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Die Logik vom Glücklichsein

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Was uns glücklich macht ändert sich ständig. Da kann man gar nicht genug Beispiele aufführen um diesen Punkt zu belegen. Jeder der schon mal glücklich war und das Glück anderer gesehen hat, weiß, dass man die Frage nach dem was es braucht gar nicht vernünftig beantworten kann. An einem Tag braucht es vielleicht nur eine leichte Morgenbriese in der aufgehenden Sonne, an anderen Tagen... wer weiß.

Ich würde gerne einen andere Sicht auf die Frage aufwerfen:
Was bringt es, Glück als Ziel zu haben, wenn uns der Weg den wir dahin genommen haben im nachhinein unglücklich macht?
Beschränkt sich Glücklichsein bloß auf das Ziel Glücklich zu sein, oder ist der Weg zum Glück wichtiger?
 
Was uns glücklich macht ändert sich ständig. Da kann man gar nicht genug Beispiele aufführen um diesen Punkt zu belegen. Jeder der schon mal glücklich war und das Glück anderer gesehen hat, weiß, dass man die Frage nach dem was es braucht gar nicht vernünftig beantworten kann. An einem Tag braucht es vielleicht nur eine leichte Morgenbriese in der aufgehenden Sonne, an anderen Tagen... wer weiß.

Ich würde gerne einen andere Sicht auf die Frage aufwerfen:
Was bringt es, Glück als Ziel zu haben, wenn uns der Weg den wir dahin genommen haben im nachhinein unglücklich macht?
Beschränkt sich Glücklichsein bloß auf das Ziel Glücklich zu sein, oder ist der Weg zum Glück wichtiger?

Glück liegt wie so vieles immer im Auge des Betrachters. Was für den einen Glück bedeutet, hat für den anderen keine Bedeutung.
Ich denke, man sollte nicht dem Glück hinterjagen, denn dann kommt es nciht zu einem. Vielmehr sollte man schauen, was wir schon alles haben und womit wir jetzt schon glücklich sein können.
 
Ich finde auch, dass die Buddhisten einen guten Weg gefunden haben. Vielleicht nicht der goldene Weg, aber besser als der Weg vieler anderer.

Bin zwar selbst kein Buddhist, nicht das ich wüsste, aber bin schon recht vielen begegnet. Und die waren aus meiner Sicht und durch die Bank weg sehr viel entspannter und freundlicher, als viele andere Menschen, denen ich in meinem Leben so begegnet bin.
 
"Was bringt es, Glück als Ziel zu haben, wenn uns der Weg den wir dahin genommen haben im nachhinein unglücklich macht?
Beschränkt sich Glücklichsein bloß auf das Ziel Glücklich zu sein, oder ist der Weg zum Glück wichtiger?"

Die Frage, die Du aufwirfst, ist eines ausführlichen Nachdenkens wert. Danke für die Anregung, sich darüber einmal Gedanken zu machen.

Ich denke, optimal wäre es, wenn sowohl der Weg, als auch das Ziel einen glücklich machen würden. Aber das ist wahrscheinlich nur im Schlaraffenland so - also eine Utopie.

Wenn allerdings der Weg zum "vermeintlichen" Glück schon so steinig und schmerzhaft ist, sollte man sich die Frage stellen, ob das Ziel den Aufwand und die Strapazen wirklich wert ist. Vielleicht ist es das ja. Wenn man aber Zweifel hat, oder nicht mit den entsprechenden Ressourcen ausgestattet ist, das Ziel wirklich zu erreichen, stellt sich mitunter möglicherweise die Frage nach einer Korrektur des Zieles.

Ich denke auch, dass das Glück aus mehr oder weniger großen „Inseln“ besteht. Man könnte es möglicherweise nicht als solches erfassen, wenn es nicht doch auch sehr unglückliche Momente und längere Zeiträume geben würde, belastende und widrige Umstände und dergleichen.

Wenn wir uns sicher sein könnten, dass das anvisierte Ziel uns auch tatsächlich Glück beschert, wäre ein beschwerlicher Weg eventuell in Kauf zu nehmen. Was aber, wenn wir am Ziel angekommen sind und es macht uns doch nicht glücklich? Dann wäre es doch angenehmer gewesen, sich dem momentanen, „sicheren“ Glück zu widmen. Man würde es möglicherweise auch eher als solches erkennen und nicht mit Scheuklappen auf das anvisierte Ziel gerichtet, es nicht wahrnehmen.

Aber ich frage mich, ob man im Nachhinein wirklich unglücklich ist, über einen Weg, den man gegangen ist, wenn am Ende des Weges das Glück auf einen wartet. Ich denke eher, dass man unzufrieden ist, wenn sich herausstellt, das man mit dem erreichten Ziel nicht glücklich ist. Dann ist man im Nachhinein unglücklich, gerade diesen Weg gegangen zu sein. Sich falsch entschieden zu haben. Anders herum denke ich, dass die Strapazen eines schwierigen Wegen im Nu vergessen sind, wenn man am Ziel angelangt, wirklich glücklich ist.

Vielleicht ist es so: Glück ist wichtig und erstrebenswert. Wenn wir es durch einen guten Weg, der uns im Moment des Beischreitens glücklich macht erreichen, ist das Ziel (glücklich zu sein) bereits irgendwie erreicht. Da sollte man sich dann nicht unnötigerweise von einem Ziel „ablenken“ lassen. Denn wir haben das Ziel bereits erreicht. Wenn wir auf dem Weg zum Glücklichsein nicht glücklich sind, benötigen wir vielleicht als Kurskorrektur ein Ziel, in der Hoffnung, dass uns das erreichte Ziel Glück beschert.

Wenn ich die Wahl hätte, würde ich mich für einen glücklichen Weg entscheiden. Er ist sicherer. Vielleicht sieht er nur nach einem kleinen Spatz aus, ist in Wahrheit aber eine Taube. 😉

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Außerdem fällt mir dazu noch eine Geschichte von Heinrich Böll ein:
Weise Geschichten - Der zufriedene Fischer
 
Ha, sehr treffend, wie ich finde. Und hier können wir das spontane Glück, das zielgerichtete Glück und die Buddhisten zu einem Paket verbauen, welches zusammenfassend ist und gleichzeitig viel Interpretationsspielraum erlaubt:

Der Weg ist das Ziel.

...

Anders gesagt: Wenn einen der Weg nicht glücklich macht, dann gibt es kaum Alternativen, im Grunde gar keine. Ist doch jedes erreichte Ziel, welches Glück verspricht, nur ein Meilenstein auf einem langen Weg, welcher mit keinem der Meilensteine endet.

Es stimmt schon:

Glück ist kein Ort, an dem man ankommt, sondern eine Art zu reisen.
 
Was viele Menschen recht ineffizient, unglücklich und gestresst macht, ist von Alters, Instinkt bzw. Evolution hergebracht. Es ist einfach ein Fakt, dass ein Großteil aller Menschen ihre materiellen und geistigen Ressourcen verschwenden, um zu "überleben", sich zu verteidigen und andere anzugreifen, weil sie an jeder Ecke des Lebens Feinde sehen. Auf diese Weise entsteht keine Menschenliebe, sondern eine extrem erschöpfende Menschenangst. Das ist ineffizient und dumm, aber es ist so.
 
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