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Die Einsamkeit schnürt mir die Kehle zu...

Hallo Lexie,

nachdem was Du schreibst kann ich mir nicht vorstellen, daß Deine Mutter jemals ihr Verhalten ändern wird. Du könntest sicherlich versuchen, ihr in einem ruhigen Moment unter vier Augen mitzuteilen, welche Empfindungen Du ihr gegenüber hast und wie sehr sie Dir all die Jahre weh getan hat.

Vielleicht versteht sie das was Du ihr sagst, vielleicht auch nicht. Zu einer wirklichen Veränderung wird es jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht kommen, wäre meine Vermutung.

Das Verhalten Deiner Mutter war all die Jahre nicht anders, sie merkt wahrscheinlich gar nicht, wie sehr sie Dir und Deinen Geschwistern weh tut.

Ich selbst stehe vor einem ähnlichen Problem! Meine Bezugsperson als Kind war mein Vater. Als er starb, war ich acht und eine Welt ging für mich unter. Der Elternteil der für Bestrafungen zuständig war, war auch zu Lebzeiten meines Vaters meine Mutter. Nachdem mein Vater tot war, hatte meine Mutter freie Bahn...

Die Bestrafung wurde immer ausgeführt mit einem Kochlöffel, dem Größten aus der untersten Küchenschublade. Das Geräusch habe ich heute noch in den Ohren... Irgendwann hörten die körperlichen Züchtigungen auf. Heute nehme ich an, daß meine Mutter irgendwann gemerkt hat, daß ich ihr schlicht und ergreifend körperlich überlegen war. Die Bestrafungen selbst hörten jedoch nicht auf...

Meine Mutter hat mir keine Liebe gegeben, keine Bestätigung, keine körperliche Nähe, nichts!! Sie interessierte sich nicht im Mindesten dafür, wer ich überhaupt bin und es kümmerte sie nicht welche Probleme ich hatte. Ich durfte mit allem selbst fertig werden. Als ich fünfzehn war, hatte ich meine "Waldphase". Soll heißen, nach der Schule schnell etwas essen und dann ab in den Wald, durch den ich stundenlang maschiert bin. Irgendwann kannte ich nahezu jeden Baum. Nur weg von zu Hause. Eine reine Fluchtreaktion...

Irgendwann sehr viel später, während meiner ersten Therapie konfrontierte ich meine Mutter mit meinen Empfindungen ziemlich lautstark. Die Therapie führte dazu, daß ich alles noch einmal durchlebte und durchlitt. Wir zofften uns etliche Male. Gebracht hat es im Endeffekt nichts. Wenn ich sie heute darauf anspreche leugnet sie schlicht und ergreifend alles...

Ich denke für meinen Seelenfrieden bin ich selbst verantwortlich. Eine klärende Aussprache mit meiner Mutter in der man die unbequeme Wahrheit ausdiskutiert, wird es nie geben. D. h. ich muß für mich eine Möglichkeit finden, mit diesen Erinnerungen, die gottseidank mittlerweile nicht mehr so intensiv sind, selbst fertig zu werden.

Die Verarbeitung dieser negativen Gefühle wäre denke ich ein ganz wesentlicher Schritt für mich nach vorne. Ran gewagt habe ich mich bis jetzt daran noch nicht. Ich weiß, wenn ich es tue, dann werden viele Erinnerungen, die mittlerweile verschüttet sind, wieder freigelegt werden. Ich denke jedoch, daß dies der für mich einzige Weg ist, dauerhaft mit dem Geschehenen, welches man nicht mehr rückgängig machen kann fertig zu werden.

Das Du Dich nicht traust Schwäche zu zeigen wird vor allem in den letzten beiden Absätzen Deines Postings sehr deutlich. Es war ja nicht nur so, daß Deine Mutter nicht auf Deine Gefühle reagiert hätte, ganz im Gegenteil, Du bist ja sogar noch dafür bestraft worden, wenn Du Schwäche gezeigt hast. Diese Bestrafungen waren so nachhaltig, daß Du auch jetzt Dir selbst nicht zugestehst Schwäche zu zeigen. Obwohl ja schon längst Niemand mehr da ist, der Dich dafür bestrafen könnte. Du bestrafst Dich selbst dafür, daß Du zwar Schwäche empfindest, Du sie aber nicht klar und deutlich artikulierst. So kommt bei Deinem "Gegenüber" wahrscheinlich nur eine sehr verschwommene Aussage an.

Laß die Gefühle zu, sie sind ein Teil von Dir. Jedes Ding hat seine zwei Seiten. Du kannst nicht immer dauerhaft Stärke zeigen. Laß auch die Schwächen zu, das gehört zum "Menschsein" dazu...

