Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Der Sinn des Lebens

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Es kommt darauf an, in welchem Zusammenhang Du den Begriff „Glaube“ verwendest.
Wenn Du z.B. zu Deinem Kollegen sagst, dass Du in der Werkstatt technische Prüfungen durchführen willst und Dein Kollege sieht Dich nur in die Werkstatt gehen, dann glaubt er, dass Du technische Prüfungen durchführen willst – aber das ist kein Wissen. Vielleicht drehst Du Dir nur einen Joint.

Bei „Glaube“ im christlichen Sinne umfasst dieser Begriff sich „auf jemanden einlassen, vertrauen, Erfahrungen machen“. Das ist wie mit einem Kinofilm. Du stehst vor dem Kino und schaust Dir die ausgewählten Bilder an. Diese sind für Dich Anregung in den Film zu gehen (oder nicht). Du machst in dem Film Deine persönlichen Erfahrungen. Du findest z.B. den Film spannend. Wenn Du nach Ende des Films wieder rauskommst, kannst Du von Deinen Eindrücke berichten, die Du aber niemandem beweisen kannst. Für Dich ist das Erlebte Wissen – Aussenstehende, die sich mit den Bildern im Schaukasten begnügten, können es Dir nur glauben, aber wissen tun sie nichts….

Glauben muss man seine Erzählungen deswegen doch noch lange nicht. Wieso auch?
In beiden Beispielen kann man einfach die Aussagen und Behauptungen des Anderen überprüfen und so Gewissheit erlangen. Bei Religionen geht das nicht.

Sich auf Jemanden einlassen und vertrauen von dem man nicht mal weiß ob er überhaupt existiert und den man nur aus den Erzählungen eines 2000 Jahre alten Buches kennt?
Das ist definitiv kein Wissen egal in welchem Zusammenhang.
 
Nun ist es so, dass dieses Leben nicht ganz einfach ist. Insofern bringt hirnloses und sinnloses Herumgeschwurbel in etwa gar nichts. Aber ja, wir alle sind Mittäter in dieser sinnlosen Geschichte.
 
Genau, es ist wie in einem Kinofilm. Der Besucher kommt nach der Vorstellung heraus, zeigt Dir seine Blindenbinde und erzählt Dir wie spannend es war. Als mich vor Jahren noch die Zeugen regelmäßig besuchten, fragte ich immer nach einem Beweis für ihren Gott. Da deutete der gute Mann zum Fenster und sagte: Schau da hinaus. Das alles hat Gott gemacht.
 
Sicher, Gott hat Wolkenkratzer gebaut, den Imperialismus und den Kapitalismus eingeführt, hat uns den ”Free Trade" geschenkt, verfeinert Nuklearwaffen und Gentechnik, lässt uns zudem durch die rosarote Brille gucken. Schon toll, was Gott alles gemacht hat.
 
Ein Freund sagte mir gestern, dass das mit dem Sinn des Lebens ganz einfach sei. Es sei weltweit dasselbe, nämlich "Essen, saufen, ..." Das klingt natürlich unglaublich unzivilisiert. Wobei, wenn man mal so drüber nachdenkt...

Weiters scheinen mir die dominantesten Sinne Geld und Liebesbeziehungen zu sein, für Kranke noch Gesundheit und für Depressive gute Laune.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na ja, ganz zu eingangs bemerkte ich ja schon, daß es zumeist die kleinen Dinge des Lebens sind, die den Sinn ausmachen. Leben heißt ja Leben und nicht "sich vorbereiten auf ein Leben danach". Auch wenn das armselige Menschen so sehen. Ich bin zur Zeit ziemlich glücklich, wenn ich morgens eine Handvoll blauer und sehr wohlschmeckender Heidelbeeren ernten kann. Wenn dazu noch Sonne ist, freue ich mich über meinen Stromzähler und wenn am Mittag Zeit ist, wird das Cabrio warmgefahren. Dann am Abend ein Brot mit Kalbsleberwurst oder einem neuen Käse, ein gutes Buch oder eine schöne Fernseh-Sendung. Mit dem Hund spielen und mich den Krallen meiner neuen Katze aussetzen. Mir käme es dabei nicht in den Sinn über irgendwelche Götter nachzudenken oder wie der Spitzmaulfrosch sagen würde: Dü gübts hier nicht....
 
