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Den eigenen Kindern vermitteln: "An Neujahr besucht man die engsten Verwandten und wünscht Prosit Neujahr" . (Dann gibt's auch Neujahrsgeld.)

LFM

Sehr aktives Mitglied
Meine Eltern hatten mich noch so erzogen, stets an Neujahr bei denn engsten Verwandten zu erscheinen und "Prosit Neujahr" zu wünschen.
Dann bekäme man als Kind bestimmt auch "Neujahrsgeld". (Tatsächlich war es dann fast auch immer so).

Da ich eigene Kinder habe, frage ich mich, ob das Fortführen solcher Traditionen noch zeitgemäß und sinnvoll ist.

Anderes Beispiel, was mir aus meiner Kindheit noch in Erinnerung bleibt ist: "Nächste Woche ist Kirmes /Jahrmarkt bei Oma/Opa im Dorf. Wenn du hin willst, geh zu ihnen. Bestimmt geben sie dir du noch Kirmesgeld."

Ist es generell noch usus Kinder zu solcherlei Dingen zu motivieren?

Eigentlich finde ich rückblickend betrachtet, das Motiv (Dann gibt's auch Geld für dich von den Verwandten) das Falsche.

Sinn und Zweck den Verwandten "Prosit Neujahr" zu wünschen ist es doch eigentlich in erster Linie tatsächlich ihnen ein gutes neues Jahr zu wünschen (und nicht mit dem Hintergedanken, dann gib's auch Geld).

Wie seht ihr das? Wie handhabt ihr das mit euren Kindern, wenn ihr welche habt?
Wie seht das z.B. ihr Großeltern wenn es hier welche gibt?
 
Bräuche unter solchen Motiven kann ich nicht leiden.
Mein Kind wurde von einer älteren Tante mal versucht, auf diese Weise zu locken.
Die Antwort: "Dafür mache ich das nicht, wenn, dann sollte das andere Gründe haben." fand ich mega, mich machte diese Haltung stolz.

Für mich klingen deine Beispiele wie aus vergangenen Zeiten. Vielleicht passend zu dieser älteren Tante vor bald 2 Jahrzehnten, aber heute unvorstellbar für mich.
 
Wenn mir jemand ein Frohes neues Jahr wünscht bedanke ich mich und sag "Ebenso" - Geld würde ich nicht zahlen. Kenne den Brauch nur von der Müllabfuhr. Und die haben dann auch einen kleinen Geldbetrag bekommen.

Mein Kind hätte ich niemals für so etwas losgeschickt, habe das auch noch nie gehört. Furchtbare berechnende Bettelei.
 
Und was sollte man den Kindern stattdessen bzgl. Verwandschaftsbesuchen zu solchen speziellen Tagen mit auf den Weg geben?

Am Beispiel Neujahrstag: "Entweder gehst du hin und wünschst ihnen wirklich ein frohes Neues Jahr oder du lässt es ganz bleiben!" ist wohl auch das Falsche.

(Denn dann denken die Verwandten doch, die Kinder hätten Null Interesse an ihrem Leben).
 
Ich würde nicht auf die Idee kommen, meine Kinder zu irgendjemandem zu schicken, um Geld einzusacken, ganz egal ob an Neujahr oder sonst wann.
Sie sollen die wichtigen Menschen in unserem Umfeld besuchen, weil sie Lust drauf haben, gern mit ihnen zusammen sind und eine gute Zeit haben. Das ist mir wichtig.
Ist es generell noch usus Kinder zu solcherlei Dingen zu motivieren?
Das weiß ich nicht, aber nur, weil du es in deiner Familie so erlebt hast, muss es damals auch nicht Usus gewesen sein.
Da ich eigene Kinder habe, frage ich mich, ob das Fortführen solcher Traditionen noch zeitgemäß und sinnvoll ist.
Ich würde meine Erziehung und die Werte, die ich vermitteln möchte, nicht daran festmachen, ob sie zeitgemäßen oder sinnvollen Traditionen zu Grunde liegen. Wenn es dir selbst albern und falsch vorkommt, Kindern beizubringen, Verwandte zu besuchen, um Geld zu bekommen, dann solltest du es nicht tun, egal ob Tradition oder nicht Tradition.
 
Am Beispiel Neujahrstag: "Entweder gehst du hin und wünschst ihnen wirklich ein frohes Neues Jahr oder du lässt es ganz bleiben!" ist wohl auch das Falsche.
Wie wäre es mit Vorleben anstatt Predigen?
Zum Beispiel den Kindern ankündigen "Ich besuche Oma, Opa und Tante Lieselotte um ihnen frohes neues Jahr zu wünschen, wollt ihr mitkommen?"

Wenn die Kinder Bock auf Oma ,Opa & Co haben, werden sie das gerne machen und das ganz ohne irgendwelchen Bestechungskram oder die Erwartung auf nen Euro. Und wenn sie keinen Bock haben, darf das - finde ich - auch sein.

Bei meinen Kindern, speziell meiner Tochter ist es ja eher andersrum. Die liebt Basteln und hat immer irgendetwas zu verteilen. Letztes Jahr an Silvester/Neujahr hat sie Glücksschweine aus Flaschenkorken gebastelt und fand es total toll, die Dinger ihren Großeltern, unseren Nachbarn und allen Leute, die ihr nicht entwischen konnten, als Glücksbringer zu schenken. Ich finde es etwas gruselig, anzunehmen, Kinder müssen etwas bekommen oder mit etwas gelockt werden, um etwas gerne zu tun.
 
Und was sollte man den Kindern stattdessen bzgl. Verwandschaftsbesuchen zu solchen speziellen Tagen mit auf den Weg geben?
Ich kenne das überhaupt nicht, dass man als Kind oder auch Eltern zum neuen Jahr irgendwen besuchte. Maximal die Großeltern wurden angerufen und alles Gute zum neuen Jahr gewünscht und denen fühlten wir uns ohnehin eng verbunden. Niemals wäre ich aber auf die Idee gekommen, dafür die Hand aufzuhalten.
 
Ach ja, ich halte es für ein Gerücht, dass das eine allgemeinübliche Tradition ist, glaube eher, dass das bei euch so lief.
Es passt nämlich dazu, was du von deiner Frau erzählt hast, also dass sich da alles um das liebe Geld dreht und es offenbar gang und gäbe ist, für alles zu bezahlen und sich Zuneigung erkaufen zu wollen.
 

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