Wie schon ein paar Mal festgestellt: Ohne irgendeine Definition was unter Deutsch oder auch nur dem Wort Kultur zu verstehen ist kann überhaupt keine Argumentation geführt werden, da alle von etwas anderem reden.
Wenn die deutsche Kultur verloren geht ist doch die erste Frage die sich stellt, was dann stattdessen kommt? Ein Vakuum wird immer gefüllt werden. Den Verlust von etwas Altem kann ich nicht per se als schlecht definieren, ebenso wenig wie alles Neue auch nicht unreflektiert gut zu heißen wäre.
Die Frage ob es schade drum wäre bedeutet für mich persönlich also, ob ich das was stattdessen kommt gut oder zumindest besser finde. Und klar, mir fallen im Alltag doch so einige Dinge auf die sich ändern. Ist auch ganz logisch, die Einwanderung von Millionen Menschen aus völlig anderen Kulturen wird in so ziemlich jedem Bereich der Aufnahmegesellschaft gewaltige Änderungen nach sich ziehen oder sie auch ganz zerstören. So was z.B. in Iran, Indien, Persien usw. passiert ist. Das waren vor gar nicht all zu langer Zeit nämlich (zumindest größten Teils) mal echt schöne Gesellschaften / Kulturen.
Kulturen die nicht fähig sind sich gegen Einflüsse zu behaupten und Integration zu verlangen werden zerstört, so ist geschichtlich immer gewesen und wird es immer sein. Um manche ist es schade durm, um andere aber auch sicher nicht.
Es gibt eine Reihe von Ländern in denen ich mir gut vorstellen könnte zu leben oder hätte vorstellen können, wenn ich dort aufgewachsen wäre. Für die Mehrzahl der Länder auf diesem Planeten gilt das allerdings nicht, und das nicht nur aus wirtschaftlichen oder klimatischen Gründen.
Wenn ich also die hiesige Kultur erhalten möchte, dann vor allem dann wenn die Art zu leben dem entspricht wie ich gerne leben möchte.
Mit dem immer geringeren Einfluss von christlicher Religion und auch christlichen Traditionen, Kirchen etc. kann ich gut leben, da ich mit Religion im Grunde nichts zu tun habe und auch nicht möchte. Mit dem aktuell immer stärker werdenden Einfluss des Islams kann ich aber, aus dem selben Grund, nicht gut leben. Zumal es sich dabei ja nicht um eine reine Religion, sondern um eine politisch motivierte Bewegung handelt.
Auch missfällt mir der Verlust der Diskussionskultur sehr. Heute wird geschrien und die explodierende Gewaltkriminalität spricht ebenfalls für sich.
Tugenden wie Ehrlichkeit, Fleiß, Pünktlichkeit, Rechtschaffenheit etc. und ja, in gewisser Weise auch Toleranz, sehe ich ebenfalls dahin schwinden und hätte ich lieber gerne erhalten. Denn sie sind Grundlage für Wohlstand, welchen ich ebenso gerne erhalten würde.
Ähnliches gilt für unsere Sozialsysteme, sie für alle zu öffnen, auch für jene die nie eingezahlt haben, wird darauf hinaus laufen dass sie zusammenbrechen.
Es stört mich ebenfalls wenn ich mich mit Händlern, dem Pizzalieferanten oder einfach Leuten auf der Straße nicht mehr verständigen kann, weil sie kein Wort Deutsch und oft nicht einmal Englisch sprechen (ich kann leider nur diese beiden Sprachen).
Mit diesen exemplarischen Beispielen wird hoffentlich klar unter welchem Aspekt ich Veränderung bewerte. Daher betrachte ich eine Veränderung der deutschen Kultur in Richtung der Kultur eines Landes in dem ich nicht leben wollen würde als negativ und entsprechend auch die Nicht-Integration von Millionen von Zuwanderern von dort.
Eine Verschiebung in Richtung asiatischem Raum z.B. könnte ich allerdings eine Menge abgewinnen, wenn auch natürlich nicht alles. Ich denke die Hoffnung all jener die dem Euphemismus von einer bunten Gesellschaft folgen lautet: Wenn man alles zusammen wirft wird sich das Beste und Tollste durchsetzen. Quasi das Best of aller Kulturen und jeder kann so leben wie er/sie möchte.
Nur hat die Geschichte und damit Realität leider das Gegenteil bewiesen. Es setzt sich nämlich in der Regel die aggressivste Kultur durch, siehe oben genannte Beispiele, welche sich niemals anpasst und intolerant gegenüber allen anderen ist, denn diese bleibt immer erhalten und breitet sich somit weiter aus.