Das hört sich auf den ersten Blick gut an, aber was ist, wenn das Unterbewusstsein auf Grund schlechter Erfahrungen falsch programmiert ist? Dann wird dein Unterbewusstsein immer versuchen gute Erfahrungen zu verhindern, weil es schon mal schlechte Erfahrungen gemacht hat. Das macht dann keinen Sinn!
Ja, ich stimme dir zu. Dann aber möchte ich dir erstmal meine Erfahrung über luzide Träume schildern:
Luzide Träume
Hier meine persönlichen Erfahrungen dazu. Ich kann diese luziden Träume nicht selbst induzieren bzw. habe keinen Einfluß auf ihr Auftreten, wobei ich das bestimmt üben könnte.
Ein Zeit lange hatte ich diese luziden Träume recht häufig. In letzter Zeit weniger. Meist treten diese Träume "zufällig" auf, wenn ich ohnehin nicht richtig schlafe. Es ist die Zeit, wenn der Übergang vom Schlafzustand in den Wachzustand stattfindet, schätzungsweise die letzte Stunde vor dem Aufwachen - also, wenn ich halb schlafend und halb wach bin. Diese letzte Stunde vor dem Aufwachen kann die letze Stunde des Nachtschlafs sein oder ein längeres Nickerchen während der Tagzeit.
Die luziden Träume selbst sind fantastischer Natur. Ich versuch's mal zu erklären. Ich bin in einem Setting, einem bestimmten Umfeld, in einem Gebäude oder auf der Straße, mit bestimmten Personen und Gegenständen. Es nimmt sich rein gar nichts von der Realität und es ist alles sehr detailliert - nicht verschleiert oder unklar. Es entwickelt sich eine Geschichte und dann wird mir bewußt, dass das nicht meine Realität sein kann. Einfachstes Beispiel ist, wenn ich realisiere, dass im Traum zwar alles seinen Gang geht, aber alles zu Zeiten des Mittelalters, was ich hauptsächlich an der Umgebung (z.B. mittelalterlicher Marktplatz), den Gegenständen (z.B. alter Holzkarren) oder der Kleidung (z.B. Frauen mit einfachen und dunklen Kleidern, bis zu den Füßen, und weißen Häubchen) merke - das passt dann nicht zu meiner wirklichen Realität und ich merke das. Was ich dann tun kann, ist total abgefahren. Ich kann meinen Traum anhalten. Dann "wünsche" ich mir bestimmte Personen, Gegenstände und den weiteren Ablauf des Traums. Kann mich während dieser "Wunschphasen" sogar an einen anderen Ort teleportieren. Und wenn ich fertig bin mit "Wünschen", dann geht der Traum weiter. Manchmal gefällt mir der Verlauf des Traums dann doch nicht so richtig. Und ich spule das ganze Ding wie einen Film zurück bzw. fange nochmal von vorne an. Irgendwann ist der Traum dann vorbei oder entwickelt eine "Eigendynamik", die ich nicht gewünscht/geplant hatte.
Interessant ist auch, dass ich extrem viele Träume wegen dieser einen Frau hatte, obwohl ich fast kaum Kontakt zu ihr habe. Das heißt dann wohl, dass sie mir sehr am Herzen liegt, aus irgendwelchen, mir (bewußt) nicht erfindlichen, Gründen. Das waren aber keine luziden Träume, sondern einfach nur Erinnerungen an Träume.
Bin mittlerweile sogar ein ziemlich guter Traumdeuter geworden, zumindest soweit es meine Träume betrifft. Und so sehr diese Erinnerungen an Träume, eher als luzide Träume, interessante/hilfreiche Aussagen haben, halte ich persönlich ein Erlernen nicht für erstrebenswert, wenn es denn überhaupt möglich ist. Mir genügt die Erkenntnis, dass mein Unterbewußtsein in den Nächten gigantische Aufgaben bewältigt, sozusagen, meine bewußte Arbeit des Tages weiterführt, und auch all das, was mein Bewußtsein nicht verarbeiten konnte, nochmal in Angriff nimmt. Ich bin mir sicher, dass mein Unterbewußtsein in den Nächten nicht nur Aufgaben löst, sondern auch an meiner Einstellung und Persönlichkeit arbeitet.
Klingt alles komisch, ich weiß.
Vielleicht sollte ich nochmal 'ne Nacht drüber schlafen.