Liebe Grüße

Schwarze Wolke
 
Hallo Wolke,

vielleicht habe ich es falsch ausgedrückt...ich kann vor Anderen keine Schwäche zeigen..wenn ich allein in meinen 4 Wänden bin, bin ich ich selbst...kann heulen..

ich habe Dir ja geschrieben, ich habe immer nur Partner gehabt..die hHilfe brauchten...selbst wenn ich es sagte wie es mir geht, ging nie ein Partner auf mich ein...ich kann das einfach nicht begreifen..

ich hatte mal einen Freund, wir waren im Urlaub in Tunesien. Am Tage des Rückfluges, ging es mir so derart schlecht, das ich dachte mein letztes Stündlein sei geschlagen..mir wurde so übel, ich zitterte am ganzen Leibe, mußte mich ununterbrochen übergeben..dann als wir am Flughafen in der Wartehalle saßen, bat ich ihn (dort sind Geschäfte und eine Apotheke war da) eine Apotheke aufzusuchen...er war sehr böse auf mich...er konnte nicht ertragen, daß ich etwas forderte..er tat es nicht, las einfach Zeiung..

dann waren wir im Flugzeug..ich glaube ich war kurz davor ohmächtig zu werden, ich konnte gar nicht mehr richtig sehen..was tat er? Rat mal!!! Er las Zeitung, sah mich nicht an, behandelte mich nur wie ein ungezogenes Kind..
Sogar die Stewardess bemerkte es..ich weiss nicht wie sie es bemerkte..sie fragte ob sie mir helfen kann..ich brauchte nur eine Brechtüte...denn bis zum Klo gings nicht mehr...weisst Du was mein Freund da sagte "soll ich Deine Hand nehmen"

aber davon kann ich Dir (verschiedene Beziehungen) immer wieder Beispiele nenne..selbst wenn ich Schwäche zeigen, wird es als Bosheit von mir angesehen...im besten Falle völlig ignoriert..ich sagte ja wenn ich meiner Freundin sage ich kann nicht spazieren gehen..mir gehts total schlecht..na ja egal..dann geh ich später

ich kann mir nicht sagen, voran das liegt..es können doch nicht alle Menschen so ignorant sein...ich denke mir will keiner helfen...(aussser handwerklich oder so..da schon..)

ich weiss nicht warum das so ist, aber ich darf da gar nicht nachdenken...es macht mich alle..

meine Mutter:

stimmt, das ist was ich sagen wollte, Schwäche zeigen war immer -wenn ich es tat - als wäre es eine Boshaftigkeit von mir..von beiden Eltern..
aber es kommt ein 3. Punkt hinzu..ich bin 36 J. (habe seit meinen 18. Lebensj. meine eigene Wohnung)..sie akzeptieren nicht das ich immer gut zurecht kam..

meine Mutter 4. kann nie ertragen wenn jemand nicht ihrer Meinung ist...sie will einen beherrschen...das meinte ich ja als ich schrieb: "Du mußt Dir die und die Affirmationssätze sagen dann geht es Dir gut" als ich sagte (sie wollte haargenau wissen was ich da tue, meditiere usw...) ich sagte das ich ihr nicht jeden Satz sagen kann /sagen muß was ich tue..sie "so geht das nicht"...und legte den Hörer auf!!! Das ist noch harmlos, meistens fängt sie grundlos an zu heulen...weil mein Vater so schlimm war..sie kann nie aufhören..noch 25J. TRENNUNG..sie machte ihrer Mutter (die nun tod ist) allen damit das Leben zur Hölle...keiner konnte es mehr hören..Ostern Weihnachten..sie ergriff das Wort...und kein erwachsener (geschweige ich als Kind damals) durfen Widerworte geben...dann wurde sie wild oder heulte ..

Am Ende wird immer von den Eltern alles noch so gedreht als hätte ich was verbrochen...stell Dir das mal vor..wenn es Dir körperlich extrem schlecht geht..glaubste dann kann ich in solchen Momenten an irgendenwelchen esoterischen Kram was abgewinnen???

