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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Schuld beginnt dort, wo ich das Gute denken oder tun kann - mich aber entscheide, es zu unterlassen.
Schuld beginnt auch dort, wo ich anfange, das Gute als etwas zu definieren, was mir alleine Vorteile bringt und mich veranlasst, den Anderen aus den Augen zu verlieren. Ich erinnere: "Soll ich meines Bruders Hüter sein?"

LG, Nordrheiner
Wie viele Brüder kannst Du jeden Tag hüten, ohne Dein eigenes Leben aus den Augen zu verlieren? Es gibt auch sowas, das nennt sich "Eigenverantwortung". Was jeder für sich selber tun kann, braucht Dich nicht zu tangieren. Und wo endet Deine Verantwortung, beim Nachbarn, bei Menschen in einem anderen Land, oder wird da nicht nur jeder Mensch, sondern auch jedes Tier (z. B. eine Blattlaus auf den Rosen) und jede Pflanze im Wald mit einbezogen? Abermals, wieviele davon kannst Du jeden Tag hüten, und immer noch genug Zeit am Tag haben, um Dir Dein Brot selbst zu verdienen (oder lebst Du dann als Schmarotzer auf andere Leute Kosten?)? -- Oder setzt Du Dich irgendwann hin und weinst bitterlich, weil Du Deine eigenen Vorgaben unmöglich erfüllen kannst, weil es halt für einen Menschen unmöglich ist, für alle sieben Milliarden sonstigen Menschen auf der Welt dazusein, von unzähligen Milliarden an Tieren und Pflanzen sowieso?
 
Schuld beginnt dort, wo ich das Gute denken oder tun kann - mich aber entscheide, es zu unterlassen.

Schuld beginnt auch dort, wo ich anfange, das Gute als etwas zu definieren, was mir alleine Vorteile bringt und mich veranlasst, den Anderen aus den Augen zu verlieren. Ich erinnere: "Soll ich meines Bruders Hüter sein?"

LG, Nordrheiner
Spontan wolle ich dem Spruch vollkommen zu stimmen.
Leider ist es so, daß ich gerade heute Berichte gesehen, die mir verdeutlichen, wie sehr es Menschen fanatisieren kann im Glauben zu sein, das Richtige zu tun. Der Glauben an sich ... dazu muß man nicht zwangsläufig an einen oder mehrere Götter glauben.

Das zieht doch jedem vernünftigen Menschen den Boden unter den Füßen weg.🙄 Denn im Glauben an Tatsachen... das sind ja "nur " Informationen, die man (also einjeder) für wahr ansieht.

FG
 
Das mit dem Wort „Schuld“ ist schon auch sehr interessant. Viele Menschen wollen das Wort nicht lesen oder hören. Dafür mag es auch individuelle Gründe geben, die nicht immer offensichtlich sind. Das können schlimme Erfahrungen der Vergangenheit sein. Aber wenn es keine z.B. schlimmen oder gar traumatischen Erfahrungen speziell mit dem Begriff oder seiner Bedeutung gibt, sehe ich keinen Grund, warum dieser Begriff so abgelehnt wird.
Es ist doch – aus meiner Sicht – ganz einfach:
Wenn „ich“ keine Schuld habe, „mir“ keiner Schuld bewusst bin, dann sehe „ich“ keinen Grund, warum „ich“ das Wort aus „meinem“ Wortschatz streichen sollte. In so einem Fall ist es lediglich so interessant und geläufig wie das Wort „schmulen“. Wer braucht schon das Wort? Brauche ich ein Wort nicht, dann kommt es in meinem Alltag auch nicht vor, und wenn es mal erscheint, dann sehe ich keinen Grund, warum es mich beunruhigen sollte.
Wenn „mich“ ein Wort trotzdem beunruhigt und ich es lieber vermeiden möchte, dann stellt sich für mich schon die Frage: Warum???
Erinnert mich das Wort an etwas, an das ich – warum auch immer – nicht erinnert werden will? (ohne dass ich in dem Moment wissen muß, was das „etwas“ ist).

