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Den eigenen Kindern vermitteln: "An Neujahr besucht man die engsten Verwandten und wünscht Prosit Neujahr" . (Dann gibt's auch Neujahrsgeld.)

Ich werde meinen Kindern vermitteln:
Oma und Opa wünschen sich, dass ihr mitkommt. Denn an Neujahr wünscht man sich gegenseitig eben alles Gute für s neue Jahr.
Wer weiß wie lange sie noch da sind. Seid froh, dass ihr sie noch habt.
Das geht doch aber schon wieder in eine ungute Richtung.
Du möchtest Deinen Eltern eine Freude mit dem Besuch machen, das kannst Du den Kindern doch genau so vermitteln.
 
Du hast ja Recht.
Ich habe bischen Angst davor, dass meine Kinder irgendwann nicht mehr mit mir z. B. zu meinen Eltern kommen wollen, je älter sie werden und meine Eltern dann schwer enttäuscht irgendwann den Kontakt komplett abbrechen wollen.

Meine Eltern betrachten es tatsächlich als Respektlosigkeit, wenn man nicht zu Neujahr persönlich erscheint und gratuliert. Nicht einfach.
Du denkst so viel darüber nach was andere Leute von dir denken.

Wehre dich gegen deine schwierigen Eltern.

Eltern können dich anrufen und euch ein schönes neues Jahr wünschen.
Quäle deine Kinder nicht mit deinen Eltern.

Das klingt alles so zwanghaft bei dir.

Lasse die Kinder selber entscheiden wen sie besuchen wollen oder auch nicht..
 
Lasse die Kinder selber entscheiden wen sie besuchen wollen oder auch nicht..

Mit 6 und 9?
Ich bin sehr dafür, den Willen von Kindern zu beachten, doch sie müssen auch lernen, dass manchmal etwas muss, auch wenn es ihnen gerade nicht zusagt.
Manches dürfen sie also gerne selbst entscheiden, während bei anderen Gelegenheiten ich kurzerhand sage, wo es jetzt langgeht.
Manchmal kann es auch Kompromisse und Deals geben.

Wenn Familienbesuch anstand, mussten die bei mir in dem Alter durch.
Alternativ hätte ich höchstens eine Nanny buchen können, um dem Nachwuchs seinen Willen zu lassen. Der Gedanke kam mir aber gar nicht, so absurd wäre mir der erschienen.

Hier wäre noch die Alternative, dass sie beim anderen Elternteil bleiben.
Doch ich sehe nicht, was sie dadurch sinnvolles lernen würden, im Gegensatz dazu, wenn sie begrenzte Zeit zu den Großeltern mitkommen müssen und darüber gesprochen wird.
 
Gefällig und freundlich zu sein, um Geld abzukassieren, erzeugt geldgeile Opportunist*innen. Muss man wissen, ob man das für seine Kinder will.

Aber Freundlichkeit und Zuwendung an die Nächsten vom Kinderläunchen abhängig zu machen, ist auch falsch. Das wieder macht selbstbezogene Egoman*innen.

Daher habe ich darauf geachtet, dass meine Kinder Geburtstagskarten geschrieben haben und zu den Festtagen Anrufe machten, egal, ob sie darauf jetzt Lust hatten.
 
Ich habe deinen Thread erst mit anderen Augen gelesen, weil ich dachte dass deine Kinder schon Teenager sind und habe dabei an mich als Teenager gedacht.

Mit 6 und 9 sehe ich da gar kein Problem. Kinder in dem Alter kann man nicht allein zuhause lassen, also kommen sie eben mit. Nicht um den Eltern "die Ehre zu erweisen" (so eine Wortwahl sagt einiges über dein Verhältnis zu deinen Eltern aus) sondern aus Praktikabilitätsgründen. Das brauchst du den Kindern auch nicht speziell zu begründen. Wenn man dort noch was machen kann, was den Kindern auch Spaß macht, umso besser.