So den Rest habe ich Dir privat geschickt...ich weiss auch nicht warum ich Dir meinen ollen Kram eigentlich alles erzähle...nun, rede ich obwohl es Dir schlecht geht nur über mich...

unsere Eltern können wir nicht ändern, aber es ist sau schwer..auch Deine Mutter ist nicht einsichtig..meine ist manchmal sehr verständnisvoll..nächstes mal ..legt sie bei einem Wort was ihr nicht passt einfach auf..

ich hatte diese Dinge auch in einer Therapie besprochen, dort wurde mir gesagt distanzieren sie sich..bei der Mutter gehts...

ich dreh mich wie im Hamsterrad..und nicht mal distanz wird mir erlaubt...das ist jetzt sehr privat und ich habe es Dir persönlich geschickt..dann weisst Du was ich meine

Lexie
 
Hallo Lexie,

was Du schreibst ist in der Tat ein ziemlich starker Tobak!! Was mich im ersten Moment wirklich überrascht hat, war die Tatsache, daß Du ja anscheinend NUR auf Personen triffst, die Dir NICHT helfen. Ohne Dir in den Rücken fallen zu wollen, aber könnte es nicht auch sein, daß Du durch Deine Erfahrungen mit Deinen Eltern, die Du ja auf Grund Deines immer noch andauernden Umgangs nie wirklich verarbeiten konntest extrem sensibel bist?

Zugegeben, die Geschichte mit Deinem Freund am Flughafen ist schon ziemlich stark. Aber wenn man diese Begebenheit für sich allein nimmt, dann kann wahrscheinlich jeder hier von uns von etwas Ähnlichem erzählen.

Wie oft ist Dir denn von Bekannten, Freunden und Partnern geholfen worden? Und schließlich muß es ja auch einen Grund geben, daß Deine Freunde und Partner zu dem geworden sind, was sie sind. Wenn sie von vorneherein rücksichtslos gewesen wären, wären es doch wohl kaum Deine Freunde und Partner geworden, oder...? Leider ist es oftmals eine menschliche Verhaltensweise, daß man positive Dinge als gegeben hinnimmt, ohne sie überhaupt zu bemerken, aber wenn dann einmal der Partner nicht in der gewünschten Weise reagiert, ist es mit Sicherheit dieses eine Mal an das man sich später zurückerinnert. Auf Grund Deiner andauernden schlechten Erfahrungen haben solche Begebenheiten in Deiner Gefühlswelt einen ganz anderen Stellenwert, als das bei Deinen Partnern und Freunden der Fall ist.

Möglicherweise hat Dich Jemand schon zum wiederholten Male enttäuscht. Auf Grund Deiner Sensibilität ist Dir jede der Begebenheiten genau im Gedächtnis haften geblieben. Deine Freunde und Partner jedoch denken schon lange nicht mehr daran. Für mich sind bestimmte Dinge auch sehr schlimm, über die andere Menschen nur mit den Schultern zucken würden. Menschen sind eben unterschiedlich...

Das ist das eine, das andere habe ich Dir ja schon angedeutet, in dem ich Dir gesagt habe, daß es für Außenstehende unter Umständen sehr schwierig sein kann, auf die Bedürfnisse eines normalerweise äußerlich starken Menschen dann zu reagieren, wenn es der vermeintlich starke Mensch, der normalerweise NIE Schwächen zeigt und NIE Hilfe benötigt gerade erwartet.

Bzgl. Deiner Eltern:

Auch wenn Du arbeitslos bist, Dein Vater Dich dankenswerterweise unterstützt, hat er kein Recht sich in Dein Leben einzumischen!! Das mußt Du ihm klar machen, das ist Dein gutes Recht!! Wenn er Dich treffen will, gut, dann könnt ihr ja eine Zeit und einen Treffpunkt ausmachen, aber darüberhinaus, würde ich mir verbitten, daß er dann vor meiner Wohnungstür steht, wenn ich es eigentlich nicht will. Hier darfst und mußt Du Stärke zeigen und Grenzen setzen und diese auch verteidigen!!! In Deinem eigenen Interesse mußt Du jedoch dafür sorgen, daß Du Dich aus dieser finanziellen Abhängigkeit löst. Erwartungen an Deine Eltern darfst Du auch nicht haben. Wie ich Dir schon gesagt habe, da ist aus meiner Sicht nichts zu machen...

Also frage Deinen Vater gar nicht erst, wie er die Wohnung findet und wenn Deine Mutter keinen Kontakt zu Dir wünscht, dann würde ich diesem Wunsch nachkommen. Wie Du selbst erzählst, tun Dir doch die Kontakte zu Deinen Eltern in keiner Weise gut... Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß man die Hoffnung nie ganz aufgibt, daß sich vielleicht ja doch noch etwas an dem Verhalten der Eltern ändern könnte, doch Deine Eltern sind alte Leute, in sich gefestigt, warum sollten sie sich Dir zu Liebe ändern? Das ist leider die grausame Realität!

Dir noch eine gute Nacht!

