Wie immer verstehst du alles falsch.
Ich habe nur davon gesprochen, dass es echt vorstellbar ist, dass es Eltern gibt, denen nur mal für ein-zwei Sekunden die Sicherung durchbrennt. Und jede Mutter oder auch Vater wissen, wie nahe man sich an dieser Grenze bewegen kann. Das heißt längst nicht, dass man es tut. Aber das können nun mal Menschen ohne Kinder nicht wissen, bestenfalls sich nur vorstellen.
Ich hoffe, du hast mich jetzt verstanden. Das ist auch kein Vorwurf an Menschen ohne Kinder.
Ich kann dem nur voll und ganz zustimmen, bin 35 und seit 2 Jahren Mutter, ich hätte mir vorher auch nicht vorstellen können, dass so ein kleiner süßer über alle Maßen geliebter Mensch einen gleichzeitig immer wieder soooo wahnsinnig machen kann zwischendurch. Wie du es beschreibst ist genau richtig mit der Grenze, auf die man sich zubewegt, wo man manchmal da steht und denkt, au Mann, ich habe gemahnt, ich habe getadelt, ich habe geschimpft, ich habe geschrien, 1000x jeden Tag aufs neue wegen immer derselben Dinge, aber du kleiner Mensch hörst und hörst trotzdem einfach nicht und machst es gerade schon wieder - was muss ich denn noch tun, damit du endlich damit aufhörst???
In den Momenten kommt mir manchmal der Gedanke an solche Fälle, wo man hört, jemand hat seinem Kind etwas angetan, und dann denke ich, wer weiß, wahrscheinlich auch aus so einer Situation heraus! WAS NICHT HEISST, DASS ICH MEINEM KIND IN DEN MOMENTEN AUCH WAS ANTUN WILL ODER WÜRDE!!! Man denkt dann halt nur, wenn man zu Kontrollverlust neigen WÜRDE wie diese Menschen, DANN würde jetzt was passieren! Und diese erschreckende Einsicht bekommt man halt wirklich nur, wenn man selbst das mal erlebt hat, habe ich bis vor 2 Jahren auch noch nicht, ist natürlich, dass man sich das als Kinderloser nicht vorstellen kann - zum Glück, alles andere wäre auch sehr fragwürdig!
Wenn man es dagegen im TV sieht, hört, was die Leute ihren Kindern angetan haben und sieht dazu die Bilder der süßen Kleinen, ist es ganz natürlich, dass man automatisch denkt, wie konnten sie das nur tun!!!??? Es kommt dann immer auf das "Wie" an! Eine Affekthandlung mit unglücklichem Ausgang, ein unglücklicher Schlag, ein Schubsen mit bösem Sturz oder ähnliches kann man noch irgendwie nachvollziehen, dass das passiert und dann denke ich, das Tod des Kindes ist für solche Eltern schon Strafe genug, diesen Moment des unbedachten Handelns werden sie ein Leben lang bereuen. Eine Handlung dagegen, die Vorbereitung und Planung bedarf wie es hier der Fall WÄRE, ist dagegen nicht vorstellbar, egal wie wütend man werden kann!