versuch mich mal an der beantwortung dieser Frage von dir 🙂 um dann den bogen zum Thema zu der Schuld zu finden.
I. Kann man sich grundsätzlich Sinnlos fühlen?
Dies ist meiner Ansicht nach in der heutigen Zeit sehr wohl möglich. Gerade in der "Westlichen Welt", also in Industrienationen, in denen ein relativ hoher Lebensstandard gepflegt wird. Begründung: Wir definieren uns nicht über uns selbst, sondern über unsere Außenwirkung. Einzelne Gruppierungen schauen auf andere Gruppierungen und vergleichen Sich, bewerten das Leben der anderen. Jeder einzelne Bewertet ständig und immer nach seinen persönlichen subjektiven Erfahrungen. Also ist doch Klar das Menschen die z.B. Langzeitarbeitslos sind (sachliche Gründe ausgenommen) und sich als Arbeitslos definieren. Sie, und auch die Gesellschaft, werten sich ab, weil sie keiner geregelten Lohnarbeit nachgehen, von der sie Ihren Lebensunterhalt bestreiten könnten. Wenn diese Person nun nur erwerbstägige Menschen, die einer Lohnarbeit nachgehen, in seinem Umfeld hat. Wird er sich selbst zumidnest schon mal als schlechter betrachten (normalfall, einzelfälle ausgenommen). Wenn er dann noch dauernt in den Medien erzählt bekommt das immer weniger Menschen ohne Job sind, und er dennoch keine Arbeit findet wird es zu einer Spirale. Die dann noch dadurch verstärkt werden kann, das er sich das sozialleben mit seinen Arbeitenden Bekannten/Freunden nicht mehr leisten kann. Der Stolz verhindert oft das wir von anderen uns in solchen Situationen "Aushalten" lassen. Weniger Sozialleben, Vereinsamung, keine Arbeit. Wobei letzteres noch weitgreifender beschreiben sein sollte als keine Aufgabe im Leben zu haben. Wenn ich eine Arbeit habe, so habe ich die Aufgabe die Arbeit für die Ich Geld erhalte zu erfüllen. Wenn ich keine Arbeit habe fällt für viele die Aufgabe weg. Und eine ganze Reihe ist nicht in der Lage sich eine Aufgabe zu suchen, wenn sie keine Arbeit haben. Und dieses Aufgabenlos sein, kombiniert mit sozialer Isolation kann sehr sehr schnell zu dem gefühl der Sinnlosigkeit des eigenen Lebens führen. (Habe ich leider Phasenweise selbst erlebt)
II. Sinnloses Leben, Schuldfrage
Hier besteht denke ich ebenfalls ein Zusammenhang. Wenn ich das Gefühl habe das mein Leben sinnlos ist, suche ich meist die Erklärung für die Leere in meinem Leben bei Anderen. Die Umstände, die Krankheit, der/die Ex-Partner/in, Eltern und so weiter und so fort. Ich denke Der umgang mit rechtlicher Schuld brauch nicht weiter vertieft werden, denn wer gegen Recht verstößt muss mit den vom Gesetzgeber vorgegebenen Sanktionen leben. Aber in einer wie oben beschriebenen Situation befinden wir uns im Bereich der moralischen Schuldfrage. Hier denke ich habe die Menschen die besten Chancen, ein erfülltes und auch glückliches Leben zu führen, die bereit sind ihre Eigene Handlung zu hinterfragen, und den Fehler/die Schuld bei sich zu suchen. Wobei es auch hier wieder um den Maßstab geht. Ich kann und darf mir nicht an all dem Leid der Welt die Schuld geben, das ist unsinnig und kontraproduktiv. Aber versuchen, vergangenes Verhalten aufzudröseln um daraus zu lernen wie man etwas besser machen kann, und Schuld die man auf sich geladen hat auch als Diese Akzeptiert, bringt einen auf den Richtigen weg.
Als Kind hab ich oft den Satz gehört "Zum streiten gehören immer Zwei". Ich würde das weiter fassen und ein mindestens hineinfügen auch mehr als 2 Personen können in eine Streit geraten. Aber das Prinzip dahinter ist mir durchaus bewusst. Es kann nur einen streit geben, wenn mind. 2 Personen beteiligt sind, und einer den Streit provoziert, und der andere Darauf anspringt. Würden wir streit vermeiden, würden wir uns aber nicht Weiterentwickeln. Und genau darum geht es doch in unserer Gesellschaft, steige Entwicklung. Aber nach möglichkeit nicht auf kosten anderer (wäre wünschenswert ist aber nicht der Fall)
Wenn ich nicht auf einen Streit eingehe, brauch ich mich hinterher nicht Fragen wer die Schuld hat. Ebenso wenn ich als einzelperson keinen Streit provoziere. Doch nicht immer lässt sich das ganze Vermeiden. Und da kommt es dann darauf an wie gesund ist meine Selbstreflektion. Extreme sind nie gut. Also muss es etwas dazwischen sein. Irgendwo auf ungefähr halben weg zwischen, Ich bin an allem schuld und Schuld haben immer nur die anderen.
Dazu Ernst Ferstl "Wer mit sich selbst in Frieden lebt, kommt nicht in Versuchung. anderen den Krieg zu erklären"
In dem Sinne meine Gedanken zu dem Thema.. hoffe nicht zu wirr gewesen zu sein
LG
M.
