Mich überrascht diese Wende nun ehrlich gesagt gar nicht, ich fand es von Anfang an mehr als merkwürdig, wie die Eltern das Verschwinden ihrer Tochter medienwirksam ausschlachteten, klar wollen alle Eltern ihr Kind wieder haben, aber normalerweise sieht man bei sowas nur gebrochene Eltern, die nicht in der Lage sind, einen Satz in die Kamera zu sprechen, ohne schluchzend in Tränen auszubrechen.
Da ich schon seit Jahren großes Interesse am Studium von Täterpsyche und -profilen habe, passt dieses Verhalten dagegen wirklich sehr gut zu einem Täter, der von seiner Tat ablenken will, indem er sich selbst als übermäßig engagiert bei der Suche aufweist. Wenn sich das jetzt wirklich bewahrheitet, möchte ich nicht in der Haut dieser beiden Menschen stecken - David Beckham, Joanne K. Rowling und sogar den Papst einschalten, obwohl man es dann am Ende selbst war, das wäre doch wirklich die absolute Höhe, vergleichbares gab es meines Wissens vorher noch nie, die würden im Gefängnis nichts zu lachen haben.
In dem Sinne bleibt nur zu wünschen, dass sie es nicht waren, aber ich glaube wahrlich gesagt nicht dran, dass sie unschuldig sind. Das Blut von der Kleinen in dem Mietwagen, den sie erst 3 Wochen nach dem Verschwinden gemietet haben, ist ein sehr schwer belastendes Indiz. Die Unschuld gilt, solange man nicht das Gegenteil beweisen kann, aber das gilt auch für irrationale Verdächtigungen, die sich gegen irgendjemand anders richten, Hauptsache nicht die Eltern. Die Indizen sprechen nun mal jetzt eindeutig dafür,dass sie es selbst waren und niemand anders, und auch wenn dieser "jemand anders" kein Gesicht hat, wäre es ungerecht, ihn unter den gegebenen Umständen zu verdächtigen, nur weil man sich nicht vorstellen kann, dass Eltern ihren Kindern sowas selbst antun. Sie tun es täglich Tag für Tag, wie die Medien immer wieder zeigen. :-(