Zebaothling
Sehr aktives Mitglied
goldener Schnitt , ist sogar berechenbar ....
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Hallo Zebaothling,
schau mal hier: Der Sinn des Lebens?. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Vielleicht auch ganz interessant.
Tatsächlich entspricht das grob meiner aktuellen Sicht der Dinge. Ich meine, es ist aus meiner Sicht genauso viel oder wenig schlüssig, dass Geist/Bewusstsein aus Materie entsteht, wie es auch ist, dass Materie aus Geist/Bewusstsein entsteht.
Klar, die gängige Sichtweise mag sein, dass Materie der Ursprung aller Dinge ist und der Geist/Bewusstsein zwingend an Materie bzw. den Körper gebunden ist --> keine Materie, kein Geist.
Der interessantere Umstand oder Frage ist aus meiner Sicht, ob Geist vielleicht in irgendeiner Form auch unabhängig von Materie existiert?
Ich meine, wenn man bspw. stirbt und wir vom Energieerhaltungssatz ausgehen und davon, dass es im gesamten Universum kein "Nichts" gibt, kann der Geist bzw. das Bewusstsein nicht einfach verschwinden, sondern es findet eine Transformation statt. Wenn man so will, die umgekehrte Transformation dessen, wenn Materie bzw. ein Körper Geist/Bewusstsein erlangt. Umgangssprachlich könnte man das vielleicht an der Geburt festmachen.
Und ja, diese Transformation oder Energieumwandlung zwischen Geist und Materie mag holistisch gesehen ein ewig währender und sich wiederholender Prozess sein. Oder anders ausgedrückt: "Tot" ist nicht für immer tot. Man muss da auch nicht von Reinkarnation oder Wiedergeburt sprechen, aber man kann vielleicht durchaus davon ausgehen, das alles im ewigen Wandel ist und absolut gar nichts wirklich still steht.
Und ja, wenn man Tod damit definieren möchte, dass sich nichts bewegt, dann gibt es auf holistischer Basis nichts, was wirklich tot ist, sondern andersrum: Alles lebt.
~~~
Würde sagen, dass Leben bzw. Bewusstsein irgendwie in den kleinsten Bauteilen der Existenz, den Elementarteilchen, beinhaltet sein muss. Wenn nicht, kommen Leben und Bewusstsein irgendwo anders her. Woher denn?
Es gibt tatsächlich eine logische Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens aber sie erfordert eine präzise Definition, was man eigentlich meint.
1.
So wie ich es verstehe, meint man mit dem "Leben" nicht Lebensformen im allgemeinen oder das Leben als Zeitspanne sondern man meint eigentlich das Bewusstsein. Der Sinn des Lebens eines Bakteriums ist schließlich eine anders gemeinte Frage und würde sich auf ihren ökologischen Nutzen in ihrer Nische beziehen. Die Frage ist üblicherweise eine sehr menschliche und bezieht sich also auf Menschen oder höchstens noch Tiere, die vermenschlicht werden. Es muss einem Wesen ein Bewusstsein zugesprochen werden, damit die Frage so funktioniert, wie intendiert.
2.
Wenn es also um den Sinn des bewussten Erlebens (Bewusstseins) geht, dann lässt sich ein guter Teil den Funktionen des Lebens zuweisen. Unser Bewusstsein ist dazu da, Aufgaben zu managen, die uns und unsere Art am Leben halten. Unser Bewusstsein soll uns dazu ermächtigen, komplexe Aufgaben zu erfüllen, um uns beispielsweise mit Nahrung, Wärme oder Nähe zu versorgen.
Das ist aber unstrittig oder gegeben. Es wäre reine Unvernunft, diese Aufgaben des Bewusstseins in Frage zu stellen.
3.
Da nicht jede Aufgabe uns voll auslastet und nicht ständig lebensnotwendige Aufgaben zu erledigen sind, begibt sich unser Gehirn in einen Leerlauf. Und das ist ein entscheidender Punkt. Aus dem mentalen Puffer, einer Kapazität, die da sein muss, weil sie immer wieder mal gebraucht wird, wird eine verfügbare Ressource.
Und wenn wir nach dem Sinn des Lebens fragen, dann meinen wir eigentlich: Was sollen wir mit dieser Leerlauf-Ressource überhaupt anfangen?
Menschen, die aus anderen Gründen keine Zeit aka kaum Leerlauf haben, machen sich auch seltener Gedanken über den Sinn des Lebens.
4.
Hier greift sofort Logik.
Per Definition hat sie keinen VORdefinierten Zweck. Es ist im Gegenteil das, was gerade für keinen Zweck gebraucht wird. Es gibt nichts wofür sie "gedacht" wäre.
Sie hat auch nur einen Besitzer, es gibt niemand der die Gedanken anderer steuern kann.
Der Sinn des Lebens kommt also nicht von außen sondern von innen.
Es ist eine freie Ressource, die jeder selbst nach Belieben einsetzen kann.
Der Sinn des Lebens ist also schlicht, etwas nach persönlichem Ermessen Sinnvolles zu finden, für das man diese Ressource nutzen kann.
Das bedeutet auch, dass sich der Sinn im Laufe eines Lebens ändern kann. Jemand könnte seine Jugend nutzen, um nach einer mathematischen Formel zu suchen und sein Alter, um sich um einen Garten und die Enkel zu kümmern.
Es gibt keinen richtigen und falschen Weg. Da es das wohl Persönlichste ist, was es gibt, ist eine Wertung von außen in der Regel unzulässig.
Und hat man nichts Sinnvolles, dem man sich widmen kann, wird automatisch die Suche nach so etwas der aktuelle Sinn des Lebens - man steht also nie ohne da.
5.
Viele Menschen denken oft, es wäre eine hochgestochene und unnötige Frage. Sie befassen sich überhaupt nicht damit und "leben einfach ihr Leben". Der Punkt ist aber, dass die ihr Bewusstsein, ihren mentalen Leerlauf bereits nutzen. Sie haben also im Umkehrschluss einen Sinn des Lebens, er wirkt nur zu profan/banal/trivial auf sie, um ihn als Sinn zu identifizieren.
Anders gesagt: Wenn du momentan deine ganze Aufmerksamkeit komplett deinen Kindern widmest, dafür sorgst, dass es ihnen im Alltag gut geht und du Interesse an ihrem Leben hast - rate mal was gerade der Sinn deines Lebens ist ...
Wenn du jede freie Minute in die Renovierung deines Hauses steckst und dir im Bett noch ausmalst, wie es am Ende aussehen wird ...
Wenn du auf Partnersuche bist und dich nicht zwischen Monica, Erica und Rita entscheiden kannst ...
Wenn du versuchst die Klarinette zu lernen und den Nachbar gehörig auf die Nerven gehst ...
Wenn du in Skyrim versuchst jeder Stadtwache im Spiel wenigstens einmal einen Pfeil ins Knie zu schießen ...
Übrigens, das heißt auch, dass jeder, der dir erklärt, was dein Sinn im Leben zu sein hat, in Wahrheit versucht, dir seinen auf Auge zu drücken.
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