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Der Sinn des Lebens?

Steht die Frage im Raum, ob ein gesunder Geist auch einen Gott kennen bzw. beinhalten muss?

Ich würde sagen, dass das Leben zeigt, dass es diesbezüglich viele Möglichkeiten oder Ausformungen gibt, welche der einzelne Mensch gar nicht erfassen kann.

Man könnte sich bspw. fragen: Was war vor 3.000 Jahren? Und was wird in 1.000 Jahren sein? Alles überall gleich? Alle kennen bzw. anerkennen einen einzigen Gott? Was für ein Gott soll das sein? Bspw. die Hindus und Buddhisten konvertieren alle?
 
So es mich betrifft, für mich ist jeder zunächst einfach ein Mensch - ob der nun einen Gott, Religion oder Glaube mit auf den Weg bekommen hat oder nicht. Es sagt aus meiner Sicht nicht zwingend viel darüber aus, ob dieser Mensch ein sinnvolles Leben lebt oder nicht.
 
was einer mit auf den Weg bekommt, muss ja nicht das sein, wonach er sich ausrichtet, dass kann ja auch einer persönlichen Entscheidung unterliegen.
 
was einer mit auf den Weg bekommt, muss ja nicht das sein, wonach er sich ausrichtet, dass kann ja auch einer persönlichen Entscheidung unterliegen.

Ja, klar, das mit dem Glauben ist oft eher eine nebulöse Sache, wenn man denn überhaupt mal darauf zu sprechen kommt. Es gibt ja auch die Leute, die ihren Glauben hauptsächlich als Privatsache sehen und gewissermaßen nicht auf ihrer Stirn mit sich herumtragen.

Die Ausrichtung wiederum ist aus meiner Sicht etwas greifbarer. Man kann die Ausrichtung einer Person ja durchaus auch an ihren Handlungen und Aussagen ablesen, wenn die Person sich nicht sehr gut verstellt oder man selbst nicht irgendwie blind und taub ist.
 
Und der Bernie Sanders mal wieder.

Ja, wenn KI und humanoide Roboter tatsächlich mal alles besser können als der Mensch, was dann? Als Arbeiter oder Angestellter ist der Mensch dann nicht mehr konkurrenzfähig. Der Mensch verliert dadurch ja nicht seine Relevanz, oder?

Ich denke, dass das alles nicht so hart wird, wie es teils gezeichnet wird. Vermute einfach mal, dass der Mensch immer irgendwelchen Tätigkeiten nachgehen wird, die ihn mit Sinn erfüllen - ob diese Tätigkeiten nun bezahlt werden oder nicht. Da könnte man zum Beispiel anführen, dass auch in Deutschland sehr viel ehrenamtliche Arbeit geleistet wird.

Was es nun bezahlte Tätigkeiten betrifft, das war in der ganzen Geschichte nicht statisch. Die Einführung des Internet hat ja auch nicht die Anzahl der Jobs reduziert, sondern es sind eher neue Jobs und andere Bedarfe entstanden? Weiß jetzt allerdings auch nicht so genau, wie das zukünftig laufen wird.
 
Und ja, wenn wir mal davon ausgehen, dass wir in den Grundzügen beim aktuellen Finanz- und Wirtschaftssystem bleiben, es kann sich ja kein Staat leisten, dass Massen an Leuten keine Erwerbstätigkeit bzw. kein Geld haben. Nicht nur, dass die womöglich verhungern und vorher allerlei Aufstände bis hin zur Revolution anzetteln, es fallen ja auch Konsumenten und Steuern weg.

Bevor das alles also zusammenbricht, werden sich die Politiker und Wirtschaftsleute wohl ein paar Gedanken machen, sollte man zumindest denken.
 
Natürlich sind auch Erwerbstätigkeit und Geld ein Sinn des Lebens, zumindest des Überlebens. Daher erklärt sich ja auch eine tiefsitzende Verlustangst oder Existenzangst, wenn es um Geld bzw. Besitz geht. Ist zwar heute bei vielen gar nicht mehr so prekär, wie es mal war, aber ja, in vielen steckt das noch tief drin.

Und ja, wenn man nach der Maslowschen Bedürfnispyramide geht, steht der Sinn des Überlebens vor dem Sinn des Lebens. Klar, wenn man ständig in Existenzangst lebt - ob nun real oder eingebildet -, hat man ja gar keinen Nerv für was anderes.
 
Oder nehmen wir als Beispiel mal die ländlichen Gegenden in China, die Bauern und so. Die bestellen halt ihr Feld und verkaufen ihre Ernte, um sich selbst und die Familie durchzubringen. Meiner Meinung nach sind die nicht groß religiös - in konfessionellem Sinne - oder stellen sich große Fragen über den Sinn des Lebens. Die machen einfach ihren Job und gut ist.

Ja, vielleicht fehlt den Leuten was. Vielleicht ist die Frage nach dem Sinn des Lebens aber auch ein übertriebener Luxus, den sich viele nicht leisten können.
 

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