Liebe Grüße

Schwarze Wolke
 
Hollo Wolke,

was Du mit den Eltern schreibst da gebe ich Dir 100Prozent recht..wenn es mir derzeit nicht finanziell so mies gehen würde, hätte ich das Geld gar nicht angenommen..

ich hatte bis vor ein paar Monaten für wenig Geld bei der Zeitarbeit gearbeitet..aber es hatte finanziell gereicht..so das ich natürlich unabhängig war (übrigens ich war niemals von einem Partner abhängig!!!) leider ist es bei der Zeitarbeit so, die Arbeit war nur für ein paar Monate, so das ich nachher...gleich wieder Arbeitlosenhilfe= ALG2 bekam...

Also unangemeldet kommt mein Vater nie zu Besuch..da weiss er seine Grenzen!!!nur er versucht immer irgendwas in der letzten Zeit zu finden, daß er kommt, und jedesmal wenn er da ist, macht er aus unerdenklichen Gründen ein Zirkus.. (er ist ja nur so 2-MAXIMAL 3 X im Monat da...aber selbst das kann ich kaum noch ertragen, da jedes Telefonat mir Kraft raubt)


ich denke was Du anfangs schriebst, daß ich aufgrund der Erfahrungen mit den Eltern sehr sensibel geworden bin, ist sehr wahrscheinlich..in vielen Fällen (komme ich gleich zurück)..würde ich mal andere sehen..ob sie da nicht auch so sensibel wären.....

Klar, jeder reagiert anders...Du kennst mein Leben nicht...allein meine Ausbildung 3 Jahre war die Hölle (ich hatte in einem anderer Stadt damals immer wieder Lehrgänge besucht - wo andere Azubis waren) ich hatte denen allein diese Sache erzählt..wie ich tag täglich gemobt wurde...es war wirklich die Krönung...sie fragten mich später ob das wirklich stimmt..wie ich das nur aushalten konnte 3 Jahre..das konnte meine ältere Schwester gar nicht begreifen, sie sagt mir noch heute wie stark ich sei..sie hätte bereits nach 3 Wochen das Handtuch geworfen!!!

ne ich denke ich bin stark..da ich es immer sein mußte...aber ich bin empfindlich geworden...und einfach wütend daß ich nie schwach sein darf..ich bin sauer auf meine Eltern..aber selbst das Gefühl wird mir ja verdreht weil sie immer tun, als würde ich ihnen was tun...

ich wurde als junges Mädchen vergewaltigt...es gibt allein aufgrund der Tatsache Frauen...die da niemals hinweg kommen...ich habe ein Buch darüber mal gelsen, eine Frau schrieb 200 Seiten lang immer das Gleiche...!!!ich dachte das gibts doch nicht, ich erzählte es meinen Ex Freund mal 10Minuten...er zeigte keinerlei Gefühle..diese Schriftstellerin konnte nicht mehr ARBEITEn...ihr Mann hat ein Jahr ihr sogar eine Haushaltshilfe geholt...ja das macht mich sauer...andere werden umsorgt..können sich ausheulen...ich hatte nie einen Partner der für mich da war...mein letzter Freund hatte sich regelmässig bei mir über seine Kindheit ausgeheult..ich sagte ich hatte es auch nicht einfach...er fing immer an das er nie gelobt wurde..

ich kapier es nicht..werde es nie wahrscheinlich kapieren...immer suche ich mir Partner aus die nur ihre Probleme haben!!!

ach so die Freunde...JA SIE WAREN VON ANFANG AN SO...
ich habe FREUNDSCHAFTEN geschlossen..Kompromisse gemacht die keiner gemacht hätte..gings mir gut waren sie immer da..irgendwann 3/4 später ca. kann es vorkommen das es Dir nicht gut geht..wenn sie dann nicht mal anrufen obwohl sie es wissen..oder nicht mal ins Krankenhaus kommen..mhh?

Mir kommt es vor als wolltest Du etwas suchen woran es an mir liegt...und ich sage es Dir: MEINE GNADENLOSE GUTMÜTIGKEIT...was mir auch in eine Therapie bewust wurde...bei einem Partner ist es richtig schlimm....denn wenn ich liebe mit Haut und Haaren...lässt er mich Feiertags fallen...will ich die Signale oft erst nicht sehen...

nach Deiner Aussage kommt es mir vor...so als könntest Du es gar nicht glauben..mit anderen Worten muß es ja wohl an mir liegen..nun da lag auch war an mir...ich will die Wahrheit nicht sehen...ich will es nicht wahrhaben...bis ich z.B. wenn ich eine Beziehung habe..komischerweise (ist es meistens so) an den Feiertagen allein gelassen werde, wenn die Langeweile eintritt melden sie sich..