Aber: So wie du hier allein in diesem Thread über dich und deine Eltern schreibst, wird das ungut weitergehen.
Wenn deine Kinder älter sind, werden sie selber entscheiden, wen sie mögen und wen nicht. Sie werden womöglich niemanden "respektieren" bloß weil sie mit ihnen verwandt sind. Ich persönlich finde es falsch, Kinder so zu erziehen, dass sie bestimmte Personen nur wegen ihrer formalen Funktion zu respektieren haben.
(Denn dann denken die Verwandten doch, die Kinder hätten Null Interesse an ihrem Leben).
Ja und? Vielleicht trifft das ja zu. Wenn ich null Interesse am Leben eines Menschen habe, habe ich meine Gründe dafür. Auch Großeltern können selber etwas tun, damit ich Interesse an ihrem Leben haben. Wenn nicht, dann eben nicht.
Ich habe bischen Angst davor, dass meine Kinder irgendwann nicht mehr mit mir z. B. zu meinen Eltern kommen wollen, je älter sie werden und meine Eltern dann schwer enttäuscht irgendwann den Kontakt komplett abbrechen wollen.
Deine "Angst" ist sicher nicht unberechtigt, du kennst deine Eltern ja. Das ist eine ganz ungute Dynamik, die da besteht bzw entsteht, und an deiner Stelle solltest du zum einen erkennen, dass du selber da drin steckst und überlegen wie du da wieder rauskommst, und zum anderen solltest du deine Kinder da nicht mit reinziehen, bloß weil du vielleicht zu schwach bist, mit deinen Eltern so umzugehen, wie es dir gut tun würde.
Meine Eltern betrachten es tatsächlich als Respektlosigkeit, wenn man nicht zu Neujahr persönlich erscheint und gratuliert.
Da hätten sie bei mir als Jugendliche tatsächlich Pech gehabt. Solche "Argumente" haben bei mir eher Abwehr ausgelöst.

Ich werde meinen Kindern vermitteln:
Oma und Opa wünschen sich, dass ihr mitkommt. Denn an Neujahr wünscht man sich gegenseitig eben alles Gute für s neue Jahr.
Wer weiß wie lange sie noch da sind. Seid froh, dass ihr sie noch habt.

Ich finde ja, dass du kleinen Kindern dazu gar nichts vermitteln musst. Die Großeltern werden eben besucht und sie kommen mit, isso. Später können sie dann selber entscheiden, wen sie besuchen. Aber so ein "seid froh dass ihr sie noch habt" finde ich eine deplatzierte Drohung.
 
Meine Eltern hatten mich noch so erzogen, stets an Neujahr bei denn engsten Verwandten zu erscheinen und "Prosit Neujahr" zu wünschen.
Dann bekäme man als Kind bestimmt auch "Neujahrsgeld". (Tatsächlich war es dann fast auch immer so).

Da ich eigene Kinder habe, frage ich mich, ob das Fortführen solcher Traditionen noch zeitgemäß und sinnvoll ist.

Anderes Beispiel, was mir aus meiner Kindheit noch in Erinnerung bleibt ist: "Nächste Woche ist Kirmes /Jahrmarkt bei Oma/Opa im Dorf. Wenn du hin willst, geh zu ihnen. Bestimmt geben sie dir du noch Kirmesgeld."

Ist es generell noch usus Kinder zu solcherlei Dingen zu motivieren?

Eigentlich finde ich rückblickend betrachtet, das Motiv (Dann gibt's auch Geld für dich von den Verwandten) das Falsche.

Sinn und Zweck den Verwandten "Prosit Neujahr" zu wünschen ist es doch eigentlich in erster Linie tatsächlich ihnen ein gutes neues Jahr zu wünschen (und nicht mit dem Hintergedanken, dann gib's auch Geld).

Wie seht ihr das? Wie handhabt ihr das mit euren Kindern, wenn ihr welche habt?
Wie seht das z.B. ihr Großeltern wenn es hier welche gibt?
Mit 18 bist du Erwachsen, musst nicht so bleiben wie DU erzogen wurdest.
Du entscheidest wie du lebst, trägst aber auch nun die Konsequenzen.
Mach es so wie du es für richtig hältst, was die Verwandten den Kindern geben entscheiden die ja auch selbst.
 
Ich bin soooo froh, dass ich mir diese gezwungenen, oberflächlichen Familientreffen - wo man dann 1 mal im Jahr versucht auf Happy Familie zu machen - und in der Regel krachend scheitert- nicht mehr geben muss.

Manche Familien sind einfach toxisch und haben den Namen Familie gar nicht verdient.

Ich würde Weihnachten immer mit den Menschen verbringen, die ich auch den Rest des Jahres gerne um mich habe und umgekehrt.
Tradition, Geld und Verwandtschaft, die da andere Erwartungen hat und dann beleidigt ist (obwohl sie sich den Rest des Jahres Null für einen interessieren), wäre mir alles egal und das würde ich auch Kindern so vermitteln.
Das schönste ist Zeit mit Menschen zu haben, die einem wichtig sind und guttun. Und das lässt sich nicht an Blutsverwandtschaft festmachen.
 
Habe ich noch nie gehört. Neujahrsgeld? Kirmesgeld? Ich gebe Neffen und Nichten Geld, wenn sie es brauchen, aber nicht als Belohnung, wenn sie kommen. Ich habe solche Belohnungen selbst auch nicht in der Jugend erlebt. Wenn das deinen Eltern so wichtig ist, würde ich das den Kindern ehrlich sagen: Die freuen sich da total drüber, sollen wir kurz vorbeischauen?
 

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