Ich habe deinen Thread erst mit anderen Augen gelesen, weil ich dachte dass deine Kinder schon Teenager sind und habe dabei an mich als Teenager gedacht.
Mit 6 und 9 sehe ich da gar kein Problem. Kinder in dem Alter kann man nicht allein zuhause lassen, also kommen sie eben mit. Nicht um den Eltern "die Ehre zu erweisen" (so eine Wortwahl sagt einiges über dein Verhältnis zu deinen Eltern aus) sondern aus Praktikabilitätsgründen. Das brauchst du den Kindern auch nicht speziell zu begründen. Wenn man dort noch was machen kann, was den Kindern auch Spaß macht, umso besser.
Aber: So wie du hier allein in diesem Thread über dich und deine Eltern schreibst, wird das ungut weitergehen.
Wenn deine Kinder älter sind, werden sie selber entscheiden, wen sie mögen und wen nicht. Sie werden womöglich niemanden "respektieren" bloß weil sie mit ihnen verwandt sind. Ich persönlich finde es falsch, Kinder so zu erziehen, dass sie bestimmte Personen nur wegen ihrer formalen Funktion zu respektieren haben.
(Denn dann denken die Verwandten doch, die Kinder hätten Null Interesse an ihrem Leben).
Ja und? Vielleicht trifft das ja zu. Wenn ich null Interesse am Leben eines Menschen habe, habe ich meine Gründe dafür. Auch Großeltern können selber etwas tun, damit ich Interesse an ihrem Leben haben. Wenn nicht, dann eben nicht.
Ich habe bischen Angst davor, dass meine Kinder irgendwann nicht mehr mit mir z. B. zu meinen Eltern kommen wollen, je älter sie werden und meine Eltern dann schwer enttäuscht irgendwann den Kontakt komplett abbrechen wollen.
Deine "Angst" ist sicher nicht unberechtigt, du kennst deine Eltern ja. Das ist eine ganz ungute Dynamik, die da besteht bzw entsteht, und an deiner Stelle solltest du zum einen erkennen, dass du selber da drin steckst und überlegen wie du da wieder rauskommst, und zum anderen solltest du deine Kinder da nicht mit reinziehen, bloß weil du vielleicht zu schwach bist, mit deinen Eltern so umzugehen, wie es dir gut tun würde.
Meine Eltern betrachten es tatsächlich als Respektlosigkeit, wenn man nicht zu Neujahr persönlich erscheint und gratuliert.
Da hätten sie bei mir als Jugendliche tatsächlich Pech gehabt. Solche "Argumente" haben bei mir eher Abwehr ausgelöst.
Ich werde meinen Kindern vermitteln:
Oma und Opa wünschen sich, dass ihr mitkommt. Denn an Neujahr wünscht man sich gegenseitig eben alles Gute für s neue Jahr.
Wer weiß wie lange sie noch da sind. Seid froh, dass ihr sie noch habt.
Ich finde ja, dass du kleinen Kindern dazu gar nichts vermitteln musst. Die Großeltern werden eben besucht und sie kommen mit, isso. Später können sie dann selber entscheiden, wen sie besuchen. Aber so ein "seid froh dass ihr sie noch habt" finde ich eine deplatzierte Drohung.