ich schrieb ja..solange meine FreundINNEN solo sind..bin ich gut genug..kaum kommt ein TYP und sie sind glücklich werde ich BEI MANCHEN EINFACH SO JAHRELANG NICHT MAL ANGERUFEN...ist das Freundschaft???? Du kannst da nicht ernsthaft behaupten, daß dieses jetzt nun meinerseits mit Sensibelität zu tun hat...

es gibt jedoch eine wesentlich ältere Freundin, sie sagt nichts wenn es mir schlecht geht, kann aber selbst auch nicht über ihre Probleme sprechen....wenn es um andere Dinge geht helfen wir uns ich ihr am PC sie hilft mir wenn ich was umzunähen habe...

Siehst Du ...und bevor ich wieder so einen Partner habe, wo ich wieder nur die Gebende bin, bleibe ich allein..

Warum? weil ich nicht mehr kann.....

Liebe Grüße

P. S. meistens ist es genau umgekehrt...ich versuche immer das Gute zu sehen...wo mir Freunde sagen..um Gottes willen..willst Du vergessen was war...da hast Du mich also völlig falsch eingeschätzt..

Lexie
 
Nochmal hallo Wolke,

gerade habe ich nochmal die letzten Beiträge gelesen, Du schreibst "der Mensch ist ein Rudeltier, man bleibt solange single bis man sich wieder verliebt"

ich kann nur für mich sprechen, ich war nie ein Rudeltier..als ich 11Jahre war habe ich zwar bei meiner Mutter gelebt..sie hatte zwar meine Sachen gewaschen...aber ich habe mit 11J. für mich gelebt..

mein grösster Wunsch war gemeinsam an einem Tisch zu essen...(sie war selbständig)...ob Du es glaubst oder nicht..ich kann mich nicht errinnern, wann wir --ausser wir hatten Besuch--gemeinsam zu mittag assen...das gab es nie...weder Frühstück, mittag, Abendbrot...

Freundinnen hatte ich nicht..später mit 14,15,16 Jahren hatte ich ein paar..ich habe viele Interessensgiebiete..wo ich für mich bin..ich lese und zeichne sehr viel..ansonsten filme ich...

Alleinsein bis man sich verliebt...??? ich habe noch niemals mit einem Partner zusammengewohnt!!!

Wenn man sich verliebt, heisst es doch noch lange nicht, daß die Liebe auf Gegenseitigkeit beruht...wer sich verliebt weiss doch noch nichts vom Partner..

das Alleinsein stellt / e nie ein Problem für mich dar..ich brauche sogar sehr viel Zeit für mich...mein Problem ist es, daß ich immer die Gebende bin...und dieses will ich nicht mehr..kann es derzeit "alte Muster" noch nicht auflösen, daher - lieber allein..

und Dein Problem ist die Einsamkeit..aber glaubst Du nicht es ist besser allein zu sein, als einen Partner der Dich nicht liebt..oder wo es keine Basis gibt...der einen betrügt...

ich sehe das als GESTOHLENE Jahre an denn: "wir leben nur 1 x"

Liebe Grüße

Lexie
 
Hallo Lexie,

ich sage nicht, daß Du Schuld hast an Deiner Misere. Ich sage nur, daß Dein Verhalten Deine Probleme begünstigt. Das ist bei mir genauso. Ich nehme mich da selbst nicht aus, aber das nur nebenbei! Hast Du Dir mal überlegt, warum Du immer so viel gibst? Ich meine hier in diesem Thread irgendwo von Dir gelesen zu haben, daß Du Angst hättest nicht anerkannt zu werden. Versuchst Du eventuell mittels Deiner großen Bereitschaft zu "Geben" Anerkennung zu erlangen? Könnte das in Deinem Unterbewußtsein eine Triebfeder Deines Verhaltens sein?

Du hast von Deinen Eltern nie Bestätigung erfahren. Nicht als Kind, nicht als Tochter, nicht als Erwachsene, nicht als Mensch... D. h. auch in Dir ist das Bedürfnis Bestätigung zu erfahren sicherlich im großen Maße vorhanden. Wenn ich Jemandem helfe, steht dieser Jemand gewissermaßen in meiner "Schuld". Jemand dem ich helfe, wird sich mir gegenüber in irgendeiner Form erkenntlich erweisen... Ich könnte mir auch vorstellen, daß übergroße Hilfsbereitschaft auf der anderen Seite sicher auch so manchen dazu verführt, diese Hilfsbereitschaft gnadenlos auszunutzen. So gesehen mußtest Du fast zwangsläufig immer auf die "falschen" Menschen treffen.

