Es kommt darauf an, in welchem Zusammenhang Du den Begriff „Glaube“ verwendest.
Wenn Du z.B. zu Deinem Kollegen sagst, dass Du in der Werkstatt technische Prüfungen durchführen willst und Dein Kollege sieht Dich nur in die Werkstatt gehen, dann glaubt er, dass Du technische Prüfungen durchführen willst – aber das ist kein Wissen. Vielleicht drehst Du Dir nur einen Joint.
Bei „Glaube“ im christlichen Sinne umfasst dieser Begriff sich „auf jemanden einlassen, vertrauen, Erfahrungen machen“. Das ist wie mit einem Kinofilm. Du stehst vor dem Kino und schaust Dir die ausgewählten Bilder an. Diese sind für Dich Anregung in den Film zu gehen (oder nicht). Du machst in dem Film Deine persönlichen Erfahrungen. Du findest z.B. den Film spannend. Wenn Du nach Ende des Films wieder rauskommst, kannst Du von Deinen Eindrücke berichten, die Du aber niemandem beweisen kannst. Für Dich ist das Erlebte Wissen – Aussenstehende, die sich mit den Bildern im Schaukasten begnügten, können es Dir nur glauben, aber wissen tun sie nichts….
Glauben muss man seine Erzählungen deswegen doch noch lange nicht. Wieso auch?
In beiden Beispielen kann man einfach die Aussagen und Behauptungen des Anderen überprüfen und so Gewissheit erlangen. Bei Religionen geht das nicht.
Sich auf Jemanden einlassen und vertrauen von dem man nicht mal weiß ob er überhaupt existiert und den man nur aus den Erzählungen eines 2000 Jahre alten Buches kennt?
Das ist definitiv kein Wissen egal in welchem Zusammenhang.