In Sachen
Bildung ist Kritik nicht erst seit der berühmten Pisa Studie berechtigt. Es geschieht zwar was, aber doch eher langsam.
Bei mir sind jetzt z.B. Städte dabei
Breitbandinternet für Schulen zu legen. Der Breitbandausbau in Deutschland ist aber Stand heute immer noch eine Katastrophe. Da sind uns viele Länder voraus, auch vermeintlich arme Länder. Breitbandinternet ist dabei für uns alle wichtig: Für Unternehmen, Schulen, Privatmenschen. Ein schneller Internetanschluss ist inzwischen fast so wichtig wie Strom und fließend Wasser. Schnelles Internet gerade im ländlichen Raum ist elementar um die Landflucht zu stoppen.
Kinderarmut ist für mich ein schwer greifbares Thema. Natürlich sollte am besten gar kein Kind in Armut leben, aber es gibt in jedem Land Kinder aus Familien, die soziale Hilfen benötigen. Und Zahlen wie 5,5 Mio sagen wenig aus. Man muss die Entwicklung betrachten und was diesen Kindern wirklich fehlt.
Dazu gibt es im Internet 100001 Statistiken:
https://www.boeckler.de/wsi_110873.htm
Die meisten sprechen eher von einem nur sehr moderatem Anstieg. Und dieser lässt sich oft darin begründen, dass durch Migration viele arme Menschen nach Deutschland gekommen sind.
Im Ergebnis steht Deutschland schlechter da als man es von einem "reichen" Land erwarten würde, aber auf vergleichbarem Niveau wie z.B. Frankreich und Österreich:
https://www.welt.de/politik/deutsch...-beklagt-hohe-Kinderarmut-in-Deutschland.html
Ich denke, dass Deutschland in den letzten Jahren sehr viel für Kinder getan hat. Die Kinderbetreuung wurde extrem ausgebaut. Das Problem ist eher Lohndumping, Leiharbeit und co. Wer schlecht verdient und keinen festen Arbeitsplatz hat, kann nur schwer ein Leben planen, geschweige denn eine Familie. Insofern ist "Kinderarmut" eher ein Symptom. Und wilden Aktionismus halte ich für verfehlt. Vielmehr sollte der Arbeitsmarkt reformiert werden, damit Menschen ihre
Kinder dauerhaft aus eigener Kraft ernähren können statt auf Hilfen angewiesen zu sein.