Wenn Dein Vater nur nach vorheriger Absprache kommt, hast Du doch alle Möglichkeiten, die Begegnungen mit ihm in Deinem Sinne zu steuern. Warum macht ihr nicht auch mal als Treffpunkt seine Wohnung aus? Das hätte für Dich den Vorteil, daß Du jederzeit gehen kannst, wenn Du das willst...

Du hast in Deinem Leben sehr viel durchgemacht... Die Dinge, die Dir widerfahren sind, sind nicht Deine Schuld (wie zum Beispiel die Vergewaltigung) und lassen sich nicht rückgängig machen! Umso wichtiger wäre es, jetzt den Teufelskreis zu unterbrechen. Alleine zu leben, so wie Du es derzeit tust, ist für mich auch eine Form der selbstgewählten Isolation. Du fragst mich, ob Einsamkeit nicht besser sei, als einen Partner zu haben, der einen belügt und betrügt. Keine Frage, in so einem Fall würde ich auch eher alleine bleiben. Aber bist Du glücklich alleine??? Wenn ja, ist gegen Deine Wahl nichts einzuwenden, wenn nein, muß es noch etwas anderes geben und dem darf man sich nicht verschliessen...

Viele liebe Grüße noch!

Schwarze Wolke
 
Hallo Wolke,

Du brauchst Dich nicht entschulden..Du hast es sehr gut erkannt!!! das liegt der Hase begraben..unbewusst immer der Wunsch nach Anerkennung..dann gebe ich, kurzfristig habe ich Anerkennung...
ich denke es geht weiter: ich gebe Ihnen unbewusst das, was ich gerne bekommen würde...

wenn ich mich verliebe, und wieder an einen "Problemfall" geraten bin, macht es mir anfangs nichts aus..ich freue mich sogar helfen zu können..ich helfe gerne..nur - erwarte auch ich Hilfe- wenn es mir schlecht geht...

dann irgendwann kommt der Wendepunkt...ich gebe und gebe ..und irgendwann bin ich total wütend...auf ihn...und fast immer auf mich...1000 Fragen warum kommt nie was zurück... ich glaube am Anfang ist es auch irgendwie bei mir der Reiz..z.B. wenn ein Mann so lieb und hilflos wirkt..merkwürdigerweise verliebe ich mich immer in diese Männer...es geht eine Weile gut...bis ich an einem Punkt gelange, wo ich Hilfe brauche...und es kommt nichts absolut nichts zurück...meistens spüre ich das meine Worte irgendwo gar nicht ankommen...

ich glaube es liegt an mir..ich wähle unbewusst die Männer die Hilfebedürftigkeit ausstrahlen..aber es gibt bei diesen Personen nur NEHMEN...

Meistens kommt sogar noch hinzu das sie mich dann ernidrigen..Mein ex sagte zu mir "Du bist eine dominante Frau, warum gehen Männer fremd...wenn die Frau zu dominant ist" der sagte es im Zusammenhang, als rauß kam das er seine ex betrog..mit anderen Worten..er hat keine Schuld, selbst wenn er betrügen würde...liegt es ja an der Frau...also: Bloss keine Verantwortung übernehmen...

Du schreibst Einsamkeit - selbstgewählte Isolation....an der Wortwahl spüre ich - das Einsamkeit für Dich etwas sehr schlimmes ist...auch das ist Einstellungssache!!!

-----------...ich bin nicht einsam nur allein..........-----------

(ist sogar in eiem Musiktitel..weiss aber nciht welcher Song)

Du kannst unter 100ten Leuten sein, und Dich einsam fühlen, es ist ein Gefühlszustand..

Sieh mal wenn man am PC sitzt, liest, wenn ich zeichne...da bin ich auch allein...ich fühle mich keineswegs einsam...

ich habe mich manchmal mit einem Partner einsamer gefühlt als wenn ich allein war...verrückt???...wenn Du einen Partner hast, der gar nicht zu Dir passt...ist es furchtbar..

ich sage ja: "das Leben ist Wandlung"..irgendwann möchte ich auch einen Partner an meiner Seite haben...aber ich glaube nicht das ich durch Internet oder Kneipensuche..einen Partner finde, es kann sein...aber ich suche nicht...nicht mehr..
ich nutze meine Energie für mich derzeit...für meine Interessensgebiete..