Mit dem Begriff Erbsünde gehe ich in der Erziehung in etwa so um, wie mit dem Begriff „schmulen“. Solange es keine Situation gibt, in der es zweckmäßigerweise auch zur Anwendung kommen sollte oder bereits zur Anwendung gekommen ist, sehe ich auch keinen Bedarf darüber zu reden. Keine entsprechende Situation – keine Frage – keine aktuelle Anwendung – keine Erläuterung – kein Thema. Und umgekehrt. Alles zu seiner Zeit.

LG, Nordrheiner

Da mußte ich erst mal googeln, was "schmulen" überhaupt bedeutet, das Wort war mir absolut neu. 😀
Ablehnung des Wortes "Schuld" als Trigger? Tja, wer´s nötig hat... aber wer keine Schuld hat und sich auch keine einreden läßt, bei dem gibt´s nix zu triggern. Also wieder eine Suggestiv-Unterstellung, die in die Hose geht. Erinnert mich irgendwie an den Spruch, der ungefähr so geht "Wenn man Hufgetrappel auf der Straße hört, macht es Sinn, zuerst mal an das Vorhandensein eines Pferdes zu glauben - und nicht an das eines Zebras." Das ständige Bohren nach vermeintlichen Schwachstellen bei anderen kann auf die Dauer ganz schön peinlich aussehen, @Nordrheiner, vor allem wenn es ständig danebengeht!
 
Spontan wolle ich dem Spruch vollkommen zu stimmen.
Leider ist es so, daß ich gerade heute Berichte gesehen, die mir verdeutlichen, wie sehr es Menschen fanatisieren kann im Glauben zu sein, das Richtige zu tun. Der Glauben an sich ... dazu muß man nicht zwangsläufig an einen oder mehrere Götter glauben.

FG
Der "Glaube an sich" reicht völlig für jeden Unfug, erheblich viel mehr Unfug kann man sich aber erlauben, wenn zusätzlich noch der Glaube an einen Gott oder eine andere "übergeordnete Macht" im Raum steht. Narrenfreiheit für Religion, war schon immer so.
 
Gleichfalls wird Unschuld nicht durch Glauben, Religion oder Gott gewährleistet, sondern durch das persönliche Leben und die persönlichen Entscheidungen.

Vor Gericht gilt die "Unschuldsvermutung" - solange, bis das Gegenteil bewiesen ist, und zwar individuell für jede einzelne Person. Mit anderen Worten, ein gerechtes Gesetz kennt weder "Erbsünden" noch Sippenhaft.
 
Spontan wolle ich dem Spruch vollkommen zu stimmen.
Leider ist es so, daß ich gerade heute Berichte gesehen, die mir verdeutlichen, wie sehr es Menschen fanatisieren kann im Glauben zu sein, das Richtige zu tun. Der Glauben an sich ... dazu muß man nicht zwangsläufig an einen oder mehrere Götter glauben.

Das zieht doch jedem vernünftigen Menschen den Boden unter den Füßen weg.🙄 Denn im Glauben an Tatsachen... das sind ja "nur " Informationen, die man (also einjeder) für wahr ansieht.

FG

Hallo, Gelinda,

in unserem Leben glauben wir oft zu wissen, was richtig ist und was falsch ist. Daher gehen wir im Glauben an unsere richtige Entscheidung einen bestimmten Weg oder halten unsere Einstellung zur Politik oder zu bestimmten Vorgängen für richtig. Wir glauben…. so ist es richtig. Viel später erst stellen wir fest, ob unsere Entscheidung richtig war oder nicht.

Jeder Mensch ist fehlerhaft und auch der beste Mensch kann für sich Fehler nicht ausschließen. Ich will jetzt nicht auf Religionen zu sprechen kommen, bei denen der gläubige Mensch ebenso fehlerhaft „im besten Glauben“ handeln kann, wie auch in allen anderen Gebieten. Wenn wir auf Religionen zu sprechen kämen, müssten wir die Dimension Gott mit einbeziehen und seinen Einfluß auf Entscheidungen. Das Thema will ich jetzt nicht angehen.

