Dass du, @LFM , nur aus Pflichtgefühl zu den Eltern gehst, spüren deine Kinder natürlich auch.
Wobei ich Ehrlichkeit diesbezüglich nicht so verkehrt finde, authentisch bleiben.
Mit Fingerspitzengefühl, was sich schwerlich erklären lässt.
Ich kann etwas aus Pflichtgefühl tun, und ich muss dabei keinen großartigen Spaß haben, vielleicht auch einfach aushalten, dass es langweilig ist.
Und ich kann das dennoch gerne tun wollen, weil ich für den anderen da sein möchte, Achtung, Wertschätzung, zeigen möchte. Andere respektvoll, liebevoll behandeln möchte.
Das tun möchte, was ich als Grundlage für ein gutes Miteinander sehe.
Dabei jedoch - ebenso wichtig! - eigene Grenzen wahren, nicht zu allem ja sagen, die eigene Meinung vertreten.
Den Kindern je nach Alter nach und nach ermöglichen, eigene Wege zu gehen. Mit 6 und 9 sehe ich das nicht, wenn man als Familie Familienbesuche macht. Da müssen sie dann durch, fertig. Ein Kompromiss kann bei der Dauer gefunden werden.
Dauerten Besuche mehrere Stunden, waren Kinder bei uns anfangs am Tisch, plauderten kurz mit den Senioren, hatten aber Spielzeug dabei und konnten dann spielen gehen.
Es gab zwischendurch Kontaktaufnahme mal von der einen, mal von der anderen Seite, ein kurzes Gespräch, dann spielten die Kinder wieder und die Erwachsenen redeten, spielten auch mal Spiele. Die Kinder machten da gelegentlich auch mit, weniger oft, weniger lang.
Gesellschaftsspiele gingen besser zu Hause, mit den Senioren fehlte das Tempo, um Kindern Spaß zu machen. Manchmal wurde es aber unerwartet lustig. Was nur möglich ist bei Freiwilligkeit.