Alles Liebe

Lexie
 
Hallo allerseits,

ich geb zu nicht den ganzen thread gelesen zu haben, hab aber das Grundproblem glaub ich geschnallt und geb hier mal meine anthropologische Sichtweise dazu.
Der Wunsch nach Anerkennung ist ein menschliches Grundding, denn wir Menschen sind halt soziale Wesen oder Rudeltiere. Allerdings halte ich die traute Zweisamkeit so ala Spielkarten für nicht so selbstverständlich. Das ist ein weit vertretenes Konzept, was aber aufgrund ständiger gedanklicher Fehler und sprachlicher Missverständnisse oft nur mangelhaft läuft.
Ausserdem krankt unsere Zeit an einer Art Überfluss, der in die Falle der Beliebigkeit führt. D.h. es stehen uns unzählige "Spielkarten" zur Verfügung, wer soll denn da noch das Optimum finden und wer fühlt sich da nicht einsam und beliebig angesichts der Tatsache immer kürzer währender Paar-Beziehungen...
Als Buddhistin und Systemanalytikerin würde ich sagen: Liebe ist ne Illusion und hat die Funktion sozialen Zusammenhalt zu garantieren. Starker Tobak was? Als Mensch sage ich: Liebe ist aber auch ne verdammt angenehme Illusion 🙂)
Die tiefe Sehnsucht nach einem Menschen, der in maximaler Annäherung sozusagen 1🤐 mit einem verbunden ist, ist für mich ehrlich gesagt schwer nachvollziebar. Denn ich bin genügend ICH um keiner Ergänzung zu bedürfen und ich will so wie ich bin als ein Ganzes/Komplettes (aber im dynamischen Sinn--->alles ändert sich ja ständig und man selbst sich auch) akzeptiert werden. Mir ist jedoch jederzeit klar, dass ich niemals gänzlich von einem anderen so gesehen werden kann, wie ich denke, dass ich bin. Insbesondere da das Selbst ja ohnehin ein dynamisches, veränderliches und nicht ein statisches für ewig gleiches Ding ist! Wer sich allein inkomplett sieht und nur in einer Beziehung als Ganzes fühlen kann, der gerät in Abhängigkeitsgefälle auf denen er ganz schön krass abrutschen kann. Der komplette selbstgenügsame Mensch bringt genügend Freiheit und persönliche Stabilität mit in eine Beziehung um dem Partner die Freiheit zu bieten er selbst sein zu können, anstatt nur ein Ergänzungsbild.
In einer Beziehung passiert folgendes: Man lernt sich kennen, jeder kommt mit einer gewissen Erwartungshaltung angedackelt und bildet sich einen Eindruck vom anderen. Sind genügend Pass-Punkte da, geht man eine Partnerschaft ein. Während des Kennenlernens biegt man sich unwillkürlich alles ein wenig auf seine Erwartungen,Sichtweisen, Idealvorstellungen hin, man versucht die eigene Sicht von dem anderen mit dessen Sicht von sich selbst zu konformieren. Gelingt das nicht ausreichend entsteht in der Partnerschaft das Gefühl der Fremde, es kommt evtll aufgrund der Enttäuschung der eigenen Erwartungen oder Erwartungen des anderen zur Trennung. Wir rennen hollywoodgeprägt oft unser Leben lang einem Ideal der Liebe und Happy-End nach und wundern uns, warum wir es nicht für uns finden können.
Ich finde diese ganze Einsamkeitsproblematik basiert u.a. auch auf der verhängnisvollen Tradition der abendländischen Denkstruktur alles nur ENTWEDER /alles - ODER nix zu sehn....ist Murks und führt zu schmerzhaften Paradoxien im Kopf...
Denkt man buddhistisch (sowohl-als auch/relativistisch = vom jeweiligen Standpunkt aus betrachtet), wirds leichter.
Nur wer es schafft der Realität ins Auge zu blicken, dass sowohl Einsamkeit als auch Liebe an und für sich Illusionen sind, bzw. in jeder Liebe jeder bis zu einem gewissen Grad stets einsam ist und ewig bleibt... und der Einsame tatsächlich nur in gewissen Punkten und dem Anhaften an einem krummen/falschen Liebesbegriff oder falschem Verständnis des Menschen und damit auch sich selber krankt und aus diesem Gefühl heraus etwas erzwingen will, was nicht möglich ist....der hat auch die Möglichkeit sich nicht mehr einsam zu fühlen, sondern buddhistisch ausgesprochen: sich aufgehoben zu fühlen im Nichts (was natürlich gleichzeitig ALLES ist!)
Ziemlich abgedreht diese paradoxen Formulierungen, aber einfach ausgedrückt: mit unangemessenen Erwartungshaltungen kommt man nicht weit...die Denkhaltung beeinflusst die GEfühlswelt und vice versa, daher kann man bei der Denkhaltung ansetzen um sich nicht von einem Einsamkeitsgefühl erwürgen zu lassen, sondern dieses Gefühl sublimieren und in die Wüste schicken. Was man für sich irgendwie durchmachen muss ist sowas wie unsere Historie im Kleinen: eine Zeit der Aufklärung, in der man aus dem gefühlsbestimmten Urgrund des Halbwissens und Aberglaubens auftaucht ins Licht des Wissens und des weisen Umgangs mit seinem Menschsein und seinen Emotionen. Man muss sich entscheiden, ob man sich sein Leben lang von seinen Gefühlen beherrschen lassen will, oder ob man da ein wenig mit dem Verstand oder auch der Vernunft reguliert. Zwar sind Gefühle hirnphysiologisch stets schneller, aber durchaus lenkbar, wenn man den ausreichenden Willen dazu hat (und ich als verkappte Hedonistin=Genussmenschin hab keinen Bock auf bedrückende Gedanken, dazu ist mir meine Lebenszeit zu schad) und den etwas lahmarschigen Verstand mal ein wenig ankurbelt.
Mit meinem Lebensmotto: mit Herz und Verstand habe ich zu einem stabilen Selbst und auch tiefen Glück gefunden --egal ob grad mal einsam oder zweisam oder mehrsam. Ich fühl mich niemals einsam, denn um mich sehe und fühle ich eine Fülle an Leben und Schönheit mit der ich mit jedem Atom meines Seins untrennbar verbunden bin.
Ich hoffe sehr, dass du Schwarze Wolke oder auch andere thread-Mitdiskutanten mit ähnlichen Problemen auch eines Tages zu dieser Denkhaltung=Gefühl gelangen können.