Dies ist meiner Ansicht nach in der heutigen Zeit sehr wohl möglich. Gerade in der "Westlichen Welt", also in Industrienationen, in denen ein relativ hoher Lebensstandard gepflegt wird. Begründung: Wir definieren uns nicht über uns selbst, sondern über unsere Außenwirkung. Einzelne Gruppierungen schauen auf andere Gruppierungen und vergleichen Sich, bewerten das Leben der anderen. Jeder einzelne Bewertet ständig und immer nach seinen persönlichen subjektiven Erfahrungen. Also ist doch Klar das Menschen die z.B. Langzeitarbeitslos sind (sachliche Gründe ausgenommen) und sich als Arbeitslos definieren. Sie, und auch die Gesellschaft, werten sich ab, weil sie keiner geregelten Lohnarbeit nachgehen, von der sie Ihren Lebensunterhalt bestreiten könnten. Wenn diese Person nun nur erwerbstägige Menschen, die einer Lohnarbeit nachgehen, in seinem Umfeld hat. Wird er sich selbst zumidnest schon mal als schlechter betrachten (normalfall, einzelfälle ausgenommen). Wenn er dann noch dauernt in den Medien erzählt bekommt das immer weniger Menschen ohne Job sind, und er dennoch keine Arbeit findet wird es zu einer Spirale. Die dann noch dadurch verstärkt werden kann, das er sich das sozialleben mit seinen Arbeitenden Bekannten/Freunden nicht mehr leisten kann. Der Stolz verhindert oft das wir von anderen uns in solchen Situationen "Aushalten" lassen. Weniger Sozialleben, Vereinsamung, keine Arbeit. Wobei letzteres noch weitgreifender beschreiben sein sollte als keine Aufgabe im Leben zu haben. Wenn ich eine Arbeit habe, so habe ich die Aufgabe die Arbeit für die Ich Geld erhalte zu erfüllen. Wenn ich keine Arbeit habe fällt für viele die Aufgabe weg. Und eine ganze Reihe ist nicht in der Lage sich eine Aufgabe zu suchen, wenn sie keine Arbeit haben. Und dieses Aufgabenlos sein, kombiniert mit sozialer Isolation kann sehr sehr schnell zu dem gefühl der Sinnlosigkeit des eigenen Lebens führen. (Habe ich leider Phasenweise selbst erlebt)
II. Sinnloses Leben, Schuldfrage
Hier besteht denke ich ebenfalls ein Zusammenhang. Wenn ich das Gefühl habe das mein Leben sinnlos ist, suche ich meist die Erklärung für die Leere in meinem Leben bei Anderen. Die Umstände, die Krankheit, der/die Ex-Partner/in, Eltern und so weiter und so fort. Ich denke Der umgang mit rechtlicher Schuld brauch nicht weiter vertieft werden, denn wer gegen Recht verstößt muss mit den vom Gesetzgeber vorgegebenen Sanktionen leben. Aber in einer wie oben beschriebenen Situation befinden wir uns im Bereich der moralischen Schuldfrage. Hier denke ich habe die Menschen die besten Chancen, ein erfülltes und auch glückliches Leben zu führen, die bereit sind ihre Eigene Handlung zu hinterfragen, und den Fehler/die Schuld bei sich zu suchen. Wobei es auch hier wieder um den Maßstab geht. Ich kann und darf mir nicht an all dem Leid der Welt die Schuld geben, das ist unsinnig und kontraproduktiv. Aber versuchen, vergangenes Verhalten aufzudröseln um daraus zu lernen wie man etwas besser machen kann, und Schuld die man auf sich geladen hat auch als Diese Akzeptiert, bringt einen auf den Richtigen weg.
Als Kind hab ich oft den Satz gehört "Zum streiten gehören immer Zwei". Ich würde das weiter fassen und ein mindestens hineinfügen auch mehr als 2 Personen können in eine Streit geraten. Aber das Prinzip dahinter ist mir durchaus bewusst. Es kann nur einen streit geben, wenn mind. 2 Personen beteiligt sind, und einer den Streit provoziert, und der andere Darauf anspringt. Würden wir streit vermeiden, würden wir uns aber nicht Weiterentwickeln. Und genau darum geht es doch in unserer Gesellschaft, steige Entwicklung. Aber nach möglichkeit nicht auf kosten anderer (wäre wünschenswert ist aber nicht der Fall)
Wenn ich nicht auf einen Streit eingehe, brauch ich mich hinterher nicht Fragen wer die Schuld hat. Ebenso wenn ich als einzelperson keinen Streit provoziere. Doch nicht immer lässt sich das ganze Vermeiden. Und da kommt es dann darauf an wie gesund ist meine Selbstreflektion. Extreme sind nie gut. Also muss es etwas dazwischen sein. Irgendwo auf ungefähr halben weg zwischen, Ich bin an allem schuld und Schuld haben immer nur die anderen.
Dazu Ernst Ferstl "Wer mit sich selbst in Frieden lebt, kommt nicht in Versuchung. anderen den Krieg zu erklären"
In dem Sinne meine Gedanken zu dem Thema.. hoffe nicht zu wirr gewesen zu sein
LG
M.