_Tsunami_
Urgestein
Ich finde es immer wieder spannend, wann das Gefühl der Sinnhaftigkeit auftaucht: Zum Beispiel diese Woche, als ich morgens im Garten Walnüsse aufgesammelt habe, während noch etwas Nebel im Tal hing, ein musikalischer Mensch dort mit der Trompete spielte (macht er regelmäßig), dann Ruhe, ich höre die nassen Blätter fallen ... und während ich mit einem großen Eimer Nüsse zum Auto gehe und mich schon freue, weil ich die einer Nachbarfamilie mit Kindern schenken werde – da ist dieses Gefühl plötzlich da: das war eine sinnvoll verbrachte Stunde 🙂
Womöglich ist der Sinn also eher etwas, das auftaucht, während wir etwas tun (oder lassen) als irgend ein rein mentales Konstrukt.
Aber dass du in diesem Augenblick Sinn empfunden hast, passierte ja nicht zufällig. Du hast etwas getan, was in einer dir angenehmen Atmosphäre stattfand und deinen Sinnen, deinem Körper gut tat und du konntest damit den Gemeinsinn bedienen- da du es Kindern der Nachbarn schenkst.
Alles Dinge, die uns einen Sinn geben. Diese Dinge kann man mental erfassen und willentlich herbeiführen. Zack, schon hat man den Sinn gefunden.
Ich persönlich denke, dass Sinn multidimensional ist. So kann man durch Handlungen Sinn erlangen bzw. dem Sinn Ausdruck verleihen. Gleichfalls ist es aber auch möglich, ohne nennenswerte Handlungen durch "Eingebung"/Wahrnehmung Sinn zu erlangen.
Letztlich geht das beides wohl Hand in Hand. Zumindest kann ich mir das aktuell nicht anders vorstellen.