Einsamkeit? Wie der gute Einstein schon sagte: alles relativ!

Lieber Gruss
Tyra
 
puh Tyra wenn das mal keine Doktorarbeit ist die über zwischenmenschliche Gefühle auf historischer Schwelle Einblick gibt. Na wie Einstein schon sagte alles relativ. Der eine nennt es "allein sein" der andere empfindet es eben als "Einsamkeit". Da müsste wohl eher noch eine Doktorarbeit her über dass was bei jedem so in der Gedanken und Gefühlwelt sich so abspielt. Aber jeder hat andere Eindrücke ist vom Leben anders geprägt ist anders erzogen erfuhr Liebe und das Miteinander unterschiedlich daher glaube ich dass auch diese Doktorarbeit nur das Pauschale beschreibt jedoch auf nicht alle angewendet werden kann. Was für ein Glück dass jeder individuell ist und seine eigene Persönlichkeit (auch wenn diese schwieriger zu verstehen ist) hat.
Auf ein weiterhin nettes Miteinander und dass sich Lexie und schwarze Wolke sich zu zweit nicht so einsam vorkommen. Wenn ihr das allerdings genießt ist es okay für uns. Jedoch denke ich ist gerade das im Forum so toll dass hier viele sind. Und viele Menschen bedeuten auch viele Überlegungen die helfen könnten. Liebe Grüße an alle
 
Hallp Wolke,
Hallo Tyra und hallo Tagfalter,

ne ne keine Angst...zu zweit kommt man sich doch nicht einsam vor..grins..

ja ich habe hier zu viel über mich geschrieben..es hatte sich aus den Beiträgen heraus ergeben..es wird nicht widervorkommen..

zu Tyra:

Liebe und Illusion...ich weiss nicht in wie weit es mit Buddhismus zu tun hat..jedoch denke ich ähnlich

ich halte auch die Vorstellung von der grossen Liebe...die einzige Liebe im Leben für eine Illusion...ich glaube /ich will mich da gar nicht so unterscheiden) wir brauchen diese Illusion, unsere Wünsche und Träume..Menschen brauchen Hoffnungen..

von einem Partner wird meist sehr viel erlangt, was dieser gar nicht geben kann..
Wie Du schriebst...am Anfang des Kennenlernens werden Gemeinsamkeiten gesucht..und alles für und dagegen abgechekt...wie eine zwekcgemeinschaft...

Was du schreibst aus sich heraus, etwas finden...seh ich auch so..aber es ist verdammt schwer..in unserer westlichen Welt..denn wir sind uns selbst enfremdet..gehen eine Arbeit nach..alles ist Routine..

ich denke viele fragen sich was kann ich in einer Beziehung bekommen...nicht was kann ich geben..

Was wären wir ohne Träume, Hoffnungen, romantische Liebe...(Illusionen) denn wie lange bleibt die Romantik, bevor der Alltag eintritt..

Liebe Grüße

Lexie
 

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