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Hallo Laures,
schau mal hier: Eigene Schuld - fremde Schuld. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Hallo, Laures,
da Deine Frage in eine andere Richtung geht als dieser Faden, auch nicht alle interessiert, schlage ich vor, dass Du mich einfach per PN anschreibst. Teile mir doch mit, warum Dich das interessiert. Du bist doch Atheist, oder?
LG, Nordrheiner
@Nordrheiner: Du scheinst geradezu besessen von dem Gedanken, daß man jemand durch Nichtverzeihen "in die Hölle bringen" könnte. Aber was macht man mit Leuten, die gar nicht an die Hölle glauben, oder die ein Nichtverzeihen - egal in welche Richtung, ob als Geber oder Empfänger - gar nicht schert? Ich bin jedenfalls noch nie in die Verlegenheit gekommen, daß mich jemand kniefällig um Verzeihung gebeten hätte, und umgekehrt hatte ich noch nie Anlaß, jemanden für etwas Wichtiges um Verzeihung bitten zu müssen. Die Entscheidung, ob ich jemanden mit Absicht "in die Hölle schicke" (sofern der Betreffende sowas glaubt, und ich das Delikt für unverzeihlich halte) oder nicht, überlasse ich deshalb allein der Zeit, in der sowas eintreten sollte. Aber ich mache schon jetzt klar, daß ich mich dann in meiner Entscheidung weder von irgendwelchen Personen gängeln ließe, noch mir ein schlechtes Gewissen einreden ließe, wenn es denn so wäre. Manche Leute verdienen die Hölle, und manche fühlen sich perverserweise darin sogar wohl. (--> Köstliche Lektüre dazu, was christliche Religion mit Sado-Maso zu tun hat: "Elftausend Jungfrauen" von Schwulencomics-Zeichner Ralf König. Der reine Brüller. LOL...)
A propos Moral: menschliche Moral IST menschengemacht. "Moral" ist eine Aufstellung geschriebener und ungeschriebener Regeln, die dem Zusammenleben von sozialen Wesen dienen sollen, und sobald die Regeln dieser "Moral" irgendwie mutwillig übertreten werden, macht sich das bemerkbar, was sich "schlechtes Gewissen" nennt. "Schlechtes Gewissen" beim Übertreten irgendwelcher Regeln findet man nicht nur beim Menschen, auch sozial lebende Tiere, wie z. B. Wölfe und Hunde, Menschenaffen, Raben- und Papageienvögel beweisen in entsprechenden Versuchen mehr oder weniger starke Anzeichen eines "schlechten Gewissens", sobald sie etwas getan haben, was sie "nicht hätten tun sollen". Das ganze ist also ganz simpel wieder mal ein Ergebnis der Evolution des Menschen als ein (zwangsläufig) sozial lebendes Wesen und nichts, wo man irgendeinen "übergeordnetes Wesen" hineingeheimnissen müßte.
Wie viele Brüder kannst Du jeden Tag hüten, ohne Dein eigenes Leben aus den Augen zu verlieren? Es gibt auch sowas, das nennt sich "Eigenverantwortung". Was jeder für sich selber tun kann, braucht Dich nicht zu tangieren. Und wo endet Deine Verantwortung, beim Nachbarn, bei Menschen in einem anderen Land, oder wird da nicht nur jeder Mensch, sondern auch jedes Tier (z. B. eine Blattlaus auf den Rosen) und jede Pflanze im Wald mit einbezogen? Abermals, wieviele davon kannst Du jeden Tag hüten, und immer noch genug Zeit am Tag haben, um Dir Dein Brot selbst zu verdienen (oder lebst Du dann als Schmarotzer auf andere Leute Kosten?)? -- Oder setzt Du Dich irgendwann hin und weinst bitterlich, weil Du Deine eigenen Vorgaben unmöglich erfüllen kannst, weil es halt für einen Menschen unmöglich ist, für alle sieben Milliarden sonstigen Menschen auf der Welt dazusein, von unzähligen Milliarden an Tieren und Pflanzen sowieso?
Wer nicht verzeihen kann, hat vielleicht keine Freude am Nicht-Verzeihen, muß aber dafür nicht eine erneute schwere Demütigung (jawohl!) durch den Akt des Verzeihen erleiden, und die kann weitaus schlimmer sein, wenn man den Täter quasi dadurch "belohnt" durch einen Verzicht auf Bestrafung und Wiedergutmachung (der ja mit der "Verzeihung" meist verbunden ist), der dem Täter suggerieren würde, daß er am Ende doch irgendwie alles richtig gemacht hätte, wenn doch der andere mit "Vergebung" winselnd angekrochen kommt... Und nicht jedes Opfer hat den Mut, seine "Verzeihung" dem Betreffenden laut ins Gesicht zu schleudern mit einem Inhalt, der ungefähr so geht: "Ich verzeihe dir, daß du mir gegenüber ein Sch#eißkerl warst, daß du einer bist und für alle Zeiten einer bleiben wirst. Brate von mir aus in der Hölle, auf Nimmerwiedersehen, und Sache erledigt!" (so ungefähr stelle ich mir eine in jeder! Hinsicht ehrliche "Verzeihung" in schweren Fällen vor - kein jämmerliches Zukreuzekriechen, für das sich jeder Zuschauer fremdschämen würde, sondern klar und eindeutig sagen, was zu sagen ist - dem Täter eiskalt ins Gesicht. P.S.: kein reales Beispiel aus eigener Erfahrung, darf aber gern als Vorlage für reale Fälle benutzt werden 😉)
Hallo, Daoga,
Ich bin nicht besessen. Umgekehrt sind mir Menschen aufgefallen, die im Unfrieden mit z.B. Familienangehörigen leben oder die einer Gewalttat zum Opfer fielen. Und die meisten dieser Menschen (die ich kennenlernte) können nicht verzeihen. Bei keinem dieser Menschen, die nicht verzeihen können, konnte ich feststellen, dass sie auch nur annähernd Freude o.ä. mit dem Nicht-Verzeihen verbinden konnten.
Was man mit solchen Leuten machen sollte? Ich weiß, was man nicht machen sollte: Gleichgültigkeit an den Tag legen, sich ein dickes Fell umhängen.
Deine Gleichgültigkeit ist für mich jedenfalls schon erschreckend.
LG, Nordrheiner
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