Hier geht es um das Thema Schuld. Neulich las ich in einem Faden von einer Informatikstudentin, die sich in einem höheren Semester befand. Sie absolvierte ein Praktikum und beklagte sich in diesem Forum darüber, dass sie machen könne was sie wolle, aber so sehr sie sich auch anstrengte, wurden ihr von ihrem Chef immer Fehler nachgewiesen. Dabei wurden die kritischen Bemerkungen von ihr nicht als negativ, als Vorwurf empfunden. Trotzdem fühlte sie sich langsam unfähig, das Gute bzw. das Richtige zu tun.
So in etwa sehe ich das Leben als Studium an, in welchem ich immer Lernender bin und bleibe. Nur fehlt – ganz allgemein – den Menschen der "Chef", der wohlmeinende Kritik äussert.

Nimm‘ als Beispiel die Paarbeziehungen. Hilft der Gedanke: Ich habe Recht? Jeder hat Recht? Es gibt Seminare, Bücher zu dem Thema. Es fehlt aber „der Chef“, der unabhängig von jeder Rechthaberei den Weg zum Guten weiß, der die Sachlage beurteilen kann und Hilfestellung zur Umsetzung der Erkenntnisse gibt. Da „uns“ dieser Chef fehlt, bleibt es trotz aller Literatur und aller Seminare bei unserem Glauben an die Richtigkeit des eigenen Tuns. Was ich bemängele, ist das Aufhören der Suche nach dem, was richtig ist. Manche Menschen haben noch nicht einmal mit der Suche begonnen. Und das trifft auch auf den religiösen Bereich zu, egal ob sich jemand Atheist, Moslem oder Christ nennt.

Durch unvollständige, unfertige, noch nicht einmal begonnene Suche nach dem was richtig und was falsch ist, entstehen logischerweise Fehler. Glücklich bin ich, wenn ich etwas nicht genau wußte und sich hinterher herausstellte, dass es „zufälligerweise“ in der Situation genau das Richtige war. Das ist sicher nicht die Regel.

Bei Sachaufgaben sprechen wir von einem Fehler. Im menschlichen bzw. zwischenmenschlichen Bereich nenn‘ ich das Schuld. Ich behaupte: So mancher Fehler wäre vermeidbar gewesen, wenn „ich“ mich vorher schlau gemacht hätte und nicht an mich geglaubt hätte. Wobei ich den Glauben an mich selbst, also eine erforderliche Selbstsicherheit, nicht kleinreden will. Ohne ein Mindestmaß an Selbstsicherheit könnten wir keine Entscheidung treffen. Nur eben darf die Suche trotzdem nicht aufhören.

LG, Nordrheiner
 
Wenn wir auf Religionen zu sprechen kämen, müssten wir die Dimension Gott mit einbeziehen und seinen Einfluß auf Entscheidungen.

Nee müssen wir nicht. Denn die "Dimension Gott" existiert ja nur innerhalb deines/des religiösen Glaubenssystems bzw. ist lediglich ein Teil davon und Niemand, auch nicht du, weiß wie viel Einfluss Gott auf was auch immer nimmt, selbst wenn es ihn geben würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nee müssen wir nicht. Denn die "Dimension Gott" existiert ja nur innerhalb deines/des religiösen Glaubenssystems bzw. ist lediglich ein Teil davon und Niemand, auch nicht du, weiß wie viel Einfluss Gott auf was auch immer nimmt, selbst wenn es ihn geben würde.

Sehe ich auch so.
 
Nee müssen wir nicht. Denn die "Dimension Gott" existiert ja nur innerhalb deines/des religiösen Glaubenssystems bzw. ist lediglich ein Teil davon und Niemand, auch nicht du, weiß wie viel Einfluss Gott auf was auch immer nimmt, selbst wenn es ihn geben würde.

Wenn Du einem anderen Menschen seine Erkenntnis absprichst, müsstest Du mehr Wissen präsentieren können.
Bei Deinem Beitrag behauptest Du ein Mehr-Wissen zu haben, was meine Erkenntnisse in meinem Leben sind.
Das ist nicht nur falsch, sondern auch ganz schön hochmütig. Und Hochmut kommt meistens vor dem Fall.

Da ich aber nicht über Beweise für die Existenz Gottes mit Dir diskutieren möchte, mache ich Dich auf das Thema dieses Fadens aufmerksam und bitte Dich, ähnliche Beiträge zu unterlassen.
Deinen positiven Beiträgen zum Thema sehe ich jedoch gerne entgegen.

LG, Nordrheiner
 
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