Man kann sich an den alltäglichen Dingen freuen und sich trotzdem auf das was dort drüben kommt freuen!
Es ist ja was schönes, wenn man sich an Kleinigkeiten freuen kann, und, man sollte vielleicht auch dankbar dafür sein, denn das ist alles nicht selbstverständlich. Weder kann man in den meisten Fällen was dafür, wenn man krank ist, noch ist es eigener Verdienst wenn man gesund ist!
Ich genieße solche alltäglichen Dinge auch, trotzdem freue ich mich darauf,dass das schönste noch kommt.
Der Satz armselige Menschen ist mal wieder daneben mike. Aus deiner Sicht vielleicht armselig....aus meiner Sicht selig.🙂.....und wenn nicht selig, bleibt irgendwann nur noch arm !
 
Lena

Möchte gerne zwei deiner Sätze mit meiner Sichtweise ergänzen.

Es ist ja was schönes, wenn man sich an Kleinigkeiten freuen kann, und, man sollte vielleicht auch dankbar dafür sein, denn das ist alles nicht selbstverständlich.

In gewisser Weise schon, selbstverständlich. Was vielleicht nicht selbstverständlich ist, ist, dass man diese kleinen Geschenke der Natur auch wertschätzt bzw. genießt. In gewisser Weise sind Sonne, Regen, Wind, Beeren, Kartoffeln, und, und, und, Bestandteile eines sich selbst genügenden Ökosystems. Selbst wenn morgen durch einen "dummen Zufall" die gesamte Menschheit vernichtet würde bzw. sich selbst vernichtet hätte, dann würde es die vorgenannten Dinge immer noch geben. Es sei denn, der "dumme Zufall" würde so aussehen, dass wir dieses Erdenrund einer Wüste oder einem Asteroidengürtel gleich gemacht haben.

Weder kann man in den meisten Fällen was dafür, wenn man krank ist, noch ist es eigener Verdienst wenn man gesund ist!

Das kommt ganz drauf an. Ich beispielsweise sehe Krankheiten nicht als "Gottes Strafe", eher als auf Genetik und Umwelteinflüssen basierendem Zufall, aber nicht nur. Der Komplex Krankheit ist vielschichtig.

Denn, sofern der Mensch eine aus meiner Sicht begrenzte, aber dennoch vorhandene Einflussnahme hat, so sind einige Krankheiten auch "hausgemacht". Zum Beispiel sog. Zivilisationskrankheiten bzw. "Zuvielisierungskrankheiten", da hat man, beispielsweise via Ernährung, schon mehr oder weniger selbst entschieden. Die beispielsweise in Amerika in hohem und extremem Maße vorzufindende Adipositas ist, ein Maß an freiem Willen vorausgesetzt, zumindest aus meiner Sicht nicht "einfach über Nacht über einen hereingefallen".

Kurz zusammengefasst: Wenn man sich über längere Zeit körperlich und/oder geistig ungesund ernährt, dann wird man höchstwahrscheinlich krank. Nicht jede Krankheit aber bedeutet, dass man sich ungesund verhalten hat.

Und ja: Gesundheit könnte ein Sinn des Lebens sein.

Körperliche und geistige Gesundheit.

Gelebte Philosophie.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube, dass doch recht viele Menschen nach der Philosophie streben, der Liebe zur Weisheit. Manche mögen das "Gott" nennen, aber aus meiner Sicht ist es doch "nur" die Liebe zur Weisheit.

Und ja: Geld zu verdienen ist weise und Liebe ist toll.
 
Richtig, uns allen geht es so fuckenverdammtgut. So leicht vergessen wir andere Zeiten und andere Orte, und vergessen daher uns selbst.

Ein Philosoph sagte mal: "Das Ich entsteht aus dem Du."

Das Ich verreckt an Fettleibigkeit und das Du an Hungersnot.

Schöne neue Welt.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
K-i-r-a Sinn eures Lebens Leben 36
_Tsunami_ Die krassen Kriege und Kämpfe des Lebens Leben 72
G Suche nach Hilfsmittel zum Eincremen des Rückens Leben 25

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben